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Die Griechische Revolution

Erstellt von Deimos, 20.03.2012, 18:08 Uhr · 831 Antworten · 40.333 Aufrufe

  1. #401
    Avatar von Allih der Große

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    Zitat Zitat von Ohër Beitrag anzeigen
    Waren neben Arvaniten und Sulioten auch Aromunen und Slawen am anti-osmanischen Kampf beteiligt?
    Es waren wesentlich mehr beteiligt als nur Arvaniten und Suli.
    Es waren so ziemliche alle beteiligt, deren Einkommensgrenze das untere Spektrum bildete.
    Also alle Doerfer die irgendwo in Hinterhutzingen in den Bergen lagen.
    Nicht allzu begeistert ueber den Aufstand waren Oberschicht und gehobenes/mittleres Buergertum.
    Viele kaempften auf eigene Rechnung. Klarer Linien gab es nicht - auch die westlichen Maechte wechselten mehrmals (insbesondere die Briten).
    Ein weiteres Beispiel fuer den Mangel an klaren Fronten waer noch Ali Pasha...
    Grob gesehen gab es hallt folgende "Seiten"/Gruppen: Die "Kleftes" Ein Mischmasch aus in dieser Art der Kriegsfuehrung erfahrenen, irregulaeren, (kleinen) Truppenverbaenden die bevorzugt Nachschublinien angriffen und/oder unvorsichtige/uebereifrige Pashas in Hinterhalten demolierten.
    Kleftes bedeutet in etwa "Banditen" - du kannst dir vorstellen, aus welcher sozialen Schicht die kamen...
    Und eine "offizielle" einige Tausend Mann starke, auch regulaer kaempfende "Armee", die Staatsterritorium eroberte.

    Dann noch ein groessere "offizielles" und regulaer kaempfendes Heer, das auch offene Schlachten schlug, Staedte befreite, eroberte (...). Dem Heer schlossen sich zeitweise auch so einige Kleftes an.

    Dazu kamen noch diverse Auslandsgriechen, gr. Haendler (die - teilweise klammheimlich - Waffen/Munition/Schiffe stellten), (arme) orthodoxe Priester (die, im Gegensatz zu den hohen Tieren der Kirche, im osm. Reich eher etwas zu leiden hatten), Graecophile (von denen Byron sicherlich der bekannteste sein duerfte) (...).

    Auf der Seite der Osmanen gab es die Pashas, die (z.T. unabhaengig voneinander) entweder fuer den Sultan, oder auf eigene Rechnung kaempften, und jeweil recht ordentliche Truppenstaerke aufzubieten hatten.

    Mindestens einer davon hielt vom Sultan nicht so viel, und verbuendete sich zeitweise mit den Aufstaendsichen gegen den Sultan.

    Spaeter kamen noch, quasi als letzter Trumpf des Sultans, die Aegypter unter Ibrahim Pasha dazu (sie durften alles zurueckeroberte Gebiet behalten), der mit einer modernen, gut ausgebildeten Armee anrueckte, und sich bei seinen Eroberung auf die Kueste konzentrierte (Versorgung wann immer moeglich ueber See - er nahm eine starke Flotte mit) und sicherte den Landteil seiner Nachschublinie mit Befesitgungen. Zu viele Angriff auf die Doerfer der Kleftes klemmte der sich.
    Der fuhr mit dieser Strategie ganz gut, bis eine Franzemaenner, Briten, Russen (...) Flotte die seine versenkte (wonach seine Strategie mangels Flotte leicht fuern Arsch - und der Aufstand in GR "erfolgreich" abgeschlossen war).

  2. #402
    Avatar von Barbaros

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    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen

    Es interessiert z.B. diejenigen Menschen und Völker, die dort einst lebten und weiterhin dort leben.
    Die dort einst lebten?
    Deren Nachfahren meinst du wohl damit.
    Naja diese leben in ihrer jetzigen Heimat und zerbrechen sich ihren Kopf nicht mit irgendwelchen Megali Idea Wahnsinn,das tun so Nationalisten wie du und Sonne.

  3. #403

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    Zitat Zitat von Barbaros Beitrag anzeigen
    Die dort einst lebten?
    Deren Nachfahren meinst du wohl damit.
    Naja diese leben in ihrer jetzigen Heimat und zerbrechen sich ihren Kopf nicht mit irgendwelchen Megali Idea Wahnsinn,das tun so Nationalisten wie du und Sonne.
    Falsch!
    Es sind nur Dein Wahn und Deine Unfähigkeit, in mir einen Nationalisten zu sehen.
    Tatsächlich wurde ich mit solchen Inhalten des Nationalismus erst vor ca. 4 Jahren konfrontiert, und zwar in diesem Forum, schon damals habe ich mich so geäussert und habe "Feuer mit Feuer" zu bekämpfen versucht (zu hoch für Dich?). Bis dahin kannte ich quasi nicht einmal, wie verbohrt Menschen sein können, die Nationalisten sind.
    So war der albanische Nationalismus hier unerträglich, und dumm, laufend las man solches wie "wie waren schon immer da", oder "wir lebten schon hier, da gab es noch kein Europa".

    So gesehen freut es mich, daß es unter Cobra eine Veränderung in diesem Forum gibt, und Gewichtungen neu gezogen werden, fernab des Nationalismus, der über jeden viel Leid gebracht hat.

    Man muß aber auch folgendes feststellen:
    Wenn ein unterdrücktes Volk aus der Not heraus gegen seinen Peiniger vorgeht, dann hat das am wenigsten was mit Nationalismus zu tun.
    Umgehrt schon eher, wenn der Besatzer und somit idR der Stärkere Massen deportiert (z.B. ca. 2 Mio Menschen), z.B. in die Wüste, dann ist an sich klar, welches Ziel hier verfolgt wird: Zermürbung bis zum Tode, die wenigen Starken werden es nur überleben, die Masse geht unter. Das ist Nationalismus der schlimmsten Sorte, das ist Barbarei pur.


    Also, welchen Grund?

  4. #404
    Avatar von Allih der Große

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    Zitat Zitat von Sonne-2012 Beitrag anzeigen
    Ioannis Kapodistrias
    Der erste und einzige, der die Bezeichnung "Staatsmann" verdient hat...
    Auch der einzige, der mit einer richtigen Strategie, ja einer Vision (arbeitete u.a. auf einen vereinten Balkanstaat hin) da rangegangen ist.
    Ehemaliger Aussenminister Russlands.
    Habe gehoert (konnte das nicht bestaetigen/belegen oder widerlegen), dass Mavrokordatos (Schosshund der Briten) sein Ermordung veranlasst haben soll.

  5. #405
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Zitat Zitat von KS.Rosu Beitrag anzeigen
    1.mal gibt es auch heute noch Arvaniten die toskischen Dialekt sprechen aber ja die meisten sind assimliert und sehen sich als Grichen.

    Aber der springende Punkt ist als was sahen sie sich damals?
    Als Hellenisierung bezeichnet man eine kulturelle Erscheinung im Rahmen des Hellenismus. Gemeint ist damit die Durchdringung eines nicht-griechischen Volkes mit der antiken griechischen Kultur (im Sinne des Begriffes Hellenismus, wie er von Johann Gustav Droysen verwendet wurde).
    So ein bisschen.

  6. #406
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von KS.Rosu Beitrag anzeigen
    1.mal gibt es auch heute noch Arvaniten die toskischen Dialekt sprechen aber ja die meisten sind assimliert und sehen sich als Grichen.

    Aber der springende Punkt ist als was sahen sie sich damals?


    Flag raised by Markos Botsaris, in Souli, October 1820, depicting Saint George and with the words: Freedom-Religion-Fatherland Greek




    Die vorfahren der heutigen Albaner wurden von den Arvaniten Türkalbaner genannt für sie waren sie nur die knechte der Türken die sie vorschickten um gegen Griechenland krieg zu führen. Übrigens haben Albaner (Türkalbaner für die Arvaniten) das grab von dem Suliot und mitglied der griechischen patriotischen vereinigung "Filiki Eteria" Marko Botsaris geschändet.


    Markos Botsaris - Wikipedia, the free encyclopedia
    "Botsaris was buried in full-honors in Missolonghi. After the Ottomans captured the city, in 1826, his grave was desecrated by Ottoman Albanian groups."



    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Ohër Beitrag anzeigen
    Waren neben Arvaniten und Sulioten auch Aromunen und Slawen am anti-osmanischen Kampf beteiligt?
    Deine provokationen kannst du stecken lassen, wenigstens haben unsere vorfahren für ein freies griechenland ihr Blud vergossen und gekämpft unser land ist kein produkt von Österreich-ungarn das nach dem ersten Balkan Krieg (ALS GRIECHEN UND SERBEN ALBANIEN VON DEN OSMANEN BEFREIT HABEN) einen Albanischen staat gefordert haben nur damit serbien keinen meerzugang bekommt.

    Und ja die drachtzieher waren alle samt keine arvaniten natürlich haben arvaniten auch mitgekämpft sie fühlten sich und waren und sind ja auch ein teil Griechenlands.

    Das waren die eigentlichen köpfe der griechischen revolution.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Filiki_Eteria

    Die Filiki Eteria, auch Philiki Etaireia (griechisch Φιλική Εταιρεία; angenäherte deutsche Bezeichnung: Freundesgesellschaft) war ein Geheimbund griechischer Patrioten und Philhellenen, welche im 19. Jahrhundert die Befreiung Griechenlands von den Osmanen und die Errichtung einer modernen griechischen Republik erwirken wollten.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Rigas_Velestinlis

    http://de.wikipedia.org/wiki/Alexand...92–1828)

    http://de.wikipedia.org/wiki/Karaiskakis

  7. #407

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    Ergänzung: Adamantios Korais


    -
    Korais wurde in Smyrna geboren, sein Vater stammte aber von der Insel Chios, und Korais fühlte sich der Insel sehr verbunden. Korais verbrachte den größten Teil seines Lebens nicht in Griechenland, sondern in Westeuropa. Er beschäftigte sich früh mit dem Studium der alten und neuen Sprachen, lernte dann auf den Wunsch seines Vaters in Amsterdam den Beruf des Kaufmanns. Er studierte ab 1782 in Montpellier die Fächer Medizin und Naturgeschichte. Korais ließ sich im Jahre 1788 in Paris nieder, um sich ganz der Literatur zu widmen. Er ließ sich zwar in Frankreich einbürgern, blieb aber dennoch seiner griechischen Herkunft treu. Korais beschäftigte sich mit der Kirche, Schule, Wissenschaft und Politik. Von Paris aus kämpfte er mit Wort und Schrift für die geistige Wiedergeburt Griechenlands. Sein Hauptziel war die Heranbildung einer nationalen, griechischen Allgemeinsprache zu einer Schriftsprache; die von ihm hierfür aufgestellten Normen sind noch heute im Wesentlichen die maßgebenden.

    Korais versuchte das Bewusstsein der Griechen auf ihr geschichtliches Erbe, ihren hellenistischen Ursprung, zu wecken. Er stellte fest, dass die Allgemeinbildung der Schlüssel für das unabhängige Griechenland ist. Vor allem aber ist Korais für seine entscheidende Rolle in der griechischen Sprachfrage bekannt: Er versuchte einen Mittelweg zwischen der antikisierenden Hochsprache und der Volkssprache zu gehen und ging als Erfinder der Katharevousa (= die Reine; die gereinigte Volkssprache) in die griechische Sprachgeschichte ein.

    Korais kritisierte in seinen Briefen und Publikationen die griechisch-Orthodoxe Kirche, die das Leben seiner Landsleute im Osmanischen Reich beherrschte. Die Kirche lehnte ein unabhängiges Griechenland strikt ab. Das Fachwissen Korais über das klassische Altertum entstand durch das Studium der Ausgaben altgriechischer Schriftsteller. Seine Marmorbüste schmückt das Lykeion auf der griechischen Insel Chios, dem Korais seine wertvolle Bibliothek vermacht hat, die heutige, nach ihm benannte, Korais-Bibliothek (Δημόσια Κεντρική Ιστορική Bιβλιοθήκη Χίου Κοραή).
    Nach ihm benannt ist der Lehrstuhl für Byzantinistik und Neogräzistik am King’s College London, der Koraes Professor of Modern Greek and Byzantine History, Language and Literature.

    --> Adamantios Korais ? Wikipedia

    - - - Aktualisiert - - -

    Ergänzung: Theophilos Kairis



    Kairis verwendete ich eine lange Zeit als Avatar.


    Für mich gehört er zu den herausragenden Persönlichkeiten des griechischen Diaphotismus, er hat Maßstäbe gesetzt.
    Diese waren so gefährlich für die Kirche, daß sie in einer Nachtaktion sein Grab aushob, ihm mit einer Axiton sein Brustkorb aufriß, diesen mit Gips befüllte, und dadurch hoffte, daß die Geister, die ihn "befallen" hatten, fortan keinen weiteren Menschen mehr erreichen würden.
    Jahrzehnte später wurde Theophilos Kairis vom AREOPAG in allen Klagepunkten der einst kirchlich motivierten Verhaftung für unschuldig erklärt, sein Name war wieder bereinigt.
    Leider hat der griechische Staat damals vergessen, die Kirche anzuzeigen, die sich als Tyrann herausstellte.

    Kairis wird mitunter auch als Vorbereiter des Wegs der heute kirchlich unabhängigen zu GR gesehen
    -

    Theophilos Kaïris (eigentlich: Thomas Kaïris, griechisch Θεόφιλος Καΐρης; * 1784 auf Andros; † 13. Januar 1853) war ein griechischer Philosoph und Revolutionär.

    Kaïris studierte an der theologischen Schule von Smyrna und wurde dann als griechisch-orthodoxer Priester geweiht. Er studierte zeitgleich mit Benjamin von Lesbos an der Schule in Kydonies, Kleinasien, und wurde in die zeitgenössische Wissenschaft und in griechische Interpretationen der Naturwissenschaften eingeführt. Anschließend studierte er in Pisa und Paris Mathematik, Naturwissenschaften und Philosophie. Dort adaptierte er die Ideen der Aufklärung.

    Kaïris eröffnete eine vielbeachtete Schule, die nach seiner Verhaftung geschlossen wurde. Er starb in der Haft, was ihm den Vergleich mit Sokrates brachte. Kaïris sprach Altgriechisch, Latein, Italienisch, Französisch, Deutsch und Englisch und beschäftige sich auch mit der Archäologie und der Botanik, beides im Zusammenhang mit seiner Heimatinsel Andros.

    --> Theophilos Kaïris ? Wikipedia

    - - - Aktualisiert - - -

    Ergänzung: Theoklitos Farmakidis



    Theoklitos Farmakidis (griechisch Θεόκλητος Φαρμακίδης, auch Theoklitos Pharmakidis, bürgerlich: Theocharis Farmakidis; * 15. Januar 1784 in Nimbegler (Nikea, Thessalien); † 26. April 1860 in Athen) war ein griechischer Theologe und Autor und ein Freiheitskämpfer der Griechischen Revolution.

    Anschließend war er bis 1818 Pfarrer der griechischen Gemeinde Agios Georgios in Wien. Hier lernte er Latein, Französisch und Deutsch und gab mit Anthimos Gazis die Zeitschrift Logios Hermes heraus, ein Sprachrohr der Positionen von Adamantios Korais. Er wurde Mitglied der Filiki Eteria. Der Philhellene Lord Guilford übernahm die Kosten für sein weiteres Studium an der Universität Göttingen.

    Bei Beginn der griechischen Revolution im Mai 1821 traf er in Griechenland ein, hielt sich kurz in Spetses und im Heerlager der Aufständischen bei Vervena auf und gab in Kalamata die Zeitschrift „Griechische Trompete“ heraus, das erste auf griechischem Boden herausgegebene griechische Periodikum. Als Verwaltungsexperte und Politiker beteiligte er sich am Aufbau des neuen Staates. Er war Mitglied der ersten Nationalversammlung in Epidauros. 1823 wurde er als Professor der Dogmatik an die Ionische Akademie auf Korfu berufen. 1825 kehrte er auf die Peloponnes zurück und wurde in Nafplio Herausgeber der „Allgemeinen Zeitung von Griechenland", des späteren griechischen Amtsblattes der Regierung.

    --> http://de.wikipedia.org/wiki/Theoklitos_Farmakidis

  8. #408
    Avatar von Allih der Große

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    Zitat Zitat von KS.Rosu Beitrag anzeigen
    1.mal gibt es auch heute noch Arvaniten die toskischen Dialekt sprechen aber ja die meisten sind assimliert und sehen sich als Grichen.

    Aber der springende Punkt ist als was sahen sie sich damals?
    Nach der Zeit des Hellenismus und dem darauffolgenden roem. Imperium - als Hellenen.

    Die muslim. Albaner haben eher fuer Ali-Pasha gekaempft. Die christlichen, mit dem Soultan verfeindeten Souliotes wurden uebrigens nicht von Griechen betrogen, verraten, verkauft und vertrieben...

  9. #409
    Avatar von Afro

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    Zitat Zitat von Barbaros Beitrag anzeigen
    Weil sie es seit Jahrhunderte von Jahren als ihre Heimat ansehen vielleicht?
    Wen interessierts schon wer Jahrhunderte Jahre davor dort lebte und ein Reich hatte?

    [COLOR=silver][SIZE=1]- - - Aktuali


    Es gab Vertreibungen und Massaker an Muslimen,der griechische Unabhängigkeitstag basiert dadrauf,man kann es aber sehr schön rechtfertigen.

    Die Türkei gehört seit Jahrhunderten Jahren den Bewohnern des Landes und wird auch immer ihnen gehören,was davor war interesiert niemanden.
    Morde verjähren nie.

  10. #410
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Ergänzung: Adamantios Korais


    -
    Korais wurde in Smyrna geboren, sein Vater stammte aber von der Insel Chios, und Korais fühlte sich der Insel sehr verbunden. Korais verbrachte den größten Teil seines Lebens nicht in Griechenland, sondern in Westeuropa. Er beschäftigte sich früh mit dem Studium der alten und neuen Sprachen, lernte dann auf den Wunsch seines Vaters in Amsterdam den Beruf des Kaufmanns. Er studierte ab 1782 in Montpellier die Fächer Medizin und Naturgeschichte. Korais ließ sich im Jahre 1788 in Paris nieder, um sich ganz der Literatur zu widmen. Er ließ sich zwar in Frankreich einbürgern, blieb aber dennoch seiner griechischen Herkunft treu. Korais beschäftigte sich mit der Kirche, Schule, Wissenschaft und Politik. Von Paris aus kämpfte er mit Wort und Schrift für die geistige Wiedergeburt Griechenlands. Sein Hauptziel war die Heranbildung einer nationalen, griechischen Allgemeinsprache zu einer Schriftsprache; die von ihm hierfür aufgestellten Normen sind noch heute im Wesentlichen die maßgebenden.

    Korais versuchte das Bewusstsein der Griechen auf ihr geschichtliches Erbe, ihren hellenistischen Ursprung, zu wecken. Er stellte fest, dass die Allgemeinbildung der Schlüssel für das unabhängige Griechenland ist. Vor allem aber ist Korais für seine entscheidende Rolle in der griechischen Sprachfrage bekannt: Er versuchte einen Mittelweg zwischen der antikisierenden Hochsprache und der Volkssprache zu gehen und ging als Erfinder der Katharevousa (= die Reine; die gereinigte Volkssprache) in die griechische Sprachgeschichte ein.

    Korais kritisierte in seinen Briefen und Publikationen die griechisch-Orthodoxe Kirche, die das Leben seiner Landsleute im Osmanischen Reich beherrschte. Die Kirche lehnte ein unabhängiges Griechenland strikt ab. Das Fachwissen Korais über das klassische Altertum entstand durch das Studium der Ausgaben altgriechischer Schriftsteller. Seine Marmorbüste schmückt das Lykeion auf der griechischen Insel Chios, dem Korais seine wertvolle Bibliothek vermacht hat, die heutige, nach ihm benannte, Korais-Bibliothek (Δημόσια Κεντρική Ιστορική Bιβλιοθήκη Χίου Κοραή).
    Nach ihm benannt ist der Lehrstuhl für Byzantinistik und Neogräzistik am King’s College London, der Koraes Professor of Modern Greek and Byzantine History, Language and Literature.

    --> Adamantios Korais ? Wikipedia

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    Ergänzung: Theophilos Kairis



    Kairis verwendete ich eine lange Zeit als Avatar.


    Für mich gehört er zu den herausragenden Persönlichkeiten des griechischen Diaphotismus, er hat Maßstäbe gesetzt.
    Diese waren so gefährlich für die Kirche, daß sie in einer Nachtaktion sein Grab aushob, ihm mit einer Axiton sein Brustkorb aufriß, diesen mit Gips befüllte, und dadurch hoffte, daß die Geister, die ihn "befallen" hatten, fortan keinen weiteren Menschen mehr erreichen würden.
    Jahrzehnte später wurde Theophilos Kairis vom AREOPAG in allen Klagepunkten der einst kirchlich motivierten Verhaftung für unschuldig erklärt, sein Name war wieder bereinigt.
    Leider hat der griechische Staat damals vergessen, die Kirche anzuzeigen, die sich als Tyrann herausstellte.

    Kairis wird mitunter auch als Vorbereiter des Wegs der heute kirchlich unabhängigen zu GR gesehen
    -

    Theophilos Kaïris (eigentlich: Thomas Kaïris, griechisch Θεόφιλος Καΐρης; * 1784 auf Andros; † 13. Januar 1853) war ein griechischer Philosoph und Revolutionär.

    Kaïris studierte an der theologischen Schule von Smyrna und wurde dann als griechisch-orthodoxer Priester geweiht. Er studierte zeitgleich mit Benjamin von Lesbos an der Schule in Kydonies, Kleinasien, und wurde in die zeitgenössische Wissenschaft und in griechische Interpretationen der Naturwissenschaften eingeführt. Anschließend studierte er in Pisa und Paris Mathematik, Naturwissenschaften und Philosophie. Dort adaptierte er die Ideen der Aufklärung.

    Kaïris eröffnete eine vielbeachtete Schule, die nach seiner Verhaftung geschlossen wurde. Er starb in der Haft, was ihm den Vergleich mit Sokrates brachte. Kaïris sprach Altgriechisch, Latein, Italienisch, Französisch, Deutsch und Englisch und beschäftige sich auch mit der Archäologie und der Botanik, beides im Zusammenhang mit seiner Heimatinsel Andros.

    --> Theophilos Kaïris ? Wikipedia

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    Ergänzung: Theoklitos Farmakidis



    Theoklitos Farmakidis (griechisch Θεόκλητος Φαρμακίδης, auch Theoklitos Pharmakidis, bürgerlich: Theocharis Farmakidis; * 15. Januar 1784 in Nimbegler (Nikea, Thessalien); † 26. April 1860 in Athen) war ein griechischer Theologe und Autor und ein Freiheitskämpfer der Griechischen Revolution.

    Anschließend war er bis 1818 Pfarrer der griechischen Gemeinde Agios Georgios in Wien. Hier lernte er Latein, Französisch und Deutsch und gab mit Anthimos Gazis die Zeitschrift Logios Hermes heraus, ein Sprachrohr der Positionen von Adamantios Korais. Er wurde Mitglied der Filiki Eteria. Der Philhellene Lord Guilford übernahm die Kosten für sein weiteres Studium an der Universität Göttingen.

    Bei Beginn der griechischen Revolution im Mai 1821 traf er in Griechenland ein, hielt sich kurz in Spetses und im Heerlager der Aufständischen bei Vervena auf und gab in Kalamata die Zeitschrift „Griechische Trompete“ heraus, das erste auf griechischem Boden herausgegebene griechische Periodikum. Als Verwaltungsexperte und Politiker beteiligte er sich am Aufbau des neuen Staates. Er war Mitglied der ersten Nationalversammlung in Epidauros. 1823 wurde er als Professor der Dogmatik an die Ionische Akademie auf Korfu berufen. 1825 kehrte er auf die Peloponnes zurück und wurde in Nafplio Herausgeber der „Allgemeinen Zeitung von Griechenland", des späteren griechischen Amtsblattes der Regierung.

    --> Theoklitos Farmakidis ? Wikipedia

    Ja Korais hab ich vergessen zusammen mit Rigas Fereos wohl die zwei wichtigsten personen für die spätere griechische revolution. Hier ein ausdrucksstarckes bild für den einfluss den korais und fereos hatten auf die griechische gesellschaft damals.



    das wurde übrigens von Rigas Fereos 1793 in wien publiziert vorne alexander der große und ein bild eines freies griechenlands.


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