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Grundlagentexte zu zion. Strategie, Holocaust,Zeitgeschichte

Erstellt von lupo-de-mare, 08.09.2006, 23:27 Uhr · 12 Antworten · 985 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von lupo-de-mare

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    Grundlagentexte zu zion. Strategie, Holocaust,Zeitgeschichte

    Anscheinend brauchten hier mal Einige etwas Nachhilfe auf diesem Gebiete

    In loser Folge ab nun einige zeitgeschichtliche Texte, oft übersetzt aus engl.sprachigen Quellen.

    Beginnen wir mit einem Artikel, übernommen von der Webseite "jewsagainstzionism" (JudengegenZionismus). Der jüdische Autor beschäftigt sich mit den zionistischen Machenschaften. Der ultra-orthodoxe (=sehr strenggläubige) Autor aus dem traditionellen Judentum richtet seine Erklärung zuförderst an die abtrünnigen (=zionistisch/weltlich beeinflußten) Juden, welche er im Sinne des authentischen, frommen Judentums zurückzugewinnen sucht. Anmerkungen im Text in [eckigen Klammern] stammen von mir [eku].


    Zionismus and Anti-Semitismus

    Wir flehen und ersuchen unsere jüdischen Brüder darum, zu erkennen, daß die Zionisten nicht die Retter der jüdischen Leute und die Garanten ihrer Sicherheit, sondern eher die Anstifter und Ursache der jüdischen Leiden im Heiligen Land und weltweit sind.

    Der Einfall, daß Zionismus und der Staat "Israel" der Beschützer der Juden seien, ist wahrscheinlich der größte Schabernack [im Originaltext steht "Hoax", Anm. eku], der jemals gegen das jüdische Volk verübt wurde.

    In der Tat, wo anders seit 1945 standen Juden in solch großer Gefahr, wie in dem Staat der Zionisten?!

    Juden ist es durch ihre religiösen Gesetze auferlegt, loyal zu den Ländern zu stehen, in denen sie Bürger sind.

    Immer seit der Zerstörung des Heiligen Tempels in Jerusalem und dem Exil des jüdischen Volkes über 2000 Jahre, waren wir verpflichtet, uns peinlich loyal zu den Ländern unseres Aufenthaltes zu verhalten.

    Einer der großen biblischen Propheten, Jeremiah, proklamierte in Kapitel 29 seines Buches Gottes Botschaft zu allen Verbannten; in Vers 7 lesen wir [laut Luther-Übersetzung, Anm. eku], "Suchet der Stadt Bestes, dahin ich euch habe lassen wegführen, und betet für sie zum HERRN; denn wenn's ihr wohl geht, so geht's auch euch wohl."

    Dies ist unsere ganze Geschichte hindurch ein Eckstein jüdischer Moral gewesen, bis zum heutigen Tage.

    Thora-treue Juden wünschen in Frieden und Harmonie mit ihren Nachbarn zu leben, in jedem Land der Gemeinschaft der Nationen, einschließlich im historischen Palästina.

    Sie mißbilligen Handlungen und Taktiken der Gewalt, ausgeübt durch Jene, unter Mißbrauch des Namens Israel unserer Vorväter, welche die ewigen Werte der Thora, das ewige gottgewidmete Erbe des jüdischen Volkes, ersetzt haben durch das Ideal des chauvinistischen Nationalismus.

    Es ist die immerwährende Absicht des Zionismus, vorsätzlich und überall, wo irgend möglich, Antisemitismus zu erregen und sogar noch häufiger, einen Nutzen aus jeglichem jüdischen Leiden zu ziehen um in der Tat seine Sache zu fördern. Hass gegen Juden und jüdisches Leiden ist der Treibstoff der zionistischen Bewegung, und von Anfang an wurde ganz bewußt und vorsätzlich Hass gegen Juden angestachelt um dann, in geheucheltem Entsetzen, dies zu gebrauchen, um die Existenz des zionistischen Staates zu rechtfertigen - dies ist, natürlich, Machiavellismus, zum höchsten Grade getrieben.

    Das Gedeihen des Zionismus auf Hass und den Leiden der Juden, und dem bestreben davon zu profitieren, indem die Juden in beständiger Furcht gehalten werden, verursacht ihre Ignoranz gegenüber der wahren Natur des Zionismus und stattdessen den zionistischen Staat als ihre Erlösung zu betrachten.


    ANTISEMITISMUS DURCH DEN POLITISCHEN ZIONISMUS

    Obwohl Zionisten und Andere [noch?] darüber streiten, ist es eine unabweisbare Tatsache, daß revolutionäre, säkulare und abtrünnige Elemente aus der jüdischen Gesellschaft Europas nach dem Ersten Weltkrieg einen großen Beitrag zur Feindschaft gegen Juden leisteten. Diese erregten ganz allgemein den Judenhass unter vielen Nicht-Juden.

    Während Hitler 1924 als Häftling in der Festung Landsberg am Lech einsaß, schrieb er sein Buch 'Mein Kampf'. Als er im Jahr 1933 Reichskanzler von Deutschland wurde, standen ihm Goebbels, Rosenberg und Streicher bei.

    Von ihnen kamen die Erklärungen, "Die Juden Deutschlands verursachten die Niederlage Deutschlands im Krieg 1914-1918;"

    "die Juden Deutschlands waren verantwortlich für die schrecklichen Bedingungen, die in Deutschland dem Krieg folgten";

    "die Juden Deutschlands sind Fremde und sie wünschen, Fremde zu bleiben";

    "sie haben keine Treue zum Land ihrer Geburt";

    "sie sind keine Menschen";

    "sie sind dreckige Hunde";

    "sie haben kein Recht, sich in die Angelegenheiten Deutschlands einzumischen";

    "es gibt zu viele Juden in Deutschland".


    Soweit es den Zionismus betraf, versuchte der Begründer des Zionismus und Abtrünnige [Herkunfts-Jude. Zur Definiton s.a. berühmte judenfreundliche Rede d. Dr. Martin Hohmann, CDU. Anm. eku], Theodor Herzl, den Hass auf die Juden zu verstärken, um die Sache des politischen Zionismus zu unterstützen.

    Hier einige seiner "Perlen":

    "Es ist unerlässlich, daß die Leiden der Juden ... schlimmer werden ... dies wird die Verwirklichung unserer Pläne unterstützen ... Ich habe eine exzellente Idee ... Ich werde die Antisemiten dazu verleiten, den Wohlstand der Juden auszulöschen ... Die Antisemiten werden uns dabei unterstützen, weil sie die Verfolgung und Unterdrückung der Juden verstärken werden. Die Antisemiten werden unsere besten Freunde sein." (Aus seinem Tagebuch, Teil 1, ab Seite 16,)

    [Anm. eku: der Autor zitiert hier offenbar die engl. Ausgabe der Herzl-Tagebücher, diese liegt mir nicht vor]

    Weitere Worte aus dem anschaulichen Einfallsreichtum dieses Träumers von Seite 68, Teil 1 seines Tagebuchs:

    [Anm.: Angaben des Autors zu Band und Seite beziehen sich wohl ebenfalls auf die engl. Ausgabe der Tagebücher, darum hier zunächst meine Rückübersetzung aus dem Englischen]

    "Daher wird der Antisemitismus, welcher eine tief verwurzelte Kraft im Unterbewußtsein der Massen ist, den Juden nicht schaden. Ich finde ihn sogar nützlich, um den Judencharackter zu stärken, Erziehung durch die Massen, welche zur Assimilation führen wird. Diese Erziehung kann nur mittels Leiden erfolgen und die Juden werden sich anpassen."

    [Anm. eku: hier nun Originaltext aus dem in Deutschland erschienenen Tagebuch, Leipzig 1922/23, Band 1, Seite 12:

    "Der Antisemitismus, der in der großen Menge etwas Starkes und Unbewußtes ist, wird aber den Juden nicht schaden. Ich halte ihn für eine dem Judencharakter nützliche Bewegung. Er ist die Erziehung einer Gruppe durch die Massen und wird vielleicht zu ihrer Aufsaugung führen. Erzogen wird man nur durch Härten. Es wird die Darwinsche Mimikry eintreten. Die Juden werden sich anpassen."

    http://www.literature.at/webinterfac...19&gobtn=Go%21
    Originalscan der betr. Buchseite. Die Tagebücher wurden nach dem Tode Herzls 1904 von dessen überlebenden Vater editiert und herausgegeben. Im Vergleich der beiden Zitate stimmt also der engl. u. d. deut. Text inhaltlich weitgehend überein, allerdings wohl nicht die Paginierung]


    Hassvolle Sichtweisen auf Juden als Untermenschen mußten Nazi-Theoretiker wie etwa Hitler, Goebbels, Rosenberg und Streicher nicht neu erfinden. Diese Ideologie wurde einfach angepaßt aus Erklärungen politischer Zionisten, wie man sie z.B. in den Schriften des Zionisten Yehezkel Kaufman im Jahr 1933 vorfand.

    Im Jahr 1920 tauchten an der Universität Heidelberg judenfeindliche Erklärungen auf.

    Diese Erklärungen argumentierten damit, daß die Juden Deutschlands den Aufruhr in der Folge des Krieges verursacht hatten. Daß die Juden von Deutschland nichts gemeinsam mit den Deutschen haben und daß die Deutschen das Recht haben, die Juden Deutschlands aus den Angelegenheiten betreffend ihres Volkes herauszuhalten wurde nicht etwa von Adolf Hitler in 'Mein Kampf' geäußert, sondern von Nahum Goldman, der zum Präsidenten der Zionistischen Weltorganisation [WZO] und zum Führer des Zionistischen Weltkongress [WJC] aufstieg und der - unstrittig - der einflußreichste politische Zionist der Welt wurde, gleich an zweiter Stelle hinter dem Premierminister des Staates Israel.

    Im Jahr 1921 wurde den Juden in Deutschland erklärt:

    "Wir Juden sind Feinde ... ein fremdes Volk in eurer Mitte und wir ... wollen dies bleiben. Ein Jude kann niemals ein loyaler Deutscher sein; wer immer das fremde Land sein Vaterland nennt ist ein Verräter am jüdischen Volk".

    Wer sprach diese hinterfotzigen Worte?

    Es war Jacob Klatzkin, die Nummer Zwei der politischen zionistischen Ideologen in Deutschland, zu einer Zeit, als sich die Juden Deutschlands der vollen politischen und bürgerlichen Rechte erfreuten.

    Er war es, welcher die Untergrabung der jüdischen Gemeinden verfocht, als dem einzigen sicheren Weg, einen eigenen Staat zu erwerben.

    "Sie hatten keine Skrupel dahingehend, die existierenden jüdischen Gemeinden zu zerstören."

    Wer erklärte in einer öffentlichen Ansprache auf einem Treffen der politischen Zionisten in Berlin, daß "Deutschland ... zu viele Juden hat"? War es Hitler oder Goebbels?

    Nein, das war Chaim Weizman, welcher später der erste Präsident des Staates Israel wurde.

    Diese Ansprache wurde im Jahr 1920 veröffentlicht, und dies sogar vier Jahre, bevor Hitler sein Buch 'Mein Kampf' schrieb.

    Wie viele zionistische Juden wissen von dem teuflischen Verrat, geäußert von den rangältesten zionistischen Führern, diesen Abtrünnigen des jüdischen Volkes?

    Im Nürnberger Prozeß gegen die Hauptkriegsverbrecher, bezeugte Nazi-Propagandist Julius Streicher: "Ich tat nicht mehr, als zu wiederholen, was die führenden Zionisten erklärt hatten" - es ist klar, Streicher sagte die Wahrheit.

    Neben Hitler, Rosenberg, Goebbels und Streicher, gebrauchten viele weitere Nazi-Führer Erklärungen von Zionisten, um ihre Anklagen gegen die Juden Deutschlands zu bestätigen.

    Darin bestehen die Anstrengungen der zionistischen Führer bis zum heutigen Tag, einen hohen Grad des Antisemitismus aufrecht zu erhalten um ihnen mittels geheucheltem Abscheu zu ermöglichen, von dem so angespitzten Antisemitismus Unterstützung ihrer idolatrischen und anti-jüdischen Sache zu erhalten.

    Im Jahre 1963 erklärte Moshe Sharett, damals Präsident der Jewish Agency, vor der 38. Jahrestagung der Skandinavischen Jugendorganisation, daß die Freiheit, welcher sich die Mehrheit der Juden erfreut, den Zionismus gefährdet und auf dem 26. Zionistischen Weltkongress wurde den Delegierten erzählt, daß die Juden vom Nachlassen des Antisemitismus in den USA bedroht seien, "Wir sind in Gefahr durch die Freiheit", erklärte er.

    Wie schon weiter oben erwähnt, floriert der Zionismus durch den Antisemitismus [der Nichtjuden, Anm. eku]

    Ben Gurion erlärte, "... nicht immer und nicht überall stelle ich mich gegen den Antisemitismus".

    Die Zionisten spielen regelmäßig die handliche "Antisemiten"-Rassenkarte aus, gegen jederman, sei er Jude oder Nicht-Jude, welcher seine Stimme gegen die Boshaftigkeit der Zionisten erhebt.

    Während des 2. Weltkrieges [1941, über türk. u. liban. diplom. Kanäle, Anm. eku] suchte die Lehi-Organisation, Ableger von Begins 'Irgun' unter Führung von Yitzchak Shamir, ein Bündnis mit den Nazis einzugehen! Folgend ein Zitat aus dem Brief der Lehi im Kontakt mit den Nazis:

    "Die Errichtung des historischen Judenstaates auf nationaler und totalitaerer Grundlage, der in einem Vertragsverhaeltnis mit dem Deutschen Reiche stuende, im Interesse der Wahrung und Staerkung der zukuenftigen deutschen Machtpositionen im Nahen Orient sei...
    ... tritt die N.M.O. in Palaestinam ... mit denn Angebote einer aktiven Teilnahme am Kriege an der Seite Deutschlands heran...
    ... Die Kooperation der Israelitischen Freiheitsbewegung wuerde auch in der Linie einer der letzten Reden des deutschen Reichskanzler liegen, in der Herr Hitler betonte, dass er jede Kombination und Koalition benutzen werde um England zu isolieren und zu schlagen."


    [Anm. eku: folgender Link hinzugefügt, im engl. Original dieses Textes hier nicht vorhanden.

    http://www.marxists.de/middleast/ironwall/irgunazi.htm

    "Aus David Yisraeli, The Palestine Problem in German Politics, 1889-1945, (Phd.), Bar Ilan University, Ramat Gan, Israel, 1974. Die Rechtschreibung wurde nicht geändert."
    Das militärisch-politische Bündnisangebot der 'LEHI' an das 3. Reich liegt unter dem obigen Link im deutschen Volltext vor, von dort ist auch die engl. Version verlinkt]


    Für jene, welche den Zionisten unterstellen, sie würden auf der Seite von Freiheit und Gleichheit stehen, klingen diese Worte befremdlich. Jenen jedoch, welche die Wurzel des Zionismus verstanden haben, welche die Transformation und Ausrottung der Auffassung vom traditionellen Juden und Judentum umfaßt, sind diese Erklärungen überhaupt nicht absonderlich. Sie [die zion. Worte, Anm. eku] sind so zu erwarten.

    Die Zionisten stimmten mit den Nazis im Allgemeinen überein, sogar schon vor dem Aufschwung des Nazismus. Sie glaubten, daß Juden nicht in Harmonie in irgendeiner anderen Gesellschaft in der Welt leben könnten und nicht sollten und daß die Trennung von diesen Gesellschaften ein Vorteil für diese Gesellschaften sei.

    Sie glaubten, daß die neue jüdische Existenz in ihrem eigenen Staat das Bild vom Juden als "nutzlos" und "Parasit" umkrempeln würde. Diese Ideen existierten lange vor Adolf Hitler!

    Es gibt eine große Anzahl Literatur darüber, die beschreibt, wie die Zionisten es sehr erschwerten, während und nach dem 2. Weltkrieg Juden zu retten. Während verschiedene Personen und Organisationen versuchten, die Ausreise von Juden in die westlichen Ländern zu arrangieren, investierten die Zionisten in Überstunden, um eben dies zu verhindern.

    In der Tat, Yitzchak Greenbaum, ein berühmter Zionist, proklamierte, daß "eine Kuh in Palästina mehr Wert sei, als all die Juden in Polen."

    Der schändliche David Ben-Gurion erklärte im Dezember 1938:

    "Wenn ich wüßte, es wäre möglich all die [jüdischen] Kinder in Deutschland nach England zu retten, jedoch nur die Hälfte der Kinder, indem sie nach Eretz Israel gebracht würden, ich würde die zweite Lösung wählen. Wir dürfen nicht nur das Leben dieser Kinder berücksichtigen, sondern auch die Geschichte des Volkes Israel."

    Nach dem Krieg, am 2. Mai 1948, präsentierte der zionistische "religiöse" Führer, Rabbi Klaussner, welcher mit der Sache der 'Displaced Persons' befaßt war, einen Bericht vor der Jewish American Conference:

    "Ich bin überzeugt davon, daß die Leute gezwungen werden müssen, nach Palästina zu gehen... Für die scheint ein amerikanischer Dollar das höchste aller Ziele zu sein. Mit dem Wort 'Zwang' schlage ich ein Programm vor. Dies dient der Evakuierung der Juden in Polen und diente in der Geschichte dem 'Exodus' [Anm. eku: aus Ägypten] ... Zur Ausführung dieses Programms müssen wir, statt den 'Displaced Persons' Behaglichkeit zu bringen, ihnen die größtmöglichen Unannehmlichkeiten bereiten ... in einer zweiten Stufe folgt dann die Methode, die Haganah aufzufordern, die Juden zu drangsalieren."

    Es ist eine Ironie, daß die Zionisten ihren Staat als den sicheren Hafen der Juden proklamieren, wenn doch seit dem 2. Weltkrieg kein Platz auf der Erde derart gefährlich für Juden ist, wie der zionistische Staat, in spiritueller Hinsicht wie physisch.

    Nachdem der zionistische Staat gegründet war, wirkten die Zionisten unbarmherzig dahin, um Furcht bei den Juden in den arabischen Ländern zu erzeugen. Ihre Taktik funktionierte höchst erfolgreich im Yemen, Marokko, Irak, Algerien, Lybien, Tunesien.

    Es ist unter irakischen Juden allgemein bekannt, daß während 1949 und 1950 der berühmte Zionist, Mordechai ben Porat, welcher den Spitznamen Morad Abu al-Knabel (Mordechai Bomber) bekam, nach der zionistischen Staatsgründung dabei half, irakische Offizielle zu bestechen, damit sie Gesetze verabschiedeten, welche die Auswanderung der Juden aus dem Irak förderten.

    Dies wurde dadurch verstärkt, indem die Zionisten im März 1950 Bomben in Baghdads Synagogen pflanzten. Informationen darüber liegen griffbereit im Internet.

    Die Schrift von Herrn Naim Giladi dokumentiert im Detail, was die Zionisten im Jahr 1950 in Baghdad anrichteten um die Flucht der Juden in den zionistischen Staat zu provozieren.

    [Hinweis: d. aus dem Engl. übersetzte Schrift liegt auf 'Aussenpolitikforum' bereits vor, hier bitte: http://aussenpolitikforum.foren-city...ladi.html#2425
    "Die Juden des Irak", von Herrn Giladi erstellte Zusammenfassung bzw. Auszug seines Buches Ben-Gurion Scandals]

    Die Zionisten machen sich keine Sorgen um die Effekte, welche ihre Taktiken auf die jüdischen Gemeinden überall in den Ländern haben. Wenn sie die europäischen Nationen jeder Sünde unter der Sonne anklagen, kümmerts die Zionisten, daß dies Feindschaft gegenüber den Juden produzieren wird? Nein! Nicht im geringsten. Ganz im Gegenteil, wie oben behandelt, ihr Geschäft blüht unter solchen Umständen, sie klammern sich an die vergebliche Hoffnug, daß diese jüdischen Gemeinden zur "Erlösung" in den "sicheren Hafen" des zionistischen Paradieses hineindrängeln, wo sich die Juden in permanenter Gefahr befinden, da das zionistische Regime jede Form der grausamen Provokation gegen Nicht-Juden unternimmt.

    In der Vergangenheit haben die Zionisten jede Gelegenheit gesucht, die Juden zum Verlassen ihrer Heimatländer zu drängen. Jedesmal, wenn auch nur der geringste judenfeindliche Vorfall auf den Fersen der zionistischen Taktik folgt, oder wenn Anzeichen ökonomischer Not und Verwerfung auftauchen, verstärken die Zionisten dies ums Tausendfache, suchen sie rücksichtslos die betroffenen Nationen zu erniedrigen und hetzen die Juden auf, zu dem zionistischen Staat zu gehen, der sogenannten "natürlichen Heimat" des jüdischen Volkes.

    Dies war so der Fall in Ländern wie Frankreich, Argentinien, Uruguay, der früheren Sowjet-Union und Ägypten.



    "Die Verheißungen der Thora werden sich immer verwirklichen." Dieser Vers aus der Thora legt dar, daß jene, welche Seine Feinde sind, einen Preis zahlen werden, wenn das Königreich Gottes herrschen wird.

    Deuteronomium 32:43 [Anm. eku: Fünftes Buch Mose 32,43, nach der Eberfelder-Übersetzung]: Jubelt, ihr Nationen, mit seinem Volke! Denn er wird rächen das Blut seiner Knechte und wird Rache erstatten seinen Feinden, und seinem Lande, seinem Volke, vergeben.

    Quellen:

    * Guardian Volume two Issue 7
    * Satmar Grand Rebbe Joel Teitelbaum
    * The Jews of Batna, Aleria: A Study of Identity and Colonialism by Elizabeth Friedman.
    * The Jewish Communities of Morocco and the AIU by M. Laskier, State University, Albany, N.Y.
    * The Impact of Western European Education on the Jewish Millet of Baghdad by Maurice Sawdayee.
    * Outcaste Jewish Life in Southern Iran by Laurence D. Loeb. Gordon and Breach.
    * The Last Arab Jews. The Communities of Jerba, Tunisia by Abraham Udovitch and Lucette Valensi. Harwood Academic Publishers.
    * The GENOCIDE IN THE HOLY LAND (available for purchase on the site)
    * Ben Gurion's Scandals by Naeim Giladi (available for purchase on the site)

    http://www.jewsagainstzionism.com/zionism/zanda.cfm
    (Quelle: Webseite des traditionellen, orthodoxen und natürlich anti-zionistischen Judentums)

  2. #2

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    Ach diese Juden

  3. #3
    Avatar von Schiptar

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    Was ist denn mit ihnen, diesen Juden?

  4. #4

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    Ein sehr informativer Beitrag Lupos, auch im Hinblick auf die Terminologie, von der man oftmals fälschlicherweise glaubt, sie sei bekannt.
    Keineswegs.
    Oftmals wird Antizionismus mit Judenhass gleichgesetzt. Ein Fehler.

  5. #5
    Avatar von Schiptar

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    Das ist richtig. Allerdings tritt beides auch tatsächlich häufig zusammen auf.

  6. #6

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    Zitat Zitat von Schiptar
    Was ist denn mit ihnen, diesen Juden?
    Was weiss ich was mit denen da unten los ist

  7. #7
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von Schiptar
    Das ist richtig. Allerdings tritt beides auch tatsächlich häufig zusammen auf.
    Das stimmt tatsächlich oft.

    Fakt ist das 2005 bereits 80% der Europäischen Bürger, die Politik Israels ablehnten. Inzwischen dürften es wohl ca. 90% sein!

    Zu den Eingangs links! Die habe ich mir mal von jemanden ausgeliehen, der ziemlich stark in der Friedens Bewegung ist.

    Denn Jüdische Geschichte, ist nicht gerade mein Schwerpunkt.

  8. #8
    Avatar von Da-Real-Albanian

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    Zitat Zitat von lupo-de-mare
    Zitat Zitat von Schiptar
    Das ist richtig. Allerdings tritt beides auch tatsächlich häufig zusammen auf.
    Das stimmt tatsächlich oft.

    Fakt ist das 2005 bereits 80% der Europäischen Bürger, die Politik Israels ablehnten. Inzwischen dürften es wohl ca. 90% sein!
    das staat israel ist ansich ein fehler und hätte nie geschaffen werden dürfen jetzt terrorisiert es seine nachbarn

  9. #9
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von Da-Real-Albanian
    Zitat Zitat von lupo-de-mare
    Zitat Zitat von Schiptar
    Das ist richtig. Allerdings tritt beides auch tatsächlich häufig zusammen auf.
    Das stimmt tatsächlich oft.

    Fakt ist das 2005 bereits 80% der Europäischen Bürger, die Politik Israels ablehnten. Inzwischen dürften es wohl ca. 90% sein!
    das staat israel ist ansich ein fehler und hätte nie geschaffen werden dürfen jetzt terrorisiert es seine nachbarn
    Eindeutig eine faschistische Ideologie und das seit 100 Jahren

    6.09.2006 / Thema / Seite 10
    Zum Inhalt dieser Ausgabe |
    Legitimer Widerstand
    Seit über 100 Jahren betreiben konservative jüdische Kreise die Gründung eines jüdischen Staates auf arabischem Gebiet (Teil II und Schluß)
    Jürgen Aust
    Israelische Elitesoldaten durchsuchen ein Hamas-Büro, 2. Juli 20
    2006
    Foto: AP

    * Im gestrigen ersten Teil zeichnete Jürgen Aust die Tradition nach, in der die Außenpolitik der heutigen israelischen Regierung steht: die Idee eines Groß-Israels. 1897 wurde sie von Theodor Herzl entworfen und dann in Abwandlungen und unter Protest der Linken Israels von den wichtigsten Repräsentanten des Landes als Außenpolitik praktiziert. Die arabische Mehrheit Palästinas, in dessen Grenzen hauptsächlich »Eretz Israel« gegründet werden sollte, hatte kein Mitbestimmungsrecht. Sie wurde seit den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts ihres Bodens beraubt und mit Gewalt vertrieben; anfangs in kleinem Rahmen, in den Dreißigern mit Hilfe der englischen Kolonialmacht und ab der Staatsgründung im Jahre 1948 mit eigenem Militär über die Grenzen Palästinas hinaus. Friedensverträge mit den arabischen Staaten wurden nie eingehalten.


    Es war der frühere Verteidigungsminister Israels Ariel Scharon, der 1994 auf dem Balkon der Zentrale des Likud-Blocks in Jerusalem stand, als Palästinenserführer Yassir Arafat (1929–2004) nach Jahren des erzwungenen Exils erstmals wieder palästinensischen Boden betreten konnte und in einem »Triumphzug« durch Jerusalem fuhr. Neben Scharon standen der Likud-Chef Benjamin Netanjahu, der Ex-Premier Yitzhak Schamir sowie Ehud Olmert, der damals Bürgermeister von Jerusalem war. Sie hatten ein Transparent entfaltet in Englisch und Hebräisch mit der Aufschrift: »Death to Arafat – Tod für Arafat«. Netanjahu skandierte per Megafon »Wir sind hier, um einen palästinensischen Staat zu verhindern« (Vogel, S. 33).

    Nachdem Scharon dann im Jahr 2001 Ministerpräsident wurde, setzte er konsequenterweise jegliche Verhandlungen mit der Palestine Liberation Organization (PLO) unter Führung von Arafat aus und erklärte ihn für vogelfrei. In der Folgezeit wurde Arafats Regierungssitz in Ramallah bombardiert und der PLO-Chef in Geiselhaft genommen. Die bisherigen Verhandlungsergebnisse – das Oslo-Abkommen I von 1993, das Oslo-Abkommen II von 1995 (in dem die Palästinenser auf 78 Prozent ihres Landes verzichteten, die seit 1949 den Staat Israel bilden), das Camp-David-II-Abkommen von 2000 sowie die »Road Map«, die eine palästinensische Staatsgründung zum Ziel hat– waren für Scharon nur noch Makulatur. Um die alte Vision von Groß-Israel weiter zu verfolgen, begann er damit, das Siedlungsprogramm in der Westbank massiv auszuweiten. Deshalb räumte er als kluger Taktiker den Gazastreifen, um damit der Weltöffentlichkeit zu demonstrieren, daß Israel am Friedensprozeß weiterhin interessiert sei. Verhandlungen sollten allerdings erst wieder aufgenommen werden, wenn Arafat, immerhin Präsident der Palästinensischen Autonomiebehörde, nicht mehr im Wege stehe. Aber auch diese Absichtserklärung war nicht ernst gemeint. Mit der vom palästinensischen Volk frei gewählten Hamas-Führung wurde nach Arafats Tod ebenso nicht verhandelt, vielmehr zog Israel die Daumenschrauben noch weiter an und verweigerte die Auszahlung jener Steuergelder, die es zwar – aufgrund der völkerrechtswidrigen Besatzung – einzieht, obwohl sie rechtmäßig der palästinensischen Regierung zustehen. Erschwerend für Palästina kam hinzu, daß die EU zunächst sämtliche Zahlungen an das Land einstellte.
    Olmert in Kriegstradition
    Arafat prangert Israels Mauer an, März 2004

    Foto: AP
    Mit dem neuen israelischen Regierungschef Ehud Olmert, einem überzeugten Anhänger Scharons und dessen jahrzehntelanger Gewaltpolitik, wird die Strategie der Durchsetzung Groß-Israels mit Krieg und Terror fortgesetzt. Diese Politik hat nichts mit Gefährdung der israelischen Grenzen zu tun und wurde bereits 1948 vom ersten israelischen Ministerpräsidenten Ben Gurion so umrissen: »Wir sollten uns darauf einstellen, zur Offensive überzugehen und den Libanon, Transjordanien und Syrien zu vernichten. (...) Der schwache Punkt in der arabischen Koalition ist der Libanon, denn das muslimische Regime ist künstlich und leicht zu unterminieren. Es sollte ein christlicher Staat errichtet werden, dessen Südgrenze Litani [der im Libanon gelegene Fluß – J. A.] bildet. Wir werden mit diesem Staat ein Bündnis eingehen. Wenn wir die Arabische Liga zerschlagen und Amman bombardieren, können wir auch Transjordanien eliminieren und dann wird Syrien fallen« (zitiert nach Chomsky, S.94).

    Diese unverhüllte Kriegsstrategie hat die gesamte israelische Politik seit den Anfängen der zionistischen Bewegung und insbesondere seit 1948 bis zum heutigen Zeitpunkt bestimmt. Auch Menachem Begin (1913–1992) bekräftigte bereits 1948 als Reaktion auf den UN-Teilungsplan: »Die Teilung (...) wird niemals anerkannt werden. (...) Eretz Israel wird dem jüdischenVolk zurückerstattet werden. Alles. Und für immer« (Chomsky, S. 92). Nachdem es Israel 1948 gemäß dieser Strategie gelang, den palästinensischen Widerstand nicht nur zu zerschlagen, sondern sogar noch weitere Gebiete über den UN-Teilungsplan hinaus sich anzueignen, dauerte es bis zum Sechs-Tage-Krieg im Jahr 1967, daß Israel einen erneuten Anlauf unternahm, durch einen Krieg seine Verfügungsgewalt über Palästina weiter auszudehnen. Es besetzte nun die restlichen Palästinensergebiete im Gazastreifen sowie im Westjordanland und installierte trotz zahlreicher UN-Resolutionen ein brutales Besatzerregime. Entgegen einer von der zionistischen Bewegung gebildeten Legende begannen nicht die arabischen Staaten diesen Krieg; er wurde wie der jüngste Libanon-Krieg Israels von langer Hand vorbereitet. Begin, zu der Zeit Premierminister, gab zu: »Wir müssen uns selbst gegenüber ehrlich sein. Wir entschlossen uns zum Angriff« (Chomsky, S. 41). Die weiteren Überfälle auf den Libanon 1978, 1982, 1993 und 2006 tragen dieselbe Handschrift und ordnen sich in die bereits 1948 von Ben Gurion beschriebene Strategie ein.
    »Linke« Kriegstreiber
    Kampf mit ungleichen Waffen - Westjordanland im Jahr 2004

    Foto: AP
    Es gehört zur Tragödie in Palästina, daß die geschichtlichen Fakten in der Weltöffentlichkeit weitgehend tabuisiert werden, nicht zuletzt von früheren Pazifisten und Linken, die heute unverblümt die israelische und, damit verbunden, die amerikanische Kriegsstrategie rechtfertigen. So verteidigte Grünen-Chef Reinhard Bütikofer Israels Angriffskrieg mit den Worten: »Jeder muß verstehen, daß Israel es nicht achselzuckend hinnehmen kann, wenn Raketen in Haifa einschlagen« (Rheinische Post vom 18.7.2006). Konkret-Herausgeber Hermann L. Gremliza beschreibt ein Szenario, in dem sogar der Einsatz von Atomwaffen möglich ist, wenn er in der Augustausgabe formuliert: »Dieser Krieg, der lange dauern und mit sehr wechselndem Einsatz geführt werden kann, endet entweder – und im besten Fall – mit der vollständigen Entwaffnung von Hamas, Dschihad, Al-Aksa-Brigaden und Hisbollah, bis zu welcher die Räumung der Westbank aufgeschoben wird, oder mit einem ganz anderen Krieg, in dem Israel jene Staaten, die eine zweite ›Endlösung der Judenfrage‹ betreiben, Syrien und der Iran allen voran, mit jeder Waffe angriffe, die ihm zu Gebote steht.« Solche grünen und ehemals linken Bellizisten rechtfertigen ihren Wechsel ins rechte Lager ausschließlich und gebetsmühlenartig mit dem Holocaust, der als geschichtsloses Instrument wider jeden Widerstand gegen aggressive israelische Politik dient und die historische Verantwortung der israelischen Politik für die Vertreibung der palästinensischen Bevölkerung schlichtweg tabuisiert oder leugnet.

    Dagegen stellt der israelische Historiker Moshe Zuckermann fest: »Nirgends auf der Welt ist der Jude als Individuum durch den Antisemitismus so bedroht, wie er es in Israel durch Israels Politik ist – und zwar als eklatante Folge einer von Israel seit Jahrzehnten betriebenen Außenpolitik und der mit dieser einhergehenden Erhaltung und Fortsetzung eines barbarischen Okkupationsregimes, eine Außenpolitik, die sich nicht zuletzt der Ideologie einer längst zum Fetisch verkommenen ›Bedrohlichkeit‹ bedient« (inamo, Juni 2004). Für grüne und ehemals linke Bellizisten ist es daher ein konsequenter Schritt, den palästinensischen Widerstand im Schulterschluß mit der israelischen Regierung als den eigentlichen Kriegsgrund und insbesondere als Terrorismus zu brandmarken, um damit die Rechtfertigung für die US-amerikanische und israelische Strategie für die Neuordnung des Nahen Ostens zu übernehmen. Demgegenüber sollte es zum Selbstverständnis der deutschen und internationalen Antikriegs- und Friedensbewegung gehören, sich mit dem palästinensischen Widerstand zu solidarisieren, der sich berechtigterweise von Anfang an gegen die jüdische Kolonisierung Palästinas gewehrt hat und daraus seine historische und moralische Rechtfertigung ableitet.
    Neutrale Position unmöglich
    Auch wenn der Holocaust der israelischen Staatsgründung im Mai 1948 ihre völkerrechtliche Legitimation verschaffte, wollte der palästinensische Widerstand sich zunächst nicht damit abfinden, daß die Kolonialmächte England und Frankreich in Allianz mit der neuen Weltmacht USA sich der Verantwortung für das jüdische Flüchtlingsproblem dadurch entzogen, daß sie durch die UN-Teilungsresolution der arabischen Bevölkerung den größten Teil ihrer Heimat nahmen, obwohl diese den Holocaust nicht zu verantworten hatte. Spätestens seit dem israelischen Eroberungskrieg von 1967 und der Besetzung der restlichen Gebiete Palästinas bezieht der Widerstand in diesem Land seine Legitimation nicht allein aus zahlreichen UN-Resolutionen, die die Besetzung als völkerrechtswidrig verurteilen und Israel zum Rückzug aus den besetzten Gebieten auffordern, sondern auch aus dem im Völkerrecht völlig unstrittigen Grundsatz, daß ein Volk berechtigt ist, gegen ein Okkupationsregime Widerstand zu leisten, woraus nicht zuletzt die PLO, die Hamas (arabisch »Eifer« bzw. Akronym für »Islamische Widerstandsbewegung«) und auch die Hisbollah (arabisch »Partei Allahs«) ihre Legitimation erhalten.

    Wie die Debatte über den Libanon-Krieg einmal mehr beweist, bestehen innerhalb der Linken gerade bei der Frage, ob sie sich mit dem palästinensischen Widerstand solidarisieren sollen, erhebliche Probleme. Als das Mitglied des Bundesvorstands der WASG Christine Buchholz auf einer Veranstaltung in Berlin am 12. August 2006 erklärte: »Auf der einen Seite steht die israelische Regierung. (...) Auf der anderen Seite stehen in diesem Konflikt die Hisbollah, die Friedensbewegung in Israel und die internationale Antikriegsbewegung. Das ist die Seite, auf der auch ich stehe«, bekam sie Widerspruch von ihrem Parteivorstandskollegen Fritz Schmalzbauer, der meinte: »Ich halte die öffentlichen Äußerungen von Christine Buchholz (...) für politisch falsch. Religiöse Fundamentalisten wie die Hisbollah mögen zwar Ausdruck einer verarmten Bevölkerung sein und durch die israelische Kriegspolitik zusätzliches [politisches – J. A.] Terrain gewonnen haben. Trotzdem ist diese Strömung völlig ungeeignet, einen Beitrag zur friedlichen Lösung im Nahostkonflikt zu leisten. (...) Für die Linke in Deutschland kommt es darauf an, sowohl die Interessen des israelischen Volkes wie das der arabischen Völker auf friedliches Zusammenleben und ökonomische Prosperität in den Mittelpunkt zu stellen.«

    Joachim Bischoff, Herausgeber der Zeitschrift Sozialismus, kommentiert diese Debatte mit der Feststellung: »Unseres Erachtens verbietet sich die Parteinahme zugunsten der einen oder anderen Seite« (Bischoff, S. 3). Diese Debatte, die beispielhaft für zahlreiche vergleichbare Stellungnahmen steht, bringt das Dilemma zum Ausdruck, in dem sich weite Teile der Linken befinden, wenn sie sich im palästinensischen Konflikt positionieren wollen. Dieses Dilemma beruht hauptsächlich darauf, daß der Konflikt von seinen historischen Ursachen »befreit« wird, um dann umso leichter in die Rolle des neutralen Vermittlers zu schlüpfen, wie Bischoff der Linken empfiehlt. Es sollte jedoch für eine antiimperialistisch orientierte Linke unverzichtbar sein, sich mit den Ursachen für die Flucht zahlloser Palästinenser aus ihrer Heimat und den aus ihr resultierenden Problemen sowie mit der israelischen Besetzung weiter Teile Palästinas auseinanderzusetzen, um ein anderes Verhältnis zum Widerstand entwickeln zu können.
    »Guter« und »böser« Widerstand
    Die Existenz von PLO und Hamas steht in untrennbarem Zusammenhang mit der Verantwortung Israels für das Flüchtlingsproblem und die Verhinderung eines palästinensischen Staates. Es dauerte nahezu zehn Jahre, bis sich erstmals mit der Gründung der Fatah (Akronym für »Bewegung zur nationalen Befreiung Palästinas«) im Jahre 1959 der Widerstand neu formierte. Bis dahin bestand die »Lösung« des Flüchtlingsproblems hauptsächlich darin, daß einzelne arabische Staaten immer wieder Israel zu einer Verhandlungslösung bewegen wollten, was jedoch aufgrund der Politik Israels zum Scheitern verurteilt war. Erschwerend für den Widerstand kam hinzu, daß seit dem Krieg von 1948/49 Jordanien das eigentlich palästinensische Westjordanland unter seiner Verwaltung hatte und die arabischen Staaten sich deshalb nicht darauf verständigen konnten bzw. wollten, die Forderung nach einem Palästinenserstaat auf die Tagesordnung zu setzen.

    Erst nachdem Israel 1967 die restlichen Teile des historischen Palästina besetzt hatte, wurde die PLO, die 1964 gegründet worden war, unter Arafat zur entscheidenden Kraft im palästinensischen Widerstand. Die PLO wurde in der Folgezeit von zahlreichen Staaten als Vertreterin des palästinensischen Volkes anerkannt, dennoch weigerten sich sämtliche israelische Regierungen in den siebziger und achtziger Jahren ultimativ, die PLO als Verhandlungspartner zu akzeptieren. Da Israels Interessen seit Beginn der fünfziger Jahre einen wesentlichen Bestandteil der US-amerikanischen Hegemonialpolitik im Nahen und Mittleren Osten darstellen, ist es für Israel bis heute ohne jegliche außenpolitische Konsequenzen möglich, sowohl die zahlreichen UN-Resolutionen zur Räumung der besetzten Gebiete zu ignorieren, als auch die PLO auf dem internationalen Parkett als Terrororganisation zu diskreditieren und damit zu isolieren.

    Nachdem die PLO in den siebziger Jahren schwere militärische Niederlagen erlitt und insbesondere durch den israelischen Überfall auf den Libanon im Jahr 1982 ihre Kampfverbände weitgehend zerschlagen worden waren, verabschiedete sie sich nach heftigen internen Auseinandersetzungen von der Strategie des bewaffneten Kampfes und orientierte in den folgenden Jahren in erster Linie darauf, ihr Ziel eines Palästinenserstaates auf dem Verhandlungsweg zu erreichen. Trotzdem verzichtete die israelische Politik nicht darauf, mit gezielten Anschlägen und offenem Terror die PLO als Hauptkraft des palästinensischen Widerstandes auszuschalten. Nachdem die PLO-Führung durch den israelischen Krieg gegen den Libanon 1982 gezwungen war, ihren Sitz nach Tunis zu verlegen, bombardierte die israelische Luftwaffe 1985 das PLO-Hauptquartier, wobei 70 Menschen getötet und Hunderte verletzt wurden. Nur durch einen Zufall kam Arafat mit dem Leben davon (Sadek, S. 73). Vergleichbare gezielte Mordanschläge verübte die zionistische Regierung gegen bekannte PLO-Führer in den Jahren davor und bis zum heutigen Zeitpunkt gegen zahlreiche Hamas-Vertreter, ohne daß die USA oder europäische Staaten jemals dagegen interveniert hätten.

    Auch die 1987 gegründete Hamas ist Ausdruck des palästinensischen Widerstands gegen eine Jahrzehnte andauernde völkerrechtswidrige Besatzung Palästinas und eines barbarischen Terrors des israelischen Militärs in den besetzten Gebieten. Sie entstand 1987 im zeitlichen Zusammenhang mit der ersten Intifada (arabisch »sich erheben«, »abschütteln«) als eine mit der PLO konkurrierende Organisation, die deshalb große Sympathien in der palästinensischen Bevölkerung gewinnen konnte, weil sie einen konsequenteren Widerstand gegen die Besatzung forderte und zugleich die Korruption innerhalb der PLO verurteilte.

    Auch wenn man von einem pazifistischen Standpunkt aus die Strategie der Selbstmordanschläge verurteilt und die islamistische Ausrichtung nicht teilt, sollte die Linke nicht aus dem Auge verlieren, daß Israel der Aggressor ist und seit 1948 mit Krieg und Terror einen palästinensischen Staat verhindert. Dem sicherlich gleichsam gewaltsamen Widerstand der indianischen Bevölkerung Amerikas gegen ihre Ausrottung und Vertreibung durch europäische Staaten von der frühen Neuzeit bis ins 19. Jahrhundert hinein hat die Linke nicht ihre Solidarität versagt, obwohl die Indianer kämpften und andere Götter anbeteten. Wer »guten« und »bösen«, friedlichen und militärischen Widerstand auseinanderdividiert, der wird letztlich nur seine Spaltung erreichen. Es sollte deshalb für eine linke und antiimperialistisch orientierte Bewegung keinem Zweifel unterliegen, daß nicht der palästinensische Widerstand, sondern die völkerrechtswidrige israelische Besatzung Palästinas und die israelische bzw. US-amerikanische Kriegspolitik im Nahen Osten die Ursachen dafür sind, daß es den Palästinensern bisher verwehrt wurde, einen eigenen Staat zu gründen – obwohl dieser aufgrund der von den Westmächten abgesegneten Annexionspolitik Israels ohnehin nur noch zirka 22 Prozent des historischen Palästinas umfassen würde.

    * Literatur


    – Noam Chomsky, Offene Wunde Nahost. Israel, die Palästinenser und die US-Politik, Hamburg: Europa Verlag 2003

    – Artur K. Vogel, Der Palästinenserstaat. Arafats langer Marsch nach Jerusalem, Zürich: Orell Füssli Verlag 1995

    – Hassan Sadek, Arafat, München: Hugendubel Verlag 2006

    – Moshe Zuckermann, »Antisemitismus und ›Antisemitismus‹-Ideologie. Anmerkungen zur israelischen politischen Kultur«, in: inamo (Informationsprojekt Naher und Mittlerer Osten e.V.) Nr. 38, Juni 2004 (http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden...uckermann.html)

    – Joachim Bischoff/Björn Radke, »Zur Debatte um den jüngsten Nahost-Krieg und den Waffenstillstand«, in: www.netzwerk-linke-alternative vom 18.8.2006

    http://www.jungewelt.de/2006/09-06/009.php

  10. #10
    Avatar von Schiptar

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    Eine faschistische Ideologie, die älter als der Faschismus ist? Beeindruckend...

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