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Die Handkespaltung

Erstellt von Krajisnik, 23.06.2005, 21:59 Uhr · 45 Antworten · 2.725 Aufrufe

  1. #41
    MaxMNE
    Wie kommt man auf die Idee so einen Artikel zu verfassen... ich fasse es nicht.

  2. #42
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
    30.04.2005
    Beiträge
    14.116
    Zitat Zitat von Legija Beitrag anzeigen






    Sehr gut machst du das, moj lepoto.

  3. #43
    Gast829627
    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Na gut, wie jeder weiß, liegt Pale in BiH, nicht in Serbien, aber wenn's nach Handkes heißgeliebten, von aller Welt missverstandenen Cedos ginge, wäre dem nicht so...


    du beisst dir selbst in den hoden mein lieber hinterlader......



    der autor deines textes pimmelbusch ist ein arme verlorene seele.....


    aber lies selbst .....auch aus deiner quelle......





    @Freitag: Nehmt's doch lieber wieder raus.
    Der Schmutz bleibt an Euch, nicht an Peter Handke, kleben
    .


    So viel Gift auf einen Haufen, wie schön, dass der Autor sein Autordasein für seine persönlichen Rachegelüste benutzt, das ehr den Beruf des Journalisten, ehrlich.


    Das soll eine Polemik sein?

    Wollte der ehemalige Investmentbanker Alexander Schimmelbusch ein billiges Mütchen kühlen? Als Berater für Fusionen und Übernahmen wird er in London anders gelebt haben, nicht wie ein Nagetier, als Handke im Pariser Häuschen und womöglich mit Wirtschaftskriminellen Champagner getrunken haben.

    Sich als durchaus talentierter Jungautor an Peter Handke reiben, diesen diffamieren und verfälschen, damit der eigene Name im Zusammenhang mit dem Schriftsteller genannt wird? Als "Handke-Hasser". Davon gibt's doch schon so viele.

    Alexander Schimmelbuschs Beitrag ist der Erguss eines rechten Spießers.



    Dies vorab: Ich bin kein Fan von Peter Handke, genau genommen könnte man sogar sagen, daß ich ihn nicht mag. Wahrscheinlich liegt das daran, daß ich so gut wie nichts von ihm gelesen habe. Und das kam so: Als er damals, 1966, mit seinem Stück "Publikumsbeschimpfung" groß herauskam, war er öfter mal im Fernsehen, lange Haare, sensibles Gesicht und sanfte Sprache.








    Nun ist es so, daß mich damals Sensiblinge mit sanfter Sprechweise ziemlich aggressiv gemacht haben (heute bin ich da deutlich milder in meinem Urteil). Ich mochte ihn halt nicht. Punkt. Gelegenheiten, ihn, das heißt sein Werk, später kennenzulernen habe ich nicht genutzt.
    Das ist natürlich pures Ressentiment und sagt viel über mich und letztlich gar nichts über Peter Handke aus. Erwähnt habe ich das nur deshalb, damit klar ist, daß ich kein Handke-Verehrer bin. Imponiert hat mir allerdings, daß er damals, als aus deutschen Supermärkten die Serbische Bohnensuppe verschwand und als Bohnensuppe nach Balkan-Art (so etwa bei Aldi) gehandelt wurde... daß er also damals die serbische Sicht der höchst unerfreulichen Dinge einem verhetzten Publikum zu erklären versuchte.
    Soweit das.

    Als ich den Artikel von Alexander Schimmelbusch zum ersten Mal gelesen hatte, war mir klar, daß er nicht ernst gemeint sein konnte. Eine völlig abseitige Vorstellung, die Kritik an einem Künstler am Zustand seiner Wohnung festzumachen. Wer hätte dergleichen bei einem Saufkopf wie Charles Bukowski unternommen? Ganz klar, das ist Satire. Wenn aber Satire, wogegen richtet sie sich und vor allem, wo ist der Witz? Also doch ernstgemeint.
    Handke sollte ausreichend verdient haben, sich eine anständige Behausung zu leisten. Wenn er jetzt in einem verfallenen Haus, zwischen Bahndamm und Landstraße lebt, in der Dämmerung durch die Wälder schleicht, dort Pilze und Nüsse zu sammeln, von denen er sich nährt, dann kann das nur heißen, daß Handkes psychischer Zustand nicht sehr stabil ist, gelinde gesagt. Ich war schon etwas erschüttert, zu erfahren, daß aus Handke inzwischen ein wirrer alter Mann geworden ist. Die Beschreibung von Schimmelbusch hatte ich nämlich so genommen, wie er sie hingeschrieben hat (ich bin manchmal ziemlich einfältig, ich weiß), der Artikel enthält ja nur ein einziges, noch dazu kleines, schlecht auflösendes Bild.
    Dann aber schaue ich mir das Bild etwas genauer an und ich sehe einen Tisch mit weißer Tischdecke. Trotz des Umstands, daß der Hausherr gerade mit seinen "ledrigen Literatenhänden" an Pilzen rummacht ist der Tisch bemerkenswert sauber. Ein verkommener Haushalt sieht anders aus, denke ich mir. (Und ein 69jähriger darf schon mal ledrige Hände haben.)
    Jetzt wollte ich es wissen und ich habe im Netz nach Bildern aus diesem Buch gesucht und habe dann den Text noch einmal gelesen.
    "Verfallenes Haus", das hört sich nach Wind an, der durch Fensterritzen pfeift, nach Schimmel an den Wänden, undichtem Dach. Und dann sehe ich das verfallene Haus



    und denke bei mir "Mein Gott, was für ein wunderschönes Haus, ein Traumhaus." Ich sehe den Garten





    und bin hin und weg. Was für ein gemütliches Fleckchen. Auf den ersten Blick ein wenig schlampig, sieht man genauer hin merkt man, daß der Garten durchaus mit Liebe und Sachkunde gepflegt ist. Ein Stück Land bleibt nicht lange so übersichtlich, wenn man es nicht pflegt und eine Wiese mäht sich nicht von selber.
    Und dann die beklemmend verwahrloste Wohnung, "als sei der Komposthaufen auf einer Woge aus Weltschmerz in die Wohnräume hinein geschwappt."





    Mir ist schon klar, daß Handke mit dieser Anordnung nicht den Ehrenpreis der Zeitschrift "schöner wohnen" bekommen wird. Ich habe dergleichen Unordnung schon oft gesehen (und verursacht!) und mir geht das Herz auf, wenn ich dergleichen sehe. Dinge, die man mag, will man sehen, man versteckt sie nicht in Schränken; Bücher, man immer wieder braucht, verräumt man nicht in Regale.
    Bleibt zum Schluß die Sache mit Besen, Scheuerlappen und Abfalleimer, Dinge, an welche die ordentliche deutsche Hausfrau - gleich welchen Geschlechts - höchste Maßstäbe anlegt.
    Ich weiß nicht, wie es bei Schimmelbusch ist, in den meisten Haushalten dürfte der Abfalleimer dezent versteckt unter der Küchenspüle stehen. "...eines ist sicher: kein Besen hat Handkes Hexenhäuschen in den letzten Jahren von innen gesehen.
    Nun schaue man sich mal das Bild mit den Bücherstapeln nochmal an: Auf der braunlackierten Ablage links im Bild ist keinerlei Spur von Staub zu sehen. Läge dort Staub, dann hätte die horizontale Fläche eine deutlich mattere Farbe als die vertikale. Auch auf dem Teppich sind keine Staubflöckchen zu sehen und es wären welche zu sehen, wenn dort eine Woche oder gar 14 Tage nicht mehr gesaugt oder gekehrt worden wäre. Staub neigt zur Flöckchenbildung und diese lagern sich in einem bewohnten Raum vor allem an den Rändern und Ecken ab.
    Und hier:



    Ich erwähne nur kurz das Schäufelchen an der Eingangsstiege, das auf säubernde Hände schließen läßt und lenke die Aufmerksamkeit auf das kleine Stück Fliesen am Eingang. Und? Sieht hier einer Dreck?
    Ich lebe selber auf dem Land, und weiß, wovon ich rede. Wenn du jetzt im Herbst, wo es oft regnet, das Haus verläßt, dann patscht du unvermeidlicherweise in Dreck. Kommst du zurück ins Haus, dann schleppst du auch dann, wenn du dir gleich hinter der Haustür die Schuhe ausziehst, eine Menge Dreck ins Haus. Eines ist sicher: In einem Hexenhäuschen, das "in den letzten Jahren kein Besen von innen gesehen" hat, müßte der Eingangsbereich vor Schmutz nur so starren. Tatsächlich aber ist er blitzsauber.

    Wenn ich mir das eben Geschriebene nochmal durchlese, dann stelle ich mit einiger Erbitterung fest, daß ich soeben eine Wohnungskritik geschrieben habe, in Form der Kritik einer Wohnungskritik eines Anderen. Ich hoffe, es passiert mir nie wieder, daß ich mich öffentlich über die Wohnung eines anderen Menschen auslasse.

    Ciao
    Wolfram
    P. S.: Damit ich es nicht vergesse - Handke trägt wirres langes Haar.



    Mal abgesehen davon, daß zum einen das Haar gar nicht wirr ist, daß sich zum anderen bei den meisten Männern in Handkes Alter die Frage nach gefälliger Frisur längst von selbst in Wohlgefallen aufgelöst hat - was ist das für eine Zeit? Damals, als Schimmelbusch noch nicht mal angedacht war, hat meine Generation von den Eltern und Großeltern herbe und herbste Kritik an ihrer Haartracht hinnehmen müssen. Nach einer Weile hat sich das gelegt, jetzt wirst du von einem 35jährigen Schriftsteller (!) gescholten, wenn du nicht so schön und adrett gekämmt bist wie der Staubflöckchenkritiker des FREITAG:






    ivo krieg ich auch n dank?.... :

  4. #44
    Avatar von Viljuška

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    5.284
    Zitat Zitat von Schiptar Beitrag anzeigen
    Sehr gut machst du das, moj lepoto.
    Lern erstmal die Sprache, du Bot.

  5. #45
    Ferdydurke
    Was mich am meisten an ihm nervt, dass er jetzt so dermaßen auf Slowene macht... der Typ hat maximal einen slowenischen Großvater, was soll die Nostalgie... Wenn man einfach Österreicher ist, muß damit halt auch mal klarkommen, auch wenns wurzelsuchmässig nicht so viel hermacht.

  6. #46
    Avatar von Schiptar

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    Zitat Zitat von Viljuška Beitrag anzeigen
    Lern erstmal die Sprache, du Bot.
    Korrigier mich halt, du Lappen...

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