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Wer hat über die Grenzen der SRFJ-Republiken entschieden ?

Erstellt von Falke, 12.01.2018, 20:36 Uhr · 47 Antworten · 1.584 Aufrufe

  1. #1

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    Wer hat über die Grenzen der SRFJ-Republiken entschieden ?

    Bekannt ist das auf den AVNOJ-Beschlüssen nach dem 2. Weltkrieg die Kommunisten entschieden haben das Jugoslawien fortan aus sechs Republiken und zwei Autonomie Regionen bestehen sollte, nicht bekannt ist aber wer darüber entscheiden wie die Grenzen der Republiken gezogen wurden.

    Ich finde auch wenig im Netz darüber, es scheint nicht ganz klar zu sein ob Tito der alleinige Kartenzeichner war, oder ob Leute in seinem Umfeld dafür verantwortlich waren, oder gar ausländische Einflüsse aus Ost oder West.

    Auf jeden Fall ist die Frage interessant, den schließlich waren die Grenzen der SFRJ-Republiken schicksalhaft für den Zerfall Anfang der 90er.

    Es wirft auch viele Fragen auf, z. b. inwieweit haben die Grenzen den Zerfall begünstigt, war es Sinnvoll Republiken zu schaffen die auf Nationalitäten Bezug nehmen ? war damit nicht bereits die Spaltung des Landes beschlossen und Separatisten der Grundstein gelegt worden ?

    Oder auch die Frage, hätte der Zerfall Anfang der 90er unblutig ablaufen können mit anderen Grenzen ?

  2. #2
    Avatar von BlackJack

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    SFRJ Njemacka

  3. #3
    Ana
    Avatar von Ana

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    Drug Josip Staljin...

  4. #4
    Avatar von Indianer

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    Neue Grenzen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

    Zu den Nachbarstaaten Ungarn, Rumänen, Bulgarien, Griechenland und Albanien wurden 1945 die alten Grenzen von vor dem Krieg wiederhergestellt. Der Kosovo wurde nach der Befreiung wieder mit Jugoslawien vereinigt, wie es die jugoslawischen und albanischen Kommunisten schon während des Krieges vereinbart hatten. Im Januar 1945 schlossen beide Staaten darüber einen Vertrag. Gebietsgewinne konnte Jugoslawien gegenüber Italien erlangen: Die 1918 an Italien gefallenen dalmatinischen Inseln und die Stadt Zadar wurden nun jugoslawisch, ebenso das schon in der Zwischenkriegszeit umstrittene Rijeka, der größte Teil der Halbinsel Istrien und kleinere Gebiete am Isonzo. Die neue Grenzziehung wurde im Friedensvertrag von Paris am 10. Februar 1947 festgeschrieben. Mit den territorialen Zugewinnen umfasste Jugoslawien nun rund 255.500 km². Weitergehenden Gebietsansprüchen auf Teile Kärntens und der Steiermark, sowie die Stadt Triest versagten die Alliierten ihre Zustimmung. Stattdessen wurden Triest und seine nähere Umgebung zu einem Freistaat erklärt, in dessen nördlicher Hälfte britische und amerikanische Truppen standen, während der Süden unter jugoslawischer Besatzung stand. Der Streit um dieses Gebiet prägte noch für Jahrzehnte die schlechten jugoslawisch-italienischen Beziehungen.
    Innerhalb Jugoslawiens mussten die Grenzen der neuen Teilrepubliken gezogen werden. Man richtete sich dabei weniger nach ethnischen Gegebenheiten als nach den historischen Grenzen aus der Zeit von vor 1918. An einigen Stellen ist man davon aber aus unterschiedlichen Gründen abgewichen.
    Ziemlich genau dem alten Verlauf folgte die slowenisch-kroatische Grenze. An gleicher Stelle waren bis 1918 die Länder Krain und Steiermark an Kroatien gestoßen. Diese Linie entsprach auch ungefähr der kroatisch-slowenischen Sprachgrenze. Nur im bisher italienischen Istrien wurde eine neue Grenze festgelegt. Slowenien erhielt die Küstenstädte Koper, Izola und Piran. Die Republik Slowenien war so der ethnisch am wenigsten durchmischte Teilstaat der Föderation geworden. Fast 90 Prozent der Einwohner gehörten der Titularnation an und es gab keine slowenischen Minderheiten in den anderen Teilrepubliken.

    Administrative Gliederung Jugoslawiens
    1945–1991


    Die Sozialistische Republik Kroatien wurde aus dem alten Kroatien-Slawonien, Dalmatien und dem größten Teil Istriens gebildet. Der größere Teil Syrmiens wurde allerdings der serbischen Provinz Vojvodina angeschlossen und das früher dalmatinische Gebiet an der Bucht von Kotor zu Montenegro geschlagen. Trotzdem umfasste das Territorium der Republik Gebiete mit bedeutenden serbischen Minderheiten, vor allem in Ostslawonien und in der Krajina.
    Die Grenzen der Republik Bosnien-Herzegowina entsprachen genau dem alten Grenzverlauf in der österreichisch-ungarischen Zeit. Die Teilrepublik hatte keine Mehrheitsnation. Als sie 1945 errichtet wurde, kannte die kommunistische Nationalitätenpolitik auch noch keine bosnisch-muslimische Nation. Mit der Wiedererrichtung Bosniens wollte die Tito-Regierung weitere kroatisch-serbische Streitigkeiten um dieses Gebiet vermeiden. Ein Anschluss an Kroatien verbot sich von selbst, weil damit die Grenzen des Ustascha-Staats wiederaufgelebt wären. Das wäre sowohl für die kommunistischen Partisanen, die gerade dieses Regime erbittert bekämpft hatten, als auch für das serbische Volk eine Demütigung gewesen. Der Anschluss an Serbien wiederum hätte das serbische Übergewicht in Jugoslawien erneuert, an dem der Staat 1939/41 zerbrochen war. Ohne die Existenz Bosniens wäre das ohnehin recht fragile innere Gleichgewicht der jugoslawischen Föderation nie zustande gekommen.
    Die neuen Grenzen Montenegros führten zur Teilung des Sandschaks mit Serbien und verschafften der kleinsten Teilrepublik die Bucht von Kotor. Völlig ohne historisches Vorbild war die Nordgrenze der neu geschaffenen Teilrepublik Mazedonien. Sie folgte in etwa der serbisch-mazedonischen Sprachgrenze. Während sich die Südgrenze der autonomen Provinz Vojvodina an der serbisch-ungarischen Grenze von vor 1918 orientierte, wurde die Provinzgrenze Kosovos völlig neu gezogen. Zwar hatte es in osmanischer Zeit einmal ein Vilayet Kosovo gegeben; die neue Provinz trug aber nur denselben Namen.

  5. #5
    Avatar von lotus

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    9.159
    Das ist eine interessante Frage, wie sind die Kommunisten auf die Idee gekommen bosnische Grenzen so zu lassen wie sie waren?

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    SFRJ Njemacka
    FSRJ Deutschland.

  6. #6
    Avatar von amerigo

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    5.046
    Wie hätten die Grenzen denn sonst ausfallen sollen, es ist die logische Konsequenz gewesen.. Und wenn du auf Kroatien und Bosnien anspielst, das war auch vorher nie Serbien..

  7. #7
    Avatar von lotus

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    Serben interessieren sich nur dafür wer aus welcher Sperma entstanden ist während die anderen Fortschritte machen.

    Spermaexperten

  8. #8
    Avatar von Grdelin

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    Glavno da je Istra pripala Hrvatskoj.

  9. #9
    Avatar von Indianer

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    Zitat Zitat von Grdelin Beitrag anzeigen
    Glavno da je Istra pripala Hrvatskoj.

    yo, Eigentümer sind Kroaten
    Besitzer sind Italiener, russen und svabos

  10. #10
    Avatar von Josip Frank

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    10.211
    Zitat Zitat von amerigo Beitrag anzeigen
    Wie hätten die Grenzen denn sonst ausfallen sollen, es ist die logische Konsequenz gewesen.. Und wenn du auf Kroatien und Bosnien anspielst, das war auch vorher nie Serbien..
    Moment.mal........wo ein Serbe lebt, ist Serbien.....ausserdem war der katholische Serbe Stjepan Tvrtko auch König von Bosnien.....

    Die Kroaten und Muslimische Bosnier dürfen froh sein, dass König Aleksander sie aus dem Regen in die Traufe holte, sonst müssten sie heute nur Pizza und Germknödel essen


    host mi

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