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Wieso ist heute noch Che Guevara die Identifikationsfigur der Linken ?

Erstellt von Dinarski-Vuk, 01.08.2013, 18:02 Uhr · 72 Antworten · 5.639 Aufrufe

  1. #11
    economicos
    Che Guevara kämpfte für die Armen und Schwachen und das obwohl er aus einer wohlhabenden Familie kam. Er wollte kein Sklave der Globalplayer/Mächtigen sein, so welche Leute werden heute schnell beseitigt.

  2. #12
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Ümit_Karhan Beitrag anzeigen
    Dann kritisiere bitte genauso die Kirche, oder die westliche Welt, oder oder oder...
    kein großer Staatsmann hatte eine weiße Weste, aber während sich Che für die Gleichheit aller Menschen einsetzte, setzen sich andere z.b. für ihre eigenen Interessen ein oder für kranke Rassenphantasien.
    Und wenn Che Batistas Leute umgenietet hat weine ich denen keine Träne nach.
    Das mit "hatte keine weisse Weste ..." gehört zu den populärsten Ausreden wenn es darum geht, Ideologien zu verteidigen. Ist auch beispielsweise bei den ersten amerikanischen Präsidenten wie George Washington oder Thomas Jefferson der Fall. Es wird immer wieder verschwiegen das beide Befürworter und Täter eines Genozids zu dieser Zeit waren, aber gelten heute noch für viele als "menschen-freundliche" Revolutionäre. George setzt sich auch für die "Gleichheit aller Menschen" ein, und dann äusserste er sich über die Indianer so: "lay waste all the settlements around...that the country may not be merely overrun, but destroyed".

    Du vergisst immer wieder das Che keine "Friedenstaube", sondern ein guter Musterschüler der bolschwestischen Revolution war. Apropos Batista, das Gewaltregime vor Castro unterscheidet sich in seiner Ausprägung nur darin von Gewaltregime das Castro errichtet hat, das unter Castro die Kriminellen eine andere Uniform tragen, und das es jetzt weniger zu Essen gibt.

  3. #13

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Das mit "hatte keine weisse Weste ..." gehört zu den populärsten Ausreden wenn es darum geht, Ideologien zu verteidigen. Ist auch beispielsweise bei den ersten amerikanischen Präsidenten wie George Washington oder Thomas Jefferson der Fall. Es wird immer wieder verschwiegen das beide Befürworter und Täter eines Genozids zu dieser Zeit waren, aber gelten heute noch für viele als "menschen-freundliche" Revolutionäre. George setzt sich auch für die "Gleichheit aller Menschen" ein, und dann äusserste er sich über die Indianer so: "lay waste all the settlements around...that the country may not be merely overrun, but destroyed".

    Du vergisst immer wieder das Che keine "Friedenstaube", sonder ein guter Musterschüler der bolschwestischen Revolution war. Apropos Batista, das Gewaltregime vor Castro unterscheidet sich in seiner Ausprägung nur darin von Gewaltregime das Castro errichtet hat, das unter Castro die Kriminellen eine andere Uniform tragen, und das es jetzt weniger zu Essen gibt.
    aha, klar, unter Batista hatte ja jeder Kubaner was zu essen, aber ich vergaß, nur die, die in den Casinos der Mafia arbeiteten und sich prostituierten, aber was solls, Che der bitterböse rote Hund, was fiel ihm den bloß ein das kubanische Volk vom imperialistischen Joch zu befreien.

  4. #14
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von economicos Beitrag anzeigen
    Che Guevara kämpfte für die Armen und Schwachen und das obwohl er aus einer wohlhabenden Familie kam. Er wollte kein Sklave der Globalplayer/Mächtigen sein, so welche Leute werden heute schnell beseitigt.
    Nun, was den “revolutionären Humanismus” und ökonomischen Dogmen angeht, das verkörpert ja genau das heutige Regime (obwohl in abgeschwächter Form) in Kuba oder etwa nicht? Wenn man seine Idee des bewaffneten Kampfes näher anschaut mein Freund, stellt man fest, dass diese Rolle fanatische Bewegungen wie die der “Farc” in Kolumbien ausfüllen. Und was die Grausamkeit angeht, dann sind das die Terrororganisationen von heute, und dabei setzen sie sich auch "nur" für die Armen und Schwachen ein.

  5. #15
    Avatar von Hundz Gemajni

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Das mit "hatte keine weisse Weste ..." gehört zu den populärsten Ausreden wenn es darum geht, Ideologien zu verteidigen. Ist auch beispielsweise bei den ersten amerikanischen Präsidenten wie George Washington oder Thomas Jefferson der Fall. Es wird immer wieder verschwiegen das beide Befürworter und Täter eines Genozids zu dieser Zeit waren, aber gelten heute noch für viele als "menschen-freundliche" Revolutionäre. George setzt sich auch für die "Gleichheit aller Menschen" ein, und dann äusserste er sich über die Indianer so: "lay waste all the settlements around...that the country may not be merely overrun, but destroyed".

    Du vergisst immer wieder das Che keine "Friedenstaube", sondern ein guter Musterschüler der bolschwestischen Revolution war. Apropos Batista, das Gewaltregime vor Castro unterscheidet sich in seiner Ausprägung nur darin von Gewaltregime das Castro errichtet hat, das unter Castro die Kriminellen eine andere Uniform tragen, und das es jetzt weniger zu Essen gibt.
    Ufff, da gibt es schon Unterschiede, zb in der Krankenversorgung und Bildung und auch was Ümit schilderte.
    Batista hat sein Volk versklavt für die amerikanische Grosskonzerne und der Mafia.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von economicos Beitrag anzeigen
    Che Guevara kämpfte für die Armen und Schwachen und das obwohl er aus einer wohlhabenden Familie kam. Er wollte kein Sklave der Globalplayer/Mächtigen sein, so welche Leute werden heute schnell beseitigt.
    Da gab es paar Beispiele damals auch in Süd Amerika.
    Der Präsident Ecuadors sowie der Präsident Panamas ließen sich nicht lenken für die Interessen der USA, sondern sie vertreten das Interesse dessen eigenen Volkes, somit kamen die mysteriöser Weise binnen 3 Monaten um durch nen Flugzeugabsturz, CIA lässt Grüßen.

  6. #16

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Nun, was den “revolutionären Humanismus” und ökonomischen Dogmen angeht, das verkörpert ja genau das heutige Regime (obwohl in abgeschwächter Form) in Kuba oder etwa nicht? Wenn man seine Idee des bewaffneten Kampfes näher anschaut mein Freund, stellt man fest, dass diese Rolle fanatische Bewegungen wie die der “Farc” in Kolumbien ausfüllen. Und was die Grausamkeit angeht, dann sind das die Terrororganisationen von heute, und dabei setzen sie sich auch "nur" für die Armen und Schwachen ein.
    Also, in Kuba muss niemand hungern, jeder hat ein Recht auf Bildung und Arztbesuch, kostenlose Medikamente sind selbstverständlich. Das einzige was den Menschen dort fehlt sind Konsumartikel und persönliche Freiheiten, nur diese hatten sie auch unter Batista nicht. Deswegen verstehe ich deinen Eifer auch nicht.

    Die Al-Qadia setzten sich auf für die Armen und Schwachen ein, sind die jetzt auch böse Kommunisten?

  7. #17
    Avatar von Hundz Gemajni

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    Zitat Zitat von Ümit_Karhan Beitrag anzeigen
    Also, in Kuba muss niemand hungern, jeder hat ein Recht auf Bildung und Arztbesuch, kostenlose Medikamente sind selbstverständlich. Das einzige was den Menschen dort fehlt sind Konsumartikel und persönliche Freiheiten, nur diese hatten sie auch unter Batista nicht. Deswegen verstehe ich deinen Eifer auch nicht.

    Die Al-Qadia setzten sich auf für die Armen und Schwachen ein, sind die jetzt auch böse Kommunisten?
    Auch das hat sich in der letzten Zeit leicht verbessert, aufgrund der milden Privatisierung.

  8. #18

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    Zitat Zitat von QQ LELE Beitrag anzeigen
    Auch das hat sich in der letzten Zeit leicht verbessert, aufgrund der milden Privatisierung.
    nein, gar nicht, die Kubaner leben wie in der Steinzeit! böser Fidel nix gut lan.

  9. #19

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    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Mich interessierte schon immer, wieso ein guter Teil der heutigen "Linken" (ob der einfache Arbeiter oder Intellektuelle) Che Guevara als Sinnbild/Ikone für ihre Ideologie für sich beanspruchen, obwohl seine Taten und Meinungen eigentlich genau das Gegenteil darstellen. Wobei man sagen muss, das dieser Status denn er heute geniesst wurde ihm "post mortem" verliehen. Eigentlich sind dafür zwei verschieden Typen Menschen verantwortlich. Zunächst der "unsterbliche" Fidel Castro, der aus ihm einen fast ja "übermenschlichen Helden" machte, einen grossen Denker und Humanisten. Die andere Gruppe die ihn bis heute unsterblich verehrt sind die Intellektuellen aus der ganzen Welt, besonders hervorzuheben sind die französischen. Für sie ist er der vollendetste Mensch unserer Zeit. Diese Verehrung hatte auch ihre Wurzeln. Einer der Gründe war, weil er Medizin studiert hatte, bzw. ohne Arzt zu sein, weil er eben in gewissem Rahmen gebildet war und weil er ein bisschen Französisch sprach – sehr schlecht zwar, aber das reichte, um den Anschein zu erwecken, er sei "polyglott" - naja. Das alles ergab ein Bild eines Humanisten, der wider Willen zu den Waffen greift; was aber falsch ist. Durch diese kollektive Mystifizierung wurde er zur Legende die bis heute anhält, und das mit Erfolg wie man es an der heutigen Jugend sieht.

    Wenn wir heute von den "Linken" sprechen, dann denken wir in erster Linie an "Pazifisten", "Anti-Rassisten" oder für manch andere sogar "Pro-Gay"-Befürworter. Auf der anderen Seite war Che bereit mit Waffen für seine Idealen zu kämpfen, sogar dafür zu sterben. Hinzu kommt noch, dass er eine äusserst negative/verachtende Meinung über Schwarze, Mexikaner oder Homosexuelle Menschen hatte.

    Einige seiner Zitate:

    Sein Verhältnis gegenüber Homosexuellen auf Kuba, sehr interessanter Bericht:

    Ivor Casey: Che Guevara: The anti-Gay "icon" by Ivor Casey


    Sind sich die Intellektuellen der Widersprüche auch bewusst oder wird das ganze "vorsichtig" unter dem Teppich gekehrt?
    Che ist nur für die Linken eine Symbolfigur. Er ist das vielleicht besonders für sie, aber auch darüber hinaus, unter Menschen aus verschiedenen politischen Richtungen.

    Damit es vom Anfang klar ist: Eine Idolisierung einer Person ist generell falsch, egal um wen es geht. Alle dieser charismatischen Persönlichkeiten waren auch Menschen mit ihren schwarzen Seiten, und fast alle von diesen die Macht hatten und in der Geschichte als große geblieben sind, hatten auch Blut auf ihren Händen, i.d.R. auch solches von Unschuldigen. Ich glaube, wir sollten im Leben auch ohne Idolen überleben können, im Allgemeinen.

    Jetzt, warum Che zu einer Symbolfigur wurde:

    - Weil er zusammen mit Castro was geschafft hat, was viele für Unmöglich hielten. Ein lateinamerikanisches Land ganz unter der Nase von USA von US-Imperialismus zu befreien. Das war eine große Inspiration nicht nur für Lateinamerika aber auch für alle Länder in der Welt die unter diesem Imperialismus unterworfen waren und gelitten haben (und heute noch leiden).

    - Weil er bis zu seinem Leben gekämpft hat. Er kam, soweit ich weiß, aus relativ guten sozialen Verhältnissen und könnte leicht einen guten Job und seine Ruhe haben. Später, als er Minister in Cuba wurde, konnte er leicht die notwendigen Kompromisse machen und seine Macht genießen. Hat er nicht gemacht, sondern er hat weiter gekämpft, auch mit allen Möglichkeiten gegen ihn - und daran ist er am Ende auch gestorben. Er ist vor allem ein Symbol des Kampfes, auch da wo der Sieg unmöglich scheint.

    Durch die Kombination von diesen beiden und die soziale Politik in Cuba, ist er ein Symbol gegen die Unterdrückung der Armen und der Schwachen geworden, dass sie auch dagegen kämpfen können.

    Ob er das oder dies über die Schwarzen, die Mexikaner oder die Homosexuellen gesagt hat, das sind alles eher unbedeutende Einzelheiten. So lange man ihn nicht als ganze Person zu einem Idol macht. Man sollte nur an diesen symbolhaften Eigenschaften denken.

  10. #20
    Avatar von Jon Snow

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    ein lehrer von mir sagte mal, als er jung war fand er ihn ziemlich cool,
    als er älter wurde und wusste wer er war und was che überhaupt getan hat fand er ihn scheisse xD

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