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Wieso ist heute noch Che Guevara die Identifikationsfigur der Linken ?

Erstellt von Dinarski-Vuk, 01.08.2013, 18:02 Uhr · 72 Antworten · 5.628 Aufrufe

  1. #21

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    Und Paar Lieder noch, aus einer Zeit in der man auch in Griechenland gegen den US-Imperialismus gekämpft hat (damit man auch sieht, wieso Che über Lateinamerika hinaus zu einem Symbol wurde):







    Ποιος στ’ αλήθεια είμαι εγώ και πού πάω
    με χίλιες δυο εικόνες στο μυαλό
    προβολείς με στραβώνουν και πάω
    και γονατίζω και το αίμα σου φιλώ

  2. #22
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von Afroasiatis Beitrag anzeigen
    Che ist nur für die Linken eine Symbolfigur. Er ist das vielleicht besonders für sie, aber auch darüber hinaus, unter Menschen aus verschiedenen politischen Richtungen.

    Damit es vom Anfang klar ist: Eine Idolisierung einer Person ist generell falsch, egal um wen es geht. Alle dieser charismatischen Persönlichkeiten waren auch Menschen mit ihren schwarzen Seiten, und fast alle von diesen die Macht hatten und in der Geschichte als große geblieben sind, hatten auch Blut auf ihren Händen, i.d.R. auch solches von Unschuldigen. Ich glaube, wir sollten im Leben auch ohne Idolen überleben können, im Allgemeinen.

    Jetzt, warum Che zu einer Symbolfigur wurde:

    - Weil er zusammen mit Castro was geschafft hat, was viele für Unmöglich hielten. Ein lateinamerikanisches Land ganz unter der Nase von USA von US-Imperialismus zu befreien. Das war eine große Inspiration nicht nur für Lateinamerika aber auch für alle Länder in der Welt die unter diesem Imperialismus unterworfen waren und gelitten haben (und heute noch leiden).

    - Weil er bis zu seinem Leben gekämpft hat. Er kam, soweit ich weiß, aus relativ guten sozialen Verhältnissen und könnte leicht einen guten Job und seine Ruhe haben. Später, als er Minister in Cuba wurde, konnte er leicht die notwendigen Kompromisse machen und seine Macht genießen. Hat er nicht gemacht, sondern er hat weiter gekämpft, auch mit allen Möglichkeiten gegen ihn - und daran ist er am Ende auch gestorben. Er ist vor allem ein Symbol des Kampfes, auch da wo der Sieg unmöglich scheint.

    Durch die Kombination von diesen beiden und die soziale Politik in Cuba, ist er ein Symbol gegen die Unterdrückung der Armen und der Schwachen geworden, dass sie auch dagegen kämpfen können.

    Ob er das oder dies über die Schwarzen, die Mexikaner oder die Homosexuellen gesagt hat, das sind alles eher unbedeutende Einzelheiten. So lange man ihn nicht als ganze Person zu einem Idol macht. Man sollte nur an diesen symbolhaften Eigenschaften denken.
    Interessante Ansätze. Gut, Che wird heute von vielen als Held gefeiert, weil er scheinbar uneigennützig eine sozialistische Revolution vorantrieb (nun, im Auftrag von Fidel Castros, der an Batistas Sturz meiner Meinung nach deutlich mehr beteiligt war, als Guevara selbst, ist aber wieder ein anderes Thema) und für die Ideale Freiheit und Gleichheit eintrat. Das Problem dass die meisten (vor allem "Linke") aber übersehen, seine ganzen Absichten/Taten waren nicht uneigennützig und schon gar nicht positiv für das ganze Kuba, vergisst man aber sehr schnell. Che Guevara war bekannterweise ein Stalinanhänger (Mao-Anhänger ebenfalls). Stalin und Mao? Tolle Menschenfreunde nicht wahr? Nachdem Stalins Gräueltaten auch unter den Russen bekannt wurden, wollten selbst die Staatsbürger das Geschehene so schnell wie möglich verdrängen, aber Guevara hielt trotzdem noch an ihm fest.

    Ich gebe zu, dass man vom Kommunismus halten mag, was man will (in seiner Grundidee einer klassenlosen Gesellschaft kann er nicht existieren - ergo zwangsläufig mündet ein Kommunismus stets in eine Diktatur, Fakten die man nicht ignorieren kann), Guevara war auch mit Sicherheit vom Marxismus und Leninismus geprägt, speziell vom Sozialismus, der sich seit der Februarrevolution 1917 in Russland erfolgreich ausbreitete.

    Che war allem Anschein nach ein radikaler Verfechter dieser Ideologien und nahm sich auch der permanenten Revolution an, die besagt, dass so lange „revolutioniert“ werden müsse, bis die ganze Welt sozialistisch bzw. kommunistisch verankert sei - fanatisch überzeugt bis zu seinem Tod. Im Vergleich zu anderen Diktatoren (Che war ja nur zweitmächtigster Mann auf Kuba) ist er aber "nur" wenig besser, was seine Vorgehensweise gegen Oppositionelle betrifft, bzw. ob ihn das besser macht, entscheidet ihr selber. Wie bei Stalin, Hitler oder Mao, wurden auch unter Che Hunderte von Menschen hingerichtet, vor allem die sogenannten „Konterrevolutionäre“, die seinen Ansichten nicht folgten. Wo unterscheidet er sich in seinen Absichten zu den anderen?

    War es nicht Che's Ziel, eine "Ein Parteien Diktatur" auf Kuba zu errichten und damit unter dem Einfluss der Oststaaten, allen voran Sowjetunion, den Kommunismus einzuführen, den Kuba bis heute nicht abgeworfen hat? Und um dieses Ziel zu erreichen, war ihm nahezu jedes Mittel recht, jedes. Ausserdem hätte er es für die permanente Revolution in Kauf genommen, dass die Menschen sich bis aufs Blut bekriegen (z.B. durch den Einsatz von Nuklearwaffen). Wenn das „der vollkommenste Mensch unserer Zeit“ ein soll, dann weiss ich auch nicht.

    Durch den Sturz von Batista und mit dem Kampf gegen den Imperialismus (seine scheinbar guten Absichten, wenn man so will) stellte er einige gute Werte Vorstellungen zur Schau. Gut, ihr sagt, bestimmt ist der Kommunismus unter Fidel Castro für das Volk erträglicher, als Batistas autoritäre Diktatur, lassen wir es mal so stehen. Und genau deshalb geniest er euer Meinung nach auch einen so hohen Stellenwert. Aber seine Vorstellungen gleichen nahezu dem Imperialismus, nur mit dem kleinen Unterschied, dass sich in seiner Vorstellung der Kommunismus, statt dem Kapitalismus ausbreiten müsste. Glorifiziert wird er, aber hauptsächlich einseitig. Leider heutzutage nicht nur auf Kuba, sondern „fälschlicherweise“ ist der Kult um seine Person weltweit zu einem Hype angestiegen.

  3. #23

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    Er hat das was er verdient bekommen nämlich einen unehrenhaften Tod. Im Grunde war er ein kriegsgeiler Versager der nur an Revolution und Krieg machen dachte.

  4. #24
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von QQ LELE Beitrag anzeigen
    Ufff, da gibt es schon Unterschiede, zb in der Krankenversorgung und Bildung und auch was Ümit schilderte.
    Batista hat sein Volk versklavt für die amerikanische Grosskonzerne und der Mafia.
    Stimmt. Man kann ohne Probleme zum Arzt gehen, seine Kinder in die Schule oder an eine Universität schicken, und das alles gratis, einverstanden. Doch was ist mit all den anderen wichtigen Problemen? Kubas Hauptproblem seit Jahrzehnten ist die Sicherstellung der Versorgung mit Grundnahrungsmitteln. Landwirtschaftliche Flächen sind fast komplett verstaatlicht. Sogar der Zucker (einst Kubas Export-Produkt Nummer eins) muss eingeführt werden. Was auch noch ins Auge fällt, dass bsp. landwirtschaftliche Arbeit so gut wie keinen Anreiz darstellt liegt daran, dass der kubanische Staat die Produkte verschenkt (Liberta beispielsweise) bzw. den Preis für Grundnahrungsmittel so tief staatlich festgelegt hat, dass es sich kaum lohnt, dafür zu arbeiten. Tja, irgendwann schafft sich jedes sozialistische System ab.

    Ausserdem ist da noch die Sache mit der Währung. So sieht also Gleichheit in Kuba aus. Schon durch das Währungssystem wird die Bevölkerung knallhart in zwei Hälften geteilt:

    a) Devisenbesitzer (Ausländer, Parteifunktionäre, Kubaner mit Verwandten im Ausland, (teilweise) Angestellte im Tourismus): diese können in Kuba recht gut leben. Für sie gibt es Vieles zu kaufen.
    b) der grosse, gross Rest: dieser ist zum Überleben auf die Zuteilung von Grundnahrungsmitteln über das "Libreta" angewiesen. Darüberhinaus kann er höchstens noch betteln. Ergo, die meisten sind sehr arm.

    Kuba mag ja ein vergleichsweise zu anderen Staaten in Mittel- und Südamerika ein gutes Bildungssystem haben. Aber wer das so entstandene grosse Potential der Bevölkerung so verschenkt, braucht sich nicht wundern, wenn alles den Bach runter geht. Kuba wird mein Freund ausschliesslich durch die € und $ der Touristen und Exil-Kubaner vor dem wirtschaftlichen Total-Ausfall bewahrt. Die Produktivität der kubanischen Wirtschaft ist praktisch nicht vorhanden. Selbst produziert wird dort fast gar nichts mehr. Selbst wie erwähnt, müssen sie Zucker importieren. Der Sozialismus ist auch in Kuba letztendlich am wirtschaftlichen Totalausfall gescheitert.

    Kuba wird nicht drum herumkommen die Marktwirtschaft einzuführen, und das wird wahrscheinlich erst nach Fidel's Tod möglich sein.

  5. #25
    Avatar von papodidi

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    Cool

    Zitat Zitat von Dinarski-Vuk Beitrag anzeigen
    Das Problem dass die meisten (vor allem "Linke") aber übersehen, seine ganzen Absichten/Taten waren nicht uneigennützig und schon gar nicht positiv für das ganze Kuba, vergisst man aber sehr schnell. Che Guevara war bekannterweise ein Stalinanhänger (Mao-Anhänger ebenfalls). Stalin und Mao? Tolle Menschenfreunde nicht wahr? Nachdem Stalins Gräueltaten auch unter den Russen bekannt wurden, wollten selbst die Staatsbürger das Geschehene so schnell wie möglich verdrängen, aber Guevara hielt trotzdem noch an ihm fest...

    Ein weiterer Punkt ist der, dass man vom Kommunismus halten mag, was man will (gut, in seiner Grundidee einer klassenlosen Gesellschaft kann er nicht existieren - ergo zwangsläufig mündet ein Kommunismus stets in eine Diktatur, Fakten die man nicht ignorieren kann), Guevara war aber mit Sicherheit vom Marxismus und Leninismus geprägt, speziell vom Sozialismus, der sich seit der Februarrevolution 1917 in Russland erfolgreich ausbreitete.
    Einleitung: Ich bin erklärter Linker, aber mehr so aus der Anarcho-Ecke, obwohl ich es auch mal mit den "Revisionisten"/Staatskapitalisten probiert habe.

    Bei all Deiner Kritik an Che - übrigens hast Du noch Kim II-sung als Vorbild vergessen - darf man die Zeitumstände nicht vergessen. Der XX. Parteitag der KPdSU war erst 1956 und als Besucher von China, SU oder Nord-Korea hast du vom Unterdrückungssystem nichts mitbekommen.
    Fidel und Che waren Teil der damals weltweiten Befreiungsbewegungen gegen Kolonialismus/Imperialismus, und zumindest Fidel hatte sogar auf US-Unterstützung im Kampf gegen Battista gehofft.
    Und das Fett-Gedruckte hat die Menschen beeindruckt - bis Heute...

    Du sprichst ihm die Uneigennützigkeit ab??? Er hat, nach Kontroversen um die Wirtschaftspolitik Kubas, seinen Ministerposten freiwillig abgegeben und ist wieder in den Busch gegangen, wie würdest Du das nennen???

    Das "Kommunismus" zwangsläufig eine Diktatur sein muss, ist unbewiesen - wir hatten ja noch keinen.



    Die US-Zeitschrift Time Magazine zählte ihn 1999 zu den 100 einflussreichsten Menschen des 20. Jahrhunderts.[3] Eine Fotografie des „Che“ von Alberto Korda, Guerrillero Heroico, gilt als berühmtestes fotografisches Abbild einer Person,[4] sie zählt zu den Medienikonen. (Wiki)

  6. #26
    Avatar von Dinarski-Vuk

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    Zitat Zitat von papodidi Beitrag anzeigen
    Einleitung: Ich bin erklärter Linker, aber mehr so aus der Anarcho-Ecke, obwohl ich es auch mal mit den "Revisionisten"/Staatskapitalisten probiert habe.

    Bei all Deiner Kritik an Che - übrigens hast Du noch Kim II-sung als Vorbild vergessen - darf man die Zeitumstände nicht vergessen. Der XX. Parteitag der KPdSU war erst 1956 und als Besucher von China, SU oder Nord-Korea hast du vom Unterdrückungssystem nichts mitbekommen.
    Fidel und Che waren Teil der damals weltweiten Befreiungsbewegungen gegen Kolonialismus/Imperialismus, und zumindest Fidel hatte sogar auf US-Unterstützung im Kampf gegen Battista gehofft.
    Und das Fett-Gedruckte hat die Menschen beeindruckt - bis Heute...

    Du sprichst ihm die Uneigennützigkeit ab??? Er hat, nach Kontroversen um die Wirtschaftspolitik Kubas, seinen Ministerposten freiwillig abgegeben und ist wieder in den Busch gegangen, wie würdest Du das nennen???
    Das "Kommunismus" zwangsläufig eine Diktatur sein muss, ist unbewiesen - wir hatten ja noch keinen.
    Wüsste nicht, was beim fettgedruckten da romantisch sein soll. Die Menschen bewundern ihn auch wenn er das Wort “Liebe” ausspricht, aber zur gleichen Zeit sagt er, dass man “schmerzhafte Entscheidungen” treffen müsse. Eine merkwürdige Liebe ist das. Er fordert jene für die Menschheit, aber in seinen Augen muss jeder, der dieser Liebe nicht würdig ist, vernichtet werden.

    Ist ein Mensch ein Held, wenn er erwiesenermassen Menschenleben auf dem Gewissen hat?
    Ist ein Mensch ein Held, wenn er die Menschenrechte ignoriert, auf denen ja nur unsere Wertevorstellungen beruhen?

    Die DDR ist dir aufgrund deines Alters und Erfahrung mehr als ein Begriff oder etwa nicht? Dieses ehemalige Regime, ebenso wie die China, der damaligen UDSSR, letztlich auch Kuba und Nordkorea sind als Menschenversuche allesamt grandios gescheitert, besonders und in erster Linie ökonomisch und das kann man einfach nicht ignorieren. Kuba existiert nur noch wegen des blühenden Schwarzhandels auf Dollarbasis. Die nordkoreanische Führung biedert sich hilflos beim verhassten Todfeind Südkorea an, um irgendwie das totale eigene Versagen handeln zu können. China ist Raubtierkapitalist alter Schule Nummer 1 und hat jegliches Lernen aus den schlechteren Erfahrungen der letzten Jahrhunderte verweigert. In Russland spielt eine elitäre Kaste "Monopoli" mit dem Rest des Volkes. Kuba ist nur deshalb noch mit normalen Bürgern (nicht Partei"gesocks") bevölkert, weil Castro zu Beginn der 90er eine Massenflucht nicht mehr unterbunden hat und die USA sich mit diesem Ansturm überfordert sahen und Flüchtlinge nicht mehr automatisch US Pässe bekamen.

  7. #27
    Avatar von Allissa

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    ich mag ihn weil er so gut aussieht......



  8. #28

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    Che Guevara ist im übrigen ein Massenmörder.

    Che Guevara

    Kritik und Menschenrechtsverletzungen

    Guevara wurde darüber hinaus Folter und Ermordung hunderter kubanischer Häftlinge, der Mord an Kleinbauern im Operationsbereich seiner Guerillatruppen[43] sowie später Freude an der Exekution von Gegnern und die Einrichtung des ersten Arbeitslagers auf Kuba vorgeworfen.[44]
    Eine entsprechende Beschreibung Guevaras als skrupellos und brutal in der linken taz[20] rief im Oktober 2007 erhebliches Aufsehen in der deutschen linken Szene hervor, nachdem solche Kritik sonst eher Exilkubanern und früheren Dissidenten aus dem ehemaligen Ostblock zugeordnet worden war. Ähnlich umstritten war die Deutung Gerd Koenens, der von „phantastischen Weltbrandstiftungsszenarien“ Guevaras sprach, „die noch aus der ‚atomaren Asche‘ den Neuen Menschen entstehen sahen“.[45]
    Dem von ihm verkörperten Freiheitsideal widerspricht die häufig als stalinistisch definierte kompromisslose Politik gegenüber seinen Gegnern: Während seiner Zeit als Ankläger wurden in der als Gefängnis genutzten Festung La Cabaña als ehemalige Anhänger des Batista-Regimes, Kollaborateure oder Vertreter des US-Geheimdienstes beschuldigte Kubaner in revolutionären Militärtribunalen verurteilt. Diese zu Zeiten des Ausnahmezustands in der ersten Jahreshälfte 1959 abgehaltenen Verfahren entsprachen keinerlei rechtsstaatlichen Mindeststandards und lösten internationale Empörung aus. Über die Zahl der von Guevara direkt befohlenen Erschießungen gibt es keine genauen Angaben – 216 Fälle sind namentlich belegt, ein ehemaliger Angehöriger des Tribunals in La Cabaña geht von rund 400 aus, kubanische Oppositionelle rechnen teilweise mit wesentlich höheren Zahlen.[46][47][48] Die in den Folgejahren häufigen, auch international kritisierten Tötungen rechtfertigte Guevara 1964 ausdrücklich in einem Debattenbeitrag vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit der Bemerkung, Kuba befinde sich in einem Kampf auf Leben und Tod.[49] Als Industrieminister schickte Guevara zahlreiche, „mangelnder revolutionärer Moral“ beschuldigte Mitarbeiter ohne Gerichtsurteil in das sogenannte „Lager für Besserungsarbeit“ auf der Halbinsel Guanahacabibes, eines der ersten von mehreren hundert in den ersten Revolutionsjahren entstandenen Zwangsarbeitslagern.[50][51]

    - - - Aktualisiert - - -

    Che Guevara ist im übrigen ein Massenmörder.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Che_Guevara

    Kritik und Menschenrechtsverletzungen

    Guevara wurde darüber hinaus Folter und Ermordung hunderter kubanischer Häftlinge, der Mord an Kleinbauern im Operationsbereich seiner Guerillatruppen[43] sowie später Freude an der Exekution von Gegnern und die Einrichtung des ersten Arbeitslagers auf Kuba vorgeworfen.[44]
    Eine entsprechende Beschreibung Guevaras als skrupellos und brutal in der linken taz[20] rief im Oktober 2007 erhebliches Aufsehen in der deutschen linken Szene hervor, nachdem solche Kritik sonst eher Exilkubanern und früheren Dissidenten aus dem ehemaligen Ostblock zugeordnet worden war. Ähnlich umstritten war die Deutung Gerd Koenens, der von „phantastischen Weltbrandstiftungsszenarien“ Guevaras sprach, „die noch aus der ‚atomaren Asche‘ den Neuen Menschen entstehen sahen“.[45]
    Dem von ihm verkörperten Freiheitsideal widerspricht die häufig als stalinistisch definierte kompromisslose Politik gegenüber seinen Gegnern: Während seiner Zeit als Ankläger wurden in der als Gefängnis genutzten Festung La Cabaña als ehemalige Anhänger des Batista-Regimes, Kollaborateure oder Vertreter des US-Geheimdienstes beschuldigte Kubaner in revolutionären Militärtribunalen verurteilt. Diese zu Zeiten des Ausnahmezustands in der ersten Jahreshälfte 1959 abgehaltenen Verfahren entsprachen keinerlei rechtsstaatlichen Mindeststandards und lösten internationale Empörung aus. Über die Zahl der von Guevara direkt befohlenen Erschießungen gibt es keine genauen Angaben – 216 Fälle sind namentlich belegt, ein ehemaliger Angehöriger des Tribunals in La Cabaña geht von rund 400 aus, kubanische Oppositionelle rechnen teilweise mit wesentlich höheren Zahlen.[46][47][48] Die in den Folgejahren häufigen, auch international kritisierten Tötungen rechtfertigte Guevara 1964 ausdrücklich in einem Debattenbeitrag vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit der Bemerkung, Kuba befinde sich in einem Kampf auf Leben und Tod.[49] Als Industrieminister schickte Guevara zahlreiche, „mangelnder revolutionärer Moral“ beschuldigte Mitarbeiter ohne Gerichtsurteil in das sogenannte „Lager für Besserungsarbeit“ auf der Halbinsel Guanahacabibes, eines der ersten von mehreren hundert in den ersten Revolutionsjahren entstandenen Zwangsarbeitslagern.[50][51]

  9. #29
    Leo
    Avatar von Leo

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    Seine Enttaeuschung ueber die Schwarzen kam glaube ich aus seinem gescheiterten Versuch im Kongo eine Revolution anzufuehren.
    Fehlende Diszipliniertheit schockte ihn dort.

    Ich hab mich in letzter Zeit enger mit ihm beschaeftigt. Seine Persaon hat was faszinierendes. Der junge Mann,aus
    der Aristokratie stammende, wundert sich auf Reisen durch Sued Amerika ueber die Ungerechtigkeit und Armut auf der Welt,bricht sein
    Medizin Studium ab, um in fremden Laendern fuer Gerechtigkeit sterben zu wollen.
    ein traeumender Idealist ,der mich wirklich inspiriert und mich ein wenig fuer den Internationalismus gewonnen hat.

    Aber wie immer muss man auch hier etwas vorsichtig sein. Die Linken sind bekannterweise die besten darin Menschen zu romantisieren

    "Hasta la Victoria siempre"

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    Zitat Zitat von Charlie Brown Beitrag anzeigen
    Che Guevara ist im übrigen ein Massenmörder.

    Che Guevara

    Kritik und Menschenrechtsverletzungen

    Guevara wurde darüber hinaus Folter und Ermordung hunderter kubanischer Häftlinge, der Mord an Kleinbauern im Operationsbereich seiner Guerillatruppen[43] sowie später Freude an der Exekution von Gegnern und die Einrichtung des ersten Arbeitslagers auf Kuba vorgeworfen.[44]
    Eine entsprechende Beschreibung Guevaras als skrupellos und brutal in der linken taz[20] rief im Oktober 2007 erhebliches Aufsehen in der deutschen linken Szene hervor, nachdem solche Kritik sonst eher Exilkubanern und früheren Dissidenten aus dem ehemaligen Ostblock zugeordnet worden war. Ähnlich umstritten war die Deutung Gerd Koenens, der von „phantastischen Weltbrandstiftungsszenarien“ Guevaras sprach, „die noch aus der ‚atomaren Asche‘ den Neuen Menschen entstehen sahen“.[45]
    Dem von ihm verkörperten Freiheitsideal widerspricht die häufig als stalinistisch definierte kompromisslose Politik gegenüber seinen Gegnern: Während seiner Zeit als Ankläger wurden in der als Gefängnis genutzten Festung La Cabaña als ehemalige Anhänger des Batista-Regimes, Kollaborateure oder Vertreter des US-Geheimdienstes beschuldigte Kubaner in revolutionären Militärtribunalen verurteilt. Diese zu Zeiten des Ausnahmezustands in der ersten Jahreshälfte 1959 abgehaltenen Verfahren entsprachen keinerlei rechtsstaatlichen Mindeststandards und lösten internationale Empörung aus. Über die Zahl der von Guevara direkt befohlenen Erschießungen gibt es keine genauen Angaben – 216 Fälle sind namentlich belegt, ein ehemaliger Angehöriger des Tribunals in La Cabaña geht von rund 400 aus, kubanische Oppositionelle rechnen teilweise mit wesentlich höheren Zahlen.[46][47][48] Die in den Folgejahren häufigen, auch international kritisierten Tötungen rechtfertigte Guevara 1964 ausdrücklich in einem Debattenbeitrag vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit der Bemerkung, Kuba befinde sich in einem Kampf auf Leben und Tod.[49] Als Industrieminister schickte Guevara zahlreiche, „mangelnder revolutionärer Moral“ beschuldigte Mitarbeiter ohne Gerichtsurteil in das sogenannte „Lager für Besserungsarbeit“ auf der Halbinsel Guanahacabibes, eines der ersten von mehreren hundert in den ersten Revolutionsjahren entstandenen Zwangsarbeitslagern.[50][51]

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    Che Guevara ist im übrigen ein Massenmörder.

    http://de.wikipedia.org/wiki/Che_Guevara

    Kritik und Menschenrechtsverletzungen

    Guevara wurde darüber hinaus Folter und Ermordung hunderter kubanischer Häftlinge, der Mord an Kleinbauern im Operationsbereich seiner Guerillatruppen[43] sowie später Freude an der Exekution von Gegnern und die Einrichtung des ersten Arbeitslagers auf Kuba vorgeworfen.[44]
    Eine entsprechende Beschreibung Guevaras als skrupellos und brutal in der linken taz[20] rief im Oktober 2007 erhebliches Aufsehen in der deutschen linken Szene hervor, nachdem solche Kritik sonst eher Exilkubanern und früheren Dissidenten aus dem ehemaligen Ostblock zugeordnet worden war. Ähnlich umstritten war die Deutung Gerd Koenens, der von „phantastischen Weltbrandstiftungsszenarien“ Guevaras sprach, „die noch aus der ‚atomaren Asche‘ den Neuen Menschen entstehen sahen“.[45]
    Dem von ihm verkörperten Freiheitsideal widerspricht die häufig als stalinistisch definierte kompromisslose Politik gegenüber seinen Gegnern: Während seiner Zeit als Ankläger wurden in der als Gefängnis genutzten Festung La Cabaña als ehemalige Anhänger des Batista-Regimes, Kollaborateure oder Vertreter des US-Geheimdienstes beschuldigte Kubaner in revolutionären Militärtribunalen verurteilt. Diese zu Zeiten des Ausnahmezustands in der ersten Jahreshälfte 1959 abgehaltenen Verfahren entsprachen keinerlei rechtsstaatlichen Mindeststandards und lösten internationale Empörung aus. Über die Zahl der von Guevara direkt befohlenen Erschießungen gibt es keine genauen Angaben – 216 Fälle sind namentlich belegt, ein ehemaliger Angehöriger des Tribunals in La Cabaña geht von rund 400 aus, kubanische Oppositionelle rechnen teilweise mit wesentlich höheren Zahlen.[46][47][48] Die in den Folgejahren häufigen, auch international kritisierten Tötungen rechtfertigte Guevara 1964 ausdrücklich in einem Debattenbeitrag vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit der Bemerkung, Kuba befinde sich in einem Kampf auf Leben und Tod.[49] Als Industrieminister schickte Guevara zahlreiche, „mangelnder revolutionärer Moral“ beschuldigte Mitarbeiter ohne Gerichtsurteil in das sogenannte „Lager für Besserungsarbeit“ auf der Halbinsel Guanahacabibes, eines der ersten von mehreren hundert in den ersten Revolutionsjahren entstandenen Zwangsarbeitslagern.[50][51]
    Dein kategorisches Ablehnen von allem was nicht in deine Ideen passt,macht dich echt langweilig. oeffne dich mal und lern bisschen dazu ,oeffnen sich voellig neue Perspektiven.

  10. #30
    Avatar von der skythe

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    Vor der Revolution lebten die Kubaner als Leibeigene (Sklaven) keiner der halbwegs Hirn hat kann es ihm verdenken so gegen seine Gegner vorgegangen zu sein..
    Einer seiner großen Vorbilder war Atatürk,man hat in seinem Rucksack die berühmte Rede Nukut von ihm gefunden.

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