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Illyrer oder Musikanten aus dem Kaukasus?

Erstellt von Schreiber, 04.04.2009, 12:15 Uhr · 16 Antworten · 2.668 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    21.11.2006
    Beiträge
    3.795

    Illyrer oder Musikanten aus dem Kaukasus?

    Es gibt ja zwei Theorien zur Herkunft der ALBANER:

    Manche behaupten, sie seien die Nachfahren der edlen Illyrer (oder auch Üllürür, wie sie im Türkischen genannt werden). Als Beweis werden das edle und aristokratische Aussehen der reinblütigen Albaner angeführt, sowie die Tatsache, dass sie die älteste Sprache der Welt sprechen, der sich schon Kaiser Konstantin, der ebenfalls Illyrer war, bediente. Außerdem entspreche der Charakter und die Mentalität des albanischen Volkes den höchsten Ansprüchen antiker illyrischer Ethik. Ihre Gesellschaft habe auch in Zeiten höchster Not immer an den edlen alten Traditionen aus der Zeit Aljexhënders des Großen und Kaiser Konstantins (eigentlich Kaisër Kushtrim) festgehalten.

    Andere wiederum behaupten sie seien Einwanderer aus dem Kaukasus. Es wird gesagt, dass man einen Albaner in Aussehen und Verhalten nicht von einem Tschetschenen unterscheiden könnte, beide teilen dieselbe Religion, den heiligen Islam und beide sprechen dieselbe türkische Sprache (Ausländisch). Außerdem befinde sich Tschetschenien auf ähnlich hohem zivilisatorischen Niveau wie die stolze Republik e Kosoves

    Leider wird die Forschung heutzutage aus nationalistischen Gründen behindert und instrumentalisiert, was die Suche nach der Wahrheit manchmal unmöglich macht.

  2. #2
    pqrs


    Ich kann nicht mehr!

  3. #3

    Registriert seit
    28.09.2008
    Beiträge
    23.630

    Lächeln

    Zitat Zitat von Schreiber Beitrag anzeigen
    Es gibt ja zwei Theorien zur Herkunft der ALBANER:

    Manche behaupten, sie seien die Nachfahren der edlen Illyrer (oder auch Üllürür, wie sie im Türkischen genannt werden). Als Beweis werden das edle und aristokratische Aussehen der reinblütigen Albaner angeführt, sowie die Tatsache, dass sie die älteste Sprache der Welt sprechen, der sich schon Kaiser Konstantin, der ebenfalls Illyrer war, bediente. Außerdem entspreche der Charakter und die Mentalität des albanischen Volkes den höchsten Ansprüchen antiker illyrischer Ethik. Ihre Gesellschaft habe auch in Zeiten höchster Not immer an den edlen alten Traditionen aus der Zeit Aljexhënders des Großen und Kaiser Konstantins (eigentlich Kaisër Kushtrim) festgehalten.

    Andere wiederum behaupten sie seien Einwanderer aus dem Kaukasus. Es wird gesagt, dass man einen Albaner in Aussehen und Verhalten nicht von einem Tschetschenen unterscheiden könnte, beide teilen dieselbe Religion, den heiligen Islam und beide sprechen dieselbe türkische Sprache (Ausländisch). Außerdem befinde sich Tschetschenien auf ähnlich hohem zivilisatorischen Niveau wie die stolze Republik e Kosoves

    Leider wird die Forschung heutzutage aus nationalistischen Gründen behindert und instrumentalisiert, was die Suche nach der Wahrheit manchmal unmöglich macht.


    Vorzüglicher Beitrag, bietet gute Ansätze einer Diskussion.

  4. #4
    Avatar von Clint

    Registriert seit
    21.09.2008
    Beiträge
    3.112
    mit 52 Buchstaben
    Wissenschaftler haben das unbekannte Kaukasisch-Albanisch entziffert

    VON GEORG LEPPERT


    Es ist eine lustige Sprache, die Jost Gippert spricht. Der Frankfurter Wissenschaftler sagt Sätze wie: "tabala-hamatownke cowdow own asal sa yod yüw t'egn a-hanayoke ma-qan-tabake". Übersetzt heißt das: "Bis Himmel und Erde vergehen, wird nicht ein Jota, was ein Buchstabe ist, vergehen." Matthäus-Evangelium 5,18. Der Professor für vergleichende Sprachwissenschaften brauchte Jahre, um das herauszufinden.

    Kaukasisch-albanisch nennt sich die Sprache, die Gippert und sein Münchener Kollege Wolfgang Schulze entdeckt und erforscht haben. Sie umfasst 52 Buchstaben und ist damit die "umfangreichste Buchstabenschrift, die wir kennen", sagt Gippert. Wobei vier oder fünf Buchstaben offenbar so gut wie gar nicht vorkommen. Auf den 242 Seiten, die Gippert und Schulze durchgearbeitet haben, tauchen sie nicht einmal auf. Dass es sie gibt, wissen die Forscher nur, weil sie eine Alphabet-Liste gefunden haben.

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    Die Entdeckung, die Gipperts und Schulzes Arbeiten ermöglichte, stammt aus dem Jahr 1994. Im Katharinen-Kloster auf dem Sinai wurden so genannte Palimpseste entdeckt. Dabei handelt es sich um Pergamente, die mehrfach beschrieben worden waren. Um Papier zu sparen, war es vor allem im frühen Mittelalter üblich, die Beschriftung abzukratzen und das Pergament ein zweites oder drittes Mal zu verwenden.

    Vor allem die unterste Schicht war für Gippert und seine Kollegen von sehr großem Interesse. In einem Forschungsprojekt, das die Volkswagen-Stiftung mit 150 000 Euro förderte, machten sie mit modernen fotografischen Verfahren den ursprünglichen Text aus dem fünften Jahrhundert nach Christus wieder sichtbar. Sie stellten fest, dass er in vier Sprachen verfasst war: Armenisch, Georgisch, Syrisch und eben das bis jetzt unbekannte Kaukasisch-Albanisch.


    Biblische Texte


    Mit der Albanischen sprache, die auf dem Balkan gesprochen wird, hat Kaukasich-Albanisch nichts zu tun,wie Gippert und Schulze betonen. Schon die Griechen hätten zwei Völker als Albaner bezeichnet: die Bewohner des heutigen Albaniens und eben eine Gruppe im Kaukasus.

    Den wissenschaftlern ist diese Feststellung sehr wichtig, denn in einzelnen Internetforen werden ihre Erkentnise bereits umgedeutet .
    So behaupten offenbar serbische Gruppen ernsthaft, Gippert und Schulze hätten herausgefunden , dass die Albaner in Wahrheit aus dem hintersten Kaukasus stammen. ,, Das Ist unsinn , betont Wolfgang schulze

    Sechs Jahre lang gingen die Wissenschaftler Seite für Seite durch. Dass es sich vor allem um Texte aus dem neuen Testament handelte, war ihnen schnell klar - unter anderem findet sich die Hälfte des Johannes-Evangeliums auf den Palimpsesten. Doch bis sie jetzt ihre Übersetzung als Buch veröffentlichen konnten, vergingen sechs Jahre.

    Sechsmal hätten sie jede Seite gelesen, sagt Gippert. Wobei manche Texte besondere Schwierigkeiten gemacht hätten. So brauchten die Forscher viel Zeit, um eine Seite zuzuordnen, die keine Bibelstellen zum Inhalt hat, sondern eine Art Nachwort des Übersetzers ist.

    Zumindest in den Grundzügen hat Kaukasisch-Albanisch überlebt. Aus der Sprache ging Udisch hervor, das rund 4000 Menschen in Aserbaidschan sprechen.

    Quelle: Kauderwelsch mit 52 Buchstaben | Frankfurter Rundschau - Campus

  5. #5

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    09.03.2009
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    4.099
    XaXa

    Du hast die Erfindung des Pflugs vergessen

  6. #6
    Avatar von Djuka

    Registriert seit
    26.09.2005
    Beiträge
    15.917
    Zitat Zitat von Elohim Beitrag anzeigen
    XaXa

    Du hast die Erfindung des Pflugs vergessen
    Schreiber 4 President

  7. #7

    Registriert seit
    05.09.2004
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    7.890
    Diese Kaukasustheorie nervt schon einwenig.

  8. #8

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    437

  9. #9
    Avatar von Albion

    Registriert seit
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    4.614
    Bitte provokation thread closed

  10. #10

    Registriert seit
    25.06.2011
    Beiträge
    995
    Zitat Zitat von Schreiber Beitrag anzeigen
    Es gibt ja zwei Theorien zur Herkunft der ALBANER:

    Manche behaupten, sie seien die Nachfahren der edlen Illyrer (oder auch Üllürür, wie sie im Türkischen genannt werden). Als Beweis werden das edle und aristokratische Aussehen der reinblütigen Albaner angeführt, sowie die Tatsache, dass sie die älteste Sprache der Welt sprechen, der sich schon Kaiser Konstantin, der ebenfalls Illyrer war, bediente. Außerdem entspreche der Charakter und die Mentalität des albanischen Volkes den höchsten Ansprüchen antiker illyrischer Ethik. Ihre Gesellschaft habe auch in Zeiten höchster Not immer an den edlen alten Traditionen aus der Zeit Aljexhënders des Großen und Kaiser Konstantins (eigentlich Kaisër Kushtrim) festgehalten.

    Andere wiederum behaupten sie seien Einwanderer aus dem Kaukasus. Es wird gesagt, dass man einen Albaner in Aussehen und Verhalten nicht von einem Tschetschenen unterscheiden könnte, beide teilen dieselbe Religion, den heiligen Islam und beide sprechen dieselbe türkische Sprache (Ausländisch). Außerdem befinde sich Tschetschenien auf ähnlich hohem zivilisatorischen Niveau wie die stolze Republik e Kosoves

    Leider wird die Forschung heutzutage aus nationalistischen Gründen behindert und instrumentalisiert, was die Suche nach der Wahrheit manchmal unmöglich macht.
    Wenn du keinen Dachschaden hast dann weiß ich auch nicht mehr.

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