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Von den Illyrern zu den Albanern

Erstellt von Dardania, 30.07.2009, 15:10 Uhr · 341 Antworten · 32.222 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Ottoman

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    Zitat Zitat von Greekstyle Beitrag anzeigen
    Skenderbeg war Slawe? LOOOOOOOOOOOOOOOOOL
    Ja klar und Kaiser Justinian war auch Slawe und kein Illyrer, ROFL
    und du hast mundgeruch

  2. #32

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    Zitat Zitat von Greekstyle Beitrag anzeigen
    Skenderbeg war Slawe? LOOOOOOOOOOOOOOOOOL
    Ja klar und Kaiser Justinian war auch Slawe und kein Illyrer, ROFL
    GEORGJI KASTRIOT

    sein Helm, verraet einem geschultem Auge vieles....





    erst denken (bzw in deinem fall informieren), dann schreiben

  3. #33
    Avatar von Caesarion

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    Zitat Zitat von Ottoman Beitrag anzeigen
    und du hast mundgeruch
    I m not a Knoblauchtürke!

  4. #34
    Avatar von Caesarion

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    Zitat Zitat von LouWeed Beitrag anzeigen
    GEORGJI KASTRIOT

    sein Helm, verraet einem geschultem Auge vieles....






    erst denken (bzw in deinem fall informieren), dann schreiben
    Verstehe, du siehst Gespenster

  5. #35
    Avatar von AulOn

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    Institut für Ur- und Frühgeschichte,
    Universität Wien
    ORF ON Science : Otto Urban : Wissen und Bildung . Gesellschaft Die Illyrer - ein kriegerisches Bergvolk?
    Neue archäologische Funde der Eisenzeit aus Albanien Archäologische Funde der Illyrer bieten den Albanern eine Identität zwischen den griechischen und slawischen Nachbarkulturen - zu sehen im Urgeschichtsmuseum von Asparn (NÖ). Albanische Funde in Österreich
    Illyrischer Helm,
    um 500 v. Chr.
    Dem Museum für Urgeschichte des Landes Niederösterreich in Asparn an der Zaya ist es gelungen, archäologische Funde aus Albanien für eine Ausstellung nach Österreich zu bringen.

    Durch die guten Kontakte von Prof. Dr. Andreas Lippert vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien und in Zusammenarbeit mit dem Archäogischen Institut der Albanischen Akademie der Wissenschaften in Tirana ist es gelungen, mehr als 350 Originalfundstücke aus albanischen Museen im Museum für Urgeschichte in Asparn/Zaya zu zeigen.

    Sowohl das albanische Ministerium für Kultur wie die Botschafterin der Republik Albanien in Wien haben sich für das Zustandekommen der Kooperation eingesetzt. Viele Fundstücke werden das erste Mal außerhalb Albaniens gezeigt.
    Republik Albanien (www.ausserfern.at) Illyrer - gefürchtete Krieger und Seeräuber
    Illyrischer Helm,
    4. Jhdt. v. Chr.
    Die Illyrer waren gefürchtete Krieger und ihren Nachbarn, den Makedonen, über Jahrhunderte militärisch zumeist gleichwertig, manchmal sogar überlegen. So fiel Perdikkas II., König der Makedonen, im Jahr 359 v. Chr. in einer Schlacht gegen die Illyrer.

    Erst sein Nachfolger, König Philipp II. (359-336 v. Chr.), konnte den Illyrern erfolgreich Widerstand entgegensetzen. Trotz der großartigen Siege Alexander des Großen (336-323 v. Chr.) erhielt die Kultur der Illyrer ihre Eigenständigkeit.

    Die Illyrer waren nicht nur gefürchtete Krieger in Illyrien, sondern auch berüchtigte Seeräuber. So unterstellten sich 229 v. Chr. die griechischen Kolonien im adriatischen Küstengebiet und auf den vorgelagerten dalmatinischen Inseln dem Schutz Roms. Im anschließenden 1. Illyrischen Krieg 229-228 v. Chr. errichteten die Römer einen Brückenkopf an der dalmatinischen Küste. Im 2. Illyrischen Krieg (etwa 218-201 v. Chr.) gelangte dann die Region unter römische Herrschaft.
    Die Illyrer und ihre archäologischen Wurzeln

    Die Entwicklung von einem so genannten wehrhaften Hirtenvolk zu Ackerbauern wird an Hand archäologischer Funde fassbar. Im Rahmen der Ausstellung werden rund 350 Exponate des 13. bis 2. Jhdt. v. Chr. gezeigt. Im 6. Jhdt v. Chr. kam dann das Gebiet der Illyrer durch die Gründung griechischer Kolonien an der Adriaküste verstärkt in die Einflußsphäre Griechenlands. Griechische Luxuswaren wurden Prestigegüter der illyrischen Eliten.

    In den großen und reich ausgestatteten Sippengrabhügeln im Mat-Tal (Nordalbanien) oder am Ohrid-See finden sich daher auch zahlreiche griechische Importe.

    Die verstärkten griechischen Einflüsse zeigen sich aber auch besonders in der Entstehung und im Ausbau der befestigten Höhensiedlungen zu städtischen Zentralorten.

    Das Bild zeigt neben der bronzenen Speerspitze fein gearbeitete Goldbeschläge, die am Gewand im Bereich der Brust angenäht waren. Die Objekte stammen aus verschiedenen Gräbern der Spätbronzezeit (13./12. Jhdt. v. Chr.)
    Information zur Ausstellung (www.wipa.at) Reiche Grabfunde



    In der Sonderausstellung DIE ILLYRER werden mehrere reiche Sippengrabhügel, darunter das Grab des so genannten Fürsten von Belsh präsentiert. Es enthielt einen Bronzehelm, Beinschienen, Schmuck und Geschirr für eine repräsentative Festtafel sowie griechische Importstücke, vermutlich Geschenke, die im Zuge diplomatischer Beziehungen bzw. wirtschaftlicher Kontakte ausgetauscht worden sind. Die befestigte Bergstadt dieses Fürsten lag, wie Prof. Lippert bei der Führung anlässlich der Eröffnung sagte, an der Hauptverkehrsroute, die von der Adria ins nördliche Griechenland führte.

    Das Bild zeigt eine Auswahl verschiedener Prunkgräber der späten Bronzezeit bis beginnenden jüngeren Eisenzeit (13. - 4. Jhdt. v. Chr.), die als Beigaben mitgegeben worden sind.
    Die Illyrer - ein eisenzeitliches Volk im Hinterland Griechenlands
    Importgefäß aus Durres, 6. Jh. v. Chr. Die Illyrer sind, trotz ihrer räumlichen Nähe zu mediterranen Hochkulturen, recht wenig bekannt. Die Nachrichten antiker Autoren sind zumeist sehr selektiv - eigenständige Schriften sind, mit Ausnahme zumeist recht kurze Grabinschriften, nicht erhalten. So bilden als Grundlage für eine historische Interpretation, wie zumeist bei frühgeschichtlichen Kulturen, die archäologischen Funde die Hauptquelle.

    Dabei werden besonders die wirtschaftlichen Veränderungen sowie die schrittweise Übernahme griechischer Einflüsse deutlich. Diese führen nicht nur zum Import fremder Güter, sondern auch zu lokalen Imitationen und Nachahmungen. Am Ende dieses mehrere Jahrhunderte dauernden kulturellen Prozesses, der den Großteil der jüngeren Eisenzeit prägte, steht eine stark griechisch beeinflusste illyrische Stadtkultur. Es überrascht - und zeigt die starken traditionellen Kräfte - dass sich trotz dieser griechischen und späteren römischen Überprägung innerhalb der Sprache eine gewisse Eigenständigkeit zumindest im südlichen Illyrien (dem Gebiet des heutigen Albaniens und des angrenzenden Kosovo) erhalten hat.

    Eine gute und übersichtliche Zusammenschau des derzeitigen Forschungsstandes bietet ein zur Ausstellung herausgegebenes Buch "Die Illyrer", an dem österreichische wie albanische Wissenschaftler beteiligt waren. Neben der eigentlichen Geschichte wird die Kultur, Lebensweise, Wirtschaft und Sprache in eigenen Beiträgen dargestellt.
    Illyrer, Illyrien, Illyricum - ein Sprachenbabylon

    Unter Illyrien wird die Region entlang der adriatischen Ostküste verstanden, die heute etwa von Kroatien im Norden bis Albanien im Süden reicht.

    In Folge der Illyrischen Kriege gelangten große Teile Illyriens unter die Herrschaft Roms. Die Provinz Illyricum konnte allerdings erst nach den Kriegszügen von Oktavian 35-33 v. Chr. eingerichtet werden - endgültig befriedet (unterworfen) wurde dieser Raum erst 9 n. Chr. durch Tiberius. In claudischer Zeit, Mitte des 1. Jhdts. n. Chr., wurde dann die Provinz Illyricum in die Provinzen Pannonien und Dalmatien geteilt. Trotzdem wurden noch Jahrhunderte später, im 3. und 4. Jhdt. n. Chr., die bedeutenden römischen Herrscher Aurelian, Diokletian und Constantinus als "illyrische Kaiser" bezeichnet. Die Periode dieser illyrischen Kaiser, die von 249 bis 337 n. Chr. dauerte, leitete Claudius Gothicus ein.

    Auch als Zollbezirk blieb der Name Illyricum noch lange erhalten. Das portorium Illyricum umfasste beispielsweise ursprünglich Teile Norditaliens und das Hinterland der adriatischen Ostküste. Mitte des 2. Jhdts. n. Chr. wurden dann die Zollbezirke zusammengelegt, um große Wirtschaftsgebiete zur bilden. Der illyrische Zolldistrikt wurde mit dem thrakischen verschmolzen und reichte dann als publicum portorii Illyrici "von der Quelle der Donau bis zum Pontischen Meer", wie Appianus in seiner Illyrica mitteilte, das heißt dem neuen Zollraum der Illyriker gehörten die Provinzen Raetien, Noricum, Pannonien, Moesien, Dacien und natürlich Dalmatien an.

    Bild: Tonstatuete in spätarchaischem Stil, vermutlich Göttin Demeter. Apollonia, Anfang 6. Jhdt. v. Chr.

    Sonderausstellung: DIE ILLYRER,
    Archäologische Funde der Eisenzeit aus Albanien

    Im Museum für Urgeschichte des Landes Niederösterreich,
    Asparn an der Zaya,
    vom 3. April bis 28. November 2004, täglich außer Montag, von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
    Museum für Urgeschichte Museum für Urgeschichte (science.orf.at) Illyrischer Einzelfund im Leitharaum
    Mannersdorf/Lgb. Der nördlichste Fundpunkt eines typischen illyrischen Gegenstandes, einer Frauennadel, wurde im Grab 76 eines keltischen Kriegers in Mannersdorf am Leithagebirge entdeckt, wie Peter C. Ramsl im Rahmen eines FWF-Forschungsprojektes feststellen konnte. Das Grab datiert um 300 v. Chr.

    Die Hintergründe für dieses wohl persönliche Erinnerungsstück des Kelten bleiben naturgemäß im Dunkeln. Er starb, nach Aussagen der Anthropologin, im relativ hohen Alter von über 50 Jahren. Es ist unbekannt, wie lange er dieses Einzelstück getragen hat. Sie belegen allerdings eine direkte Beziehung, wohl zwischen einer Illyrerin und einem Kelten. Damit öffnet die Archäologie ein Fenster, das bisher praktisch völlig geschlossen war: Die Kontakte der Illyrer zu ihren nördlichen Nachbarn.



    Der Fund wurde im Zuge archäologischer Rettungsgrabungen des Bundesdenkmalamtes 1979 geborgen. Neben einer Lanze und einem Schwert fand sich im Grab 76 auch das zierliche Schmuckstück einer illyrischen Frau: Eine Doppelnadel mit omegaförmiger Schleife.

    Üblicherweise werden diese speziellen Nadeln mit zwei Spitzen von illyrischen Frauen getragen: Den albanischen Archäologen sind aus dem südlichen Balkanraum bereits mehr als zweihundert solcher Nadeln bekannt. Sie werden häufig in illyrischen Frauengräbern gefunden und scheinen als Haarnadeln zur Befestigung eines Schleiers gedient zu haben.
    Museum Mannersdorf am Leithagebirge (www.mannersdorf-lgb.at)

    Braunsberg Achtung, alter Forschungsstand:
    die illyrische Hallstattkultur in Österreich

    Bis etwa 1960 bezeichneten viele Sprachwissenschafter eine ältere und über weite Bereiche Kontinentaleuropas verbreitete Sprachschicht als "Illyrisch"; in der Folge bezeichneten dann die Prähistoriker oftmals die Hallstattkultur irrtümlicherweise als illyrisch. Beides ist heute nicht mehr aufrecht zu erhalten.
    Der Hinweis auf die illyrische Urbevölkerung auf einem Gedenkstein auf dem Braunsberg bei Hainburg (Bild) ist daher falsch - er soll allerdings, meines Erachtens, als Zeitzeugnis stehen bleiben.

    Eine ethnische Deutung ältereisenzeitlicher archäologischer Kulturen ist nur beim Vorliegen eindeutig lokalisierbarer historischer Volksnamen möglich. Die ehemals als "illyrisch" bezeichnete Sprachschicht wird heute von den Linguisten zumeist als "alteuropäisch" bezeichnet.
    Braunsberg (science.orf.at) Illyrische Sprache, heute

    Die illyrische Sprache gehört zu den indogermanischen Sprachen. Mit Ausnahme des albanischen Raumes wurde das Gebiet der Illyrer weitgehend romanisiert. Zum Teil wurden erst in im 19. Jhdt. diese romanischen Sprachen, insbesondere Dalmatisch, durch slawische Sprachen verdrängt.

    In der albanischen Sprache haben sich noch kennzeichnende Elemente der illyrischen Sprache erhalten. Die illyrische Sprache ist jedoch nur durch Orts- und Personennamen sowie einigen wenigen hundert kurzen Inschriften, die im heutigen Albanien und den angrenzenden Räumen bis Unteritalien gefunden worden sind, bekannt. Dennoch können sich die heutigen Albanier mit gutem Recht auf die antiken Illyrer zurückleiten.
    Danksagung

    Berichterstatter möchte Prof. Lippert sowie Kollegen Dr. Ernst Lauermann, Direktor des Urgeschichtsmuseum Asparn (Bild), und Mag. Josef Engelmann (wipa) für diverse Informationen und Bilder danken.

    Copyright der Bilder bei Aktuelles und Museum fuer Urgeschichte — content ohne Nennung der Urheber (Fotografen)
    o.Univ.Prof.Dr. Andreas Lippert Neue Literatur zu Albanien
    ALBANIEN,
    Geographie - Historische Anthropologie -
    Geschichte - Kultur - Postkommunistische Transformation

    Herausgegeben vom Öster. Ost- u. Südosteuropa-Institut
    Osthefte, Sonderband 17, Wien 2003.
    Albanien (www.peterlang.de)
    ORF ON Science : Otto Urban : Wissen und Bildung . Gesellschaft

  6. #36
    Avatar von Caesarion

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    Die Malereien auf den Vasen sind im griechischen Stil, intressant, "gut" nachbarschaftliche Wirtschaft?

  7. #37
    Avatar von AulOn

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    Zitat Zitat von LouWeed Beitrag anzeigen
    junge, mach deine augen auf, ich habe ihn nicht so bezeichnet, sondern die griken (die faelscher vom dienst)....deswegen hob i ja gschrim das i zamm brich vor lacha du doakdepp!!!

    also aufmerksamer sein beim lesen "illyrischer" nachkomme

    PS>ich behaupte die ganze zeit das GEORGJI KASTRIOT aka iskender(=alexander auf tuerkisch), wie sein vater JOVAN, seine mutter VOJISLAVA und seine ganze familie slawen waren, sein alphabet war slawisch, seine religion, sein helm ist mit slawischen buchstaben beschmueckt, ebenso mit der rose aus der makedonischen sonne etc....

    Gjergj Kastrioti, genannt Skanderbeg










    Albanischer Nationalheld
    &
    Athleta Christi



    (*um 1405 †17.01.1468 in Lezhë)

    Büste Skanderbeg
    (Foto: 2007 © by timediver®)




    Chronik
    Um 1405

    Gjergi Kastrioti wird als Sohn des Fürsten Gjon Kastrioti und dessen Ehefrau Vojsava (einer Prinzessin der Tribalda Familie, aus dem heutigen Mazedonien, bzw. aus der adligen Muzaka Familie) als vierter Sohn in Sinë, im District Dibër (Rrethi i Dibrës), im damaligen Arbëria geboren.

    1407

    Gjon Kastrioti beginnt seinen Krieg gegen die Osmanen.

    1415

    Als Zeichen seiner Unterwerfung muss Gjon Kastrioti Tribut zahlen und alle vier Söhne als Geisel an den osmanischen Hof in Edirne schicken.
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    1420

    Die Herrschaft Gjon Kastrioti reicht von Prizren im Norden bis Lezhë im Süden.
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    1423

    Gjergj wird nach einer Niederlage seines Vaters mit seinen drei Brüdern zum zweiten Mal als Geisel an den Hof des Sultans nach Adrianopel geschickt, wo er als Angehöriger des Pagenkorps zum Islam konvertiert, und den türkischen Namen Iskender annimmt.
    Gjergi wird islamisch erzogen und tritt in das osmanische Heer ein. Als Iskander (Alexander) erreicht er infolge seiner militärischen Erfolge den Generalsrang und bekommt für seine Verdienste vom Sultan den Titel Bey (Beg) verliehen.
    Als Skanderbeg (albanisch: Skënderbeu) befehligt 5.000 osmanische Reiter und nimmt bereits geheime Kontakte zu den Städten Ragusa (Dubrovnik), Venedig, König László V. von Ungarn, and Alfons I von Neapel auf...
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    1437

    Gjon Kastrioti stirbt.

    1438

    Skanderbeg Museum Krujë
    (Foto: 2007 © by timediver®)



    Kastrioti wird von Sultan Murad II. als Beg und Wali von Misia, Skuria und Jonina in seine Heimat Albanien, nach Kruje entsandt.
    Er nimmt mit Venedig, Ragusa (Dubrovnik) und Ungarn Beziehungen auf.


    Nationalmuseum Tirana
    (Foto: 2007 © by timediver®)



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    1440

    Murad II. beordert Skanderbeg nach Dibra.

    1443


    Im November nutzt Skanderbeg die Niederlage der Osmanen gegen die Ungarn unter Johannes Hunyadi (Iancu Hunedora) bei Niš, um mit 300 albanischen Landsleuten von der osmanischen Armee zu desertieren und mit ihnen nach Nordalbanien zu fliehen.
    Nach einem langen Marsch kann er am 27. November die Festung Krujë gewinnen, schwört dem Sultan und dem Propheten ab und erklärt er sich zum Rächer seiner Familie und des Landes. Seine rote Standarte mit dem doppelköpfigen Adler soll er der Überlieferung mit den pathetischen WortenIch habe Euch nicht die Freiheit gebracht, sondern hier bei Euch gefunden gehisst haben.

    Skanderbeg Museum Krujë (Foto: 2007 © by timediver®)
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    1444


    Skanderbeg baut Festungen und führt mit 20.000 Kämpern einen Guerillakrieg, bei dem er die gebirgige Landschaft Albaniens zu seinem Vorteil strategisch zu nutzen weiss.
    Er ruft alle albanischen Clanchefs in der zu Venedig gehörenden Stadt Alassio (heute: Lezhë) zusammen. Nach der Beilegung aller Zwistigkeiten, einigt man sich, als "Liga von Lezhë" vereint gegen die Osmanen zu kämpfen. Unter dem Oberbefehl Skanderbegs verfolgen die albanischen Truppen die Osmanen bis in die östlichen Regionen Albaniens um Dibër und den Ohridsee.
    In den Folgejahren bleibt Skanderbeg an der Spitze der Truppen, die zusammen kaum mehr als 10.000 Mann zählten. Venedig, Neapel und der Papst, der Skanderbeg später den Titel Athleta Christi verleiht, ünterstützen die Albaner mit Geld, Waffenlieferungen und gelegentlich auch mit Truppen.
    Mit diesem Bündniss führt Skanderbeg 18 Jahre erfolgreich Krieg gegen die Osmanen, denen es dadurch nicht gelang, sich dauerhaft in Mittel- und Nordalbanien festzusetzen. Bei Torviol vernichtete das albanische Heer unter Skanderbegs Führung im Juni erstmals ein osmanischen Heer.
    Skanderbeg Museum Krujë (Foto: 2007 © by timediver®)
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    1447

    Um den Besitz von Danja (Dagno) kommt es zum Krieg mit Venedig.

    1448

    Im Juli besiegt Skanderbeg das venezianische Söldnerheer bei Drin, dem er jedoch im Oktober angesichts der osmanischen Bedrohung Danja überlassen muss.
    Am 14. August schlägt Skanderbeg ein Heer der Osmanen nördlich von Dibra, bei Oranik. Die Osmanen scheitern an dem uneinnehmbaren Kruja und an Skanderbegs Guerillataktik, die die Versorgung des osmanischen Heeres massiv beeinträchtig und das osmanische Heer schließlich Ende Oktober zum Abzug zwingt.
    Obwohl vielfach angenommen wird, dass Skanderbeg auch an der 2. Schlacht auf dem Amselfeld (Kosovo Polje/Kosova/ Második rigómezei csata) zwischen dem 17.- 20 Oktober auf Seiten der von Johannes Hunyadi geführten Koalition gegen Sultan Murad II. teilgenommen hat, ist er niemals auf dem Schlachtfeld erschienen.
    Skanderbeg und seine Truppen waren auf dem Weg, um die ungarische Armee Hunyadis zu unterstützen, als ihnen vom serbischen Thronprätendenten Đurađ Branković der Durchzug verwehrt wurde, weil dieser Skanderbeg Unterstützung gegen die Venezianer und nicht gegen die Osmanen zugesagt hatte. Währernd der Schlacht schickte Mehmed II. Truppen mit dem Auftrag nach Albanien, Skanderbegs Armee zu binden. Obwohl Hunyadi diesmal geschlagen wurde, konnte sich Ungarn zu Lebzeiten seines Reichsverwesers und Heerführers erfolgreich gegen die Osmanen zur Wehr setzten.
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    1450


    Im Mai zieht Murad II. persönlich mit einem 150.000-Mann- Heer nach Albanien und beginnt mit der Belagerung Krujës, die Tausende von Opfern auf beiden Seiten fordern wird.
    Trotz ihrer zahlen- und waffenmäßigen Überlegenheit gelingt es des osmanischen Truppen jedoch nicht "Die Festung" (so auch der Titel des gleichnamiger Romans des albanische Schriftstellers Ismael Kandaré) einzunehmen, so dass sie wegen des Wintereinbruches den Rückzug nach Osten antreten müssen.
    timediver®'s Roman-Lesetipp
    Skanderbeg lässt eine Garnison von 1.500 Männern, unter dem Kommandio seines Leutnants Vrana Konti (Kont Urani) in der Festung Krujë zurück, um das Osmanischen Heerlager mit vornehmlich nächtlichen Attacken zu zermürben und den Nachschub des Sultans zu stören.
    Bis September sank im osmanische Lager die Moral nachhaltig und eine Seuche breitete sich aus. Murad II musste erkennen, dass die Festung Krujë wohl nicht durch Waffengewalt erobert werden konnte und hob die Belagerung auf, um sich auf den Heimweg nach Edirne zu machen.
    Im daraufolgenden Winter stirbt Sultan Murad II. in Edirne. Sein Nachfolger als Sultan wird sein Sohn Mehmed II.
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    1451

    Kloster Ardenica
    (Foto: 2007 © by timediver®)



    Um die anderen albanischen Aristokraten auf seine Seite zu ziehen, heiratet Skanderbeg Marina Donika, die Tochter des Fürsten Gjergj Arianit Komneni von Vlora und Kanina, im Kloster Ardenica und arrangiert die Heirat seiner Schwester & Mitkämpferin Mamica mit Karl Musachi Thopia.
    Am 26.3. schliesst Skanderbeg. einen Bündnisvertrag mit Alfons V. von Neapel in Gaeta und wird aus militärstrategischem Kalkül dessen Vasall.


    Skanderbeg Museum Krujë
    (Foto: 2007 © by timediver®)



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    1453

    Nach dem Fall Konstantinopels reist Skanderbeg am 29. Mai persönlich nach Neapel und erbittet Hilfstruppen und Artillerie. Albanien erhält eine kurze Verschnaufpause, während sich Mehmed II. anschickt, die restlichen byzantinischen Gebiete zu erobern. Für die Chriten des Balkans bricht damit ein neues Zeitalter an.

    1455

    Die Belagerung von Berat bedeutet das erste Kräftemessen zwischen Skanderbeg und dem neuen Sultan Mehmed II. und endet in einer verheerenden Niederlage Skanderbegs. Nachdem Skanderbeg Monate lang die Burg von Berat belagert hatte und der demoralisierte osmanische Kommandeur bereit zur Kapitulation war, zog Skanderbeg mit einem Teil seiner Truppe ab.
    Er ließ einen seiner Generäle mit der Hälfte seiner Kavalerie auf der Bank des Flusses Osam zurück, um die Belagerung zum Abschluss zu bringen. Dieser Fehler sollte ihn teuer zu stehen kommen, denn die Osmanen nutzten diesen Vorteil für einen Angriff. Sie schickten starke Kavallerieeinheiten vom Kosovo Polje als Entsatz nach Berat.
    Die Albaner fühlten sich sicher und konnten jedoch überrumpelt werden, als sie von den Osmanen am Ufer des Oram überrascht wurden. 5.000 Albanische Reiter werden massakriert. Als Skanderbeg das Schlachtfeld erreicht, ist alles vorbei und die osmanische Reiterei hat sich bereits Richtung Anatolien abgesetzt.
    Ein Grund für die Niederlage von Skanderbegs Armee war der Verrat seines Neffen Hamza Kastrioti, einem Offizier der Kavalerie, der mit anderen Albanern zu den Osmanen überlief und diesen wichtige Informationen über den Aufenthalt und die Organisation der albanischen Truppen gab.
    Hamza Kastrioti wird später von Skanderbeg persönlich auf dem Schlachtfeld gefangen genommen und in der Festung Krujë eingekerkert.
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    1456

    Skanderbegs Sohn Gjon wird geboren.

    1457

    Eine osmanische Armee von 80.000 Männern fällt mit der Hoffnung ein, den Widerstand der Albaner brechen zu können. Die Armme wird von Isa Beg Evrenoz, einem der wenigen Kommandeure, die Skanderbeg in einer Schlacht besiegt haben und dem Verräter Hamza Kastrioti, angeführt.
    Nachdem die Invasoren, die ihr Lager auf dem Ujebardha-Feld ("Weisswasser"), auf halben Wege zwischen Lezhëand Krujë errichtet haben, erheblichen Schaden anrichten konnten, kann sie Skanderbeg nach mehreren Monaten im September bei Albulen in der Nähe von Kruja entscheidend schlagen.

    1460

    Skanderbeg schließt mit Mehmed II. einen Waffenstillstand
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    1461

    Skanderbeg schließt am 22. Juni einen dreijährigen Waffenstillstand mit Sultan Mehmet II.
    In der Folgezeit kommt es jedoch zu weiteren Scharmützeln. Skanderbeg unterstützt König Ferdinand von Neapel gegen den rebellierenden Fürsten von Tarent, Giovanni Antonio Orsini, in Süditalien mit ca. 2500 Mann.
    Für seine Hilfe wird Skanderbeg zum Herzog von San Pietro im Königreich Neapel ernannt und kehrt in seine Heimat zurück. Im Vertrauen auf einen geplanten Kreuzzug kündigt Skanderbeg auf Veranlassung des Papstes den Waffenstillstand mit Mehmed II.

    1463

    Im April wird in Skopje ein weiterer Waffenstillstand geschlossen. Skanderbeg reist nach Italien, um Geld und Truppen von seinem Lehnsherrn König Alfons I. von Neapel zu erbitten. Dieser gewährt ihm nicht nur eine Pension, er schenkt ihm außerdem größerer Ländereien in Süditalien.

    1464

    Skanderbeg steht nach dem Tode Pius´ II. am 15.August den osmanischen Einfällen wieder allein gegenüber. Skanderbeg besiegt den albanischen Renegaden Ballaban Badera, der von etlichen albanischen Kommandeuren, u. a. Moisi Arianit Golemi, einem Befehlshaber der Kavallerie, unterstützt wurde.
    Der Quartiermeister von Skanderbegs Armee, Vladan Giurica, der Muzaka of Angelina, ein anderer Neffe Skanderbegs, sowie 18 andere Adlige und Hauptmänner werden von Ballaban Badera gefangen genommen, sofort nach Istanbul geschickt und dort 15 Tage lang gefoltert. Skanderbeg’s Versuche seine Leute durch einen Gefangenaustausch auszulösen schlagen fehl.

    1465

    Balaban Pascha schlägt zurück.
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    1466


    Sultan Mehmed II. kehrt mit einem Heer von 150.000 Mann zurück, um Krujë erneut zu belagern, wie sein Vater 16 Jahre zuvor. Die Stadt wird von 4.400 Mann unter dem Kommando von Prinz Tanush Topia verteidigt.
    Nach einigen Monaten muss auch Mehmet II. erkenne, dass Krujë nicht eingenommen werden kann. Schmachvoll kehrt er nach Istanbul zurück, jedoch unter Zurücklassung einer Armee von 40,000 Mann unter dem Kommando von Ballaban Pasha, der die Belagerung fortsetzen und die Burg El-basan bauen soll.
    Durrës wird das nächste Ziel des Sultans, als starke Basis gegenüber der italienischen Küste.
    Auch die zweite Belagerung von Krujë konnte von Skanderbeg gesprengt werden. Ballaban Pasha fand den Tod durch eine Schusswaffe.
    Im Dezember besucht Skanderbeg Papst Paul II. in Rom.
    Skanderbeg Museum Krujë (Foto: 2007 © by timediver®)

    1467

    Skanderbeg sucht im Januar König Ferdinand in Neapel auf und bittet diesen vergeblich um Militärhilfe. Mehmed II. übernimmt im Juli persönlich den Oberbefehl und belagert Kruja zum dritten Mal. Nach siegreichem Kampf bei Buzurschek belagerte Mehmed II. wiederum Kruja.
    Diesmal wird eine noch größere Streitmacht aufgeboten. Während ein Kontingent die Stadt belagert, strömen weitere osmanische Armeen von Bosnien, Serbien, Mazedonien und Epirus mit dem Ziel herbei, das ganze Land einzuschliessen, um Skanderbegs Nachschubwege abzuschnüren und seine Bewegungen einzuschränken. Während des Kampfes erkrankt Skanderbeg in der von Venedig kontrollierten Stadt Lezhë an Malaria.
    Unter dem Befehl von of Leke Dukagjini werden die Osmanen bei Shkodër geschlagen.
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    1468

    Am 17. Januar stirbt Skanderbeg in Lezhë und wird in der Kathedrale St. Nikolas begraben.
    Seine Gebeine sollen später angeblich von den Osmanen geraubt worden sein. Mit dem Tod Georg Kastriotas, der während seines Lebens mehrmals prakmatisch Religion und Bekenntnis gewechselt hatte,erlischt der albanische Widerstand gegen die Osmanen. Skanderbegs 12jähriger Sohn Gjon ist zu jung, um die Nachfolge des Vaters anzutreten und siedelt deshalb mit seiner Mutter und vielen seiner Landsleute ins Königreich Sizilien über, wo sie sich in Kolonien in Apulien, Kampanien, Kalabrien, den Abruzzen und auf der Insel Sizilien niederlassen. Als Arberer gelingt es ihnen bis heute ihre Kultur, Sitten, Gebräuche und Sprachen zu bewahren.

    1478

    Die vierte Belagerung von Krujë verläuft für die Osmanen erfolgreich. Demoralisiert und geschwächt aufgrund Hunger und fehlender Unterstützung während der einjährigen Belagerunsgzeit kapituliert die Festung gegenüber Mehmed II., der versprochen hatte, der Garnison einen feien Abzug zu gewähren. Als die Albaner jedoch mit ihren Familien die Festung verlassen, brechen die Osmanen ihre Zusage, töten alle Männer und versklaven Frauen und Kinder. Skanderbegs Grab und die Kirche wurden geplündert und zerstört. Die Überreste Skanderbegs wurden als Talismane mitgenommen.

    1479

    Der albanische Widerstand sollte unter der Führung von Dukagjini, ohne große Siege noch kurz andauern. Den Osmanen gelingt nach einer 15monatigen Belagerung die Eroberung der von Vendig kontrollierten Stadt Shkodër, der letzten albanischen Festung.
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    1480

    Nachdem die Osmanen die Eroberung Albaniens abgeschlossen haben, brechen sie mit eine Invasionsflotte nach Apulien auf, wo sie die Stadt Otranto erobern können.

    1501

    Nachdem albanischer Widerstand sporadisch bis 1500 andauerte, räumen die Venezianer die Stadt Durrës. Die albanische Union Skanderbegs überlebte ihren Schöpfer nicht. Ohne ihn als Anführer spalteten sich die Kräfte und wurden zerieben Es folgte ein großer Exodus der Albaner nach Süditalien, besonders in das Königreich Neapel ebenso nach Sizilien, Griechenland, Rumänien und Ägypten. Die verbliebene albanische Bevölkerung trat zum großen Teil zum Islam über. Albanien sollte bis 1912 ein Teil des Osmanischen Reiches bleiben und damit nie wieder eine ernsthafte Herausforderung für die Hohe Pforte.

    1506

    Der albanischstämmige Humanist und katholische Priester Marin Barleti (1450-1513) schreibt in Venedig mit seiner "Historia de vita et gestis Scanderbegi Epirotarum principis" die erste Skanderbeg Biographie, die in Rom gedruckt wird. Das Buch wird innerhalb kurzer Zeit mehrmals in andere Sprachen, z. B. deutsch und portugiesisch übersetzt. Bis zum heutigen Tage wird das Werk, das als albanischer Kulturschatz in der Biblioteka Kombetare in Tirana aufbewahrt wird, als Grundlage für alle Studien über Skanderbeg angesehen.
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    16. Jahrhundert

    Pierre de Ronsard (1524 – 1585) widmet Skanderbeg ein Poem.

    1718

    Am 22. Juni wird die von Antonio Vivaldi komponiert Oper "Scanderbeg" in Florenz uraufgeführt.
    François Marie Arouet (1694-1778) , genannt Voltaire sinniert darüber,dass das Byzantinische Kaiserreich nicht untergegangen wäre, wenn es einen Anführer wie Skanderbeg besessen hätte.

    19. Jahrhundert

    Der amerikanische Schriftsteller Henry Wadsfworth Longfellow (1807-1882) schreibt ein Poem über Skanderbeg.
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    1944

    In einem dunklen Kapitel der Geschichte wird der Name Skanderbegs in Verruf gebracht.
    Auf Weisung Heinrichs Himmlers wird die "21. Waffen-Gebirgs-Division" der SS aufgestellt, für die der Name Skanderbeg als zusätzliche Bezeichnung missbraucht wird. Auch Skanderbegs Helm mit dem Gamsschädel muss als Ärmelabzeichen der Uniformen herhalten. Die Angehörigen der Einheit rekrutieren sich hauptsächlich aus dem Kosovo/Kosova, das dem vor Hitlers Gnaden geschaffenen "Großalbanien" angeschlossen worden war.
    Die NS-Rassenideologie versucht, die Albaner als „Arier“ im Kampf gegen die Jugo(=süd-)slawen, vornehmlich die Serben zu instrumentalisieren, wobei sie sich Jahrhunderte alte ethnische und auch konfessionelle Gegensätze zunutze macht. So zeichnet sich die auch als "Albanische Nr. 1" genannte Einheit weniger durch die Bekämpfung der kommunistischen Partisanen Titos aus, als durch Terrorakte gegen die Zivilbevölkerung des Kosovo/Kosova und Nordmazedoniens.
    Am 28. Juli wird das Dorf Veliko zerstört und seine 380 Einwohner, darunter 120 Kinder, ermordet. Die Kommandos der Division verschleppen aus ihrem Einsatzgebiet sämtliche Juden, denen sie habhaft werden konnten zur Deportation nach Bergen Belsen, vertreiben zigtausende von Serben und begehen weitere Kriegsverbrechen.

    timediver®'s Anmerkungen:

    Während die Kollaboration mit dem Nationalsozialismus und die damit verbundene Schaffung eines kurzzeitigen "Großalbaniens" seit der Zeit Enver Hoxhas von albanischer Seite her oftmals verschwiegen, relativiert, bzw. interpretiert wird, oder andere Aspekte in den Vordergrund (Rescue in Albania) gerückt werden, dient sie serbischer Propaganda zum Herstellen einer"historischen Kontinuität" zu den Ereignissen im Zusammenhang mit dem Konflikt um Kosovo-Metohija/Kosova.
    Gleiches gilt auch für die im Herbst 1942 gegründete albanische "Balli Kombëtar (Nationale Front)". So wird die "BK" zum Beispiel einerseits im " Länderinformationsblatt des United Nations High Commissioner for Refugees (UNHCR) ", das sich einer 1989er Ausgabe der Berner Zeitung als Quelle bedient, im Kreise anderer Parteien kurz zwar als großalbanische, jedoch antikommunistische Widerstandsgruppe gegen Faschismus und Nationalsozialismus vorgestellt. Andererseits wird sie in " Wikipedia - The Free Encyclopedia", mit Berufung auf jugoslawische Quellen, als Kollaborateurin der Achsenmächste präsentiert.
    Während die französische AusgabeL’encyclopédie libre", einen kleinen Arikel über die "Partia Balli Kombëtar Shqiptar "vorweisen kann, wird diese in andersprachigen Wikipedia-Versionen, wie der italienischen " L’enciclopedia libera " zur "Elezioni legislative in Albania 2001" oder in "Die Freie Enzyklopädie "im Artikel zur albanischen Geschichte nur kurz erwähnt. Die albanische " Enciklopedia e Lirë " bietet indessen überhaupt keinen eigenständigen Artikel über die "Balli Kombëtar". (Stand: 06.05.2007)
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    1953


    Der Regisseur Sergei Jutkewitsch stellt seinen 120minütigen Film "Velikiy voin Albanii Skanderbeg" mit Akahi Khorawa, Besa Imami, Adivie Alibali in den Hauptrollen als sowjetisch/albanische Coproduktion fertig.

    Der pathetische Film wird heute in einer auf 92 Minuten gekürzten Version von der Firma Icestorm vertrieben.


    2002

    Der albanischstämmigen Bevölkerung Italiens (Arbëreshë) gehören etwa 102.000 Menschen an. Ihre Kirche mit orthodoxem Ritus (Eparchia di Piana degli Albanesi ) ist mit Rom uniert, ihren Priestern ist nach einem Dekret Papst Pauls VI. die Heirat erlaubt.













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    2007


    Von der Grabeskirche Skanderbegs sind heute nur noch wenige Mauerreste zu sehen.

    Die Originale des Helmes(mit Gamsschädel) und des Schwertes von Skanderbeg
    befinden sich im Kunsthistorischen Museum in Wien.

    2008


    Der Schausteller und Hochstapler Otto Witte regierte im Februar 1913 angeblich als König Otto I. fünf Tage das Land. Eine balkanische Köpenickiade, die 2008 mit dem Goldenen Lorbeer des vom Autorenkreis historischer Roman - Quo Vadis - verliehenen "Sir Walter Scott Preis" ausgezeichnet wurde.

    timediver's Roman-Lesetipp




    Skanderbeg ist der Nationalheld aller Albaner, unabhängig von deren Konfession.

    Seine Fahne mit dem Doppeladler auf roten Grund weht als eine der ältesten Nationalflaggen Europas noch heute.









    Slawe ? Hhahuhahihou, in 100 Jahren behauptet ihr bestimmt, dass Adem Jashari slawe oder Grieche war.

  8. #38

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    Zitat Zitat von Greekstyle Beitrag anzeigen
    Die Malereien auf den Vasen sind im griechischen Stil, intressant, "gut" nachbarschaftliche Wirtschaft?
    Kultureller Austausch so wie der Handel sind wohl kaum von Nachbarn zu trennen.

    Die alten Griechen haben die halbe Welt beeinflusst, warum sollten gerade die Nachbarn da ausbleiben

  9. #39
    Avatar von AulOn

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    Zitat Zitat von Greekstyle Beitrag anzeigen
    Die Malereien auf den Vasen sind im griechischen Stil, intressant, "gut" nachbarschaftliche Wirtschaft?


    Illyrier und Hellenen haben sehr vieles gemeinsam, bloss supporten die Griechen heutzutage lieber slawische Immigranten



  10. #40

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    Zitat von sonja1612c
    Die mit Ihrer Illyrerpropaganda!
    Hier schreiben internationale Historiker (und NICHT ALBANISCHE) über die entstehung der Albaner°!!!!

    Für Aufsehen innerhalb der Albanienwissenschaft sorgt das in jüngster Zeit
    erschienene Werk des Freiburger Historikers Gottfried Schramm25, der nach
    Jahrzehnten der Funkstille unverhofft mit einer neuen Theorie in der "albanischen
    Frage" aufwartet, indem er sich gegen die Autochthonie und das Illyrertumder Albaner
    ausspricht und ihre Einwanderung aus der Mitte der Balkanhalbinsel in ihre heutigen
    Wohnsitze vermutlich zu Beginn des 9. Jahrhunderts mit philologisch-historischen
    Mitteln zu beweisen versucht. Seine Hypothese setzt sich aus einer langen Folge von
    Einzelbehauptungen zusammen, die sich großteils auf sprachhistorische Indizien
    stützen.
    Bei den Vorfahren der heutigen Albaner handle es sich um jene im Gebirge lebenden
    thrakischen Ethnien, die die Griechen und Römer seit der Kaiserzeit unter dem
    Sammelnamen "Bessen" zusammenfaßten.26 Der ursprüngliche Stamm, der den Namen
    gab, hatte seine Heimat im Quellgebiet der Marica, nahe des höchsten Berges Musala.
    Das Siedlungsgebiet aller später unter diesem Namen zusammengefaßten
    Hirtenstämme war die zentrale balkanische Gebirgsgruppe, d.h. die westliche
    Balkankette, die Rila, die westlichen Rhodopen und das Piringebirge, also im großen
    und ganzen die von Kaiser Aurelian in den siebziger Jahren des 3. Jh.s errichtete röm.
    und Gegenwart des balkanischen Patriarchats. Wien,
    Köln, Weimar: Böhlau 1992, S. 130.

    24
    Ebda, S. 134 u.
    Vinski: Autochthone Kulturelemente, S. 189.
    25


    Gottfried Schramm: Anfänge des albanischen
    Christentums. Die frühe Bekehrung der Bessen und ihre
    langen Folgen. 1. Aufl..
    Freiburg i. Breisgau: Rombach 1994.
    (= Rombach Wissenschaft: Reihe Historiae; Bd. 4).
    26


    Zu den Bessen siehe
    Wilhelm Tomaschek: Über Brumalia und Rosalia nebst
    Bemerkungen über den bessischen Volksstamm.
    In: Sitzungsberichte der K. u. K. Akademie der
    Wissenschaften Wien, phil. hist. Kl. 60 (186, 2. H.,
    S. 351-404;
    Christo Danov: Altthrakien.
    Berlin: 1976.
    PDF Creator - PDF4Free v2.0 PDF Bean Inc. - PDF Creator, PDF Writer and PDF Converter
    9
    Provinz Dacia mediterranea.27 Die Christianisierung der Bessen erfolgte bereits in der
    zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts durch den in der Stadt Remesiana ansässigen Bischof
    Niceta.28 In der Folge erbauten die Bessen eigene Klöster, stellten eigene Mönche als
    Missionare und sollen sogar eine eigene Kirchensprache gehabt haben. Aufgrund der
    slawischen Landnahme im 6. und 7. Jahrhundert floh die romanische Bevölkerung aus
    den Städten ins umliegende Gebirge, wo sie mit den dort wohnenden Bessen eine
    Symbiose eingingen, von der sprachliche Übereinstimmungen des Albanischen und
    Rumänischen zeugen würden, und von ihnen die transhumane Weidewirtschaft
    übernahmen.29 In den nächsten Jahrhunderten sei es nur zu einer teilweisen slawischen
    Assimilierung der Bessen gekommen. Am Anfang des 9. Jahrhunderts seien sie der
    Christenverfolgung durch die heidnischen Bulgaren ausgesetzt gewesen, was
    denjenigen Teil der Bessen nach dem Friedensvertrag 816/17 zw. Byzanz u. Bulgaren
    zur Abwanderung nach Westen bewogen haben soll, der wahrscheinlich nur westlich
    der Gipfelkette wohnte.30 Den Bessen sei das Bergland Arbanon zwischen den Flüssen
    Shkumbi und Mati zur Absicherung der byzantinischen Küstenfestung Dyrrachion
    gegen bulg. Angriffe vom Osten zugewiesen worden. Die Zuwanderer hätten den
    Namen "Arbaniten" bekommen und seien durch den griechisch-orthodoxen Bischof in
    Kruja betreut worden, weshalb die bessische Lithurgie eine Gräzisierung erfahren
    hätte.31 Die im zentralen Balkangebirge zurückgebliebenen Bessen hingegen seien
    irgendwann slawisiert worden.
    Schramm zeichnet sich durch die historische Auswertung des philologischen
    Materials, in diesem Fall der Lehnortsnamen, für die Erhellung der quellenarmen
    Abschnitte der Spätantike und des Frühmittelalters aus. Er bringtmehrere philologische
    Belege dafür, daß die Albaner in ihrem heutigen Siedlungsgebiet nicht autochthon sein können. Indem er sprachwissenschaftliche Vergleiche anführt, zeigt er auf, daß das Albanische schon vor der Berührung mit dem Lateinischen eine Satemsprache gewesen sein müsse, d.h. daß es nicht die Tochtersprache des kentumsprachlichen Illyrisch sein könne. Die insgesamt rund 30 bis heute als sicher geltenden altgriechischen Lehnwörter imAlbanischen würden nicht ausreichen, umeine jahrhundertelange Nachbarschaft der
    Uralbaner - in diesem Fall wären sie Illyrer - mit den hellenischen Stadtgründungen zu beweisen.32 Außerdem lasse das Albanisch gotische Lehnwörter vermissen, obwohl die Goten 130 Jahre lang an der nordalbanischen Küste geherrscht haben. Weiters greift er auf das schon von Weigand angeführte Argument zurück, daß die albanische

    27
    Schachmatt:



    Das ist Uni Stoff


    Forschungen zur alb. Frühgeschichte

    I. Stand, Aufgaben und Bedeutung der geschichtlichen Forschungen in Albanien

    II. Die Geschichte der „albanischen Frage“.


    "In den letzten Jahrzehnten wurde die albanische Frage vor allem im Zusammenhang mit der rumänischen Frage erörtert. Auf Grund der zwischen der albanischen und der rumänischen Sprache bestehenden Verwandtschaft und der Lehnwortbeziehungen glaubte man, für beide Völker eine gemeinsame ursprüngliche Heimat annehmen zu müssen, die man bald im Norden, bald im Süden der Donau suchte. So stellte der rumänische Linguist HADEU, der die Heimat des rumänischen Volkes im Norden der Donau annahm, zur Erklärung der engen Sprachverwandtschaft zwischen Albanisch und Rumänisch die Ansicht auf,die Albaner seien Nachkommen dakischer Stämme, die nach Illyrien und Mösien, dann nach dem Hämus und schließlich in ihre heutigen Sitze eingewandert seien.
    Eine ähnliche Ansicht wurde von PUSCARIU und PARVAN geäußert. Danach sind die Albaner zwischen dem 3. und 6. Jh. n. Chr. als Vortrupp der slavischen Völkerwanderung von Nordosten durch Siebenbürgen nach Südwesten gezogen und haben sich unbemerkt nach und nach als Wanderhirten in das Reichsgebiet südlich der Donau eingeschoben. Die nur allgemein angedeuteten Gründe für diese Annahme liefern jedoch keinen Beweis. Gegen die Annahme einer so späten Einwanderung spricht vor allem entscheidend die Tiefe des Romanisierungseinflusses, den das Albanische aufweist. Diese Theorie ist nur ein Ausweg, um die rumänische Kontinuität in Dakien auch in Anbetracht der nahen albanisch-rumänischen Sprachverwandtschaft verfechten zu können. Solange jedoch Dakien nicht mit Sicherheit als Heimat der Rumänen erwiesen ist, muss diese Schlussfolgerung als unbegründet gelten. Man könnte die bestehenden sprachlichen Übereinstimmungen ebenso gut dadurch erklären, dass man, wie dies mit überzeugenden Gründen die Mehrzahl der Forscher tut, die Heimat der Rumänen in den römischen Provinzen südlich der Donau sucht."


    bumbum

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