Jakup Ferri erhält „Kunstpreis Europas Zukunft“


Jakup Ferri erhält heute in Leipzig den „Kunstpreis Europas Zukunft“. Die mit 5.000 Euro dotierte Auszeichnung ist als Nachwuchspreis für junge Künstler aus Osteuropa gedacht und wird heuer zum dritten Mal vergeben. Der 1981 in Prishtina geborene Videokünstler und Maler hat sich gegen 16 Mitbewerber durchgesetzt. Die Jury sprach Ferri die Fähigkeit zu, mit reduzierten Ausdrucksmitteln Aspekte des Alltags darzustellen. Ferri, der bis 2004 an der Kunstakademie in Prishtina studierte, greift soziale und gesellschaftliche Konflikte seines Heimatlandes aber auch philosophische und kunsttheoretische Fragen auf, die er in seinen Filmen nicht ohne Ironie und Witz erzählt. Bisher war Ferri an verschiedenen Gruppenausstellungen, unter anderem 2003 in der Kasseler Schau „In den Schluchten des Balkan oder 2005 bei der Istanbul Biennale, beteiligt. In diesem Jahr veranstaltete der „Artist Space“ in New York seine erste Einzelausstellung.

Der in Leipzig ansässige IT-Dienstleister „alpha 2000“ hat 2004 den „Kunstpreis Europas Zukunft“ zur Förderung junger Künstler aus Ost-, Nordost- und Südosteuropa ausgelobt. Gemeinsam mit der Galerie für Zeitgenössische Kunst wurde eine fachkompetente Auswahljury berufen, der Beatrice von Bismarck, Prorektorin Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, die Kunsthistorikerin Brigitte Oetker, Barbara Steiner, Direktorin Galerie für Zeitgenössische Kunst Leipzig, René Block, Leiter der Kunsthalle Fridericianum in Kassel, Bernd Radestock, Geschäftsführer Leipziger Volkszeitung, Matthias Brühl, Geschäftsführer von „alpha 2000“, und Kristina Leko, Künstlerin und die erste Preisträgerin, angehören. Im Jahr 2004 ging die Auszeichnung erstmals an die 1966 in Zagreb geborene, mit gesellschafts- und sozialkritischen Projekten arbeitende Leko, 2005 an den 1974 in Wadowice geborenen, polnischen Maler Rafal Bujnowski.

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