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Jugoslavija -Yugoslavia - YU -Jugoslawien

Erstellt von Cobra, 11.07.2010, 15:06 Uhr · 1.711 Antworten · 63.220 Aufrufe

  1. #531
    Avatar von Cobra

    Registriert seit
    08.06.2009
    Beiträge
    63.925
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Ok, du bist also auch nicht an einer konstruktiven Diskussion interessiert. Du musst sofort User hier persönlich beleidigen und du lässt keine andere Meinungen zu. Naja, das kennt man ja von dir. Wer eben keine Argumente hat und bei dem die Meinung auf Lügen und Geschichtsrevisionismus aufgebaut ist, der hats halt nicht so einfach was.
    Od vardara pa to triglava...
    Gibt es eigentlich für dich spezialkondome?
    Konstruktive Diskussion? Guter Witz...
    Dazu müsste man deine Gehirnwäsche rückgängig machen was nicht möglich ist

  2. #532
    Avatar von Grdelin

    Registriert seit
    10.11.2006
    Beiträge
    20.328
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Grdelinu jeba te led
    Zitier den ganzen scheiß doch nicht auch noch.

    Zu deiner Frage...CIA, Vatikan und die BRD haben mit den USA Milosevic ausgebildet und da eingeschleust.
    Ein Schläferagent sozusagen der auf geheimen Befehl aktiviert wurde. Sobald er die Worte "niko nesme da vas bije" hörte, wurde sein Amoklauf pogrammiert.

    Der CIA Agent den die verfaulte Melone hier kopiert hat, war es der für Slobo die Texte schrieb.

    Und so kam es wie es kommen musste, der Westen und der Papst persönlich, zerstörten Jugoslawien.

    Wenn Tito das wüsste, der würde seinen dicken verfaulten Körper im Grabe umdrehen

    Das hab ich schon mal gehört, schön dass du es bestätigst.

  3. #533

    Registriert seit
    19.09.2013
    Beiträge
    10.420
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Od vardara pa to triglava...
    Gibt es eigentlich für dich spezialkondome?
    Konstruktive Diskussion? Guter Witz...
    Dazu müsste man deine Gehirnwäsche rückgängig machen was nicht möglich ist
    Wieder keine Argumente. Kein Interesse an einer konstruktiven Diskussion. Und wieder nur Beleidigungen.

  4. #534
    Avatar von daro

    Registriert seit
    15.07.2015
    Beiträge
    10.093
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    VT ? Wenn du meinst. Es soll sogar Leute geben , die glauben, das eine Banane eine Gurke sei.

    Darum geht es mir nicht. Es geht mir um die Wahrheit und um Aufarbeitung. Bitte akzeptiere dies.
    Falls du an einer konstruktiven Diskussion interessiert bist, so bist du herzlich eingeladen.
    Lubenica wie soll ein Land funktionieren wo sich in Beiden Weltkriegen die ganze Nation gegenseitig abgeschlachtet hat.

    Die Ustaschas, die Cetniks, die Partisanen, die Partisanen die Kehrtwendung gemacht haben.
    Merkst es ja im Forum, da gibt es nicht über Verschwörungstheorien zu erzählen, auch wenn das Feuer zu zerstörung von USA gelegt worden ist, leichtentzündliche Stoffe brennen schnell.

  5. #535
    Avatar von DZEKO

    Registriert seit
    09.08.2009
    Beiträge
    54.861
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    "Der Staat Jugoslawien stand dem strategischen Entwurf der USA im Wege"

    Ramon Schack 24.02.2016
    Ex-CIA-Agent Robert Baer über die Strategien der CIA während des Jugoslawien-Krieges

    Robert Baer hat 20 Jahre lang für den US-Geheimdienst CIA gearbeitet und war für diesen in Ländern wie dem Libanon, dem Irak, in Tadschikistan, in Marokko und im ehemaligen Jugoslawien tätigt. 1997 verließ er den Geheimdienst und berichtete seitdem in Büchern und als Autor in Zeitungen über die US-Außenpolitik, Spionage und die Arbeit der Geheimdienste, die er zunehmend kritisch betrachtete. Er schilderte den Niedergang der CIA, die seiner Ansicht nach falsche Haltung gegenüber Saudi-Arabien und dem Iran. In dem Buch "Secrets oft he White House", das demnächst erscheinen soll, geht darum, welche Interessen die USA in Ex-Jugoslawien bis hin zum Kosovo-Krieg verfolgten.
    In Ihrem neuen Buch "Secrets of the White House" werfen Sie dem CIA vor, den Zerfall Jugoslawiens in den 1990er Jahren massiv unterstützt zu haben. Was war das strategische Ziel des US-Geheimdienstes, diesen Staatszerfall zu beschleunigen, der zu Krieg und Bürgerkrieg führte und hunderttausende Opfer forderte?

    Robert Baer: Das Ziel war es, den Staat Jugoslawien als geopolitischen Machtfaktor auszuschalten. Versetzen wir uns einmal in jene Zeit zurück, vor rund einem Vierteljahrhundert. Die Sowjetunion zerbrach, ebenso die Tschechoslowakei, Deutschland wurde vereinigt, das Warschauer Pakt löste sich auf, die geopolitische Landschaft, welche nach dem 2. Weltkrieg entstanden war, hatte über Nacht aufgehört zu existieren.
    In Washington hatte man damals das Ziel, gemäß der Fehlanalysen Fukuyamas, die Chancen zu nutzen, um dauerhaft westliche Vorstellungen von der Welt nicht nur in Europa zu installieren, also der ganz große Abwasch, um zukünftig das Entstehen eines gegnerischen Machtfaktors, wie es die UdSSR einst war, dauerhaft zu verhindern.
    Und was hat das mit Jugoslawien zu tun?

    Robert Baer: Der Staat Jugoslawien stand diesem strategischen Entwurf im Wege. Immerhin war es ein Staat mit einigem Gewicht und einigem Prestige, sowie mit einer der stärksten Armeen Europas.

    Das zerstörte Sarajewo im März 1996. Bild: DoD

    Klingt das nicht etwas nach einer antiamerikanischen Verschwörungstheorie?

    Robert Baer: Nicht wenn man selbst dabei war so wie ich seit Januar 1991, als ich in Bosnien eintraf, im Auftrage des CIA.
    Was war Ihr damaliges Aufgabengebiet?

    Robert Baer: Wir hatten die Aufgabe, eine angebliche serbische Terrorzelle zu überwachen, gegebenenfalls auszuschalten, die das Ziel hatte, die bosnischen Pläne zur Unabhängigkeit zu sabotieren.
    Wieso sagen Sie "angebliche Terrorzelle"?

    Robert Baer: Nun, weil es diese Gruppierung,"Surpreme Serbia" wurde sie übrigens genannt, überhaupt nicht gab. Unsere Anwesenheit vor Ort diente nur dazu, die politische Klasse Bosniens zu verunsichern und deren Weg zur Unabhängigkeit zu beschleunigen. Nach 2 Wochen wurde die Aktion abgeblasen, ich selbst wurde dann nach Slowenien mit dem Ziel versetzt, dort die Entwicklung zur Unabhängigkeit voranzutreiben.
    1991 mündete der Zerfallsprozess in einen offenem Krieg, der viele Jahre andauern sollte. Kamen Ihnen persönlich damals Zweifel, was die moralische Rechtfertigung anging?

    Robert Baer: Zweifel hat jeder Agent. Aber die Tätigkeit als Mitarbeiter eines der führenden Geheimdienste der Welt eignet sich nicht besonders gut dazu, moralische Reflexionen anzustellen. Je mehr wir aber über die Geschichte Jugoslawiens erfuhren, umso größer wurden die Zweifel. Besonders die Tatsache, Serbien alleine als den größten Kriegsverbrecher sowohl im historischen Kontext, wie auch in dem aktuellen Krieg von damals darzustellen, entsprach nie den Realitäten.
    "Wir schmierten Politiker und Generäle, Publizisten und Polizisten"

    Welche Rolle spielte Geld, bei diesen Operationen?

    Robert Baer: Eine ausschlaggebende Rolle. Wir schmierten Politiker und Generäle, Publizisten und Polizisten.
    Welche?

    Robert Baer: Die führenden Politiker der damaligen Teilrepubliken zum Beispiel.
    Kommen wir auf die Situation im Kosovo zu sprechen. Gehen Sie davon aus, dass mit der Abspaltung Kosovos von Serbien der Zerfallsprozess Jugoslawiens beendet ist?

    Robert Baer: Das hängt davon ab, wie sich die innenpolitische Lage Kosovos entwickelt. Der Zerfallsprozess, von dem Sie sprachen, also im klassischen Sinne, ist sicherlich vorbei. Mich würde es aber nicht wundern, wenn die Albaner bald auch albanische Gebiete in den Nachbarstaaten beanspruchen würden, also in Serbien und Mazedonien.
    Der damalige deutsche Außenminister Fischer sprach von einem drohenden Ausschwitz, womit er die westliche Intervention damals moralisch zu rechtfertigen gedachte.

    Robert Baer: Als deutscher Politiker hätte er eigentlich über ein gewisses historisches Gespür verfügen sollen bezüglich solcher unsachlichen Vergleiche. Es gab zwei strategische Gründe für ein unabhängiges Kosovo. Wegen der mineralischen und natürlichen Ressourcen und natürlich wegen der geplanten Errichtung von Bondsteel, dem Militärstützpunkt, mitten im Herzen Südost-Europas.
    Viele Kosovaren sind aber heute noch dankbar für die westliche Intervention von damals.

    Robert Baer: Ich würde eher behaupten, sie waren es. Denn bis heute hat sich die ökonomische Lage nicht verbessert. Die Menschen fliehen doch aus dem Land. Der Staat ist nicht lebensfähig.
    Ich möchte kurz über Ihre Motivation sprechen, was Ihre publizistische Arbeit angeht, seitdem Sie aus dem CIA ausgeschieden sind. Möchten Sie das Ansehen der USA beschädigen?

    Robert Baer: Im Gegenteil, ich bin ein amerikanischer Patriot, der sich Sorgen macht über diese desaströse Politik der letzten Jahrzehnte, speziell seit dem Ende des Kalten Krieges, die das Ansehen der USA weltweit sinken lassen.
    Gehen Sie davon aus, dass auch bei anderen geopolitischen Krisen der jüngsten Zeit ähnliche Maßnahmen zur Anwendung kamen?

    Robert Baer: Mit Sicherheit. Allerdings möchte ich betonen, dass natürlich andere Mächte ähnliche Praktiken verwenden, je nach den jeweiligen Möglichkeiten.
    Kurt Gritsch
    Nie wieder Krieg (ohne uns)!
    Die Rolle von Grünen, Linken und Medien im Kosovo-Krieg
    Als eBook bei Telepolis erschienen

    "Der Staat Jugoslawien stand dem strategischen Entwurf der USA im Wege" | Telepolis

    - - - Aktualisiert - - -

    NATO-Standardverfahren zur Zerstörung von Nationen


    " Gehen Sie davon aus, dass auch bei anderen geopolitischen Krisen der jüngsten
    Zeit ähnliche Maßnahmen zur Anwendung kamen? "

    Zu den wertewestlichen Standardmaßnahmen zur Zerstörung von Nationen
    gehören neben den üblichen IWF-Diktaten
    ( http://www.trend.infopartisan.net/trd0900/t400900.html )
    das Anheuern von Nazis und/oder Islamisten, Völkermord und
    False-Flag-Massaker. Diese kamen im Krieg der NATO gegen Jugoslawien
    als auch gegen Syrien, Libyen und die Ukraine zur Anwendung und
    werden auch in zukünftigen NATO-Aggressionen wieder zur Anwendung
    kommen, wenn die NATO-Warlords nicht gestoppt werden.

    Der Bundesnazidienst protegierte die Ustascha seit den 60ern:


    Kohl fordert offen die Zerschlagung Jugoslawiens:
    http://www.liveleak.com/ll_embed?f=cb5512c7152e

    Kohl trifft sich mit Ustaschaführer und Massenmörder Tudjman:
    http://www.tagesschau.de/multimedia/...wanzig486.html (ab
    10:40)

    "800 Millionen Mark für einen Bürgerkrieg"
    http://www.heise.de/tp/r4/artikel/15/15356/1.html

    "Neo-Nazis in Croatian army 1992"


    http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-13682359.html

    "Operation Storm"
    http://www.liveleak.com/ll_embed?f=62858db83310

    Aus dem Geständnis eines Ustaschafaschisten in der kroatischen
    Presse:
    "It was enough to be a Serb in Gospic to mean that you did not exist
    anymore. Our unit liquidated some 90 to 100 people in less than a
    month there."

    http://digilander.libero.it/lajugosl...CS/bajeng.html

    "Since 1991, the Croatian authorities have blown up or razed 10,000
    houses, mostly of Serbs, but also houses of Croats," Mr. Cicak, who
    is cataloguing the abuses, said in an interview. "In some cases they
    dynamited homes with the families inside. Whole families were killed.
    Many were wounded."

    http://emperors-clothes.com/archive/dynamited.htm

    Der UN-Vermittler Vance nannte den Jugoslawienkrieg wegen der
    kriegstreiberischen und revanchistischen BRD-Politik "Mr. Genscher's
    war".

    > http://www.heise.de/tp/foren/S-UN-Ve...25833610/read/

    "In einer Besprechung hochrangiger Osteuropa-Experten im Auswärtigen
    Amt im Dezember 91 war die Rede davon, dass Chaos und Krise die
    angemessenen Formen der Veränderung und Überwindung seien. Chaos und
    Krise werden hier als "schöpferische Kraft" angesehen, die die
    territorialen Strukturen Osteuropas zum Einsturz bringt."
    https://web.archive.org/web/20080412....net/gib/reade
    r/warum-dieser-krieg.html

    Heute kämpfen die Ustaschafaschisten wieder auf der Seite der NATO,
    um die westlichen Werte durchzusetzen:
    "Söldner und Veteranen
    Kroatische Freiwillige kämpfen auf seiten des neofaschistischen
    »Asow-Bataillons« in der Ukraine. Die Regierung in Zagreb hat kein
    Problem damit.
    ...
    Am 11. Februar kam in der Nachrichtensendung des staatlichen Senders
    HRT einer der kroatischen Kämpfer des Asow-Bataillons zu Wort. Ivo
    Dumancic soll bis vor kurzem für die Taktikschulung der kroatischen
    Artillerie verantwortlich gewesen sein. Als Veteran des
    »Heimatkriegs« habe er sich nun entschlossen, »dem ukrainischen Volk
    zu helfen«. Über »soziale Netzwerke« sei er in Kontakt mit
    Gleichgesinnten gekommen. Nach einer Sitzung in Zagreb habe man sich
    darauf verständigt, in das Kriegsgebiet zu fahren. Dort sind Kämpfer
    wie er vor allem wegen ihrer militärischen Erfahrungen im
    Guerillakrieg gefragt. Sie werden vor allem bei der Ausbildung
    eingesetzt."

    https://web.archive.org/web/20150319...jungewelt.de/2
    015/02-25/022.php
    Foto:
    http://3.bp.blogspot.com/-zD9KtumfyZ...AAAByc/h4X-AhY
    dJ30/s1600/Hrvati-Azov.jpg

    "Nützliche Faschisten"
    https://web.archive.org/web/20140130...n-foreign-poli
    cy.com/de/fulltext/58787

    "Up to 6000-strong, the Handzar division glories in a fascist
    culture. They see themselves as the heirs of the SS Handzar division,
    formed by Bosnian Muslims in 1943 to fight for the Nazis. Their
    spiritual model was Mohammed Amin al-Husseini, the Grand Mufti of
    Jerusalem who sided with Hitler."
    http://emperors-clothes.com/archive/tele.htm

    US-Botschafter Peter Galbraith über die Unterstützung
    der islamistischen Terroristen im Krieg gegen Jugoslawien:
    "Exclusive: U.S. Policy on Bosnia Arms Trafficking"



    "Osamagate"
    http://www.heise.de/tp/artikel/9/9768/1.html

    "The Hidden Army Of Islam in Europe"


    False-Flag-Massaker beim Balkankrieg:
    "Massaker auf Bestellung
    ...
    Hierzu diente u.a. das sogenannte "Brotschlangenmassaker" vom 27. Mai
    1992, bei dem angeblich serbisches Artilleriefeuer mindestens 20
    Menschen auf einem Markt in Sarajevo tötete. Drei Tage später
    beschloss der UNO-Sicherheitsrat ein Embargo gegen Jugoslawien.
    Anschließend auftauchende Zweifel bezüglich der Täter, nämlich die
    zufällige?! Anwesenheit eines bosnischen Fernsehteams, die Tatsache,
    dass es sich bei den Toten überwiegend um Serben handelte, nicht
    vorhandene Granateinschläge usw. änderten nichts an der
    internationalen Isolation Jugoslawiens."

    http://archiv.nostate.net/gib.squat....-auf-bestellun
    g.html

    "Self-Inflicted Atrocities"
    http://web.archive.org/web/201102040...nate.gov/relea
    ses/1997/iran.htm

    "Canadian (UN) soldier testimonies from book : The Sharp End"
    ...
    Bosnians murdered their own people in well-staged attacks for PR
    reasons"
    > http://web.archive.org/web/200212031...u/wctu02.shtml

    "Jugoslawienkrieg 1999 - NATO-Bomben auf Chemieanlagen"


    - - - Aktualisiert - - -

    http://web.archive.org/web/201102061.../1997/iran.htm

    - - - Aktualisiert - - -



    - - - Aktualisiert - - -



    http://www.liveleak.com/ll_embed?f=cb5512c7152e
    Interessant.
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Hier Grdelin, einfach zur Anregung.


    Die Raubzüge des IWF in Europa

    20. Februar 2015
    Hinter der ehrenwerten Fassade einer international hilfreichen Finanzorganisation arbeitet der IWF als ein Interessen-Instrument des internationalen Finanzkapitals zur Maximierung der Profite. Seine Mittel sind die Mechanismen der Kreditwirtschaft. Ist ein Land durch großzügige Kredite der Banken in finanzielle Schwierigkeiten gelockt, so dass es auf dem Finanzmarkt keinen Kredit mehr erhält, ist der IWF als „Kreditgeber letzter Instanz“ zur Stelle und erzwingt rigorose Spardiktate um den Schuldendienst für sich und die internationalen Banken aufrecht zu erhalten. (vgl. Der Internationale Währungsfonds). Das Land befindet sich im gnadenlosen Würgegriff der US-Hochfinanz, durch die die arbeitende Bevölkerung buchstäblich bis aufs Blut ausgenommen wird. Und der Staat verliert seine finanzielle, wirtschaftliche und politische Selbständigkeit – das Ziel, das letztlich dahinter steht. Weltherrschaft besteht heute weniger in militärischer als in finanzkapitalistischer Unterjochung durch das Instrument der Kredit-Schulden-Spirale, die derart abgesichert wird, dass es aus ihr kein Entkommen geben soll.
    Den Raubzügen des IWF ist Ernst Wolf in seinem verdienstvollen Buch „Weltmacht IWF“ detailliert nachgegangen. Wesentliche Züge daraus sollen hier in Bezug auf die Wirksamkeit des IWF in Europa nachgezeichnet werden.
    Jugoslawien
    Ein besonders dunkles Kapitel ist die Arbeit des IWF im ehemaligen Jugoslawien in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts. Jugoslawien hatte 1948 mit der Sowjetunion gebrochen, sich vom Ostblock abgewandt und einen eigenen Weg zwischen Sozialismus und Kapitalismus eingeschlagen. „Für die USA spielte Jugoslawien wegen seiner strategischen Lage am Rande des ölreichen Nahen Ostens und im Rahmen der Strategie der ´Eindämmung` des sowjetischen Einflusses als Front- und Pufferstaat eine so wichtige Rolle, dass sie dem Land die Mitgliedschaft im IWF gewährten und dafür sorgten, dass amerikanische Banken es durch großzügige Kredite unterstützten. In der Zeit des Nachkriegsbooms erlebte die jugoslawische Wirtschaft deshalb einen kräftigen Aufschwung.“1
    Von 1966 bis 1979 wuchs die Industrieproduktion um durchschnittlich 7,1 % pro Jahr. Da die Produkte im Westen aber nur bedingt konkurrenzfähig waren, flossen zur Schuldentilgung zu wenige Devisen ins Land zurück. Die Auslandsverschuldung stieg daher zwischen 1966 und 1980 von 1,4 auf fast 20 Mrd. US-Dollar und damit auf ein Viertel des Nationaleinkommens an.2 „Die US-Hochzinspolitik Ende der siebziger Jahre verteuerte die Rückzahlung der Kredite schlagartig und beunruhigte zusammen mit der anschwellenden Inflation die internationalen Gläubiger.“ Ein Großteil der westlichen Banken verlangte Anfang der achtziger Jahre sein Geld zurück und verweigerte weitere Kredite. „Der IWF sprang mit einem Stand-by-Kredit ein und forderte als Gegenleistung eine Steigerung des Exports, eine Drosselung der Inflation und eine Kürzung der Staatsausgaben.“ Ein weiterer Kredit von 600 Millionen Dollar wurde an die Bedingung geknüpft, dass die Regierung und damit die Steuerzahler nicht nur die Haftung für öffentliche Schulden in Höhe von 5,5 Mrd., sondern auch für private Schulden von 10,9 Mrd. US-Dollar übernahm. Außerdem wurden die Betriebe verpflichtet, ihre Auslandsschulden auch dann zu bezahlen, wenn die Auszahlung der Löhne dadurch gefährdet wurde.
    „Beide Maßnahmen wurden in enger Absprache mit dem US-Finanzministeriums und den Vertretern der Wall Street getroffen und orientierten sich offensichtlich an einer Entscheidungsdirektive (…) der USA, in der ´verstärkte Anstrengungen` gefordert wurden, ´um kommunistische Regierungen und Parteien` (…) ´in eine leise Revolution` zu stürzen.“3 Die beabsichtigten Folgen traten ein: Betriebe brachen reihenweise zusammen, die Arbeitslosigkeit schnellte in die Höhe, die Durchschnittslöhne sanken bis 1985 um 40 %. Trotz Zins- und Tilgungszahlungen bis 1988 von 30 Mrd. US-Dollar wurde Jugoslawien zum höchstverschuldeten Land Europas. 1989 gingen knapp 250 Betriebe in den Bankrott, 1990 folgten fast 900 Betriebe und eine halbe Million Menschen wurden arbeitslos. Auf Anordnung des IWF wurden Löhne auf dem Niveau vom November 1989 eingefroren, und 1993 erreichte die Inflation 1.134 %. Die Lebensbedingungen der breiten Bevölkerung sanken auf das Niveau eines Entwicklungslandes.
    Durch die Verschlechterung der Lage für die einfache Bevölkerung wuchsen stark die Spannungen in den einzelnen Republiken, die vom sozialen Niedergang sehr unterschiedlich getroffen wurden, am härtesten Serbien, Bosnien-Herzegowina, Mazedonien und der Kosovo. Dies nutzten rechte Politiker aus, die begannen, nationalistische und separatistische Töne anzuschlagen, die immer mehr Anhänger gewannen. Die ersten Rufe nach der Unabhängigkeit einzelner Provinzen ertönten. Die USA unterstützten diese Bestrebungen, durch die die Region nach dem Motto „teile und herrsche“ (man könnte mit Volker Pispers auch sagen „dividende et impera“) geopolitisch zu strategischen Bündnispartnern gemacht werden konnten.
    Der IWF stellte die Bedingungen, den Handel vollständig zu deregulieren – was zur Überschwemmung des Marktes mit vor allem europäischen subventionierten Waren führte -, Kredite der eigenen Zentralbank an die Zentralregierung einzustellen und Kürzungen der Staatsausgaben von 5 % des Bruttoinlandproduktes – zu Lasten der Sozialleistungen – vorzunehmen. Die folgenreichste vom IWF zugunsten der Schuldentilgung erzwungene Maßnahme war aber die Einstellung der Zahlungen an die Provinzen und Teilrepubliken. Darauf beendeten Kroatien und Slowenien umgekehrt ihre Zahlungen für den Ausgleichsfonds. Die nationalen Spannungen wuchsen, noch angefacht durch das Pochen der USA und Deutschlands auf das Selbstbestimmungsrecht der einzelnen Volksgruppen und die materielle Unterstützung der Separatisten. Es gelang, „26 ethnische Gruppen, die fast ein halbes Jahrhundert friedlich zusammengelebt hatten und deren Ehen zu 30 % zwischen verschiedenen Volksgruppen geschlossen worden waren, gegeneinander aufzuhetzen.“4
    „Die Situation verschärfte sich, als die serbische Regierung unter Milosevic Anfang 1991 von der eigenen Nationalbank über 1,8 Mrd. US-Dollar drucken ließ, um ausstehende Staatslöhne auszubezahlen. (…) Die UNO antwortete mit einem Embargo, das im folgenden Jahr drastisch verschärft wurde. Im Juni 1991 erklärten Kroatien und Slowenien ihre Unabhängigkeit. Noch im selben Monat griff die jugoslawische Armee ein, es kam zum Zehn-Tage-Krieg gegen Slowenien, der sich schnell nach Kroatien verlagerte und dort zu einem bis 1995 andauernden Krieg führte, der sich 1992 auch auf Bosnien ausdehnte.“5
    Der IWF reagierte auf die Situation, indem er die Mitgliedschaft Jugoslawiens einfror und dafür Slowenien und Kroatien als neue Mitglieder aufnahm, die 28,5 % bzw. 16,4 % der Altschulden Jugoslawiens übernehmen mussten, während der Löwenanteil von 36,5 % Serbien-Montenegro aufgebürdet wurde. Weitere Kredite waren nicht für die Beseitigung von Kriegsfolgen, sondern für die Bedienung der Altschulden bestimmt. Die Bedingungen des IWF führten in Kroatien z. B. zu noch mehr Firmenschließungen, zur Senkung der Löhne z. T. unter die Armutsgrenze und zur Erhöhung der Arbeitslosenquote auf 19,1 %.
    Nach Beendigung der Kämpfe in Bosnien-Herzegowina durch die Nato erhielt dieses Land von den USA und der EU eine neue „marktorientierte“ Verfassung verordnet und wurde wirtschaftspolitisch dem IWF und der Weltbank unterstellt. Der Direktor der Zentralbank musste vom IWF ernannt werden und durfte kein Bürger des Landes oder eines benachbarten Staates sein. Die Konflikte im Kosovo führten schließlich zum vernichtenden Krieg von USA und Nato gegen Serbien, erstmals ohne Mandat der UNO. Der IWF und die deutsche Commerzbank erhielten die vollständige Kontrolle über das Bankensystem des Kosovo.
    „Für den IWF schloss sich mit dem Ende des Kosovo-Krieges ein Kreis der besonderen Art. Seine durch Kredite erzwungene neoliberale Politik hatte die Voraussetzungen für die Destabilisierung der gesamten Region geschaffen. Er hatte dafür gesorgt, dass ein Land, das einst wirtschaftliches Wachstum, Vollbeschäftigung (…) und eine Lebenserwartung von 72 Jahren gekannt hatte, in Schutt und Asche gelegt und seine Bevölkerung auf den Status eines Entwicklungslandes zurückgeworfen worden war. Seine Programme hatten den Nährboden gelegt, auf dem die westlichen Geheimdienste und die vom Geld des Westens unterstützten Medien einen Feldzug starten konnten, der arbeitslose und verzweifelte Menschen dazu trieb, ethnische Verbrechen zu begehen, und schließlich dazu führte, dass rechtsgerichtete Nationalisten die Oberhand gewannen. Ohne die systematische Vorbereitung durch den IWF wäre die humanitäre Katastrophe der neunziger Jahre auf dem Balkan nicht möglich gewesen.“6 Sie kostete mehr als 100.000 Menschen das Leben.
    IWF und Finanzkrise
    Island, dessen Regierung sich Ende der achtziger Jahre im Zuge eines neoliberalen Reform-Programmes den internationalen Finanzmärkten geöffnet hatte, erlebte 2008 im Zuge der Weltfinanzkrise einen Zusammenbruch seines Bankensystems, das zum sofortigen Eingreifen des IWF führte.7 Sein in neun Raten ausgezahlter Kredit von 2,1 Mrd. Dollar wurde an Bedingungen geknüpft, die dazu führten, dass die Arbeitslosigkeit von 1 % auf 9 % emporschnellte, das Lohnniveau sank, 1 % der 300.000 Einwohner von Großküchen der Heilsarmee verpflegt werden mussten und etwa 8ooo Isländer das Land verließen. Island, dessen Lebensstandard zu den höchsten der Welt zählte, wurde in ein Niedriglohnland verwandelt.
    Auch auf das voll vom Neoliberalismus ergriffene Irland, das die Garantie für Einlagen bei den irischen Banken in Höhe von 485 Mrd. Euro, dem 2,7-Fachen des Bruttoinlandproduktes, übernommen hatte, sprang 2008 die Weltfinanzkrise über.8 Die Rettungsmaßnahmen der Regierung waren schon ganz im Sinne der Richtlinien des IWF: Die Banken wurden mit Steuer-Milliarden aufgefangen und die Gesamtlast durch die Senkung des Lebensstandards in vollem Umfang auf die arbeitende und arbeitslos werdende Bevölkerung abgewälzt. 2010 erreichten die staatlichen Schulden die Höhe von 530 Mrd. Euro, 369 Mrd. davon bei europäischen Gläubigern, und die Regierung wandte sich hilfesuchend an die EU und den IWF. Die Bedingungen für einen 85 Mrd. Euro umfassenden Kredit von EU und IWF, zu dem dieser 22,5 Mrd. beisteuerte, hatten die üblichen knallharten Folgen, die den Lebensstandard der Bevölkerung weiter senkten, Banken und Konzerne, die in der Vergangenheit riesige Gewinne gemacht hatten, aber unangetastet ließen und den Gläubigern ihre Zins- und Tilgungszahlungen garantierten.
    Nicht nur Irland hatte mit einer hohen Staatsverschuldung zu kämpfen. Die Einführung des Euro bzw. der Eintritt in die Eurozone hatte für die wirtschaftlich schwachen südeuropäischen Staaten die Folge gehabt, dass sie in einem Maße international kreditwürdig wurden, wie sie es vorher mit ihrer eigenen Landeswährung nie waren. Dies verführte sie zu einer ungeheuren Ausweitung der Staatsschulden, die immer weniger bedient werden konnten. Im Interesse der internationalen Banken, die bisher kräftig daran verdient hatten, musste sowohl die Insolvenz einzelner Staaten, als auch ihr Austritt aus der Eurozone unbedingt verhindert werden, da man neben den hohen Verlusten nicht nur die Existenz der für die Integration zum Bundesstaat so wichtigen europäischen Währungsunion, sondern das gesamte globale Finanzgefüge gefährdet sah.
    Der IWF verbündete sich wie in Irland mit der gleichgesinnten EU und der EZB, die beide zusammen über gewaltige finanzielle Mittel verfügten und durch ihre schiere Größe und Machtfülle einzelne EU-Mitglieder unter Druck setzen und ihnen fast jede geforderte Maßnahme aufzwingen konnten. „Unter dem Namen Troika gingen die drei Organisationen ein geschichtsträchtiges Bündnis ein und machten sich umgehend an die Arbeit, um eine Aufgabe zu bewältigen, zu der es in der europäischen Geschichte keine Parallele gab: Die arbeitende Bevölkerung in mehr als einem Dutzend Ländern, die durch dieselbe Währung miteinander verbunden waren, zur Kasse zu bitten und sie für die Schäden aufkommen zu lassen, die eine winzige Minderheit von Finanzspekulanten in einer beispiellosen Bereicherungsorgie angerichtet hatte.“9 Der Lebensstandard der Bevölkerung in den südeuropäischen Ländern wurde in einem Umfang gesenkt, wie es der europäische Kontinent seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr erlebt hatte.
    Griechenland
    Schon vor dem Eintritt in die Eurozone hatte die politische Klasse Griechenlands dem Finanzkapitalismus Tür und Tor geöffnet und Haushaltsdefizite laufend mit Krediten finanziert. Trotz eines Budgetdefizites von 6 % des Bruttoinlandproduktes (BIP), doppelt so viel wie in der EU offiziell erlaubt, und eines Schuldenstandes zum BIP von 103,7 %, erlaubt 60 %, gelang der Regierung mit Hilfe der US-Bank Goldman-Sachs durch Haushaltsmanipulationen die Aufnahme in die Eurozone.10 Die Mitteilung der neuen Regierung 2009, dass das gemeldete Budgetdefizit von 6 % voraussichtlich 12 – 13 % erreichen werde, löste in Brüssel höchste Alarmstufe aus. Die Schulden betrugen 130 % = 300 Mrd. Euro, die Griechenland nicht mehr bedienen konnte.
    Auf den Hilferuf an IWF und EU gingen 2010 erste „Hilfskredite“ in Höhe von 110 Mrd., davon 30 Mrd. vom IWF, an Griechenland, die aber natürlich wie alle folgenden im wesentlichen an die Banken weiterflossen. Sie waren an zwei strenge Sparpakete gebunden: Kürzung der Beamtengehälter, Schließung von 600 Stadtverwaltungen, 80-prozentiger Einstellungsstopp im öffentlichen Dienst, Anhebung des Rentenalters von 61,3 auf 63,4 Jahre und neben der Anhebung verschiedener Steuern eine Erhöhung der Mehrwertsteuer von 19 auf 23 %. Ein zweites „Hilfspaket“ über 130 Mrd. ein Jahr später erzwang u. a. die Entlassung von 150.000 Beschäftigten im öffentlichen Dienst bis 2015 und die Kürzung einer Reihe von Sozialleistungen, darunter im Gesundheitswesen, wo die Ausgaben bis 2015 um 1,43 Mrd. Euro gesenkt werden sollten.
    „Im November 2011 zeigte sich, wie weit die parlamentarische Demokratie in Griechenland bereits ausgehöhlt war. Als Ministerpräsident Papandreou, dessen sozialdemokratische Partei PASOK wegen ihrer Zustimmung zu allen Sparpaketen an akutem Mitgliederschwund litt, eine Volksabstimmung über weitere Sparauflagen ankündigte, schritt die Troika sofort ein, verhinderte die Abstimmung und sorgte dafür, dass Papandreou umgehend ersetzt wurde – durch den ehemaligen Vizepräsidenten der EZB, Lukas Papadimos, der während der Einführung des Euros Gouverneur der griechischen Zentralbank gewesen und dessen Rolle bei der Verschleierung der öffentlichen Haushaltsbilanz mit Hilfe der Investmentbank Goldman-Sachs nie geklärt worden war.“11
    „Mit dem vierten Sparpaket im Februar 2012 setzte in Griechenland ein Sozialabbau ein, wie ihn kein europäisches Land je in Friedenszeiten erlebt hatte.“ 15.000 Angestellte des öffentlichen Dienstes wurden mit sofortiger Wirkung entlassen, der Mehrheit der verbleibenden Angestellten die Gehälter rückwirkend zum Jahresbeginn um 20 % gekürzt. Der Mindestlohn für Erwachsene wurde auf 586 Euro, der für Jugendliche auf 525 Euro gesenkt und das Arbeitslosengeld auf 322 Euro herabgesetzt. Die Renten der Alten kürzte man um 10 – 15 %, erhöhte die Selbstbeteiligung an Medikamenten, schränkte die medizinischen Leistungen der Kliniken ein und strich den Ärzten die bezahlten Überstunden.12
    Im November 2012 und März 2013 setzte die Troika zwei weitere Sparpakete durch. Die Renten über 1.000 Euro wurden um 5 – 15 % gesenkt, Bezüge im öffentlichen Dienst um 6 – 20 % und das Kindergeld für Familien mit über 18.000 Euro Jahreseinkommen ersatzlos gestrichen. Die Medikamentenzuzahlungen erhöhte man erneut und ergänzte sie durch eine Einweisungsgebühr für das Krankenhaus. 30 % der griechischen Bevölkerung verloren aufgrund dauernder Arbeitslosigkeit ihren Krankenversicherungsschutz. Der gesamte Gesundheitsetat wurde von 14 Mrd. im Jahr 2009 um ein Drittel auf 9,5 Mrd. Euro im Jahr 2012 gesenkt mit dem Ergebnis, dass 46 der insgesamt 130 Hospitäler geschlossen, die Budgets der restlichen um 40 % gekürzt und 26.000 Bedienstete, darunter 9.100 Ärzte, entlassen werden mussten. Die Suizidrate stieg von 2008 – 2013 um 40 %, die Zahl der HIV-infizierten Drogenabhängigen um mehr als das Zwanzigfache, Malaria, Tuberkulose, das West-Nil- und Dengue- Fieber breiteten sich aus. „Die erschütterndsten Zahlen dürften die 19-prozentige Zunahme von untergewichtigen Neugeborenen zwischen 2008 und 2010, der 21-prozentige Anstieg von Totgeburten zwischen 2008 und 2011 und die Zunahme der Kindersterblichkeit um 43 % zwischen 2008 und 2010 sein.“13
    Der eiskalte Finanzkapitalismus im zivilisierten Europa geht im wahrsten Sinne über Leichen. Verträge, die unter Ausnutzung der Notlagen erzwungen worden sind, dienen den politischen Marionetten als scheinheiliges Argument, auf die Einhaltung des „Rechts“ zu pochen und dahinter weiter Verbrechen gegen die Menschlichkeit zu begehen. Nach europäischem Rechtsstandard sind solche strangulierenden Verträge sittenwidrig und daher nichtig. Banken, die das Risiko großzügiger Kredite für arme Länder eingegangen sind, müssen das Risiko auch tragen, wenn das Land nicht zahlen kann. Das Finanzsystem hat eine Eigendynamik entwickelt, die sich in einer abstrakten Ebene von Macht, Gesetzen und Verträgen abspielt, in der der reale Mensch nicht mehr vorkommt, Not und Leid nicht mehr wahrgenommen und empfunden werden. Das Geld ist dazu da, dem Wohl der Menschen zu dienen, nicht sind die Menschen dazu da, dem Geld und seinen Besitzern zu dienen und ihnen geopfert zu werden. Menschen wegen Geldschulden in noch größere Armut, fehlende medizinische Hilfeleistung und menschenunwürdiges Elend zu pressen, das Menschenleben kostet, ist mit keinem rechtlichen oder moralischen Argument zu rechtfertigen, mit keinem! Es ist Barbarei.
    Das Tandem EU und IWF
    Die enge Zusammenarbeit von EU und IWF, wie sie sich in der Troika manifestiert, offenbart die EU als „eine von Wirtschaftsinteressen des Finanzkapitals und der Großkonzerne beherrschte Organisation, die in den vergangenen Jahrzehnten für eine noch nie dagewesene Vermögenskonzentration am oberen Ende aller europäischen Gesellschaften, am unteren Ende dagegen für eine kontinuierliche Senkung des Lebensstandards gesorgt hat.“ Entgegen der fortwährenden Behauptung, die Grundlage für einen dauerhaften Frieden in Europa zu bilden, hat die EU genau das Gegenteil bewirkt. Mit der Förderung der sozialen Ungerechtigkeit sowohl innerhalb der einzelnen Länder als auch zwischen den Ländern Europas „hat sie den Boden für immer schärfere gesellschaftliche Konflikte gelegt und in letzter Instanz auch die Voraussetzungen für künftige Auseinandersetzungen zwischen den einzelnen Staaten geschaffen.“
    „Da weder die Mitglieder des wichtigsten Exekutivorgans der EU, der EU-Kommission, noch das Direktorium der EZB oder die Funktionäre des IWF vom Volk gewählt, sondern von verschiedenen – der Öffentlichkeit personell kaum bekannten – Gremien ernannt werden, handelt es sich bei der Troika nicht nur um die mächtigste, sondern auch um eine von den europäischen Völkern nicht legitimierte Organisation, die sich jeglicher demokratischer Kontrolle entzieht. Mit der Einsetzung wurde die parlamentarische Demokratie in Europa zwar nicht abgeschafft, aber de facto ausgeschaltet und der Kontinent der direkten und unverhüllten Diktatur durch die wichtigsten internationalen Organe des Finanzkapitals unterstellt.“14 Doch selbst wenn die Völker Europas sie gewählt hätten, wären sie – eben gewählte – Diktatoren. Aber das ist ein eignes Thema (vgl. Macht macht untertan; Die Steigerung). (hl)
    ——————————
    1 Ernst Wolf: Weltmacht IWF, Marburg 2014, S. 69 f.
    2 a. a. O., S. 70; Zeljko Brkic:„Ökonomische Ursachen des Zerfalls Jugoslawiens..“
    https://www.uni-trier.de/fileadmin/forschung/ZES/Schriftenreihe/050.pdf
    3 Ernst Wolf a. a. O., S. 71; Zeljko Brkic a. a. O. S. 65
    4 a. a. O., S. 75
    5 a. a. O., S. 75, 76
    6 a. a. O., S. 79
    7 a. a. O., S. 145 f.
    8 a. a. O., S. 155 f.
    9 a. a. O., S. 169
    10 Wikipedia – Eurokrise – Griechenland
    11 Ernst Wolf a. a. O., S. 179
    12 a. a. O., S. 180
    13 a. a. O., S. 185
    14 a. a. O., S. 172, 173

  6. #536
    Avatar von Holzmichl

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    "Der Staat Jugoslawien stand dem strategischen Entwurf der USA im Wege"

    Ramon Schack 24.02.2016
    Ex-CIA-Agent Robert Baer über die Strategien der CIA während des Jugoslawien-Krieges

    Robert Baer hat 20 Jahre lang für den US-Geheimdienst CIA gearbeitet und war für diesen in Ländern wie dem Libanon, dem Irak, in Tadschikistan, in Marokko und im ehemaligen Jugoslawien tätigt. 1997 verließ er den Geheimdienst und berichtete seitdem in Büchern und als Autor in Zeitungen über die US-Außenpolitik, Spionage und die Arbeit der Geheimdienste, die er zunehmend kritisch betrachtete. Er schilderte den Niedergang der CIA, die seiner Ansicht nach falsche Haltung gegenüber Saudi-Arabien und dem Iran. In dem Buch "Secrets oft he White House", das demnächst erscheinen soll, geht darum, welche Interessen die USA in Ex-Jugoslawien bis hin zum Kosovo-Krieg verfolgten.
    In Ihrem neuen Buch "Secrets of the White House" werfen Sie dem CIA vor, den Zerfall Jugoslawiens in den 1990er Jahren massiv unterstützt zu haben. Was war das strategische Ziel des US-Geheimdienstes, diesen Staatszerfall zu beschleunigen, der zu Krieg und Bürgerkrieg führte und hunderttausende Opfer forderte?

    Robert Baer: Das Ziel war es, den Staat Jugoslawien als geopolitischen Machtfaktor auszuschalten. Versetzen wir uns einmal in jene Zeit zurück, vor rund einem Vierteljahrhundert. Die Sowjetunion zerbrach, ebenso die Tschechoslowakei, Deutschland wurde vereinigt, das Warschauer Pakt löste sich auf, die geopolitische Landschaft, welche nach dem 2. Weltkrieg entstanden war, hatte über Nacht aufgehört zu existieren.
    In Washington hatte man damals das Ziel, gemäß der Fehlanalysen Fukuyamas, die Chancen zu nutzen, um dauerhaft westliche Vorstellungen von der Welt nicht nur in Europa zu installieren, also der ganz große Abwasch, um zukünftig das Entstehen eines gegnerischen Machtfaktors, wie es die UdSSR einst war, dauerhaft zu verhindern.
    Und was hat das mit Jugoslawien zu tun?

    Robert Baer: Der Staat Jugoslawien stand diesem strategischen Entwurf im Wege. Immerhin war es ein Staat mit einigem Gewicht und einigem Prestige, sowie mit einer der stärksten Armeen Europas.

    Das zerstörte Sarajewo im März 1996. Bild: DoD

    Klingt das nicht etwas nach einer antiamerikanischen Verschwörungstheorie?

    Robert Baer: Nicht wenn man selbst dabei war so wie ich seit Januar 1991, als ich in Bosnien eintraf, im Auftrage des CIA.
    Was war Ihr damaliges Aufgabengebiet?

    Robert Baer: Wir hatten die Aufgabe, eine angebliche serbische Terrorzelle zu überwachen, gegebenenfalls auszuschalten, die das Ziel hatte, die bosnischen Pläne zur Unabhängigkeit zu sabotieren.
    Wieso sagen Sie "angebliche Terrorzelle"?

    Robert Baer: Nun, weil es diese Gruppierung,"Surpreme Serbia" wurde sie übrigens genannt, überhaupt nicht gab. Unsere Anwesenheit vor Ort diente nur dazu, die politische Klasse Bosniens zu verunsichern und deren Weg zur Unabhängigkeit zu beschleunigen. Nach 2 Wochen wurde die Aktion abgeblasen, ich selbst wurde dann nach Slowenien mit dem Ziel versetzt, dort die Entwicklung zur Unabhängigkeit voranzutreiben.
    1991 mündete der Zerfallsprozess in einen offenem Krieg, der viele Jahre andauern sollte. Kamen Ihnen persönlich damals Zweifel, was die moralische Rechtfertigung anging?

    Robert Baer: Zweifel hat jeder Agent. Aber die Tätigkeit als Mitarbeiter eines der führenden Geheimdienste der Welt eignet sich nicht besonders gut dazu, moralische Reflexionen anzustellen. Je mehr wir aber über die Geschichte Jugoslawiens erfuhren, umso größer wurden die Zweifel. Besonders die Tatsache, Serbien alleine als den größten Kriegsverbrecher sowohl im historischen Kontext, wie auch in dem aktuellen Krieg von damals darzustellen, entsprach nie den Realitäten.
    "Wir schmierten Politiker und Generäle, Publizisten und Polizisten"

    Welche Rolle spielte Geld, bei diesen Operationen?

    Robert Baer: Eine ausschlaggebende Rolle. Wir schmierten Politiker und Generäle, Publizisten und Polizisten.
    Welche?

    Robert Baer: Die führenden Politiker der damaligen Teilrepubliken zum Beispiel.
    Kommen wir auf die Situation im Kosovo zu sprechen. Gehen Sie davon aus, dass mit der Abspaltung Kosovos von Serbien der Zerfallsprozess Jugoslawiens beendet ist?

    Robert Baer: Das hängt davon ab, wie sich die innenpolitische Lage Kosovos entwickelt. Der Zerfallsprozess, von dem Sie sprachen, also im klassischen Sinne, ist sicherlich vorbei. Mich würde es aber nicht wundern, wenn die Albaner bald auch albanische Gebiete in den Nachbarstaaten beanspruchen würden, also in Serbien und Mazedonien.
    Der damalige deutsche Außenminister Fischer sprach von einem drohenden Ausschwitz, womit er die westliche Intervention damals moralisch zu rechtfertigen gedachte.

    Robert Baer: Als deutscher Politiker hätte er eigentlich über ein gewisses historisches Gespür verfügen sollen bezüglich solcher unsachlichen Vergleiche. Es gab zwei strategische Gründe für ein unabhängiges Kosovo. Wegen der mineralischen und natürlichen Ressourcen und natürlich wegen der geplanten Errichtung von Bondsteel, dem Militärstützpunkt, mitten im Herzen Südost-Europas.
    Viele Kosovaren sind aber heute noch dankbar für die westliche Intervention von damals.

    Robert Baer: Ich würde eher behaupten, sie waren es. Denn bis heute hat sich die ökonomische Lage nicht verbessert. Die Menschen fliehen doch aus dem Land. Der Staat ist nicht lebensfähig.
    Ich möchte kurz über Ihre Motivation sprechen, was Ihre publizistische Arbeit angeht, seitdem Sie aus dem CIA ausgeschieden sind. Möchten Sie das Ansehen der USA beschädigen?

    Robert Baer: Im Gegenteil, ich bin ein amerikanischer Patriot, der sich Sorgen macht über diese desaströse Politik der letzten Jahrzehnte, speziell seit dem Ende des Kalten Krieges, die das Ansehen der USA weltweit sinken lassen.
    Gehen Sie davon aus, dass auch bei anderen geopolitischen Krisen der jüngsten Zeit ähnliche Maßnahmen zur Anwendung kamen?

    Robert Baer: Mit Sicherheit. Allerdings möchte ich betonen, dass natürlich andere Mächte ähnliche Praktiken verwenden, je nach den jeweiligen Möglichkeiten.
    Kurt Gritsch
    Nie wieder Krieg (ohne uns)!
    Die Rolle von Grünen, Linken und Medien im Kosovo-Krieg
    Als eBook bei Telepolis erschienen

    "Der Staat Jugoslawien stand dem strategischen Entwurf der USA im Wege" | Telepolis

    - - - Aktualisiert - - -

    NATO-Standardverfahren zur Zerstörung von Nationen


    " Gehen Sie davon aus, dass auch bei anderen geopolitischen Krisen der jüngsten
    Zeit ähnliche Maßnahmen zur Anwendung kamen? "

    Zu den wertewestlichen Standardmaßnahmen zur Zerstörung von Nationen
    gehören neben den üblichen IWF-Diktaten
    ( Internationaler Whrungsfonds (IWF) und Weltbank - zwei Instrumente zur Zerstrung von Nationen )
    das Anheuern von Nazis und/oder Islamisten, Völkermord und
    False-Flag-Massaker. Diese kamen im Krieg der NATO gegen Jugoslawien
    als auch gegen Syrien, Libyen und die Ukraine zur Anwendung und
    werden auch in zukünftigen NATO-Aggressionen wieder zur Anwendung
    kommen, wenn die NATO-Warlords nicht gestoppt werden.

    Der Bundesnazidienst protegierte die Ustascha seit den 60ern:


    Kohl fordert offen die Zerschlagung Jugoslawiens:
    http://www.liveleak.com/ll_embed?f=cb5512c7152e

    Kohl trifft sich mit Ustaschaführer und Massenmörder Tudjman:
    Sendung: tagesschau vor 20 Jahren 05.12.2011 22:45 Uhr | tagesschau.de (ab
    10:40)

    "800 Millionen Mark für einen Bürgerkrieg"
    800 Millionen Mark für einen Bürgerkrieg | Telepolis

    "Neo-Nazis in Croatian army 1992"


    Und morgen schon tot - DER SPIEGEL 39/1992

    "Operation Storm"
    http://www.liveleak.com/ll_embed?f=62858db83310

    Aus dem Geständnis eines Ustaschafaschisten in der kroatischen
    Presse:
    "It was enough to be a Serb in Gospic to mean that you did not exist
    anymore. Our unit liquidated some 90 to 100 people in less than a
    month there."

    Feral Tribune: Miro Bajramovic's Confession, murders of Serbs and Croats in Pakracka Poljana and Gospic

    "Since 1991, the Croatian authorities have blown up or razed 10,000
    houses, mostly of Serbs, but also houses of Croats," Mr. Cicak, who
    is cataloguing the abuses, said in an interview. "In some cases they
    dynamited homes with the families inside. Whole families were killed.
    Many were wounded."

    Three NY Times articles about the rebirth of Croatian fascism

    Der UN-Vermittler Vance nannte den Jugoslawienkrieg wegen der
    kriegstreiberischen und revanchistischen BRD-Politik "Mr. Genscher's
    war".

    > UN-Vermittler Vance: "Mr. Genscher's war" | Genscher stellt EU-Sanktionen gegen Mosk... | Telepolis-Artikelforen

    "In einer Besprechung hochrangiger Osteuropa-Experten im Auswärtigen
    Amt im Dezember 91 war die Rede davon, dass Chaos und Krise die
    angemessenen Formen der Veränderung und Überwindung seien. Chaos und
    Krise werden hier als "schöpferische Kraft" angesehen, die die
    territorialen Strukturen Osteuropas zum Einsturz bringt."
    https://web.archive.org/web/20080412....net/gib/reade
    r/warum-dieser-krieg.html

    Heute kämpfen die Ustaschafaschisten wieder auf der Seite der NATO,
    um die westlichen Werte durchzusetzen:
    "Söldner und Veteranen
    Kroatische Freiwillige kämpfen auf seiten des neofaschistischen
    »Asow-Bataillons« in der Ukraine. Die Regierung in Zagreb hat kein
    Problem damit.
    ...
    Am 11. Februar kam in der Nachrichtensendung des staatlichen Senders
    HRT einer der kroatischen Kämpfer des Asow-Bataillons zu Wort. Ivo
    Dumancic soll bis vor kurzem für die Taktikschulung der kroatischen
    Artillerie verantwortlich gewesen sein. Als Veteran des
    »Heimatkriegs« habe er sich nun entschlossen, »dem ukrainischen Volk
    zu helfen«. Über »soziale Netzwerke« sei er in Kontakt mit
    Gleichgesinnten gekommen. Nach einer Sitzung in Zagreb habe man sich
    darauf verständigt, in das Kriegsgebiet zu fahren. Dort sind Kämpfer
    wie er vor allem wegen ihrer militärischen Erfahrungen im
    Guerillakrieg gefragt. Sie werden vor allem bei der Ausbildung
    eingesetzt."

    https://web.archive.org/web/20150319...jungewelt.de/2
    015/02-25/022.php
    Foto:
    http://3.bp.blogspot.com/-zD9KtumfyZ...AAAByc/h4X-AhY
    dJ30/s1600/Hrvati-Azov.jpg

    "Nützliche Faschisten"
    https://web.archive.org/web/20140130...n-foreign-poli
    cy.com/de/fulltext/58787

    "Up to 6000-strong, the Handzar division glories in a fascist
    culture. They see themselves as the heirs of the SS Handzar division,
    formed by Bosnian Muslims in 1943 to fight for the Nazis. Their
    spiritual model was Mohammed Amin al-Husseini, the Grand Mufti of
    Jerusalem who sided with Hitler."
    Albanians and Afghans fight for the heirs to Bosnia's SS past

    US-Botschafter Peter Galbraith über die Unterstützung
    der islamistischen Terroristen im Krieg gegen Jugoslawien:
    "Exclusive: U.S. Policy on Bosnia Arms Trafficking"



    "Osamagate"
    Osamagate | Telepolis

    "The Hidden Army Of Islam in Europe"


    False-Flag-Massaker beim Balkankrieg:
    "Massaker auf Bestellung
    ...
    Hierzu diente u.a. das sogenannte "Brotschlangenmassaker" vom 27. Mai
    1992, bei dem angeblich serbisches Artilleriefeuer mindestens 20
    Menschen auf einem Markt in Sarajevo tötete. Drei Tage später
    beschloss der UNO-Sicherheitsrat ein Embargo gegen Jugoslawien.
    Anschließend auftauchende Zweifel bezüglich der Täter, nämlich die
    zufällige?! Anwesenheit eines bosnischen Fernsehteams, die Tatsache,
    dass es sich bei den Toten überwiegend um Serben handelte, nicht
    vorhandene Granateinschläge usw. änderten nichts an der
    internationalen Isolation Jugoslawiens."

    http://archiv.nostate.net/gib.squat....-auf-bestellun
    g.html

    "Self-Inflicted Atrocities"
    http://web.archive.org/web/201102040...nate.gov/relea
    ses/1997/iran.htm

    "Canadian (UN) soldier testimonies from book : The Sharp End"
    ...
    Bosnians murdered their own people in well-staged attacks for PR
    reasons"
    > Canadian (UN) soldier testimonies from book : The Sharp End" by James D. Davis

    "Jugoslawienkrieg 1999 - NATO-Bomben auf Chemieanlagen"


    - - - Aktualisiert - - -

    http://web.archive.org/web/201102061.../1997/iran.htm

    - - - Aktualisiert - - -



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    http://www.liveleak.com/ll_embed?f=cb5512c7152e

    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    "Der Staat Jugoslawien stand dem strategischen Entwurf der USA im Wege"

    Ramon Schack 24.02.2016
    Ex-CIA-Agent Robert Baer über die Strategien der CIA während des Jugoslawien-Krieges

    Robert Baer hat 20 Jahre lang für den US-Geheimdienst CIA gearbeitet und war für diesen in Ländern wie dem Libanon, dem Irak, in Tadschikistan, in Marokko und im ehemaligen Jugoslawien tätigt. 1997 verließ er den Geheimdienst und berichtete seitdem in Büchern und als Autor in Zeitungen über die US-Außenpolitik, Spionage und die Arbeit der Geheimdienste, die er zunehmend kritisch betrachtete. Er schilderte den Niedergang der CIA, die seiner Ansicht nach falsche Haltung gegenüber Saudi-Arabien und dem Iran. In dem Buch "Secrets oft he White House", das demnächst erscheinen soll, geht darum, welche Interessen die USA in Ex-Jugoslawien bis hin zum Kosovo-Krieg verfolgten.
    In Ihrem neuen Buch "Secrets of the White House" werfen Sie dem CIA vor, den Zerfall Jugoslawiens in den 1990er Jahren massiv unterstützt zu haben. Was war das strategische Ziel des US-Geheimdienstes, diesen Staatszerfall zu beschleunigen, der zu Krieg und Bürgerkrieg führte und hunderttausende Opfer forderte?

    Robert Baer: Das Ziel war es, den Staat Jugoslawien als geopolitischen Machtfaktor auszuschalten. Versetzen wir uns einmal in jene Zeit zurück, vor rund einem Vierteljahrhundert. Die Sowjetunion zerbrach, ebenso die Tschechoslowakei, Deutschland wurde vereinigt, das Warschauer Pakt löste sich auf, die geopolitische Landschaft, welche nach dem 2. Weltkrieg entstanden war, hatte über Nacht aufgehört zu existieren.
    In Washington hatte man damals das Ziel, gemäß der Fehlanalysen Fukuyamas, die Chancen zu nutzen, um dauerhaft westliche Vorstellungen von der Welt nicht nur in Europa zu installieren, also der ganz große Abwasch, um zukünftig das Entstehen eines gegnerischen Machtfaktors, wie es die UdSSR einst war, dauerhaft zu verhindern.
    Und was hat das mit Jugoslawien zu tun?

    Robert Baer: Der Staat Jugoslawien stand diesem strategischen Entwurf im Wege. Immerhin war es ein Staat mit einigem Gewicht und einigem Prestige, sowie mit einer der stärksten Armeen Europas.

    Das zerstörte Sarajewo im März 1996. Bild: DoD

    Klingt das nicht etwas nach einer antiamerikanischen Verschwörungstheorie?

    Robert Baer: Nicht wenn man selbst dabei war so wie ich seit Januar 1991, als ich in Bosnien eintraf, im Auftrage des CIA.
    Was war Ihr damaliges Aufgabengebiet?

    Robert Baer: Wir hatten die Aufgabe, eine angebliche serbische Terrorzelle zu überwachen, gegebenenfalls auszuschalten, die das Ziel hatte, die bosnischen Pläne zur Unabhängigkeit zu sabotieren.
    Wieso sagen Sie "angebliche Terrorzelle"?

    Robert Baer: Nun, weil es diese Gruppierung,"Surpreme Serbia" wurde sie übrigens genannt, überhaupt nicht gab. Unsere Anwesenheit vor Ort diente nur dazu, die politische Klasse Bosniens zu verunsichern und deren Weg zur Unabhängigkeit zu beschleunigen. Nach 2 Wochen wurde die Aktion abgeblasen, ich selbst wurde dann nach Slowenien mit dem Ziel versetzt, dort die Entwicklung zur Unabhängigkeit voranzutreiben.
    1991 mündete der Zerfallsprozess in einen offenem Krieg, der viele Jahre andauern sollte. Kamen Ihnen persönlich damals Zweifel, was die moralische Rechtfertigung anging?

    Robert Baer: Zweifel hat jeder Agent. Aber die Tätigkeit als Mitarbeiter eines der führenden Geheimdienste der Welt eignet sich nicht besonders gut dazu, moralische Reflexionen anzustellen. Je mehr wir aber über die Geschichte Jugoslawiens erfuhren, umso größer wurden die Zweifel. Besonders die Tatsache, Serbien alleine als den größten Kriegsverbrecher sowohl im historischen Kontext, wie auch in dem aktuellen Krieg von damals darzustellen, entsprach nie den Realitäten.
    "Wir schmierten Politiker und Generäle, Publizisten und Polizisten"

    Welche Rolle spielte Geld, bei diesen Operationen?

    Robert Baer: Eine ausschlaggebende Rolle. Wir schmierten Politiker und Generäle, Publizisten und Polizisten.
    Welche?

    Robert Baer: Die führenden Politiker der damaligen Teilrepubliken zum Beispiel.
    Kommen wir auf die Situation im Kosovo zu sprechen. Gehen Sie davon aus, dass mit der Abspaltung Kosovos von Serbien der Zerfallsprozess Jugoslawiens beendet ist?

    Robert Baer: Das hängt davon ab, wie sich die innenpolitische Lage Kosovos entwickelt. Der Zerfallsprozess, von dem Sie sprachen, also im klassischen Sinne, ist sicherlich vorbei. Mich würde es aber nicht wundern, wenn die Albaner bald auch albanische Gebiete in den Nachbarstaaten beanspruchen würden, also in Serbien und Mazedonien.
    Der damalige deutsche Außenminister Fischer sprach von einem drohenden Ausschwitz, womit er die westliche Intervention damals moralisch zu rechtfertigen gedachte.

    Robert Baer: Als deutscher Politiker hätte er eigentlich über ein gewisses historisches Gespür verfügen sollen bezüglich solcher unsachlichen Vergleiche. Es gab zwei strategische Gründe für ein unabhängiges Kosovo. Wegen der mineralischen und natürlichen Ressourcen und natürlich wegen der geplanten Errichtung von Bondsteel, dem Militärstützpunkt, mitten im Herzen Südost-Europas.
    Viele Kosovaren sind aber heute noch dankbar für die westliche Intervention von damals.

    Robert Baer: Ich würde eher behaupten, sie waren es. Denn bis heute hat sich die ökonomische Lage nicht verbessert. Die Menschen fliehen doch aus dem Land. Der Staat ist nicht lebensfähig.
    Ich möchte kurz über Ihre Motivation sprechen, was Ihre publizistische Arbeit angeht, seitdem Sie aus dem CIA ausgeschieden sind. Möchten Sie das Ansehen der USA beschädigen?

    Robert Baer: Im Gegenteil, ich bin ein amerikanischer Patriot, der sich Sorgen macht über diese desaströse Politik der letzten Jahrzehnte, speziell seit dem Ende des Kalten Krieges, die das Ansehen der USA weltweit sinken lassen.
    Gehen Sie davon aus, dass auch bei anderen geopolitischen Krisen der jüngsten Zeit ähnliche Maßnahmen zur Anwendung kamen?

    Robert Baer: Mit Sicherheit. Allerdings möchte ich betonen, dass natürlich andere Mächte ähnliche Praktiken verwenden, je nach den jeweiligen Möglichkeiten.
    Kurt Gritsch
    Nie wieder Krieg (ohne uns)!
    Die Rolle von Grünen, Linken und Medien im Kosovo-Krieg
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    "Der Staat Jugoslawien stand dem strategischen Entwurf der USA im Wege" | Telepolis

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    NATO-Standardverfahren zur Zerstörung von Nationen


    " Gehen Sie davon aus, dass auch bei anderen geopolitischen Krisen der jüngsten
    Zeit ähnliche Maßnahmen zur Anwendung kamen? "

    Zu den wertewestlichen Standardmaßnahmen zur Zerstörung von Nationen
    gehören neben den üblichen IWF-Diktaten
    ( Internationaler Whrungsfonds (IWF) und Weltbank - zwei Instrumente zur Zerstrung von Nationen )
    das Anheuern von Nazis und/oder Islamisten, Völkermord und
    False-Flag-Massaker. Diese kamen im Krieg der NATO gegen Jugoslawien
    als auch gegen Syrien, Libyen und die Ukraine zur Anwendung und
    werden auch in zukünftigen NATO-Aggressionen wieder zur Anwendung
    kommen, wenn die NATO-Warlords nicht gestoppt werden.

    Der Bundesnazidienst protegierte die Ustascha seit den 60ern:


    Kohl fordert offen die Zerschlagung Jugoslawiens:
    http://www.liveleak.com/ll_embed?f=cb5512c7152e

    Kohl trifft sich mit Ustaschaführer und Massenmörder Tudjman:
    Sendung: tagesschau vor 20 Jahren 05.12.2011 22:45 Uhr | tagesschau.de (ab
    10:40)

    "800 Millionen Mark für einen Bürgerkrieg"
    800 Millionen Mark für einen Bürgerkrieg | Telepolis

    "Neo-Nazis in Croatian army 1992"


    Und morgen schon tot - DER SPIEGEL 39/1992

    "Operation Storm"
    http://www.liveleak.com/ll_embed?f=62858db83310

    Aus dem Geständnis eines Ustaschafaschisten in der kroatischen
    Presse:
    "It was enough to be a Serb in Gospic to mean that you did not exist
    anymore. Our unit liquidated some 90 to 100 people in less than a
    month there."

    Feral Tribune: Miro Bajramovic's Confession, murders of Serbs and Croats in Pakracka Poljana and Gospic

    "Since 1991, the Croatian authorities have blown up or razed 10,000
    houses, mostly of Serbs, but also houses of Croats," Mr. Cicak, who
    is cataloguing the abuses, said in an interview. "In some cases they
    dynamited homes with the families inside. Whole families were killed.
    Many were wounded."

    Three NY Times articles about the rebirth of Croatian fascism

    Der UN-Vermittler Vance nannte den Jugoslawienkrieg wegen der
    kriegstreiberischen und revanchistischen BRD-Politik "Mr. Genscher's
    war".

    > UN-Vermittler Vance: "Mr. Genscher's war" | Genscher stellt EU-Sanktionen gegen Mosk... | Telepolis-Artikelforen

    "In einer Besprechung hochrangiger Osteuropa-Experten im Auswärtigen
    Amt im Dezember 91 war die Rede davon, dass Chaos und Krise die
    angemessenen Formen der Veränderung und Überwindung seien. Chaos und
    Krise werden hier als "schöpferische Kraft" angesehen, die die
    territorialen Strukturen Osteuropas zum Einsturz bringt."
    https://web.archive.org/web/20080412....net/gib/reade
    r/warum-dieser-krieg.html

    Heute kämpfen die Ustaschafaschisten wieder auf der Seite der NATO,
    um die westlichen Werte durchzusetzen:
    "Söldner und Veteranen
    Kroatische Freiwillige kämpfen auf seiten des neofaschistischen
    »Asow-Bataillons« in der Ukraine. Die Regierung in Zagreb hat kein
    Problem damit.
    ...
    Am 11. Februar kam in der Nachrichtensendung des staatlichen Senders
    HRT einer der kroatischen Kämpfer des Asow-Bataillons zu Wort. Ivo
    Dumancic soll bis vor kurzem für die Taktikschulung der kroatischen
    Artillerie verantwortlich gewesen sein. Als Veteran des
    »Heimatkriegs« habe er sich nun entschlossen, »dem ukrainischen Volk
    zu helfen«. Über »soziale Netzwerke« sei er in Kontakt mit
    Gleichgesinnten gekommen. Nach einer Sitzung in Zagreb habe man sich
    darauf verständigt, in das Kriegsgebiet zu fahren. Dort sind Kämpfer
    wie er vor allem wegen ihrer militärischen Erfahrungen im
    Guerillakrieg gefragt. Sie werden vor allem bei der Ausbildung
    eingesetzt."

    https://web.archive.org/web/20150319...jungewelt.de/2
    015/02-25/022.php
    Foto:
    http://3.bp.blogspot.com/-zD9KtumfyZ...AAAByc/h4X-AhY
    dJ30/s1600/Hrvati-Azov.jpg

    "Nützliche Faschisten"
    https://web.archive.org/web/20140130...n-foreign-poli
    cy.com/de/fulltext/58787

    "Up to 6000-strong, the Handzar division glories in a fascist
    culture. They see themselves as the heirs of the SS Handzar division,
    formed by Bosnian Muslims in 1943 to fight for the Nazis. Their
    spiritual model was Mohammed Amin al-Husseini, the Grand Mufti of
    Jerusalem who sided with Hitler."
    Albanians and Afghans fight for the heirs to Bosnia's SS past

    US-Botschafter Peter Galbraith über die Unterstützung
    der islamistischen Terroristen im Krieg gegen Jugoslawien:
    "Exclusive: U.S. Policy on Bosnia Arms Trafficking"



    "Osamagate"
    Osamagate | Telepolis

    "The Hidden Army Of Islam in Europe"


    False-Flag-Massaker beim Balkankrieg:
    "Massaker auf Bestellung
    ...
    Hierzu diente u.a. das sogenannte "Brotschlangenmassaker" vom 27. Mai
    1992, bei dem angeblich serbisches Artilleriefeuer mindestens 20
    Menschen auf einem Markt in Sarajevo tötete. Drei Tage später
    beschloss der UNO-Sicherheitsrat ein Embargo gegen Jugoslawien.
    Anschließend auftauchende Zweifel bezüglich der Täter, nämlich die
    zufällige?! Anwesenheit eines bosnischen Fernsehteams, die Tatsache,
    dass es sich bei den Toten überwiegend um Serben handelte, nicht
    vorhandene Granateinschläge usw. änderten nichts an der
    internationalen Isolation Jugoslawiens."

    http://archiv.nostate.net/gib.squat....-auf-bestellun
    g.html

    "Self-Inflicted Atrocities"
    http://web.archive.org/web/201102040...nate.gov/relea
    ses/1997/iran.htm

    "Canadian (UN) soldier testimonies from book : The Sharp End"
    ...
    Bosnians murdered their own people in well-staged attacks for PR
    reasons"
    > Canadian (UN) soldier testimonies from book : The Sharp End" by James D. Davis

    "Jugoslawienkrieg 1999 - NATO-Bomben auf Chemieanlagen"


    - - - Aktualisiert - - -

    http://web.archive.org/web/201102061.../1997/iran.htm

    - - - Aktualisiert - - -



    - - - Aktualisiert - - -



    http://www.liveleak.com/ll_embed?f=cb5512c7152e
    telepolis

  7. #537
    Avatar von daro

    Registriert seit
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    10.093
    Wiso Zitiert jeder so lange Texte?

    - - - Aktualisiert - - -

    Lubenica du Magst keine Neo-Nazis die als Kanonenfuter dienen?

  8. #538
    Avatar von Jovan

    Registriert seit
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    13.187
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    Wieder keine Argumente. Kein Interesse an einer konstruktiven Diskussion. Und wieder nur Beleidigungen.
    Als ob das nicht logisch wäre, dass die USA keine Geopolitischen Interessen mit den Zerfall YU´s hand in hand gehen. Um zu so einer Schlussfolgerung zu kommen, bedarf es auch keine Whistleblower.

    Man muss sich nur fragen, weshalb so lange zugeschaut wurd, während bswp. in Vietnam ohne zu Fragen eingegriffen wurde. Weiteres hat man lieber ein ad-hoc gericht Installiert, anstatt die Führer an einen Tisch zu Zwingen und wenigstens YU friedlich aufteilen.

    Das einfachste wäre aber echt gewesen Milosevic abzusetzen und Stambolic wieder reinzuhauen.

    Durch den ganzen Scheiss hat sich der Völkerhass so brisant entwickelt, dass man sich heute aufregt, wenn man Jugoslawe hört.

    Tja, ganze Arbeit haben die geleistet.

  9. #539
    Avatar von Cobra

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    Ihr schmierigen Heckenpenner
    Der nächste der den gesamten Scheiss zitiert wird von mir persönlich aus dem Thread geworfen. Oder gleich aus dem ganzen Internet

  10. #540

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    meine lieblingstheorie ist das jugoslawien zu mächtig geworden ist und man das land deswegen zerschlagen muste

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