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Jugoslawien und Tito bleiben en vogue

Erstellt von Esseker, 14.02.2013, 18:24 Uhr · 73 Antworten · 3.164 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Dadi

    Registriert seit
    30.07.2012
    Beiträge
    6.401
    nachtrag: scheiß drauf, mir gehts ned dadrum mir irgendwas utopisch-vergangenes zu wünschen, ich wärme meinen arsch hier, wo auch immer das sein mag, es geht mir nur darum, dass sich auch bitte die, die ihr's so unendlich blind loben, aber nicht mit den heutigen alltäglichen problemen direkt konfrontiert sind, etwas zurückhalten sollen


    und habs wieder gemacht

  2. #32
    Avatar von Parker

    Registriert seit
    28.09.2011
    Beiträge
    5.793

    Jugoslawien und Tito bleiben en vogue

    Zitat Zitat von Esseker Beitrag anzeigen
    Kommt eben ganz drauf an, was "Schrott" für dich ist? Das gesamte Projekt als schrott zu bezeichnen ist falsch, denn dafür ging es den Leuten eine lange Zeit richtig gut dort, es waren Fortschritte da, die es in dieser Fortschrittlichkeit heute in den Republiken nicht gibt. "Schrott" ist für mich dann der Krieg, den braucht man nicht mehr, "Schrott" ist für mich auch die egoistischen Machthaberein einzelner Leute nach Titos Tod und damit verbundene Megaverschuldung, aber "funktionierende Eigenwirtschaft", ein gewisses internationales Standing, ein brüderliches Miteinander (wenn auch vereinzeltn natürlich nie), das verkörperte Tito und doch, das brauchen die jetzigen Staaten mit ihren jetzigen Problemen, die sie haben.

    - - - Aktualisiert - - -



    Der Krieg hat doch etliche Schäden hinterlaßen. Was von Jugoslawien blieb waren viele Industrien, Autobahnen, Universitäten, Sportstadien usw.
    Du hast Recht! Das ganze Projekt war kein Schrott. Im Gegenteil, war es doch eine richtig gute Idee, aber eben nur die Grundidee. Die Ausführung war miserabel. Die Ursachen für die Überschuldung ist nicht bei einigen Leuten nach Titos Tod zu suchen. Eine funktionierende Eigenverantwortung? Ich hoffe, du meinst nicht die legendäre Arbeiterselbstverwaltung, denn die war alles andere als funktionierend. Woher kam denn das, wie du es nennst, internationale Standing? Wieso ging es den Menschen eine gute Zeit lang gut? Was war denn bitte das Fundament dieser Wirtschaftspolitik? Es war ein Kartenhaus! Das Ganze war eine riesige Mogelpackung! Ja, das brüderliche Miteinander funktionierte einigermassen. Und weshalb? Aus zwei Gründen. 1. Es wurde verordnet, 2. Es ging den Menschen gut. So bald es ihnen nicht mehr so gut ging, weil das Kartenhaus einzustürzen drohte, und das wäre es auch mit Tito, war es nicht mehr weit her mit der Brüderlichkeit. Tito verkörperte all das, was du aufzählst, nicht wirklich, er propagierte es lediglich. Denn ein nicht wirklich existierendes Luftschloss kann man nicht verkörpern, man kann es die Menschen nur glauben lassen. Ich bin kein Gegner der jugoslawischen Idee. Wenn ich den Hit der Band Juli bemühe, dann meine ich das auch so. Aber man muss der Wahrheit auch einmal ins Auge sehen. Für mich persönlich war die Erkenntnis, dass alles nur eine in sich zusammenstürzende Fassade war, eine bittere Erfahrung und Enttäuschung, aber ich werde mich nicht selbst belügen, um ein falsches Vermächtnis in Ehren zu halten.

  3. #33

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    20.09.2012
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    470
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Nur mal ein winziger Teil, vom Rest mal abgesehen:


    Ihr könnt noch so viel erzählen...ich kennen in Kroatien kaum jemanden der ein YU zurück will.

    Und ja, in YU hat man teilweise einen Korb Dinar für ein Brot bezahlt und die Scheine konnten gar nicht lang genug sein um die ganzen Nullen unterzubringen, aber bitte gebt uns doch so ein YU zurück.
    Klar, weil die Kroaten sich ja immer ausgebeutet gefühlt haben, so wurde es mir gesagt, weil sie eigtl von Anfang an nie ein Jugoslawien wollten und schon immer lieber für sich alleine waren, ohne die anderen Balkanländer und sie haben am meisten gelitten, dass sie ihre eigene Nationalität nicht ausleben durften. Wenn du heute den meisten Kroaten Jugoslawien nur erwähnst..fühlen sie sich fast beleidigt..außerdem war Kroatien im 2. WK auf der Seite der Deutschen und die hatten ja verloren und es passte ihnen so gar nicht, dass sie dann mit dem Gegnern der Deutschen in ein Land „gezwungen“ wurden.

    Wen´s interessiert....:

    Jugoschwabo: Jugoslawien lebt!

  4. #34
    Ado

    Registriert seit
    01.03.2009
    Beiträge
    8.973
    Wow, danke Esseker für den Artikel!

    Beste Stelle, v.a. das Fettgedruckte

    Die wahrscheinlich gängigste Form der Jugo-Nostalgie dient dem Ausdruck einer anti-nationalistischen Denkweise wie auch dem Wunsch, Jugoslawiens Leitmotto "Brüderlichkeit und Einheit" (Bratstvo i Jedinstvo) den Balkanvölkern wieder zu vergegenwärtigen. So hat der derzeit beste Tennisspieler der Welt, Novak Djoković, kurz vor seiner Titelverteidigung bei den Australian Open 2013 ein Foto, auf dem er mit einigen Tennisspielern aus dem ehemaligen Jugoslawien abgelichtet wurde, auf Twittter verbreitet und mit "Jugoslavija, Jugoslavija!! Tako je momci" (Jugoslawien, Jugoslawien, so ist das, Burschen) kommentiert.
    Djoković ist jener Prominente vom Balkan, der sicher am häufigsten mit dieser Art der Jugo-Nostalgie auffällt. Berühmt ist auch seine Aussage "Ich fühle mich wie ein Vertreter aller Völker des ehemaligen Jugoslawien". In kroatischen Medien wird er mitunter auch als "unser" (naš) bezeichnet, oder wie es der kroatische Fußballtrainer Miroslav Blažević einmal sagte: "Auch wir Kroaten sind stolz auf Djoković, denn schließlich sind wir alle vom Balkan."

    Diese Form der Jugo-Nostalgie ist unter den Jugendlichen am häufigsten verbreitet. Sie zeigt sich durch das gemeinsame Feiern, durch das Besuchen der jeweils anderen Staaten, durch das Hören alter jugoslawischer Bands. Das alles spiegelt das Bedürfnis wider, den ethnozentrierten Politiken ein Ende zu setzen und das Gemeinsame wieder in den Mittelpunkt zu stellen.
    Solange die Jugo-Nostalgie den Menschen alternative politische und gesellschaftliche Konzepte vergegenwärtigt, solange sie die Kritikfähigkeit der jungen Generationen nährt, so lange wird sie ihre Legitimation haben und auch en vogue bleiben. Denn schließlich besitzt sie die Kraft, zu vereinen - etwas, das am Balkan noch immer dringend notwendig ist. (Siniša Puktalović, daStandard.at, 14.2.2013)

  5. #35
    Avatar von Krosovar

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    9.101



  6. #36
    Grahic
    Die Moral der Geschichte liebe Balkanesen, multikulti ist modern, toll, hoert sich gut an ...
    Funktioniert aber leider net!! Nur ein bischen, solange es allen gut geht ... denkt mal darueber nach, und schaut rechts und links, ist nicht so falsch diese Theorie ...
    pozdrav
    Leider will immer irgendwer/irgendeine Ethnie dominieren, liegt wohl in unserer Natur

  7. #37

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    20.09.2012
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    470
    Grahic funktioniert in den USA ohne Krieg, der Balkan ist noch nicht so weit. Da meint jeder, er sei was Besseres. Ich bin auch eine Yu-Nostalgikerin, denke aber auch, dass die zusammen nicht in einem Land leben können, außer es kommt wieder so ein Dikatator, der vor allem den Nationalisten einen Riegel vorschiebt...aber es ist zu viel Hass da.....und den kann man nicht leugnen.

  8. #38

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    28.10.2010
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    15.315
    Ihr Träumer.

  9. #39
    Grahic
    Zitat Zitat von Sneki_Jugoschwabo Beitrag anzeigen
    Grahic funktioniert in den USA ohne Krieg, der Balkan ist noch nicht so weit. Da meint jeder, er sei was Besseres. Ich bin auch eine Yu-Nostalgikerin, denke aber auch, dass die zusammen nicht in einem Land leben können, außer es kommt wieder so ein Dikatator, der vor allem den Nationalisten einen Riegel vorschiebt...aber es ist zu viel Hass da.....und den kann man nicht leugnen.
    Hast Recht Sneki!! Habe ich ja auch so geschrieben solange es allen gut geht ich bilde mir uebrigens ein, sooo schlecht funktioniert das in DEU auch nicht obwohl das die meisten hier besser beurteilen koennen als ich, bin ja schlieszlich seit 19 Jahren weecchhh aus NJEMACKA
    pozdrav

  10. #40
    Avatar von Dadi

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    6.401
    jebo te taj koreanac u dupe da te jebo

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