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Jugoslawien wäre dieses Jahr 100 Jahre alt geworden

Erstellt von Falke, 11.02.2018, 22:33 Uhr · 105 Antworten · 3.808 Aufrufe

  1. #11
    Avatar von Dadi

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    Black, er hat die Wahrheit auf seiner Seite, vergiss es einfach

  2. #12
    Avatar von amerigo

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    5.156
    Zu 1944 wäre es höchstens Wert zurückblicken aber nicht zu Serbojugoslawien

  3. #13
    Avatar von Grdelin

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    23.480
    Egal.

  4. #14
    Avatar von Josip Frank

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    10.954
    Zitat Zitat von Falke Beitrag anzeigen

    Hätten die Serben nach dem 1. Weltkrieg nicht Jugoslawien gegründet, gäbe es heute nur Serbien (Groß-Serbien), und das sogar mit westlicher Unterstützung. Das nennt man wohl Ironie des Schicksals....

    .
    eins ist sicher....solange es Serben gibt, wird dieser Mythos weitervererbt

  5. #15

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    720
    Zitat Zitat von Josip Frank Beitrag anzeigen
    eins ist sicher....solange es Serben gibt, wird dieser Mythos weitervererbt

    hast du den Artikel nicht gelesen, der ist in Kroatien erschienen und von einem Kroaten verfasst... und im Übrigen hat Tudjman selbst diesen Umstand zugegeben, auch das steht im Artikel...

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Jure Gagaric Beitrag anzeigen
    Großserbien wäre genauso instabil gewesen, wie ein Jugoslawien. Bei historischen Ereignissen, kann man nicht einfach einen Baustein weglassen und glauben, dass sich dies keine weitreichenden Konsequenzen gehabt hätte. Die serbische Politik vergab damals die größte Chance überhaupt, die sich durch YU 1 bot.

    Interessanter ist doch, ob es den politisierten Kosovomythos etc. ohne Rvatn überhaupt so gewichtig geben würde. Wir haben hier einerseits die Priesterseite und dann die Politik, die ja nicht immer so sehr auf die Pfaffen setzte. Auf jeden Fall wäre ohne die proserbischen Rvaten und Briten kein Staat Jugoslawien entstanden, das war schon eine diplomatische Meisterleistung.

    Wieso wäre es instabiler gewesen als Jugoslawien, wie kommst du darauf ?


    Wenn die Kommunisten nicht die Macht übernommen hätten, wäre Serbien auch nach dem 2. Weltkrieg westlicher Verbündeter geblieben und Leute wie Milosevic und Karadzic hätten die politische Szene nie betreten....

  6. #16
    Avatar von Cobra

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    Zitat Zitat von Falke Beitrag anzeigen
    hast du den Artikel nicht gelesen, der ist in Kroatien erschienen und von einem Kroaten verfasst... und im Übrigen hat Tudjman selbst diesen Umstand zugegeben, auch das steht im Artikel...
    Und das reicht für dich um als Fakt zu gelten?

  7. #17

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    720
    Zitat Zitat von Cobra Beitrag anzeigen
    Und das reicht für dich um als Fakt zu gelten?

    Was denn, du widersprichst dem Vater des modernen Kroatiens, na gut du Geschichts Experte, erklär mir doch dann mal was passiert wäre wenn Serbien die Gründung Jugoslawiens abgelehnt hätte ? Wie hätte der Balkan alternativ ausgesehen ?

  8. #18
    Avatar von Jure Gagaric

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    Zitat Zitat von Falke Beitrag anzeigen
    hast du den Artikel nicht gelesen, der ist in Kroatien erschienen und von einem Kroaten verfasst... und im Übrigen hat Tudjman selbst diesen Umstand zugegeben, auch das steht im Artikel...

    - - - Aktualisiert - - -




    Wieso wäre es instabiler gewesen als Jugoslawien, wie kommst du darauf ?


    Wenn die Kommunisten nicht die Macht übernommen hätten, wäre Serbien auch nach dem 2. Weltkrieg westlicher Verbündeter geblieben und Leute wie Milosevic und Karadzic hätten die politische Szene nie betreten....
    nicht instabiler, sondern genauso instabil. Der Grund liegt doch auf der Hand, jede Menge Bosniaken, Kroaten und Mazes, die keinen Bock auf ein Großserbien gehabt hätten. Wäre es zu einem militärischen Konflikt mit Italien gekommen, hätte man die Dalmatinci evtl. Noch überzeugen können, aber das ist hypothetisch. Für den Erfolg Jugoslawiens, hätte man die nationalen Egoismen ablegen müssen. In Kroatien waren dazu einige bereit, es ging ja um die serbischen Brüder etc. Aber das war dann irgendwann auch eine Enttäuschung, was die andere Seite der Kroaten erstarken ließ. Dem hätte man in den 1920ern wunderbar entgegensteuern können.

  9. #19
    Avatar von Sakib Sejdovic

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    3.478

  10. #20

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    12.541
    Zitat Zitat von Jure Gagaric Beitrag anzeigen
    nicht instabiler, sondern genauso instabil. Der Grund liegt doch auf der Hand, jede Menge Bosniaken, Kroaten und Mazes, die keinen Bock auf ein Großserbien gehabt hätten. Wäre es zu einem militärischen Konflikt mit Italien gekommen, hätte man die Dalmatinci evtl. Noch überzeugen können, aber das ist hypothetisch. Für den Erfolg Jugoslawiens, hätte man die nationalen Egoismen ablegen müssen. In Kroatien waren dazu einige bereit, es ging ja um die serbischen Brüder etc. Aber das war dann irgendwann auch eine Enttäuschung, was die andere Seite der Kroaten erstarken ließ. Dem hätte man in den 1920ern wunderbar entgegensteuern können.
    Stimmt und man sollte aber auch nicht unerwähnt lassen, dass Pasic, Regent Aleksandar und andere führende serbische Politiker jener Zeit keineswegs naive Idealisten waren, die in der projugoslawischen Euphorie gefangen blieben, wo in allen serbischen Regionen der Habsburgermonarchie, Dalmatien und unter den liberalen Slowenen in grossem Umfang gerade diese Euphorie herrschte und zu spüren war.

    Wieso hat man sich aber trotzdem für Jugoslawien entschieden?

    Beispielsweise war der unversöhnliche antijugoslawische kroatische Nationalismus an diesem historischen Dezember 1918 fast nirgends zu hören. Serbische Politiker haben zu dieser Zeit nur Erfahrungen mit Kroaten aus dem jugoslawischen Komitee, meist Dalmatiner, die sich um Jugoslawien bemühten, um sich vor allem vor Italien als imperialen Staat und mittelstarke Seemacht zu retten, sowie mit jüngeren Intellektuellen wie Mestrovic, jugoslawischen Unitaristen.

    Anders als die Serben werden ironischerweise die meisten Kroaten erst in Jugoslawien zum ersten mal ein Wahlrecht bekommen. Gegen alle Erwartungen werden trotzdem alle überrascht sein, wenn bei den ersten demokratischen Wahlen die kroatische Masse dem gemeinsamen Staat Misstrauen entgegenbringt.

    Die Slowenen (mit Ausnahme der Kommunisten) unterstützten fast alle jugoslawischen Projekte bis 1941. Für Pasic, der Alpträume und Komplexe während seiner ganzen politischen Karriere vor den Bulgaren hatte, wollte auf keinen Fall, dass Kroatien ausserhalb der Grenzen des Landes blieb, das unter italienischer Schirmherrschaft gegen Jugoslawien, wie Albanien in den zwanziger Jahren, politisch und militärisch vorgehen könnte. Wir sollten hierbei die geostrategischen Gründe nicht ignorieren, wo auch selbst die Frankovci mit ihrem ideologischen Vater Josip Frank, die Vorläufer der Ustaschas, in diesem gemeinsamen Staat vorerst ihre Interessen sahen. Pavelic war letztendlich am ehrlichsten zu Pasic der ihm 1926 offen gesagt hat dass nahezu alle Kroaten, auch Radic, von Beginn an für ein unabhängiges Kroatien waren.

    Anstelle des Landes, in dem sich die Hauptstadt mit ihren Wachtürmen und Grenzposten an der Save und der Donau befand, wollte Pasic vor allem ein grosses Land mit einfach verteidigenden Grenzen. Die südslawischen Völker waren da keine Ausnahme. Keines der ost- und mitteleuropäischen Länder konnte in der des Zerfalls des Kaiserreichs dem Appetit widerstehen, sich über ihre „natürlichen“ Grenzen hinaus auszudehnen. Die Polen ergriffen die Länder im Osten, mit der Bevölkerung, die ihnen später Kopfschmerzen bereiten würde. Und die Griechen haben ziemlich unrealistisch versucht, einen grossen Teil von Kleinasien fernab vom Meer unter die Nägel zu reissen. In Bezug auf den griechischen Grössenwahn (Megali Idea) schien die jugoslawische Idee auf den ersten Blick durchaus durchführbar.

    Es gab aber auch andere Beispiele wo die intelligentesten serbischen Politiker und Denker dieser Zeit a là Slobodan Jovanovic oder Stanoje Stanojevic tatsächlich vor dem Ersten und Zweiten Balkankrieg Ideen in Betracht gezogen, Serbien nach dem Vorbild des mittelalterlichen Zarenreichs wie zu Dusans oder Milutins Ära zu erneuern.

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