Die Kraschowaner (kroat. Kraševani; auch Karašovani, Krašovanje, Karaševci oder Koroševci genannt; kyrillische Schreibweise Крашовани; engl. Krashovani oder Krashovans; rum. Caraşoveni, Cârşoveni, Cotcoreţi oder Cocoşi) sind eine südslawische Volksgruppe, welche sich in der Gegend um Caraşova und anderen nahe gelegenen Ortschaften im Bezirk Caraş-Severin in Rumänien (historische Region Banat) niedergelassen hat.


Man schätzt die Bevölkerungszahl dieser Volksgruppe auf etwa 5.000 Personen. Bei der rumänischen Volkszählung von 2002 haben sich 207 Personen ihre Volkszugehörigkeit als „Kraschowaner“ angegeben (1992 waren es 2.775 Personen). Die Mehrzahl der Volksgruppenangehörigen identifiziert sich heute als Kroaten.


Die Kraschowaner bilden eine Mehrheit in zwei Gemeinden des Bezirkes Caraş-Severin: in Caraşova und Lupac.








Sprache und Religion

Die Sprache der Kraschowaner ist ein archaischer Dialekt des Südslawischen, der ansonsten lediglich im Gebiet von Ost- und Südserbien, in der Republik Mazedonien, Bulgarien und im Timok-Tal um die Stadt Zaječar erhalten blieb.
Die Kraschowaner sind zum Teil römisch-katholische und serbisch-orthodoxen Christen und einer langen Geschichte der Solidarität mit Serbien, welche teils bis heute im Rahmen von gemeinsamen Serbisch-Kraschowanischen Vereinigungen fortlebt.