Skopje. DPA/baz. Mazedoniens Regierung hat den ökumenischen Patriarchen von Konstantinopel, Bartholomeus I., um Vermittlung zur Überwindung des Streits mit der orthodoxen Kirchenführung Serbiens gebeten. Der Patriarch möge einen Dialog der zerstrittenen Kirchen von Serbien und Mazedonien einleiten und somit zur friedlichen Beilegung des andauernden Konflikts beitragen, schrieb der mazedonische Regierungschef Vlado Buckovski am Montag an den ökumenischen Patriarchen.

Am Wochenende war der jahrzehntelange Streit um die Selbstständigkeit der mazedonischen orthodoxen Kirche von Serbien eskaliert. Die Führung der serbischen Kirche hatte einseitig die Autonomie des abtrünnigen Erzbistums im westmazedonischen Ohrid anerkannt und den proserbischen Geistlichen Jovan zum Erzbischof ernannt. Die von den anderen orthodoxen Kirchen nicht anerkannte mazedonische Kirchenführung hat dies scharf kritisiert.

Die mazedonischen Bischöfe wollen an diesem Dienstag über weitere Schritte beraten. Die serbische Kirche hatte vor einem halben Jahrhundert der Kirche in Mazedonien Autonomie zugestanden. 1967 trennte sich diese, unterstützt von der damaligen kommunistischen jugoslawischen Staatsführung, von Belgrad und war seitdem weitgehend international isoliert.

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