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König Tvrtko I

Erstellt von bosmix, 20.09.2007, 23:16 Uhr · 25 Antworten · 3.712 Aufrufe

  1. #1
    bosmix

    König Tvrtko I

    Die Blüte des bosnischen Fürstentums und Königreichs im 14. Jahrhundert

    In den 1280er Jahren erbte Stefan Kotroman die Herrschaft über eines der nordbosnischen Territorien. Er stritt lange mit der aus der Gegend von Bribir in Dalmatien stammenden Adelsfamilie der Šubićes um die Macht. Diese Familie hatte in den ersten zwei Jahrzehnten des 14. Jahrhunderts das alte Banat Bosnien großenteils regiert und zeitweise freundschaftliche Beziehungen zu Kotromans Sohn Stjepan II. Kotromanić unterhalten. Kotromanić bekam aber 1320 die Oberhand und wurde 1322 Ban von Bosnien. Er schuf einen größeren bosnischen Staat, indem er das alte Banat mit Territorien im Norden vereinigte, durch Eroberung Gebiete westlich das Banats einfügte, die vorher zu Kroatien gehört hatten und bei weiteren Eroberungen einen langen Abschnitt der dalmatinischen Küste zwischen Ragusa und Split einnahm. Schließlich annektierte er 1326 den größten Teil von Hum, womit Bosnien und Herzegowina zum ersten Mal zu einer politischen Einheit zusammengeschlossen waren. Kotromanić bemühte sich um freundschaftliche Beziehungen zu den anderen Mächten. 1340 gestattete er, um die Beziehungen zum Papst zu verbessern, dass Franziskaner eine Mission in Bosnien errichteten. Vor 1347 scheint er selbst zum römisch-katholischen Glauben übergetreten zu sein. 1353 wurde er im Franziskanerkloster Visoko begraben. Er hinterließ einen unabhängigen bosnischen Staat, der unter seinem Neffen Stjepan Tvrtko Kotromanić (später König Tvrtko I.) zum mächtigsten Staat auf der westlichen Balkanhalbinsel wurde.
    Dabei waren Tvrtkos erste Regierungsjahre schwierig. Er musste sich mit Revolten bosnischer Adelsfamilien und ungarischen Landnahmen herumschlagen und 1366 sogar am ungarischen Hof Schutz suchen, als eine Gruppe bosnischer Adliger seinen Bruder Vuk an seine Stelle setzte. Aber schon 1367 war Tvrtko wieder an der Macht, offenbar mit Hilfe des ungarischen Königs. Tvrtko wandte seine Aufmerksamkeit dem Süden zu. 1355 war das starke serbische Reich nach dem Tod von Stefan Uroš IV. Dušan weitgehend zusammengebrochen. Tvrtko unterstützte den serbischen Adligen Lazar Hrebeljanović, der sich mit anderen Adligen in Südwestserbien, Hum und Zeta um die Reste des serbischen Reichs stritt. Lazar belohnte Tvrtko bei der folgenden Aufteilung der Beute mit einem großen Streifen an Bosnien angrenzenden Landes: Teilen von Hum, Zeta, Süddalmatien und dem späteren Sandžak von Novi Pazar. Im hier gelegenen Kloster Mileševo ließ Tvrtko sich 1377 nicht nur zum König von Bosnien krönen, sondern auch von Serbien. Dies entsprach prahlerischer Selbsterhöhung, ebenso wie der imposante Hof byzantinischen Stils, den er in der Festung Bobovac einrichtete. Faktisch versuchte er nie ernsthaft, politische Macht in Serbien auszuüben. Stattdessen weitete er seinen Einfluss nach Dalmatien sowie Teilen von Nordkroatien und Slawonien aus und nannte sich in den letzten Jahren vor seinem Tod 1391 auch noch „König von Kroatien und Dalmatien“.
    Der Schlüssel zu Bosniens Wohlstand im Hochmittelalter war der Bergbau. Im späten 13. oder frühen 14. Jahrhundert waren deutsche Bergleute, so genannte „Sachsen“ (Sasi), aus Ungarn nach Bosnien gekommen. Die Gruben gehörten örtlichen Grundbesitzern und wurden von „Sachsen“ geleitet, die teilweise zu Reichtum und Ansehen gelangten. Kupfer und Silber wurden bei Kreševo und Fojnica gefördert, Blei bei Olovo, Gold, Silber und Blei bei Zvornik und vor allem Silber bei Srebrenica. In den Bergwerksorten und in wichtigen Handelsstädten wie Foča und Visoko gab es bedeutende Kolonien von Ragusanern - Ragusa hatte ein Monopol auf den Silberhandel innerhalb Bosniens und auf die Silberexporte über See. Als die Franziskaner in Bosnien begannen, Klöster zu gründen, zog es sie in die Städte mit römisch-katholischen Sachsen, Ragusanern und anderen Dalmatinern. So wurden diese Städte stark katholisch geprägt.

  2. #2
    bosmix


    1377 ließ sich Tvrtko Kotromanić zum König von Serbien und des Küstenlandes krönen. 1446 hat sich Stefan Vukšić Kosača dort zum "Herzog von Sveti Sava" ernannt, nach dem die heutige Herzegowina ihren Namen erhielt.





  3. #3
    Avatar von Koma

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    21.136
    ziemlich bunt der text da obem

    war dir fad heute??

  4. #4

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    862
    König Tvrtko hatte sicherlich Ambitionen auch nach Serbien zu expandieren, er liess sich deshalb auch in Raska(Sandzak), zum König von Serbien krönen, in Prije Polje wo die Serbisch Orthodoxe Kirche durch Sveti Sava gegründet wurde, obwohl er selbst Katholik war.



  5. #5

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    862
    Tvrtko war ein Guter König wollte aber nicht zum Islam übertreten, Deshalb scheiss auf den Ungläubigen Tvrtko Heil Gazi Husrev Beg

  6. #6
    Avatar von Cigo

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    02.03.2007
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    7.854
    Zitat Zitat von Turcin-Ipo Beitrag anzeigen
    Tvrtko war ein Guter König wollte aber nicht zum Islam übertreten, Deshalb scheiss auf den Ungläubigen Tvrtko Heil Gazi Husrev Beg
    das hat ihn doch grad so symphatisch gemacht

  7. #7
    Gast829627
    guter text bosmix..........

  8. #8
    foxy black
    Ein neues Denkmal in Tuzla

    120918129.5_mn.jpg

    sieht richtig bosslike aus

  9. #9
    Avatar von BlackJack

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    65.421
    Unter seiner Herrschaft wurde Bosnien zum mächtigsten Staat auf der westlichen Balkanhalbinsel, zu dem auch weite Teile Serbiens und Dalmatiens gehörten
    Tvrtko pravi King, svaka cast

  10. #10
    Avatar von Torca Basce

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    Beiträge
    3.256
    Eure Vorfahren von euch verraten Viele von denen sind gestorben um Bosnien christlich zu halten Svaka cast Tvrtku...Woher kommt eigentlich der Name Tvrtko ?

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