BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Erweiterte Suche
Kontakt
BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen
Benutzerliste

Willkommen bei BalkanForum - das Forum für alle Balkanesen.
Seite 1 von 6 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 56

Kolonialherrschaft der Europäer

Erstellt von Ainu, 07.05.2011, 23:08 Uhr · 55 Antworten · 4.890 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    20.04.2011
    Beiträge
    738

    Frage Kolonialherrschaft der Europäer

    Warum konnten Inder und Pakistaner,Afrikaner oder Südamerikaner die Europäer nicht verscheuchen,sie wurden geknechtet und waren sogar in Überzahl...

    Das Gegenteil zeigten z.B die Türken,die die Triple Entente in 4 Jahren verscheuchten oder die Albaner die Jahre lang mit dem Führer Skenderbeg erfolgreich gegen die Osmanen sich wehren könnten und das bei so einer mikrigen Anzahl an Soldaten.

  2. #2

    Registriert seit
    15.03.2011
    Beiträge
    1.567
    Hier die Meinung eines Nordafrikaners zu diesem Thema


  3. #3

    Registriert seit
    16.01.2011
    Beiträge
    3.725
    Lateinamerika war schon Ende des 19 Jh. entkolonialisiert, doch Sie brauchten noch viel Hilfe von den Spaniern, darum blieben auch viele Europäer nocht dort. z.B. Argentinien

    Afrika war das Schachbrett der europäischen Großmächten.
    Wie Sie die Osmanen aus Afrika vertrieben haben, bauten Sie im Inneren Afrika viele
    sogenannte "Unternehmen" auf, um die Bodenschätze Afrikas zu bekommen.
    Sie wären auch vor dem 2 WK entkolonialisiert worden, hätte Deutschland nicht in Ägypten angegriffen.

    Bei Indien und Pakistan war die Religion das Problem.
    Die Hindus und Muslime wollten je ein Land und Ostpakistan wurde dann zu Bangladesch
    Die anderen Teile Asiens waren auch von China oder Japan kolonialisiert


  4. #4

    Registriert seit
    18.03.2008
    Beiträge
    20.935
    Weil diese Länder ein anderes System hatten als die Kolonialmächte, die wirtschaftlich, militärisch und sonst wie überlegen waren. Außerdem hatten diese auch einen rasanten Geburtenzuwachs (im Gegensatz zu heute)

  5. #5

    Registriert seit
    20.04.2011
    Beiträge
    738
    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Weil diese Länder ein anderes System hatten als die Kolonialmächte, die wirtschaftlich, militärisch und sonst wie überlegen waren. Außerdem hatten diese auch einen rasanten Geburtenzuwachs (im Gegensatz zu heute)
    Trotzdem konnten diese und dann auch noch alle zusammen die Türken nicht "unterwerfen".

  6. #6

    Registriert seit
    18.03.2008
    Beiträge
    20.935
    Zitat Zitat von Ainu Beitrag anzeigen
    Trotzdem konnten diese und dann auch noch alle zusammen die Türken nicht "unterwerfen".
    Ähm doch?
    Wie ist denn bitte das osmanische Reich zerfallen?

    Dennoch würde ich die Türken nicht auf einer Stufe mit den Kolonialvölkern stellen, da diese selbst eine Kolonialmacht waren

  7. #7

    Registriert seit
    27.08.2009
    Beiträge
    498
    Wozu auch, gab ja nichts zu holen dort

  8. #8
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

    Registriert seit
    26.09.2010
    Beiträge
    3.309
    @Ainu

    Das ist nicht ganz richtig was du schreibst.

    Die europäischen Großmächte waren sich lange nicht einig wie sie das in Agonie liegende Osmanische Reich unter sich aufteilen sollen. Russland wurde z.b. im russich-türkischen Krieg von England unter Disraeli abgehalten Konstantinopel zu besetzen.
    Disraeli warnte die Russen damals "England kann wenn nötig 50 Jahre Krieg führen".

    Dennoch verloren die Osmanen im folgenden viele Provinzen an europäische Kolonialmächte, wie z.b. Libiyen bereits 1912 an Italien.
    Als der 1. WK ausbrach gab es keine Zurückhaltung mehr; Englang machte Ägypten zum Protektorat, okkupierte Palästina und Jordanien sowie den Irak und anektierten ausserdem Zypern. Frankreich macht sich u.a. Syrien mit Damaskus untertan.

    Die Osmanen hatten im 1.WK auf breiter Front viele Schlachten verloren, nur in der Galipolischlacht konnten sie sich gegen England behaupten.
    Das British Empire hingegen hatte nach Ende des 1. WK 1918 seine größte Ausdehnung ereicht, allerdings mit einem entscheidenden Nachteil für die Zukunft.
    Aufgrund der weitläufigen Besatzungen und des hohen personellen Verlustes an Soldaten, vor allem in den französischen Frontabschnitten gegen das Deutsche Reich, hatten die Engländer keine eigenen Soldaten mehr frei für offensive Aktionen. Dies begünstigte auch die Selbstbestimmung Kanadas und Australien welche sich zum ersten mal weigerten weitere Soldaten zu schicken und für sich den Dominion-Status forderten. Dadurch erfolgte die Umwandlung des BE in das Commonwealth.

    Da die Briten nun keine Soldaten mehr zur weiteren Besatzung Anatoliens zur Verfügung hatten, beauftragten sie die Griechen mit der Besatzung. Das ERgebniss ist Bekannt. Atatürk gelang es im Verborgenen in Zentralanatolien eine zunächst ca. 30.000 Mann starke Widerstandstruppe aufzubauen, welche bereits den Franzosen bei Maras eine schwere Niederlage beibrachte. Danach wachten die Engländer erst auf und versuchten die Griechen für ihre Ziele zu instrumentalisieren.


    (vgl. Geschichte des Osmanischen Reichs -ISBN 3-8289-0562-5

  9. #9
    Avatar von Hakan

    Registriert seit
    26.11.2009
    Beiträge
    1.218
    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    @Ainu

    Das ist nicht ganz richtig was du schreibst.

    Die europäischen Großmächte waren sich lange nicht einig wie sie das in Agonie liegende Osmanische Reich unter sich aufteilen sollen. Russland wurde z.b. im russich-türkischen Krieg von England unter Disraeli abgehalten Konstantinopel zu besetzen.
    Disraeli warnte die Russen damals "England kann wenn nötig 50 Jahre Krieg führen".

    Dennoch verloren die Osmanen im folgenden viele Provinzen an europäische Kolonialmächte, wie z.b. Libiyen bereits 1912 an Italien.
    Als der 1. WK ausbrach gab es keine Zurückhaltung mehr; Englang machte Ägypten zum Protektorat, okkupierte Palästina und Jordanien sowie den Irak und anektierten ausserdem Zypern. Frankreich macht sich u.a. Syrien mit Damaskus untertan.

    Die Osmanen hatten im 1.WK auf breiter Front viele Schlachten verloren, nur in der Galipolischlacht konnten sie sich gegen England behaupten.
    Das British Empire hingegen hatte nach Ende des 1. WK 1918 seine größte Ausdehnung ereicht, allerdings mit einem entscheidenden Nachteil für die Zukunft.
    Aufgrund der weitläufigen Besatzungen und des hohen personellen Verlustes an Soldaten, vor allem in den französischen Frontabschnitten gegen das Deutsche Reich, hatten die Engländer keine eigenen Soldaten mehr frei für offensive Aktionen. Dies begünstigte auch die Selbstbestimmung Kanadas und Australien welche sich zum ersten mal weigerten weitere Soldaten zu schicken und für sich den Dominion-Status forderten. Dadurch erfolgte die Umwandlung des BE in das Commonwealth.

    Da die Briten nun keine Soldaten mehr zur weiteren Besatzung Anatoliens zur Verfügung hatten, beauftragten sie die Griechen mit der Besatzung. Das ERgebniss ist Bekannt. Atatürk gelang es im Verborgenen in Zentralanatolien eine zunächst ca. 30.000 Mann starke Widerstandstruppe aufzubauen, welche bereits den Franzosen bei Maras eine schwere Niederlage beibrachte. Danach wachten die Engländer erst auf und versuchten die Griechen für ihre Ziele zu instrumentalisieren.


    (vgl. Geschichte des Osmanischen Reichs -ISBN 3-8289-0562-5

    Townshend kapitulierte am 29. April 1916 und ging mit 8000 Soldaten in Kriegsgefangenschaft.
    Die Briten betrachteten den Verlust von Kut als eine demütigende Niederlage, da es viele Jahre her war, dass eine so große Einheit sich ergeben musste. Nur vier Monate nach der Niederlage verloren sie auch die Schlacht von Gallipoli. Daraufhin entließen sie fast alle Kommandanten, die es nicht geschafft hatten, Townshend zu retten.

  10. #10
    Avatar von Carl Marks

    Registriert seit
    04.05.2011
    Beiträge
    1.004
    Original von Ainu
    Warum konnten Inder und Pakistaner,Afrikaner oder Südamerikaner die Europäer nicht verscheuchen,sie wurden geknechtet und waren sogar in Überzahl...

    Das Gegenteil zeigten z.B die Türken,die die Triple Entente in 4 Jahren verscheuchten oder die Albaner die Jahre lang mit dem Führer Skenderbeg erfolgreich gegen die Osmanen sich wehren könnten und das bei so einer mikrigen Anzahl an Soldaten.
    Die Europäer waren zur Kolonialzeit militärisch absolut überlegen und konnten mit wenigen Soldaten sogar das Weltreich China in die Knie zwingen. Die Seestreitmächte, die extrem gute Ausrüstung und die absolut strenge Disziplin waren das Rückgrat dieser Expansion.

    Im Endeffekt wie konnten sich die Menschen mit Steinäxten teilweise gegen gerüstete Soldaten mit Musketen und Kanonen behaupten???

    Die Kolonialisierung hatte in aller erster Linie aber wirtschaftliche Gründe, so sind die Europäer nicht als Eroberer wie die Mongolen aufgetreten, sondern eher als verdammt gut bewaffnete Händler, die auch für die kolonialisierten Länder Vorteile brachten.
    Ich brauch nicht zu erwähnen das das Schienennetz in Indien und Afrika noch von den Kolonialherren stammt und teilweise noch genauso alt ist. Es gibt wirklich Schienenstränge die uralt sind O_o

    Skenderbeg und seine Crew konnten sich in unzugänglichen Regionen relativ lange halten. Das kann man als Widerstandskämpfer ziemlich gut, aber man kann kein Volk dabei mitführen. Das Volk der Albaner war immer noch unter dem Einfluß der Osmanen, auch wenn Skenderbeg erfolgreich rummarodieren konnte. Zwar wurde mal partiell hier und da was befreit, aber so kann man sich nicht lange Zeit gegen eine "Supermacht" halten!

Seite 1 von 6 12345 ... LetzteLetzte

Ähnliche Themen

  1. »Haltet uns die Europäer vom Leib«
    Von Bambi im Forum Aussenpolitik
    Antworten: 17
    Letzter Beitrag: 19.01.2012, 19:31
  2. USA fordern Europäer zum Handeln auf
    Von economicos im Forum Wirtschaft
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 24.09.2011, 21:23
  3. Intelligenteste Europäer
    Von pqrs im Forum Rakija
    Antworten: 57
    Letzter Beitrag: 08.07.2011, 19:33
  4. Arbereshen: Die vergessenen Europäer
    Von Besa Besë im Forum Geschichte und Kultur
    Antworten: 124
    Letzter Beitrag: 04.07.2011, 13:56
  5. Die hälfte der Europäer ist zweisprachig......
    Von Albanesi2 im Forum Politik
    Antworten: 4
    Letzter Beitrag: 29.09.2005, 15:10