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Kolonialherrschaft der Europäer

Erstellt von Ainu, 07.05.2011, 23:08 Uhr · 55 Antworten · 4.880 Aufrufe

  1. #21

    Registriert seit
    20.04.2011
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    738
    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    @Ainu

    Das ist nicht ganz richtig was du schreibst.

    Die europäischen Großmächte waren sich lange nicht einig wie sie das in Agonie liegende Osmanische Reich unter sich aufteilen sollen. Russland wurde z.b. im russich-türkischen Krieg von England unter Disraeli abgehalten Konstantinopel zu besetzen.
    Disraeli warnte die Russen damals "England kann wenn nötig 50 Jahre Krieg führen".

    Dennoch verloren die Osmanen im folgenden viele Provinzen an europäische Kolonialmächte, wie z.b. Libiyen bereits 1912 an Italien.
    Als der 1. WK ausbrach gab es keine Zurückhaltung mehr; Englang machte Ägypten zum Protektorat, okkupierte Palästina und Jordanien sowie den Irak und anektierten ausserdem Zypern. Frankreich macht sich u.a. Syrien mit Damaskus untertan.

    Die Osmanen hatten im 1.WK auf breiter Front viele Schlachten verloren, nur in der Galipolischlacht konnten sie sich gegen England behaupten.
    Das British Empire hingegen hatte nach Ende des 1. WK 1918 seine größte Ausdehnung ereicht, allerdings mit einem entscheidenden Nachteil für die Zukunft.
    Aufgrund der weitläufigen Besatzungen und des hohen personellen Verlustes an Soldaten, vor allem in den französischen Frontabschnitten gegen das Deutsche Reich, hatten die Engländer keine eigenen Soldaten mehr frei für offensive Aktionen. Dies begünstigte auch die Selbstbestimmung Kanadas und Australien welche sich zum ersten mal weigerten weitere Soldaten zu schicken und für sich den Dominion-Status forderten. Dadurch erfolgte die Umwandlung des BE in das Commonwealth.

    Da die Briten nun keine Soldaten mehr zur weiteren Besatzung Anatoliens zur Verfügung hatten, beauftragten sie die Griechen mit der Besatzung. Das ERgebniss ist Bekannt. Atatürk gelang es im Verborgenen in Zentralanatolien eine zunächst ca. 30.000 Mann starke Widerstandstruppe aufzubauen, welche bereits den Franzosen bei Maras eine schwere Niederlage beibrachte. Danach wachten die Engländer erst auf und versuchten die Griechen für ihre Ziele zu instrumentalisieren.


    (vgl. Geschichte des Osmanischen Reichs -ISBN 3-8289-0562-5

    In Südafrika waren sich die Oranjen und die Briten auch nicht einig...

  2. #22
    Avatar von Carl Marks

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    1.004
    Zitat von Heraclius
    Meiner Meinung nach ist es falsch eine fremde Zivilisation und Kultur nach unseren Massstäben zu "bewerten". Jeder hat seine Lebensweisen, seine Traditionen und seine Gewohnheiten. Man verfällt schnell mal in Totalitarismus, wenn man den anderen falsche Lebensweisen vorhält. Gehen wir einfach nur davon aus, dass in anderen Ländern andere Sitten bestehen. Aber versuchen wir nicht, den anderen Völkern unsere Sitten aufzuzwingen.

    Heraclius
    So einfach ist es nun auch nicht...!

    Stell dir vor heutezutage würden in Bolivien Kinder und Frauen irgendwelchen Göttern öffentlich geopfert werden!? Da gibt es kein, "das ist eine kulturelle Eigenart, das müssen wir auch tolerieren". Da interveniert man schneller als man bis drei zählen kann...! So etwas erwächst aus einem allgemeinen Moralempfinden, das natürlich von der jeweiligen Kultur geprägt wird. Jedoch stehen alle Kulturen im Austausch miteinander und daher kann man grob von so etwas wie einer Weltmoral sprechen.

    Die Südamerikaner hätten um ihre Kulturen und Völker am Leben zu erhalten spätestens mit der Ankunft der Spanier ihre grundlegenden Handlungen überdenken müssen. Dies haben sie zu großen Teilen nicht gemacht und sind aufgrund ihrer Starrköpfigkeit auch gescheitert.

    Die Spanier waren jetzt bestimmt keine Wohltäter, aber wir müssen festhalten, dass die meisten "Amerikaner" Indianer, so wie die Indiostämme und Hochkulturen dort aufgrund der hier gängigen Kinderkrankheiten und Pocken fast ausgerottet wurden. Dieses Kapitel wird nur wenig beachtet, jedoch haben diese Krankheiten heftiger gewütet als die Pest im Mittelalter in Europa. Teilweise starben die Hälfte der menschen an den Krankheiten, die Gesellschaften waren so geschwächt, dass die Spanier nur die Schatten der früheren Hochkulturen übernahmen. Die berühmten Krieger der Azteken lagen teilweise zuhause im Todeskampf als die Spanier sich daran machten das Reich auseinaderzurupfen.Nach den Kämpfen von Cortez starben in Tenochtitlan, der Hauptstadt des Aztekenreiches über 60% der Menschen. Diese Zahl ist Wahnsinn und musste unweigerlich zum Untergang des Reiches führen!

    Im übrigen gibt es noch einiges an alter Kultur in Süd und Mittelamerika. Die komischen Feste der Mexikaner in "christlicher Verpackung" gehören mit dazu

  3. #23
    Avatar von Hakan

    Registriert seit
    26.11.2009
    Beiträge
    1.218
    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    So einfach ist es nun auch nicht...!

    Stell dir vor heutezutage würden in Bolivien Kinder und Frauen irgendwelchen Göttern öffentlich geopfert werden!? Da gibt es kein, "das ist eine kulturelle Eigenart, das müssen wir auch tolerieren". Da interveniert man schneller als man bis drei zählen kann...! So etwas erwächst aus einem allgemeinen Moralempfinden, das natürlich von der jeweiligen Kultur geprägt wird. Jedoch stehen alle Kulturen im Austausch miteinander und daher kann man grob von so etwas wie einer Weltmoral sprechen.

    Die Südamerikaner hätten um ihre Kulturen und Völker am Leben zu erhalten spätestens mit der Ankunft der Spanier ihre grundlegenden Handlungen überdenken müssen. Dies haben sie zu großen Teilen nicht gemacht und sind aufgrund ihrer Starrköpfigkeit auch gescheitert.

    Die Spanier waren jetzt bestimmt keine Wohltäter, aber wir müssen festhalten, dass die meisten "Amerikaner" Indianer, so wie die Indiostämme und Hochkulturen dort aufgrund der hier gängigen Kinderkrankheiten und Pocken fast ausgerottet wurden. Dieses Kapitel wird nur wenig beachtet, jedoch haben diese Krankheiten heftiger gewütet als die Pest im Mittelalter in Europa. Teilweise starben die Hälfte der menschen an den Krankheiten, die Gesellschaften waren so geschwächt, dass die Spanier nur die Schatten der früheren Hochkulturen übernahmen. Die berühmten Krieger der Azteken lagen teilweise zuhause im Todeskampf als die Spanier sich daran machten das Reich auseinaderzurupfen.Nach den Kämpfen von Cortez starben in Tenochtitlan, der Hauptstadt des Aztekenreiches über 60% der Menschen. Diese Zahl ist Wahnsinn und musste unweigerlich zum Untergang des Reiches führen!

    Im übrigen gibt es noch einiges an alter Kultur in Süd und Mittelamerika. Die komischen Feste der Mexikaner in "christlicher Verpackung" gehören mit dazu
    und du entscheidest was gut für südamerikaner ist?

  4. #24
    Avatar von Pjetër Balsha

    Registriert seit
    02.05.2010
    Beiträge
    6.287
    Zitat Zitat von Duušer Beitrag anzeigen
    Kosovo ist wohl die einzige Kolonie die heute existiert.
    das auch in jedem beschissenen thread kosovo erwähnt werden muss regt echt auf
    bitte mal ausnahmsweise kein kosovo thread !!

  5. #25
    Carlito
    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Ähm doch?
    Wie ist denn bitte das osmanische Reich zerfallen?

    Dennoch würde ich die Türken nicht auf einer Stufe mit den Kolonialvölkern stellen, da diese selbst eine Kolonialmacht waren
    Die Türken waren Befreier und keine Kolonialisten.

  6. #26
    Carlito
    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    So einfach ist es nun auch nicht...!

    Stell dir vor heutezutage würden in Bolivien Kinder und Frauen irgendwelchen Göttern öffentlich geopfert werden!?
    Was ist das denn für ein Argument? Zur Zeiten der Kolonisierung Amerikas hat man in Europa noch Frauen verbrannt. Die Hexenverbrennung war damals weit verbreitet, mit ihren diversen Ritualen, der Feuerprobe, Nadelprobe, oder Wasserprobe standen sie den Ritualen der Mayas oder Atzteken in nichts nach.

  7. #27
    Avatar von Carl Marks

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    04.05.2011
    Beiträge
    1.004
    Original von Hakan
    und du entscheidest was gut für südamerikaner ist?
    Ja weißt du, diese Frechheit nehme ich mir eindeutig raus!!! Für mich sind individuelle Freiheit der Lebensgestaltung, freie Meinungsäußerung und körperliche Unversehrtheit der Menschen so wichtig, das ich auf kulturelle Eigenheiten ganz derbe scheiße! Wenn Gaddafi zum Beispiel in Lybien aufs Maul verdient, dann verdient er aufs Maul, da kannst du nicht ankommen ,"es ist eine kulturelle Eingenart der Lybier Zivilsten zu quälen und zu töten..."!

    Original von Kılıç Ali
    Die Türken waren Befreier und keine Kolonialisten.
    Die Osmanen waren Eroberer und Ausbeuter. Sie haben kolonisiert wie auch islamisiert.

    Die Janitscharen sind dir als jemand der Kılıç Ali heißt doch bekannt??? Das sind von Griechen, Slawen und Albanern geklaute Kinder die islamisiert und fanatisiert wurden, nur um Jahre später gegen ihre eigenen Brüder und Väter zu kämpfen. Wenn die Frauen "Glück" hatten sind sie als Haremssklaven verkauft worden.

    Nur so viel zu deinen Befreiern und Eroberern!

  8. #28
    Avatar von Duušer

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    4.820
    Zitat Zitat von Kılıç Ali Beitrag anzeigen
    Die Türken waren Befreier und keine Kolonialisten.
    Befreier? Wir Orthodoxen und Katholiken waren freiwillig im Byzanthinischen Reich, mit Rom verbündet usw. nur um gegen euch Widerstand zu leisten.

    Sag das mal einem Kroaten ins Gesicht, er klatscht dich zurück bis in die Mongolei
    Vorallem wir Kroaten waren immer unter uns und haben immer auf Rom, Venedig, den Byzanthinern und Österreich-Ungarn geschissen weil man uns sowieso nur ausbeuten wollte, aber als die Osmanen kamen hatten wir ja keine Wahl, als uns mit den Habsburgern zu vereinen um gegen den türkischen Okkupator anzukämpfen, der sowieso nur Interesse an unsere Kinder hatte und Frauen.

    Also was hattet ihr zum Beispiel in Kroatien zu befreien? Ihr wolltet eh nur wie alle anderen Großmächte, ganz Eurasien unterwerfen.

  9. #29

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    Zitat Zitat von Duušer Beitrag anzeigen
    Befreier? Wir Orthodoxen und Katholiken waren freiwillig im Byzanthinischen Reich, mit Rom verbündet usw. nur um gegen euch Widerstand zu leisten.

    Sag das mal einem Kroaten ins Gesicht, er klatscht dich zurück bis in die Mongolei
    Vorallem wir Kroaten waren immer unter uns und haben immer auf Rom, Venedig, den Byzanthinern und Österreich-Ungarn geschissen weil man uns sowieso nur ausbeuten wollte, aber als die Osmanen kamen hatten wir ja keine Wahl, als uns mit den Habsburgern zu vereinen um gegen den türkischen Okkupator anzukämpfen, der sowieso nur Interesse an unsere Kinder hatte und Frauen.

    Also was hattet ihr zum Beispiel in Kroatien zu befreien? Ihr wolltet eh nur wie alle anderen Großmächte, ganz Eurasien unterwerfen.

    Der klatscht mal garkeinen... .

  10. #30
    Avatar von Hakan

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    Zitat Zitat von Carl Marks Beitrag anzeigen
    Ja weißt du, diese Frechheit nehme ich mir eindeutig raus!!! Für mich sind individuelle Freiheit der Lebensgestaltung, freie Meinungsäußerung und körperliche Unversehrtheit der Menschen so wichtig, das ich auf kulturelle Eigenheiten ganz derbe scheiße! Wenn Gaddafi zum Beispiel in Lybien aufs Maul verdient, dann verdient er aufs Maul, da kannst du nicht ankommen ,"es ist eine kulturelle Eingenart der Lybier Zivilsten zu quälen und zu töten..."!

    Die Osmanen waren Eroberer und Ausbeuter. Sie haben kolonisiert wie auch islamisiert.

    Die Janitscharen sind dir als jemand der Kılıç Ali heißt doch bekannt??? Das sind von Griechen, Slawen und Albanern geklaute Kinder die islamisiert und fanatisiert wurden, nur um Jahre später gegen ihre eigenen Brüder und Väter zu kämpfen. Wenn die Frauen "Glück" hatten sind sie als Haremssklaven verkauft worden.

    Nur so viel zu deinen Befreiern und Eroberern!
    es ging damals eindeutig nicht um menschenleben zu retten sondern um gold und um ausbeutung. ein menschenleben hatte damals nicht so einen großen wert oder etwa doch ? was ist mit hexenverfolgung?

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