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Die Kretaner

Erstellt von Opala, 11.11.2009, 11:08 Uhr · 57 Antworten · 9.845 Aufrufe

  1. #11
    Opala
    Das Familenleben der Kretaner

    Wie in allen Mittelmeerländern ist die Großfamilie auf Kreta traditionell eine der wichtigsten Institutionen der Gesellschaft. Die isolierte Insellage, zudem die Schutzhaltung gegenüber der ständigen Überfremdung durch Eroberer und die überwiegend agrarisch kleinräumig strukturierte Wirtschaft ohne nennenswerte Industrie, haben diese Tradition auf Kreta stärker lebendig erhalten als auf dem griechischen Festland. Das Leben der Kreter, wie der Griechen allgemein, wird stark durch die Familie bestimmt, deren Erfordernissen sich das einzelne Familienmitglied bedingungslos unterwirft. Uneingeschränkte Autorität hat der Vater, meist sogar gegenüber seinen verheirateten Söhnen.Wie wenig das Einzelindividuum gilt, geht schon daraus hervor, dass man auf dem Lande noch heute die Einwohner eines Dorfes nur nach Familien zählt. Diese umfassen in der Regel mindestens drei Generationen vom Großvater bis zum Enkel. Aber auch die ''Querverbindungen'' der Familien untereinander, die Beziehungen zu Onkeln, Tanten, Neffen, Nichten, Schwägern sind sehr viel enger als bei uns. Selbst in den größeren Städten bestimmt die Familie Berufsausbildung und Eheschließung der Kinder, auch wenn diese bereits volljährig sind. Heirat/Mitgift: wichtige Aufgabe des Familienvorstandes ist, für das Erbe der Söhne und die Mitgift der Töchter zu sorgen. Die Heirat der Tochter ist ein entscheidender Akt, bei dem vor allem in ländlichen Gebieten oft die Eltern den Heiratskandidaten auswählen. Ansehen, Besitz und die Mitgift (''Príka'') spielen die größte Rolle, Liebe nicht unbedingt. In traditionsreichen Familien ist es sogar üblich, dass der älteste Sohn solange nicht heiraten darf, bis seine Schwestern unter der Haube sind. Im Falle des Ablebens des Vaters muss er für ihren Unterhalt sorgen. Wichtig ist nach wie vor, dass die Tochter unberührt in die Ehe geht; zumindest muss der Schein nach außen gewahrt bleiben. Eine ''berührte'' Tochter wird man nur mit Schwierigkeiten und finanziellen Zugeständnissen an den Mann bringen können. Weiterhin entscheidend ist die Höhe der Mitgift. Je mehr die Familie der Tochter mitgeben kann, desto höher ihre Chance, in bessere Verhältnisse einzuheiraten. In der Regel wird Geld, ein Stück Land und wenn möglich ein Haus mitgegeben. Früher musste sich der Vater oft schwer verschulden, wenn mehrere Töchter zu versorgen waren. Der Grund für diese rigorose Aussteuerregelung ist, dass der Bräutigam vom Vater gewissermaßen ausbezahlt wird, weil er ihn von der Last der zu versorgenden Tochter befreit. Seit 1983 ist jedoch die gesetzliche Pflicht zur Mitgiftzahlung abgeschafft worden - für wirtschaftlich schwächere Familien eine große Erleichterung und kein Grund mehr für den Vater, sich sinnlos zu betrinken, wenn seine Frau zum zweiten Mal eine Tochter zur Welt gebracht hat. Feste: die größten privaten Feste sind die Taufe und vor allem die Hochzeit! Erst seit 1983 gibt es die standesamtliche Trauung - die kirchliche Trauung ist aber bei weitem die Wichtigere. Die sog. ''Krönung'' vor dem Altar symbolisiert die Vereinigung der Ehepartner vor Gott. Es folgt ein riesiges Essgelage am Nachmittag mit Dutzenden von Gästen. In kleineren Dörfern ist es üblich, dass jeder kommt.
    Gastfreundschaft: hier hat der Tourismus Unersetzliches zerstört. Bezeichnend ist die Tatsache, dass es für ''Gast'' und ''Fremder'' in Griechenland nur ein Wort, nämlich Xenos gibt. War es früher heilige Pflicht, dem fremden Ausländer den Schutz der Familie und des Dorfes anzubieten, ihn zu bewirten und eine Schlafstatt anzubieten, trifft man diesen uralten Brauch heute nicht einmal mehr in den abgelegenen Bergdörfern. Viel zu oft wurden die freundlichen Gastgeber ausgenutzt. Natürlich wird man auch hier und da einmal eingeladen, aber mit der echten ''Philoxenía'' hat das herzlich wenig zu tun.
    Ehrgefühl oder Ehrliebe: die Kreter sind temperamentvoll und in ihren Gefühlen meist sehr direkt. Vor allem ihr Ehrgefühl, das ''Philótimo'', ist sehr ausgeprägt - entsprechend leicht kann es verletzt werden. Man ist Fremden gegenüber offen und freundschaftlich eingestellt, doch kann das schnell umschlagen, wenn z.B. das Gefühl aufkommt in eine zweideutige Angelegenheit verwickelt zu werden. Blutrache: heute ist sie wohl ausgestorben. Entstanden ist sie aus dem Bestreben der Familienverbände unter keinen Umständen als schwächlich zu gelten. Leicht wäre man sonst in den Ruf gekommen, man könne sein Eigentum nicht verteidigen. Jede Verletzung der Familienehre musste deshalb sofort gesühnt werden. Ein verhängnisvoller Kreislauf war die Folge, der sich endlos fortpflanzt - denn die andere Partei denkt genauso. Die letzte ''Vendetta'' in größerem Stil fand angeblich von 1943 - 1952 statt, und kostete 20 Menschenleben. Am längsten hat sie sich in der wilden Sfakia erhalten. Die Sfakioten galten immer als die Gesetzlosen Griechenlands, kein Eroberer der Insel hat sie jemals unterwerfen können und staatlichen Zugriffen haben sie sich gerne entzogen. Sie haben ihre eigenen ungschriebenen Gesetze - der kleine Ruinenort Arádena, ist beispielsweise wegen einer Blutfehde verlassen worden. Wichtigste Funktion des Familienverbandes: Im Falle einer wirtschaftlichen Notlage einzelner Familienmitglieder übernimmt der Familienverband die Absicherung, nicht der Staat. Werden Vater und Mutter dann alt, kränkeln oder sterben, stellen die Kinder ihre eigenen Interessen hintan und kümmern sich nur noch um die Belange der Eltern. Dieses starke Integriertsein in die Familie, wo jeder für jeden da ist und alle Schwierigkeiten gemeinsam gemeistert werden, ist der Haupgrund, warum bei den Griechen Alkoholismus und Kriminalität kaum eine Rolle spielen. Andererseits: Arbeitsemigration, Landflucht und die Möglichkeit in Touristenorten leichtes Geld zu verdienen, haben auf Kreta das Entstehen der Kleinfamilie begünstigt und das allmähliche Aussterben der Großfamilie eingeleitet. Konkret: wenn die Kinder im Ausland arbeiten, kommen sie nur zu den großen Festtagen, wie Ostern zurück. Wer dagegen im Tourismus tätig ist, lebt meist an der Küste, wohin die alten Eltern nicht folgen können oder wollen und kommt nur in den Wintermonaten ins Dorf zurück.

  2. #12
    Opala
    N. Kazantzakis:

    Wer Griechenland jemals gesehen hat, trägt die Erinnerung an ein Wunder des Lichts im Herzen. Kein greller Glanz, keine gleißenden Farben, sondern eine alles durchdringende, leuchtende Helligkeit, die den Vordergrund erglühen lässt und die Ferne deutlich sichtbar macht. Der erste Eindruck der Landschaft ist streng. Sie scheint alle Träumereien abzulehnen. Sie ist trocken, karg, ausdrucksvoll und befremdend, wie ein furchtbar abgemagertes Gesicht. Darüber jedoch ist ein Licht, welches das Auge beseligt und zum Sinn des Sehens erweckt. Das Licht ist scharf und unsäglich mild zugleich. Es bringt die feinsten Einzelheiten mit sanfter Deutlichkeit heran, die einem das Herz höher schlagen lässt und umfängt das Nächste mit verklärender Verschleierung. Jedes einzelne Ding, ob von Gott oder Menschenhand geschaffen, ob zufällig oder geplant, ragt aus einer Aureole des Lichts, der Zeit und des Raumes heraus. Wir, die Kreter, lieben unsere Insel leidenschaftlich und folgen dem kretischen Geist, der aus der Epoche der Verliebten in der minoischen Zeit entstanden ist und sich durch die Jahrhunderte unter dem ständigen Einfluss anderer Völker, der Dorer, Ägypter, Byzantiner, Araber, Venezianer und Türken entwickelt hat.

    Dieser Geist überschreitet die Grenzen des Begriffs ''Kultur'' und lässt sich am Klang unseres Volksliedes ''Risítiko'', an dem pflanzlichen Motiv einer antiken Töpferware, an den Bewegungen eines Hirten, der seine Herden in den Bergen hütet, am Geruch des Gewürzstrauches ''Diktamos'', an den Augen des Priesters, der mit einer Waffe am Gürtel den Gottesdienst alleine in der Kapelle abhält, erkennen.

  3. #13
    Avatar von DerTherapeut

    Registriert seit
    25.08.2008
    Beiträge
    1.812
    Auf Bosnisch/Serbisch/Kroatisch nennt man sie

    KRETENI
    !

  4. #14
    Opala
    Die Waffen auf Kreta
    Auf Kreta ist Schweigen im Fall des Waffengebrauchs das strengste Gesetz. Die Schiesserei als Ausdruck der Freude (''Balothiés'' genannt) wird von der Mehrheit der kretischen Bevölkerung nicht als Verbrechen angesehen. Man kann daraus leicht schließen, das der Waffenbesitz auch nicht als Verbrechen betrachtet wird. Es ist nicht übertrieben zu sagen, das nur eine geringe Anzahl Kreter keine Waffen besitzt. Der Begriff Waffe reicht von einer traditionellen Luger oder Walther, das heißt Resten der deutschen Besatzung bis zu sowjetischen Schnellfeuergewehren. Kreter waren immer bereit, gegen die jeweiligen fremden Herren zu kämpfen. Unter diesen Umständen haben sich die Kreter an die Waffen gewöhnt und im Laufe der Zeit sind sie zu einer Art Erweiterung ihrer Persönlichkeit geworden. Das ist die traditionelle Anschauung vom Waffentragen auf Kreta, wie sie aus der Geschichte der letzten 100 Jahre und zwar aus dem mazedonischen Kampf, dem kleinasiatischen Feldzug, der Schlacht um Kreta und aus dem Widerstand gegen die deutschen Besatzer entstanden ist. Die Sitte des Schiessens in die Luft als Ausdruck der Freude ist sehr alt. Heute hat diese traditionelle Sitte ihre Spontanität verloren und man schießt, um sich in Szene zu setzen. Der Waffenhandel nutzt den Stolz und die angeborene Liebhaberei des Kreters aus, der auf keinen Fall eine Waffe niederer Qualität erwerben will. Dies ist der Ausgangspunkt für einen ''Ausrüstungswettbewerb''. Die Händler sorgen dafür, dass die modernsten Schnellfeuergewehre angeboten werden. Der Verbrauch an Munition nimmt zu, da die Waffe immer geladen sein muss. Zwischen Händler und Waffenbesitzer entsteht eine Abhängigkeit, die der zwischen Drogenabhängigen und Dealer entspricht. Besonders im Sommer bei den unzähligen Hochzeiten, die in den letzten zwei Wochen im August stattfinden ist der Verbrauch an Munition besonders hoch. Wenn die Gäste angeheitert sind, fallen bei einer Hochzeit bis zu 10.000 Schüsse. Wenn diese Zahl mit 300 Drs pro Stück (Mindestpreis) und der Zahl der Hochzeiten multipliziert wird, wird man sich des großen Interesses bewusst. Wegen des Preises werden Kugeln kretischer Herstellung oft dreimal benutzt, was besonders gefährlich ist, da sie im Lauf der Gewehre blockieren und explodieren können. Waffenpreise regeln sich nach Angebot und Nachfrage. Kenner legen Wert auf Reichweite, Treffsicherheit und Ladegeschwindigkeit. Der Einzelpreis einer sechzehnschüssigen Beretta 925 9 mm beträgt 300.000 - 400.000 Drs. Zum selben Preis kann man eine Magnum 357 kaufen. Eine achtschüssige Schnellfeuer-Browning kostet weniger als 250.000 DRS. Natürlich gibt es auch defekte Waffen auf dem Markt. Die griechische Polizei beschränkt sich auf das Ausüben von Kontrollen und das Schliessen von Geschäften im Falle einer Gesetzesverletzung. Zuweilen versuchte man die Kreter zu überreden die Waffen abzugeben, aber der Versuch erwies sich als erfolglos. Die meisten Waffen stammen aus der deutschen Besatzungszeit. Viele erwerben ihre Waffe auch im Ausland. Bemerkenswert ist auf jeden Fall, dass trotz der großen Zahl von Waffen auf Kreta, die Zahl der Verbrechen durch Kriegswaffen in umgekehrten Verhältnis zu ihrer Verbreitung steht. Das ist auch beim Alkohol der Fall: Rakí und Wein gehören zum Alltag des Kreters und trotzdem ist der Prozentsatz er Alkoholiker nur gering.


    Hier die sogennanten
    Balothiés:




    Balothiés bei einer Hochzeit


  5. #15
    Opala
    Kretanische Musik

    Musik und Tanz gehören zum Leben der Inselbewohner und sind fester Bestandteil jeder Feierlichkeit. Kreta hat eine eigene, tief verwurzelte Geschichte auf diesem Gebiet. Die kretische Musik ist nicht zu verwechseln mit der griechischen Musik. Kretische Musik klingt für ungeübte Ohren monoton, oft wehmütig und traurig, der orientalische Einfluss lässt sich nicht verleugnen. Die Lieder erzählen von Liebe, Leid, Trauer, Schmerz und Trennung, von Heimat, Helden, Kampf, Widerstand und Unterdrückung - von einer ganz spezifischen kretischen Gefühlswelt mit ihren Wertvorstellungen. Kretische Musik ist wild und ungebändigt, ganz anders als die brave Bousoúki-Musik des griechischen Fest-landes. Die eigentlich kretische Musik mit ihren 5/4-, 7/8-, oder 9/8- Takten und ihren verschliffenen Intervallen, klingt recht monoton und archaisch, manchmal fast extatisch. Musiziert wird meist in der klassischen Trioform: Lyra, Laouto und Tambouras. Kaum vermag ein europäisches Ohr sie von orientalischer Musik zu unterscheiden. Die kretischen Lieder, die sogenannten Rizitika und Mantinades, kommen ohne Lyra und Laouto nicht aus. Die kretischen Instrumente werden vor allem zur Musikbegleitung der Mantinádes eingesetzt. Dieses sind fünfzehnsilbige Reimpaare, die ihren Namen von dem italienischen Mattinata = Morgenständchen herleiten. Man hört sie bei Familienfesten und anderen festlichen Feiern. Die Melodie ist ganz einfach, da es nur auf den epigrammatisch-pointierten Inhalt ankommt. Neben einem festen Repertoire an Strophen wird auch aus der Situation heraus improvisiert. Oft wird jemand mit agressivem Witz angegriffen, an dem es dann ist sich ebenso schlagfertig zu wehren. Die Mantinaden sind bei den Kretern außerordentlich beliebt, denn sie bieten ein reiches Betätigungsfeld für ihren stets präsenten Humor, der sich kaum ein Ereignis entgehen lässt, um es nicht mit Spott und Ironie zu würzen. Die Rizítika-Balladen aus den Weißen Bergen leiten ihren Namen von ''Ríza'' ab, was hier soviel wie Fuß der Berge bedeutet. Sie handeln von den Gefühlen und Wertvorstellungen der Bergbewohner und entstanden zu einer Zeit, als man den oft langen Fußweg zu den Feldern oder ins nächste Dorf aus Furcht vor türkischen Überfällen nur in größeren Gruppen wagte. Noch heute werden sie ohne Musikbegleitung gespielt.

    Hier die berühmten Rizitika und Mantinades:

    Rizitika:







    Mantinades:








  6. #16
    Opala
    Tänze in Kreta

    Tanz ist die Sprache des Körpers. Freude, Trauer, Agression und Zuneigung werden ausgedrückt. Auf Kreta gibt es 23 verschiedene Tänze, die meist nur in unmittelbarer Nähe des Entstehungsortes getanzt werden. Nur die kretische Soústa, der Sírtos und der Pentosális sind inselweit üblich. Das Zerschlagen von Tellern - ''Spásimo'' in Kleinasien hat der Bräutigam den Wasserkrug seiner Braut zerteppert, so sollte jede Unstimmigkeit im gemeinsamen Leben zerbrechen; seit minoischer Zeit ist der Kreis die bevorzugte Tanzform. Frauen und Männer haben überwiegend getrennt getanzt. Ist die Lyra in Fahrt gekommen und hat man sein Abendessen beendet, begeben sich Tänzer und Tänzerinnen auf die Tanzfläche. Nicht ungewöhnlich sind Einzeltänzer, die, mitgerissen von der Lyramusik, eine intensive Einlage geben. Vier kretische Tänze sind öfter anzutreffen: Sírtos (Reigentanz) Pentozális (Fünfschritt) Soústa (von ital. susta = federn) Kastrinós (Malevisiótis) schneller Sprungtanz.



    1. Sírtos ist ein schneller Reigentanz im 2/4-Takt, der in ganz Griechenland getanzt wird. Allein auf Kreta gibt es zahlreiche Versionen. So heißt der Sírtos von Chaniá Chaniótikos, der von Rethimno Rethimniótikos. Beim Sírtos bilden die Tänzer einen offenen Kreis, indem sie sich bei den Händen und Schultern fassen. Der erste in der Reihe bestimmt was getanzt wird und kann sein ganzes Können präsentieren. Traditionell ist der Tanzkreis nie ganz geschlossen, wie man es heute als Zugeständnis an die Touristen manchmal sieht.

    Sirtos:


    2. Pentozális tanzten ursprünglich nur Männer. Er ist der wichtigste Tanz und erinnert an den antiken griechischen Schwertertanz. Die Männer umfassen sich an den Schultern, das Tanztempo steigert sich zu immer schnellerem Rhythmus, bis die Füße den Boden nicht mehr zu berühren scheinen. Der Anführer des Halbkkreises ist der Vortänzer, der sich ab und zu in schnellen Sprüngen von der Gruppe trennt. Den letzten Platz nimmt meist jemand ein, der die Schritte gerade erst lernt. Beim Chaniótikos tanzen auch die Frauen, halten sich an den Händen oder an einem Taschentuch und tanzen im Rund.

    Mein Lieblingstanz der Pentozális:



    3. Soústa wird zu Beginn von Hochzeiten getanzt. Der einzige Paartanz der Insel, hat seinen Ursprung wahrscheinlich in Rethimno. Die Soústa ist ein Paartanz, bei dem der Mann die Frau schnellhüpfend umwirbt Dieser Tanz wird vor allem auf Hochzeiten getanzt.. Bei den Tänzen scheint sich nur der Unterkörper zu bewegen, der Oberkörper ruht, sodass die Schultern der Tänzer eine feste Linie bilden. Schnellste Bewegung einerseits und Ruhe andererseits bewirken die Würde und Eleganz der kretischen Tänze.


  7. #17
    Kelebek
    Kretaner sind doch wie die Sizilianer.

  8. #18
    Avatar von Muslim

    Registriert seit
    07.10.2008
    Beiträge
    1.173
    ….bei uns ist komischerweise ( oh Kretenë) ein Schimpfwort, so jedenfalls kommt es bei Stupcat (Liki) immer wieder vor…. ...hat wahrscheinlich das Eine mit dem Anderen nichts zu tun…

  9. #19
    Opala
    Die Sfakioten: Freiheit, Mut, Ehre

    »Kreta ist das Herz Griechenlands und das Herz Kretas ist die Sfakia!«, sagen die Sfakioten mit berechtigtem Stolz. Denn die Bewohner der Weißen Berge mit ihrer ›Hauptstadt‹ Chora Sfakion wurden während der jahrhundertelangen Fremdbestimmung nie wirklich unterworfen, weder von Sarazenen, Venezianern, Türken, noch von Deutschen. Zu unübersichtlich ist das raue Bergland, zu zahlreich sind die weitverzweigten Höhlen und die scheinbar unpassierbaren Schluchten, in denen Einheimische Unterschlupf finden.
    Dass die unter extrem harten Bedingungen lebenden Hirten und Kleinbauern der Sfakia ihren besonderen Ehrenkodex besaßen und z. B. Viehraub nicht als Diebstahl ansahen, verschaffte ihnen den Beinamen ›Klephten‹ (Diebe). Doch ihr mutiger und kompromissloser Widerstand gegen jegliche Unterdrückung ließ den Namen rasch zur Ehrenbezeichnung für alle Widerständler werden.
    Der bekannteste Widerstandskämpfer gegen die Türken war der Sfakiote Daskalojannis. Wegen seines Wissens ›Lehrer‹ (Daskalo) genannt, führte der in Anopolis geborene Jannis Vlachos denAufstand von 1770/71 an. Unter falschen Versprechungen lockten ihn die Türken nach Iraklion und ließen ihn (im Beisein seines Bruders und - zur Verstärkung der Schmerzen - vor einem Spiegel) bei lebendigem Leib häuten.
    Stolz und Ehre sind auch innerhalb der Familienverbände höchste Werte. So kann schon der Eindruck persönlicher Kränkung, erst recht jedoch die Verführung eines jungen Mädchens die Blutrache auslösen, die noch im 20. Jh. ganze Sippen auslöschte. Auge um Auge, Zahn um Zahn, Tod um Tod gilt für Sfakioten. Dass diese leidenschaftlichen, selbstbewussten und wortkargen Gebirgler aber auch besonders hilfsbereit und gastfreundlich sind, können viele Bergwanderer bezeugen.






    Sfakioten wirklich sehr ähnlich wie die Arvaniten und Manioten.

  10. #20
    IbishKajtazi
    eine kulturelle ähnlichkeit zu albanern kristalisiert sich da raus da werden jetzt sicherlich welche rumjaullen aber es ist so

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