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Der Kroate Mijat Tomić

Erstellt von Krešimir, 18.03.2010, 19:12 Uhr · 70 Antworten · 5.493 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Krešimir

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    Der Kroate Mijat Tomić

    Mijat Tomić




    Mijat Tomic (* 1610 im Dorf Gornji Brišnik, in der Nord-West-Herzegowina; † 1656 bei Doljani) war ein Hajduk.

    Mijat Tomić war einer der bedeutendsten kroatischen Hajduken. Besonders in der Herzegowina um Županj-Potok (später Duvno, heute Tomislavgrad) war er aktiv. Er hat die Osmanischen Karawanen überfallen und geplündert und die Beute oft an Arme und Bedürftige verteilt. Er wurde in der Nord-West Herzegowina um das Jahr 1620 geboren, im kleinen Dorf Brišnik, im Teil Gornji Brišnik (Oberer Brišnik) und ist dort auch aufgewachsen. Das erste Dokument, welches den Namen Mijat Tomić beinhaltet, stammt aus dem Jahr 1640 und beschreibt sein Eintreten in das Hajdukenleben. Er ist früh ohne Eltern aufgewachsen und wurde vom Bruder seines Vaters (Niko) aufgezogen. Aus den Dokumenten aus dem Jahre 1640 geht hervor, dass er zwei Brüder und zwei Schwestern hatte. Eine seiner Schwestern hieß Manda, sie war die Mutter des legendären Mali Marijan (Kleiner Marijan), dem Neffen von Mijat. Mijat ging früh von seinem Onkel weg und ging zu Beg Kopcic um zu arbeiten. Er hütete Schafe bis zu seinem 20. Lebensjahr und ging dann zu den Hajduken.

  2. #2
    Baader
    Hajduken sind die, die es nicht zu den Janitscharen geschafft haben.

    Wie die Leute die bei Yahoo arbeiten, die habens auch nicht zu Google geschafft.

  3. #3
    Avatar von DZEKO

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    Besonders in der Herzegowina um Županj-Potok (später Duvno, heute Tomislavgrad) war er aktiv. Er hat die Osmanischen Karawanen überfallen und geplündert und die Beute oft an Arme und Bedürftige verteilt.




    der kroatische robin hood.

  4. #4
    Avatar von BosnaHR

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    Heroj

  5. #5
    Posavac
    Der kroatische Robin Hood

  6. #6

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    Zitat Zitat von Kroate4Immer Beitrag anzeigen
    Mijat Tomić




    Mijat Tomic (* 1610 im Dorf Gornji Brišnik, in der Nord-West-Herzegowina; † 1656 bei Doljani) war ein Hajduk.

    Mijat Tomić war einer der bedeutendsten kroatischen Hajduken. Besonders in der Herzegowina um Županj-Potok (später Duvno, heute Tomislavgrad) war er aktiv. Er hat die Osmanischen Karawanen überfallen und geplündert und die Beute oft an Arme und Bedürftige verteilt. Er wurde in der Nord-West Herzegowina um das Jahr 1620 geboren, im kleinen Dorf Brišnik, im Teil Gornji Brišnik (Oberer Brišnik) und ist dort auch aufgewachsen. Das erste Dokument, welches den Namen Mijat Tomić beinhaltet, stammt aus dem Jahr 1640 und beschreibt sein Eintreten in das Hajdukenleben. Er ist früh ohne Eltern aufgewachsen und wurde vom Bruder seines Vaters (Niko) aufgezogen. Aus den Dokumenten aus dem Jahre 1640 geht hervor, dass er zwei Brüder und zwei Schwestern hatte. Eine seiner Schwestern hieß Manda, sie war die Mutter des legendären Mali Marijan (Kleiner Marijan), dem Neffen von Mijat. Mijat ging früh von seinem Onkel weg und ging zu Beg Kopcic um zu arbeiten. Er hütete Schafe bis zu seinem 20. Lebensjahr und ging dann zu den Hajduken.
    Ein Coban, also.
    So wie sesar, nur der überfällt Frauen.

    Scheint ja kein schlechter Mensch gewesen zu sein.

  7. #7

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    622
    Mijat tomic war ein Harambasa (Hajduken Anführer)

    Auf dem Bild ist ein Harambasa aus Dalmatien zu sehen

    http://upload.wikimedia.org/wikipedi...m_Dalmatia.jpg

    Harambaša (Hajduken-Hauptmann) aus dem westherzegowinisch-dalmatinischen Grenzraum mit typischer Ausstattung (Bauchbinde: Kubura und Handžar. Linke Hand: Čibuk. Linke Schulter: türk. Muskete)

    Wie Tomić danach ein Hajduk wurde, beschreibt das, mit der Gusla zu begleitende, epischen Heldenlied Die geplünderte Begovica:
    Mähder sammelt der Kopčić Verwalter,
    Hundert Mähder und zweihundert Häusler
    Und dann redet er zu ihnen also:
    „Welcher morgen kommt nach Sonnenaufgang
    Dem laß ich dreihundert Prügel geben,
    Ihn ins unterste Gefängnis werfen,
    Laß ihn auch nicht frei aus dunklem Kerker;
    Oh, der Beg nicht aus dem Felde kehret,
    Und er kehrt nicht unter sieben Jahren.“
    Ob der Red' erschrocken sich alle Mähder
    Und vor Tage sind sie aufgestanden,
    Doch verspätet sich der Tomić Mijat,
    Trägt auf seinem Arm die lange Flinte,
    In der Hand die Sense sammt dem Schleiffstein,
    Zu ihm redet der Kopčić Verwalter:
    „Weißt Du, Mijat, was ich gestern sagte,
    Will's bei meinem Glauben auch vollziehen!
    Lasse Dir dreihundert Prügel geben,
    Dich ins unterste Gefängnis werfen,
    Frei nicht wirst Du bis der Murat Beg kommt,
    Und er kommt nicht unter sieben Jahren.“
    Als der Tomić Mijat dieses hörte,
    Warf er in das grüne Gras die Sense,
    Flüchtete sich in die weite Waldung
    Und dort trat er auf als kühner Räuber,
    Weilet nun so lang im grünen Walde
    Bis er sammelt einige Gefährten.[1]

    Auch sein Tod und die Rache seiner Gefährten wird in dem solchen Heldenlied, mit dem Titel Das Strafgericht der Haiduken beschrieben:
    „Inzwischen trifft in Bosnien ein großherrlicher Ferman ein,
    „der auf Mijat's Kopf drei Beutel Goldes und drei schöne Spahi-
    „liks zum Preise aussetzt. Zwar, als der Ferman verkündigt ward,
    „that man, als höre man nichts, und sprach von anderen Dingen,
    „so furchtbar war Mijat den Türken; doch endlich tritt ein arabi-
    „scher Hauptmann auf und verspricht, den Mijat, dem er einst
    „befreundet, auszuliefern. Er ergreift seinen Damascenersäbel und
    „seine lange Flinte, besteigt sein geschwindes Roß und eilt in die
    „Schluchten, den Geächteten aufzuspüren. Unterwegs trifft er den
    „Knees Elias, der aus der Stadt zurückkehrt mit zwei Lasten
    „Weins. „„Hast Du, fragt der Schwarze, diesen Vorrath zu
    „einem Trauer- oder Festmahl angeschafft?"" „„In meinem Hause
    „ist nicht Trauer, entgegnet Elias, sondern Freude, denn diesen
    „Abend wird Mijat mit seinen dreißig Gefährten bei mir speisen.""
    „„In Allahs Namen!"" ruft der Araber aus, „„lieferst Du den
    „großen Haiduken in meine Hände, auf daß das Haupt ich ihm
    „vom Rumpfe trenne, so erhältst drei Beutel Goldes Du zum
    „Lohne."" Der Knees nimmt den lockenden Antrag an und be-
    „stellt den schwarzen Araber zur Nachtmahlsstunde in sein Haus;
    „drauf scheiden sie und Elias kehrt in's Dorf zurück."

    „Als Mijat seinen Gevatter in's Gehöfte einziehen sieht, eilt
    „er ihm entgegen und späht nach dem Pulversack; doch gewahrt
    „er nur Schläuche mit Wein gefüllt, und der Knees erklärt ihm,
    „daß er im Bazar nur schlechtes Pulver gefunden, was kein Hai-
    „duk gebrauchen könne. Arglos setzen am Abend die Freunde sich
    „zur Tafel, und jubelnd trinket Mijat, als ihm plötzlich Thränen
    „auf die Stirn herniederträufeln und er die Gevatterin, die ihm
    „einschenkt, weinend hinter sich erblickt. „„Holde Marina, ruft
    „er, warum diese Thränen? Glaubst Du vielleicht, ich werde Dir
    „nicht Deine Pflege und Heilungskosten bezahlen?"" „„O,""
    „erwidert Marina, „„ich verlange keine Zahlung für Pflege und
    „Unterhalt; ich weine nur beim Gedanken an unsere Trennung
    „und weil furchtbares Leid Dir bevorsteht, denn Elias hat Dich
    „an den Araber verrathen."" Bei diesen Worten blickt Mijat
    „nach der Thür um, aber im nämlichen Augenbick tritt der schwarze.
    „Hauptmann ein, und strecken Flintenschüsse den armen Haiduken
    „nieder."

    „Nur Mijats Neffe, Marianko, entkommt bewaffnet
    „durchs Fenster und schießt im Gebirge sein Gewehr los.
    „[...] Stracks nun steigen die Haiduken hinab, doch sie finden nur Marianko schwer
    „verwundet, der erzählt den Verrath des Kneesen von Bobowo und
    „wie der Araber und seine türkischen Söldner sich in Elias's Kula
    „an leckerem Weine laben. Scherawitza beweint mit heißen Thränen
    „Mijat's Tod und alle Haiduken stimmen dumpfe Trauerklagen an;
    „alle brennen sie vor Begierde, ihren unglücklichen Gefährten zu
    „rächen, und stellen sich ohnweit des Dorfes in dem blutigen Eng-
    „paß auf, wo der Türken Weg hindurchführt. Bald erscheinen
    „diese, an ihrer Spitze der schwarze Araber mit Mijat's Haupt.
    „Bei diesem Anblick legt Scherawitza, von herbem Schmerz er-
    „griffen, auf den Hauptmann an und trifft ihn mitten in's Herz.
    „Drauf feuern auch die dreißig Haiduken los und dreißig Türken
    „sinken todt zu Boden; nun ziehn die Sieger in Bobowo ein, ver-
    „schonen zwar die brave, treue Marina, aber stürzen wüthend über
    „den treulosen Kneesen her, hauen Arm und Bein ihm ab, reißen
    „ihm Zähne und Augen aus und verbrennen ihn dann lebendig
    „in seiner Kula. Solch ein Lohn ward dem Verräther." —[2]

    Tomić wird noch heute - vor allem von den Kroaten der Herzegowina - verehrt und seine Taten sind unvergessen. So wird z. B. sein Tod noch heute von dem Guslar Željko Šimić besungen[3] und es werden Bücher über in veröffentlicht[4].
    Sein Grab ist noch heute auf dem Friedhof von Doljani zu sehen. Sein Grabstein, ein Stećak, wurde 1937 mit einer Gedenktafel versehen.

  8. #8
    Avatar von Tatar

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    Schaut gut aus in seiner Türkentracht.

  9. #9

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  10. #10
    Avatar von Exotic

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    1.689
    Ein richtiger Haydut

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