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Kroaten = Illyrer?

Erstellt von Kelebek, 12.10.2009, 15:29 Uhr · 218 Antworten · 20.922 Aufrufe

  1. #61
    Magic
    Zitat Zitat von AulOn Beitrag anzeigen

    Wir können wenigstens einige Elemente nachweisen, ihr hingegen gar keine, ausser ein paar komerzielle Gentest, in denen nicht mal 1 % der Gesamtbevökerung getestet wurden, haha!
    Wilkes is the foremost LIVING authority on the Illyrians. His is the LATEST comprehensive work on the Illyrian people. In his book, "The Illyrians", John Wilkes states on pg: 219:
    "NOT MUCH RELIANCE SHOULD PERHAPS BE PLACED ON ATTEMPTS TO IDENTIFY AN ILLYRIAN ANTHROPOLOGICAL TYPE AS SHORT AND DARK SKINNED SIMMILAR TO
    MODERN ALBANIANS."

    Wilkes has been proven CORRECT by science when the Human Genome Project's Y-chromosome study of European populations, confirmed that the vast majority of contemporary Albanians do not share an Illyrian or any Indo-European linneage - they are mostly a pre-IE Mediterranean population.

    John Wilkes correctly puts Illyrian descendants among contemporary ex-Yugoslavs, centered around Montenegro and Bosnia and branching out into Dalmatia and south-western Serbia. Wilkes hints that ex-Yugoslavs are slavicized Illyrians and he leans on C.S Coon who insists that Albanians are of mixed Slavic, Thracian, Turkish, Armenoid and Illyrian origin.




    Hahaha

  2. #62
    phαηtom
    es sollte eine eissorte namens illyrisch geben.. dann im sommer "eine kugel haselnuß, eine kokos, und einmal illyrisch bitte, danke!"

  3. #63

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    sollte sich definitiv herausstellen, daß die albaner keine illyrer sind, so wäre das entsetzen dermassen gross, dass sich der staat auflöste in seinem bestehen.

    auf jeden fall scheinen die kroaten und bosnier mehr illyrer zu sein, nachdem, was ich hier lese.

  4. #64
    ardi-
    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    sollte sich definitiv herausstellen, daß die albaner keine illyrer sind, so wäre das entsetzen dermassen gross, dass sich der staat auflöste in seinem bestehen.

    auf jeden fall scheinen die kroaten und bosnier mehr illyrer zu sein, nachdem, was ich hier lese.

    mal eine frage an dich was wurde dir angetan das du was gegen albaner hast?

  5. #65

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    Zitat Zitat von ardi- Beitrag anzeigen
    mal eine frage an dich was wurde dir angetan das du was gegen albaner hast?
    ich habe nichts gegen albaner, warum sollte ich.
    Und willst du wissen, was sie mir alles angetan und wie sie sich gegeben haben, so frage sie selber.
    Ein Beispiel habe ich dir schon mal gegeben: Schon die Feststellung, die UNO habe das Kosovo nicht anerkannt, hat gereicht, daß sehr viele über mich hergefallen sind, über viele Monate, bis heute. Und dabei stimmt die Aussage mit der UNO.
    Bei soviel Wahrheitsliebe ziehe ich doch gleich den Hut.

  6. #66
    Avatar von AulOn

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    Zitat Zitat von Magic Beitrag anzeigen
    Wilkes is the foremost LIVING authority on the Illyrians. His is the LATEST comprehensive work on the Illyrian people. In his book, "The Illyrians", John Wilkes states on pg: 219:
    "NOT MUCH RELIANCE SHOULD PERHAPS BE PLACED ON ATTEMPTS TO IDENTIFY AN ILLYRIAN ANTHROPOLOGICAL TYPE AS SHORT AND DARK SKINNED SIMMILAR TO
    MODERN ALBANIANS."

    Wilkes has been proven CORRECT by science when the Human Genome Project's Y-chromosome study of European populations, confirmed that the vast majority of contemporary Albanians do not share an Illyrian or any Indo-European linneage - they are mostly a pre-IE Mediterranean population.

    John Wilkes correctly puts Illyrian descendants among contemporary ex-Yugoslavs, centered around Montenegro and Bosnia and branching out into Dalmatia and south-western Serbia. Wilkes hints that ex-Yugoslavs are slavicized Illyrians and he leans on C.S Coon who insists that Albanians are of mixed Slavic, Thracian, Turkish, Armenoid and Illyrian origin.




    Hahaha
    John Wilkes war doch ein englischer, Journalist und Schriftsteller, kein Historiker oder Sprachwissenschaftler, oder ? Könntest du uns mal eine Deutschsprachige quelle liefern ?


    • Gottfried Wilhelm Leibniz, 10. Dezember 1709: Gottfrieds Brief im rumänischen Magazin Albania, in der er schreibt, dass die Albanische Sprache eine Nachfolgerin der Illyrischen sei.


    • Der Schwedische Historiker Hans Erich Thunmann bestätigt 1770 in seinen Studien, dass die Albanische eine Nachfolgerin der Illyrischen sei.


    • Der Österreicher Johann Georg von Hahn 1847: Er studiert Albanisch in Janina und erforscht antike Quellen über Illyrer und Pelasgier, er kommt zum Schluss, dass Albanisch direkt vom Illyrischen abstamme und dass die Illyrische von der Pelasgischen Sprach abstamme.


    • Der Italiener Camarda, albanischer Herkunft 1864: Er kam bei einer seinen Forschung über die Illyro-Albanische Sprache (Die Forscher gingen schon aus, dass die Albanische von der Illyrischen abstamme) zum Ergebnis: Die Albaner sind eines der antiksten Völker Europas.


    • Der Deutsche Gustav Meyer (Sprachwissenschaftler) 1883: Ergebnis seiner 8 Studien: Die Albanische Sprache ist eine indogermanische Sprache. Die Illyrische ist ihre Vorfahrin. Diesen beiden Sprachen wird die Zugehörigkeit eines eigenen "Astes" in der indogermanischen Sprachenfamilie zugeschrieben.


    • Der Franzose Edouard Schneider studierte 1894 die Nachfahren der Pelasgischen Sprache: Sein Ergebnis war, dass es die Albanische direkt ist.


    • Der Däne Holger Pedersen 1893: Er besuchte abermals Albanien und ihre Riviera und studierte dort die Albanische Sprache und die Albanische Folklore. Er kam zum Schluss, dass die Albanische Sprache von der Illyrischen abstammt.


    • Ausserdem diese nicht-albanischen Forscher bestätigen die illyro-albanische Abstammungstheorie: Christian Sandfield-Jensen, Norbert Jokl, Maximillian Lambertz und Giuseppe Schiró.


    Quelle : The Albanians: an ethnic history ... - Google Books

  7. #67
    Magic
    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    sollte sich definitiv herausstellen, daß die albaner keine illyrer sind, so wäre das entsetzen dermassen gross, dass sich der staat auflöste in seinem bestehen.

    auf jeden fall scheinen die kroaten und bosnier mehr illyrer zu sein, nachdem, was ich hier lese.
    So ist es,zwar nicht laut paar minderjährigen die sich z.b illyrischer igel usw.nennen jedoch laut universitäten,wissenschaftlern, genforschern,professoren usw.aus renomierten universitäten,wem soll man wohl glauben,bin gerade nicht sicher

  8. #68
    Avatar von AulOn

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    Noch mehr Lesestoff :








    LITERATUR:


    Aleksander Stipcevic
    Ilirët - Rilindja in Prishtina / 1980

    Johann Thunmann
    Untersuchungen über die Geschichte der östlichen europäischen Völker, teil -I- , Leipzig / 1774

    Franz Bopp
    Über das Albanesische in Skizzen verwandtschaftlichen Beziehungen / 1854

    George Zippel
    Die Römische Herrschaft in Illyrien bis auf Augustus, Leipzig / 1877



    Hans Krahe

    a) Die alten Balkanillyrischen Geographieschen Namen, Heidelberg / 1925
    b) Altillyrische Personennamen (Lexikon), Heidelberg / 1929

    Appiani Alexandrini
    Historia Romana, Illyr, 1863

    Anton Mayer
    Die Sprache der Alten Illyrier, Wien 1957-1959

    Noel Malcolm: Kosovo a Short History

    Über die Illyrier schrieb auch:
    Carl Paul, Herman Hirt, Norbert Jokl, usw.

  9. #69
    Avatar von AulOn

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    UNIVERSITÄT WIEN :

    Institut für Ur- und Frühgeschichte,
    Universität Wien
    ORF ON Science : Otto Urban : Wissen und Bildung . Gesellschaft Die Illyrer - ein kriegerisches Bergvolk?
    Neue archäologische Funde der Eisenzeit aus Albanien Archäologische Funde der Illyrer bieten den Albanern eine Identität zwischen den griechischen und slawischen Nachbarkulturen - zu sehen im Urgeschichtsmuseum von Asparn (NÖ). Albanische Funde in Österreich
    Illyrischer Helm,
    um 500 v. Chr.
    Dem Museum für Urgeschichte des Landes Niederösterreich in Asparn an der Zaya ist es gelungen, archäologische Funde aus Albanien für eine Ausstellung nach Österreich zu bringen.

    Durch die guten Kontakte von Prof. Dr. Andreas Lippert vom Institut für Ur- und Frühgeschichte der Universität Wien und in Zusammenarbeit mit dem Archäogischen Institut der Albanischen Akademie der Wissenschaften in Tirana ist es gelungen, mehr als 350 Originalfundstücke aus albanischen Museen im Museum für Urgeschichte in Asparn/Zaya zu zeigen.

    Sowohl das albanische Ministerium für Kultur wie die Botschafterin der Republik Albanien in Wien haben sich für das Zustandekommen der Kooperation eingesetzt. Viele Fundstücke werden das erste Mal außerhalb Albaniens gezeigt.
    Republik Albanien (www.ausserfern.at) Illyrer - gefürchtete Krieger und Seeräuber
    Illyrischer Helm,
    4. Jhdt. v. Chr.
    Die Illyrer waren gefürchtete Krieger und ihren Nachbarn, den Makedonen, über Jahrhunderte militärisch zumeist gleichwertig, manchmal sogar überlegen. So fiel Perdikkas II., König der Makedonen, im Jahr 359 v. Chr. in einer Schlacht gegen die Illyrer.

    Erst sein Nachfolger, König Philipp II. (359-336 v. Chr.), konnte den Illyrern erfolgreich Widerstand entgegensetzen. Trotz der großartigen Siege Alexander des Großen (336-323 v. Chr.) erhielt die Kultur der Illyrer ihre Eigenständigkeit.

    Die Illyrer waren nicht nur gefürchtete Krieger in Illyrien, sondern auch berüchtigte Seeräuber. So unterstellten sich 229 v. Chr. die griechischen Kolonien im adriatischen Küstengebiet und auf den vorgelagerten dalmatinischen Inseln dem Schutz Roms. Im anschließenden 1. Illyrischen Krieg 229-228 v. Chr. errichteten die Römer einen Brückenkopf an der dalmatinischen Küste. Im 2. Illyrischen Krieg (etwa 218-201 v. Chr.) gelangte dann die Region unter römische Herrschaft.
    Die Illyrer und ihre archäologischen Wurzeln

    Die Entwicklung von einem so genannten wehrhaften Hirtenvolk zu Ackerbauern wird an Hand archäologischer Funde fassbar. Im Rahmen der Ausstellung werden rund 350 Exponate des 13. bis 2. Jhdt. v. Chr. gezeigt. Im 6. Jhdt v. Chr. kam dann das Gebiet der Illyrer durch die Gründung griechischer Kolonien an der Adriaküste verstärkt in die Einflußsphäre Griechenlands. Griechische Luxuswaren wurden Prestigegüter der illyrischen Eliten.

    In den großen und reich ausgestatteten Sippengrabhügeln im Mat-Tal (Nordalbanien) oder am Ohrid-See finden sich daher auch zahlreiche griechische Importe.

    Die verstärkten griechischen Einflüsse zeigen sich aber auch besonders in der Entstehung und im Ausbau der befestigten Höhensiedlungen zu städtischen Zentralorten.

    Das Bild zeigt neben der bronzenen Speerspitze fein gearbeitete Goldbeschläge, die am Gewand im Bereich der Brust angenäht waren. Die Objekte stammen aus verschiedenen Gräbern der Spätbronzezeit (13./12. Jhdt. v. Chr.)
    Information zur Ausstellung (www.wipa.at) Reiche Grabfunde



    In der Sonderausstellung DIE ILLYRER werden mehrere reiche Sippengrabhügel, darunter das Grab des so genannten Fürsten von Belsh präsentiert. Es enthielt einen Bronzehelm, Beinschienen, Schmuck und Geschirr für eine repräsentative Festtafel sowie griechische Importstücke, vermutlich Geschenke, die im Zuge diplomatischer Beziehungen bzw. wirtschaftlicher Kontakte ausgetauscht worden sind. Die befestigte Bergstadt dieses Fürsten lag, wie Prof. Lippert bei der Führung anlässlich der Eröffnung sagte, an der Hauptverkehrsroute, die von der Adria ins nördliche Griechenland führte.

    Das Bild zeigt eine Auswahl verschiedener Prunkgräber der späten Bronzezeit bis beginnenden jüngeren Eisenzeit (13. - 4. Jhdt. v. Chr.), die als Beigaben mitgegeben worden sind.
    Die Illyrer - ein eisenzeitliches Volk im Hinterland Griechenlands
    Importgefäß aus Durres, 6. Jh. v. Chr. Die Illyrer sind, trotz ihrer räumlichen Nähe zu mediterranen Hochkulturen, recht wenig bekannt. Die Nachrichten antiker Autoren sind zumeist sehr selektiv - eigenständige Schriften sind, mit Ausnahme zumeist recht kurze Grabinschriften, nicht erhalten. So bilden als Grundlage für eine historische Interpretation, wie zumeist bei frühgeschichtlichen Kulturen, die archäologischen Funde die Hauptquelle.

    Dabei werden besonders die wirtschaftlichen Veränderungen sowie die schrittweise Übernahme griechischer Einflüsse deutlich. Diese führen nicht nur zum Import fremder Güter, sondern auch zu lokalen Imitationen und Nachahmungen. Am Ende dieses mehrere Jahrhunderte dauernden kulturellen Prozesses, der den Großteil der jüngeren Eisenzeit prägte, steht eine stark griechisch beeinflusste illyrische Stadtkultur. Es überrascht - und zeigt die starken traditionellen Kräfte - dass sich trotz dieser griechischen und späteren römischen Überprägung innerhalb der Sprache eine gewisse Eigenständigkeit zumindest im südlichen Illyrien (dem Gebiet des heutigen Albaniens und des angrenzenden Kosovo) erhalten hat.

    Eine gute und übersichtliche Zusammenschau des derzeitigen Forschungsstandes bietet ein zur Ausstellung herausgegebenes Buch "Die Illyrer", an dem österreichische wie albanische Wissenschaftler beteiligt waren. Neben der eigentlichen Geschichte wird die Kultur, Lebensweise, Wirtschaft und Sprache in eigenen Beiträgen dargestellt.
    Illyrer, Illyrien, Illyricum - ein Sprachenbabylon

    Unter Illyrien wird die Region entlang der adriatischen Ostküste verstanden, die heute etwa von Kroatien im Norden bis Albanien im Süden reicht.

    In Folge der Illyrischen Kriege gelangten große Teile Illyriens unter die Herrschaft Roms. Die Provinz Illyricum konnte allerdings erst nach den Kriegszügen von Oktavian 35-33 v. Chr. eingerichtet werden - endgültig befriedet (unterworfen) wurde dieser Raum erst 9 n. Chr. durch Tiberius. In claudischer Zeit, Mitte des 1. Jhdts. n. Chr., wurde dann die Provinz Illyricum in die Provinzen Pannonien und Dalmatien geteilt. Trotzdem wurden noch Jahrhunderte später, im 3. und 4. Jhdt. n. Chr., die bedeutenden römischen Herrscher Aurelian, Diokletian und Constantinus als "illyrische Kaiser" bezeichnet. Die Periode dieser illyrischen Kaiser, die von 249 bis 337 n. Chr. dauerte, leitete Claudius Gothicus ein.

    Auch als Zollbezirk blieb der Name Illyricum noch lange erhalten. Das portorium Illyricum umfasste beispielsweise ursprünglich Teile Norditaliens und das Hinterland der adriatischen Ostküste. Mitte des 2. Jhdts. n. Chr. wurden dann die Zollbezirke zusammengelegt, um große Wirtschaftsgebiete zur bilden. Der illyrische Zolldistrikt wurde mit dem thrakischen verschmolzen und reichte dann als publicum portorii Illyrici "von der Quelle der Donau bis zum Pontischen Meer", wie Appianus in seiner Illyrica mitteilte, das heißt dem neuen Zollraum der Illyriker gehörten die Provinzen Raetien, Noricum, Pannonien, Moesien, Dacien und natürlich Dalmatien an.

    Bild: Tonstatuete in spätarchaischem Stil, vermutlich Göttin Demeter. Apollonia, Anfang 6. Jhdt. v. Chr.

    Sonderausstellung: DIE ILLYRER,
    Archäologische Funde der Eisenzeit aus Albanien

    Im Museum für Urgeschichte des Landes Niederösterreich,
    Asparn an der Zaya,
    vom 3. April bis 28. November 2004, täglich außer Montag, von 9.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
    Museum für Urgeschichte Museum für Urgeschichte (science.orf.at) Illyrischer Einzelfund im Leitharaum
    Mannersdorf/Lgb. Der nördlichste Fundpunkt eines typischen illyrischen Gegenstandes, einer Frauennadel, wurde im Grab 76 eines keltischen Kriegers in Mannersdorf am Leithagebirge entdeckt, wie Peter C. Ramsl im Rahmen eines FWF-Forschungsprojektes feststellen konnte. Das Grab datiert um 300 v. Chr.

    Die Hintergründe für dieses wohl persönliche Erinnerungsstück des Kelten bleiben naturgemäß im Dunkeln. Er starb, nach Aussagen der Anthropologin, im relativ hohen Alter von über 50 Jahren. Es ist unbekannt, wie lange er dieses Einzelstück getragen hat. Sie belegen allerdings eine direkte Beziehung, wohl zwischen einer Illyrerin und einem Kelten. Damit öffnet die Archäologie ein Fenster, das bisher praktisch völlig geschlossen war: Die Kontakte der Illyrer zu ihren nördlichen Nachbarn.



    Der Fund wurde im Zuge archäologischer Rettungsgrabungen des Bundesdenkmalamtes 1979 geborgen. Neben einer Lanze und einem Schwert fand sich im Grab 76 auch das zierliche Schmuckstück einer illyrischen Frau: Eine Doppelnadel mit omegaförmiger Schleife.

    Üblicherweise werden diese speziellen Nadeln mit zwei Spitzen von illyrischen Frauen getragen: Den albanischen Archäologen sind aus dem südlichen Balkanraum bereits mehr als zweihundert solcher Nadeln bekannt. Sie werden häufig in illyrischen Frauengräbern gefunden und scheinen als Haarnadeln zur Befestigung eines Schleiers gedient zu haben.
    Museum Mannersdorf am Leithagebirge (www.mannersdorf-lgb.at)

    Braunsberg Achtung, alter Forschungsstand:
    die illyrische Hallstattkultur in Österreich

    Bis etwa 1960 bezeichneten viele Sprachwissenschafter eine ältere und über weite Bereiche Kontinentaleuropas verbreitete Sprachschicht als "Illyrisch"; in der Folge bezeichneten dann die Prähistoriker oftmals die Hallstattkultur irrtümlicherweise als illyrisch. Beides ist heute nicht mehr aufrecht zu erhalten.
    Der Hinweis auf die illyrische Urbevölkerung auf einem Gedenkstein auf dem Braunsberg bei Hainburg (Bild) ist daher falsch - er soll allerdings, meines Erachtens, als Zeitzeugnis stehen bleiben.

    Eine ethnische Deutung ältereisenzeitlicher archäologischer Kulturen ist nur beim Vorliegen eindeutig lokalisierbarer historischer Volksnamen möglich. Die ehemals als "illyrisch" bezeichnete Sprachschicht wird heute von den Linguisten zumeist als "alteuropäisch" bezeichnet.
    Braunsberg (science.orf.at) Illyrische Sprache, heute

    Die illyrische Sprache gehört zu den indogermanischen Sprachen. Mit Ausnahme des albanischen Raumes wurde das Gebiet der Illyrer weitgehend romanisiert. Zum Teil wurden erst in im 19. Jhdt. diese romanischen Sprachen, insbesondere Dalmatisch, durch slawische Sprachen verdrängt.

    In der albanischen Sprache haben sich noch kennzeichnende Elemente der illyrischen Sprache erhalten. Die illyrische Sprache ist jedoch nur durch Orts- und Personennamen sowie einigen wenigen hundert kurzen Inschriften, die im heutigen Albanien und den angrenzenden Räumen bis Unteritalien gefunden worden sind, bekannt. Dennoch können sich die heutigen Albanier mit gutem Recht auf die antiken Illyrer zurückleiten.
    Danksagung

    Berichterstatter möchte Prof. Lippert sowie Kollegen Dr. Ernst Lauermann, Direktor des Urgeschichtsmuseum Asparn (Bild), und Mag. Josef Engelmann (wipa) für diverse Informationen und Bilder danken.

    Copyright der Bilder bei Aktuelles und www.urgeschichte.at ohne Nennung der Urheber (Fotografen)
    o.Univ.Prof.Dr. Andreas Lippert

  10. #70
    Avatar von AulOn

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    Albanesische Studien, I-III - Johann Georg Von Hahn














    Albanesische Studien, I-III - Johann Georg Von Hahn (1854)

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