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Kurzgeschichten

Erstellt von Lance Uppercut, 17.06.2009, 22:18 Uhr · 31 Antworten · 2.502 Aufrufe

  1. #21

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    In diesem raum ohne zeit sitzt du mir gegenüber, seit einer ewigkeit sagen wir kein wort, du greifst nicht mal nach meiner hand. nur eine wand trennt uns von der welt da draußen die sich dreht und wir versuchen unsere hier drin vor dem untergang zu bewahren. auch ohne dich anzusehen kenne ich das mischverhältnis deiner grün-braunen augen, und ich spüre du willst etwas sagen doch wie ich traust du dich nicht die stille mit worten zu berühren. langsam verschmelzen wir mit diesem raum und finden am schweigen das unterträglich war gefallen, es ist nur ein hinauszögern, denn ich weiß du willst noch nicht gehen, und du weißt ich will dass du bleibst. als ob die letzten jahre nicht gewesen wären, kann ich jetzt nicht einschätzen was weiter passiert und wie du reagierst auf mein nichtreagieren und es kommt mir vor wie ein spiel, und keiner will verlieren. gefühlte null grad celsius beträgt die kälte deines blickes und ich lasse ihn abprallen, spüre nur das blut in meinem kopf pulsieren, frage mich wie lange können wir noch diese spannung aufrecht erhalten und ich bin mir sicher du fragst dich genau dasselbe wie ich. jedes wort jetzt wäre eine kriegserklärung und gedanklich gehe ich schon alle deine bekannten fragen durch und lege mir die üblichen antworten zurecht, also schieß. doch welch ironie dass wir uns gerade jetzt einig sind zu schweigen während all die unzähligen male davor wir so scharf drauf waren zu streiten. plötzlich schritte, mein herz beginnt zu rasen, gleich ist es soweit, eine stimme die besuchszeit ist vorbei, ich stehe auf und höre mich noch sagen es tut mir leid.

  2. #22
    Avatar von meko

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    heute hab ich 3 kolben mais gegessen.
    mein bauch tut mir weh! ich legte noch eine menge nudeln mkt kajmak nach. in den letzten stunden habe ich dann schokolade und wassermelone gegessen!

    ich war den ganzen tag nicht im WC. ich freue mich nicht auf den morgigen tag.

  3. #23
    Avatar von meko

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    ja danke stajaznam!!!

    kennst du das etwa auch???

  4. #24
    Mačak
    Oh ja....wenn ich etwas essen will...dann muss bei Nudeln Kajmak her...Soletti...Toffifee

    alles wird gemischt..in der Früh 3 Semmeln mit....die eine mit Honig, die andere mit Nutella und die andere mit Pikant-Wurst....ich kenne mich sehr gut aus mit deinen Leiden

  5. #25
    Avatar von meko

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    Zitat Zitat von stajaznam89 Beitrag anzeigen
    Oh ja....wenn ich etwas essen will...dann muss bei Nudeln Kajmak her...Soletti...Toffifee

    alles wird gemischt..in der Früh 3 Semmeln mit....die eine mit Honig, die andere mit Nutella und die andere mit Pikant-Wurst....ich kenne mich sehr gut aus mit deinen Leiden
    ich kenn das.
    kannst du bitte eine kurzgeschichte darüber schreiben????

    das würde mir sehr helfen.

  6. #26
    Mačak
    Das werde ich, aber ich muss mir neue Inspirationen holen......

  7. #27
    Avatar von meko

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    Zitat Zitat von stajaznam89 Beitrag anzeigen
    Das werde ich, aber ich muss mir neue Inspirationen holen......
    oh scheisse mann,.. ich glaub ich explodier gleich,..

    ich glaub jetzt passiert es!!!

    oh mann,.. die ersten intensiven vorboten dieses epischen ereignisses kommen schon!!!

  8. #28
    Avatar von Furyc

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    Ja, ich weiß. Es ist lang. Zweieinhalb Seiten lang, um genau zu sein. Ist eine Geschichte, die spontan "aus einer Schreiber-Herausforderung" entstanden ist. Und weil ich den Thread hier viel zu Schade finde, um ihn in der Versenkung verschwinden zu lassen, brauche ich halt einen Grund um ihn wieder hervor zu holen. Also dann, Bühne frei für "Baba"






    Sie lässt den Blick über das schweifen, was einmal ihr zuhause gewesen war. Dort hinten kann sie noch die Grundmauern des alten Schuppens erkennen. In dem hatten schon ihre Urgroßeltern Heu und Stroh für das Vieh bevorratet. Jetzt war da nichts mehr, nur Steine, verbranntes Holz, Asche. Daneben hatte einmal ein Haus gestanden. Ihr Haus. In dem hatte sie ihre Kinder großgezogen. Es sind großartige Kinder geworden. Sie hat drei Söhne und zwei Töchter. Heute sind alle bereits verheiratet, haben Kinder, ihre eigenen Familien. Sie seufzt als ihr in den Sinn kommt, dass keines ihrer Enkelkinder hier jemals über die Wiesen und Felder laufen wird, so wie es ihre Kinder einst getan haben. Ihre Kinder, sie waren damals so tapfer. Sie denkt zurück an das letzte Mal, dass sie hier an diesem Platz den Blick auf Haus, Schuppen, Ställe geworfen hat. Das war vor über zehn Jahren gewesen. Damals waren Soldaten gekommen und haben gesagt, man gäbe ihnen eine Stunde. Wofür bloß, hatte sie gefragt. Na, zum packen, hatte einer der jungen Soldaten geantwortet. Sie kann sich erinnern, dass er kaum älter gewesen sein mochte als ihr jüngster Sohn. Sie mochte den Soldaten, er sah ihrem Jungen sogar ein bisschen ähnlich. Damals, das kam alles so unerwartet. So plötzlich. Und doch hatten sie alle gewusst, dass Krieg herrschte, dass er ausgebrochen war, dass die Männer an der Spitze sie alle über die Klingen springen lassen würden. Aber sie sollte das doch nie treffen. Ja, es herrscht Krieg. Aber bei uns doch nicht. Genau das hatte sie auch dem jungen Soldaten gesagt, doch er hatte sie angeschrien, wenn sie nicht in einer Stunde weg wären, würde er sie über den Haufen schießen. Ihre Kinder haben sie gerettet. Ihre Söhne hatten alles Greifbare auf den Traktor geladen, ihre Töchter so viel Essbares wie möglich zusammen gepackt. Das Vieh hatte sie selbst freigelassen. Heute kann sie sich nicht mehr genau erinnern, ob sie damals geweint hat. In den letzten Jahren hat sie so viel geweint, da wusste sie einfach nicht mehr wann sie damit angefangen hatte. Gut möglich das es an dem Tag war, an dem der junge Soldat mit seinen Kumpanen ihren Hof übernommen hat. An dem man sie aus ihrem Heim vertrieben hat mit nicht mehr als dem, was auf die Ladefläche eines Traktorhängers passt. Und mit fünf Kindern, keiner von ihnen damals älter als achtzehn. Sie geht einige Schritte die Straße entlang. Auf ihr Haus zu. Auf den Fleck verbrannte Erde, auf dem es einmal gestanden hatte. Hier sind sie gründlicher gewesen als beim Schuppen. Nicht mal ein Stein war übrig. Nicht mal ein Stückchen Holz. Auch keine Asche. Nur verbrannte Erde. Sie dreht sich um, schaut an die Stelle wo ihre Felder beginnen, wo früher der Wald war, und auch auf das stinkende Loch im Boden keine vier Meter weiter welches mal ein wundervoller Brunnen mit eiskaltem, klaren Wasser gewesen war. Sie fühlt sich müde, ausgelaugt. So, als wäre sie am Ende eines langen Marsches. Sie lässt sich auf die verbrannte Erde fallen und starrt lange schweigend vor sich. Genau hier hatte sie früher immer morgens gesessen, den ersten Mokka des Tages geschlürft, die Ruhe um sich herum genossen und auf die wuchtigen Berge vor ihr geschaut. Deswegen war die Luft hier so klar. Wegen der Berge. Wegen der Höhe. Sie schließt die Augen und atmet tief ein . Ja, die Luft, diese kristallklare Luft, die hat sich nicht verändert. Fast dachte sie, alles wäre wieder wie es einmal war, wenn sie jetzt die Augen wieder öffnet. Doch ihr Verstand weiß es besser. Es ist alles fort. Alles. Vernichtet. Wegen nichts. Wegen absolut nichts. Wegen irgendwelcher dummer Menschen, die beschlossen haben, man müsse andere Menschen hassen. Man müsse Unterschiede finden, die Jahrzehnte lang keinen interessiert haben, jetzt aber als Grund für Hass herhalten müssen. Dumme Menschen. Also lässt sie die Augen lieber geschlossen, hört ihrem Herzschlag zu. Langsam ist er. Sie stellt sich vor, wie es wohl wäre wieder hier zu leben. Wieder mischt sich ihr Verstand ein. Unmöglich. Der Hass sitzt zu tief. Unmöglich. Selbst das du heute hier bist bedeutet Gefahr. Du solltest gehen. Es gibt hier nichts mehr für dich. Niemanden. Nur Tote, auf deren verwachsenen Gräbern du nur erahnen kannst wer dort liegt. Selbst die Grabsteine sind zerstört. Es gibt nichts hier, was dich an dein Leben hier erinnern kann. Oder an das Leben deiner Eltern. Oder an das, ihrer Eltern. Es ist alles weg. Nein, nicht alles. Die Berge sind noch da, die konnten sie nicht zerstören. Und mein Gefühl ist auch noch da. Dieses Gefühl, dass ich hier hin gehöre. Wie ein alter Baum, der seine Wurzeln in heimischer Erde ausbreitet. Das können sie auch nicht zerstören. Niemand kann das. Sie beschließt nicht mehr zu gehen. Einfach die Augen nicht mehr zu öffnen, hier zu bleiben. Wer könnte ihr das heute verbieten? Die Soldaten waren schon lange abgezogen. Hatten alles vernichtet, ihr Leben zerstört, und waren dann einfach in das nächste Dorf gezogen. Heute gab es keine Soldaten mehr hier. Heute sah man höchstens einige seltsame ausländische Menschen von irgendwelchen Hilfsorganisationen, die den Leuten Hilfe versprachen. Doch die kam nicht. Zumindest nicht zu denen, die alles verloren hatten. So wie sie. Mit einem Lächeln hört sie, wie ihr Herzschlag langsamer wird. Sie freut sich. Wenn ich nur lang genug hier sitze, werde ich meinen Mann wiedersehen. Das wäre schön. Der war nämlich damals nicht mit ihnen auf dem Hof gewesen, als die Soldaten kamen. Der war im Krieg und verteidigte Ehre und Vaterland. Was auch immer das ist, denkt sie und seufzt. Ich kann es kaum erwarten ihn wiederzusehen. Also bleibt sie auf dem verbrannten Boden sitzen, mit geschlossenen Augen, und wartet, dass ihr Herz endlich aufhört zu schlagen.

  9. #29
    Lance Uppercut
    Den Thread hätte ich fast vergessen.
    Ich bin momentan mit einer Geschichte über die Welt jenseits der Regeln beschäftigt. Es ist schwer sich eine ganze Welt vorzustellen. :/

  10. #30

    Registriert seit
    31.01.2009
    Beiträge
    6.317
    Heute.. 16:10 Uhr..
    Wir hatten gerade Schule aus und ich verließ den Klassenraum mit den anderen. Nach ca 3 Minuten lauf sagte ich zu den anderen: "Scheisse".
    (Sie alle):"???" Ich so: "Habe meinen Ranzen vergessen".
    Ich rannte wieder zurück zum Klassenraum und holte meinen Ranzen, die andern lachten sich einen ab.^^

    DAS ist eine Kurzgeschichte

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