Dr. LAZAR-LAZA Kostić (Kovilj, 12. Februar 1841 – Wien, 9. Dezember 1909) Schriftsteller, Publizist, Philosophe, Politiker. Er hat Jura an der Universität in Pest 1864 beendet, wo er zwei Jahre später doktoriert hat. Er war ein hervorragender Mitglied der Vereinigten serbischen Jugend und Mitglied der Serbischen freidenkerischen Volkspartei von Miletić, er tritt sehr früh in das politische Leben der Serben aus Vojvodina ein. Er war ein Abgeordneter in dem Volks- und Kirchenlandtag sowie auch in dem ungarischen Landtag (1873). An dem Beriner Kongress, 1878, er war der private Sekretär von Jovan Ristić, und ab 1880 der Sekretär der serbischen Botschaft in Peterburg. Von 1880 bis 1891 ist er der Staatsbürger zwei serbischen Länder, Serbiens und Montenegros. Mit der Heirat einer sehr reichen Frau aus Sombor, Julijana-Julča Palanački im September 1895 wurde er Bürger von Sombor, und in dieser Stadt verbrache er den Rest seines Lebens. In Sombor entstand sein halluzinativer Nachtschwärmer Dnevnik snova (Tagebuch der Träume) und sein berühmtes Gedicht, Reuelied, Santa Maria della Salut



Kostić war der ausdrücksvollste Dichter des serbischen Romantismus und hat drei Gedichtbücher während des Lebens veröffentlicht: Pesme (Gedichte), 1873, 1874, 1909. Der Tragödienschriftsteller und Komödienschriftsteller hat er zwei geschichtliche Dramen geschrieben: Maksim Crnojević (1866) und Pera Segedinac (1882) und zwei Komödien: Gordana (1889) und Okupacija (Okkupation), die er in der deutschen Sprache 1878/79 geschrieben hat und die zum ersten Mal 1977 veröffentlicht wurden. Seine philosophischen und esthetischen Ideen erklärte er in den Verhandlungen: Osnova lepome u svemu sa osobitim obzirom na srpske narodne junačke pesme (Grundlage der Schönheit in allem mit besonderer Rücksicht auf serbische Volkslieder) (1880), Osnovno načelo (Das Grundprinzip) (1884). In dem Buch O Jovanu Jovanoviću Zmaju, njegovom pevanju, mišljenju i pisanju, i njegovom dobu (Über Jovan Jovanović Zmaj, über seine Dichtung, seine Denkweise und über sein Schreiben und seine Zeit) (1902) gab er, ausser der luziden Analyse der Dichtung von Zmaj, auch ein lebendiges Bild der romantischen Epoche und er hat frühere Grundsätze über das Verflechten der Poesie und Philosophie in eine besondere Theorie der Kunstinspiration entwickelt. Der Kenner klassischer und moderner Sprachen übersetzte er Homer, Shakespeare, Bulver, Heine, Kis und Dernburg.