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Das Lied von Prinz Eugen

Erstellt von Schiptar, 15.04.2006, 10:08 Uhr · 8 Antworten · 1.647 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Schiptar

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    Das Lied von Prinz Eugen

    Prinz Eugen

    Leipzig 1719

    Prinz Eugenius, der edle Ritter,
    Wollt' dem Kaiser wied'rum kriegen
    Stadt und Festung Belgarad.
    |: Er ließ schlagen einen Brukken,
    Daß man kunnt' hinüberrucken
    Mit'r Armee wohl vor die Stadt. : |

    2. Als der Brucken war geschlagen,
    Daß man kunnt' mit Stuck und Wagen
    Frei passiern den Donaufluß,
    |: Bei Semlin schlug man das Lager,
    Alle Türken zu verjagen,
    Ihn'n zum Spott und zum Verdruß. : |

    3. Am einundzwanzigsten August soeben
    Kam ein Spion bei Sturm und Regen,
    Schwur's dem Prinzen und zeigt's ihm an,
    |: Daß die Türken futragieren,
    So viel, als man kunnt' verspüren,
    An die dreimalhunderttausend Mann. : |

    4. Als Prinz Eugenius dies vernommen,
    Ließ er gleich zusammenkommen
    Sein' Gen'ral und Feldmarschall.
    |: Er tät sie recht instruieren,
    Wie man sollt' die Truppen führen
    Und den Feind recht greifen an. : |

    5. Bei der Parol' tät er befehlen,
    Daß man sollt' die Zwölfe zählen,
    Bei der Uhr um Mitternacht.
    |: Da sollt' all's zu Pferd aufsitzen,
    Mit dem Feinde zu scharmützen,
    Was zum Streit nur hätte Kraft. : |

    6. Alles saß auch gleich zu Pferde,
    Jeder griff nach seinem Schwerte,
    Ganz still rückt' man aus der Schanz'.
    |ie Musketier' wie auch die Reiter
    Täten alle tapfer streiten:
    's war fürwahr ein schöner Tanz! : |

    7. Ihr Konstabler auf der Schanzen,
    Spielet auf zu diesem Tanzen
    Mit Kartaunen groß und klein;
    |: Mit den großen, mit den kleinen
    Auf die Türken auf die Heiden,
    Daß sie laufen all' davon! : |

    8. Prinz Eugenius auf der Rechten
    Tät als wie ein Löwe fechten,
    Als Gen'ral und Feldmarschall.
    |: Prinz Ludewig ritt auf und nieder'.
    Halt't euch brav, ihr deutschen Brüder,
    Greift den Feind nur herzhaft an! : |

    9. Prinz Ludewig, der mußt' aufgeben
    Seinen Geist und junges Leben,
    Ward getroffen von dem Blei.
    |: Prinz Eugen war sehr betrübet,
    Weil er ihn so sehr geliebet,
    Ließ ihn bring'n nach Peterwardein. : |

    http://ingeb.org/Lieder/prinzeug.html

  2. #2
    Avatar von Sousuke-Sagara

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    Beiträge
    7.770
    So viel ich weis gibt es doch zwei Lieder von Prinz Eugen mit Belgrad, oder irre ich mich da? :?

  3. #3
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
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    14.116
    Weiß nich, wie geht das andere? :?

  4. #4
    Avatar von Schiptar

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    Beiträge
    14.116
    PS: Nicht verwandt oder verschwägert mit dem originalen Prinz Eugen:

    Die volksdeutsche SS-Division "Prinz Eugen" / Die Banater Schwaben und die nationalsozialistischen Kriegsverbrechen

    Von Karl Pfeifer

    Der Politologe Thomas Casagrande hat ein Buch publiziert, das nicht nur die Geschichte "wie sie war" schildert, sondern auch versucht auf die Frage "warum es so gekommen ist" eine Antwort zu geben. Es ist bemerkenswert, dass Casagrande schon in der Einleitung sein Interesse für das Problem der ethnischen Konflikte in Europa mit seiner eigenen Familiengeschichte begründet. Sein Vater war ein zweisprachiger Südtiroler, der 1939 für das "Dritte Reich" optiert hat. "Ich konnte als Heranwachsender an ihm und seiner Biografie wenig "Deutsches" erkennen. Trotzdem war er von seinem "Deutschsein" zutiefst überzeugt und fühlte sich ohne jeden Zweifel der deutschen "Volksgruppe" zugehörig." Der Sohn fragte sich warum der Vater zur Waffen-SS ging und in der Folge setzte er sich mit der Geschichte des Nationalsozialismus auseinander. Daraus entwickelte sich sein umfassendes Interesse an der Geschichte der "Volksdeutschen" und insbesondere an ihrer Geschichte innerhalb der Waffen SS. Im ersten Kapitel, das man ruhig auch zum Schluß lesen kann, befaßt sich der Autor mit der Theorie, die ethnische Konflikte analysiert beziehungsweise die gemeinsamen Nenner dieser feststellt.

    Im Zweiten Kapitel "Die Donauschwaben" schildert der Autor die Geschichte "Von den ethnischen Gruppen der Donauschwaben zu einer deutschen Volksgruppe" und zwar von den Anfängen der Kolonisation bis zur nationalsozialistischen Volksgruppenpolitik. Dieses Kapitel, das einige Jahrhunderte umfasst ist eng mit der österreichisch-ungarischen Geschichte verbunden. Im Dritten Kapitel berichtet er über das wechselvolle Schicksal der Banater Schwaben 1941 -1945. Casagrande zeigt auf, wie verlogen auch die offizielle Dokumentation der Vertreibung ist, wenn dort bestritten wird, dass ein großer Teil der donauschwäbischen Bevölkerung als deutsche "5. Kolonne" an der Zerschlagung Jugoslawiens maßgebend beteiligt war. Casagrande dokumentiert die massiven Übergriffe der Volksdeutschen gegen die Juden im Banat. Auch bei der Beraubung der Juden spielten Donauschwaben eine führende Rolle, bei der Arisierung wurden in erster Linie Volksdeutsche bedacht.

    Detailliert schildert der Verfasser die Einteilung in "volkspolitisch" einwandfreie Deutsche, in charakterlich einwandfreie, jedoch "volkspolitisch unzuverlässige, da Mischehe eingegangen oder aus Mischehe stammend" und diejenigen die "zu viel serbisches Blut" und absolut "unzuverlässig" beurteilt wurden. Der Wahn der ethnischen und nationalen Reinheit ermöglichte die strikte Zuordnung von Menschen entweder als Eigene oder als Fremde und lieferte somit eine Begründung sowohl für die Vertreibung der Slowenen aus dem Reich, als auch später für die Umsiedlung der Bosnien-Deutschen aus der Fremde ins Reich. In diesem Kapitel wird die Aufstellung der 7. SS-Freiwilligen Gebirgsdivision "Prinz Eugen" beschrieben. Dabei spielte Arthur Phleps, der unter der k.u.k.Monarchie in Bosnien gekämpft hatte eine führende Rolle. Im Ersten Weltkrieg war er als Major und Generalstabschef an Kämpfen um seine Heimat Siebenbürgen beteiligt. Er wurde nach Kriegsende Kommandeur der sächsischen Nationalgarde in Siebenbürgen und war an der Bekämpfung der revolutionären Aufstände in Ost- und Südosteuropa beteiligt. 1941 trat Phleps aus der rumänischen Armee aus und nahm als SS-Standartenführer und später als SS-Oberführer am Überfall auf die Sowjetunion teil.

    Diese SS-Division "Prinz Eugen" spielte nicht nur in Serbien sondern auch in Kroatien eine unrühmliche Rolle. Ein evangelischer Pfarrer beschrieb den sich immer mehr steigernden Ustascha-Terror am Beispiel seiner Gemeinde, die dabei begangenen Morde, die Vergewaltigungen und die Hilflosigkeit der serbischen Bevölkerung. Er schilderte ihren wachsenden Hass nicht nur gegen die Kroaten, sondern noch mehr gegen das Deutsche Reich, unter dessen Oberherrschaft solches geschah.
    Casagrande stellt sich gegen die Apologie der Waffen SS. Wie sehr gerade bei der "Prinz Eugen" die verschiedenen Aufgaben und Bereiche der SS zusammenflossen und nicht zu trennen waren, wird von ihm eindeutig dokumentiert.

    Interessant ist auch der Streit zwischen dem nach dem Krieg als Kriegsverbrecher hingerichteten Generaloberst Löhr und Heinrich Himmler um die Frage der Verwendung der Volksdeutschen bei der "Bandenbekämpfung". Himmler meinte am 13.10.42 u.a. "Die Volksdeutschen brauchen sehr stark eine weltanschauliche und politische Erziehung. Diese ist im Rahmen der Division "Prinz Eugen" gewährleistet. Sie ist jedoch in keiner Weise gewährleistet, wenn die Volksdeutschen in den Sicherungs-Divisionen und ähnlichen Wehrmachtsteilen erfasst sind, die bekanntlich kein nationalsozialistisch-aktives Offizierkorps haben, sondern zumeist Reserve-Offiziere ältester Jahrgänge, die sehr oft die nationalsozialistische Weltanschauung selbst nicht richtig erfasst haben."
    Casagrande erinnert abschliessend an diejenigen Frauen und Männer, die den Mut hatten, "trotz der gemeinsamen Sprache und der gemeinsamen donauschwäbischen Herkunft sich der deutschen Volksgruppenpolitik zu entziehen und zusammen mit den Partisanen gegen die deutsche Besatzungsherrschaft zu kämpfen." Im Buch wird detailliert dokumentiert, wie ethnische Konflikte über Jahrhundert wirken und von Neuem auf grausamste Weise aufbrechen können. Es ist eine glückliche Mischung aus Theorie und detaillierter Historiografie. Nach dem Lesen dieses wertvollen Buches wird man auch die Katastrophe Jugoslawiens am Ende des 20. Jahrhunderts besser verstehen.

    Thomas Casagrande: "Die volksdeutsche SS-Division "Prinz Eugen"/Die Banater
    Schwaben und die nationalsozialistischen Kriegsverbrechen"
    Campus Verlag Frankfurt/Main, 2003, Euro 39.90
    ISBN 3-593-37234-7

    http://www.adf-berlin.de/html_docs/b..._11_10_03.html

  5. #5
    Avatar von Magnificient

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    2.365
    Tja danach fing die Türken Mode oder Turkomanie in Europa an.

  6. #6

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    9.182
    @Schiptar
    Das hätte ich dir auch so alles erzählen können.
    @Magni
    Tzzzzz. SLOBODA ILI SMRT!

  7. #7

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    3.433

    Re: Das Lied von Prinz Eugen

    Zitat Zitat von Schiptar
    Prinz Eugen

    Leipzig 1719

    Prinz Eugenius, der edle Ritter,
    Wollt' dem Kaiser wied'rum kriegen
    Stadt und Festung Belgarad.
    |: Er ließ schlagen einen Brukken,
    Daß man kunnt' hinüberrucken
    Mit'r Armee wohl vor die Stadt. : |

    2. Als der Brucken war geschlagen,
    Daß man kunnt' mit Stuck und Wagen
    Frei passiern den Donaufluß,
    |: Bei Semlin schlug man das Lager,
    Alle Türken zu verjagen,
    Ihn'n zum Spott und zum Verdruß. : |

    3. Am einundzwanzigsten August soeben
    Kam ein Spion bei Sturm und Regen,
    Schwur's dem Prinzen und zeigt's ihm an,
    |: Daß die Türken futragieren,
    So viel, als man kunnt' verspüren,
    An die dreimalhunderttausend Mann. : |

    4. Als Prinz Eugenius dies vernommen,
    Ließ er gleich zusammenkommen
    Sein' Gen'ral und Feldmarschall.
    |: Er tät sie recht instruieren,
    Wie man sollt' die Truppen führen
    Und den Feind recht greifen an. : |

    5. Bei der Parol' tät er befehlen,
    Daß man sollt' die Zwölfe zählen,
    Bei der Uhr um Mitternacht.
    |: Da sollt' all's zu Pferd aufsitzen,
    Mit dem Feinde zu scharmützen,
    Was zum Streit nur hätte Kraft. : |

    6. Alles saß auch gleich zu Pferde,
    Jeder griff nach seinem Schwerte,
    Ganz still rückt' man aus der Schanz'.
    |ie Musketier' wie auch die Reiter
    Täten alle tapfer streiten:
    's war fürwahr ein schöner Tanz! : |

    7. Ihr Konstabler auf der Schanzen,
    Spielet auf zu diesem Tanzen
    Mit Kartaunen groß und klein;
    |: Mit den großen, mit den kleinen
    Auf die Türken auf die Heiden,
    Daß sie laufen all' davon! : |

    8. Prinz Eugenius auf der Rechten
    Tät als wie ein Löwe fechten,

    Als Gen'ral und Feldmarschall.
    |: Prinz Ludewig ritt auf und nieder'.
    Halt't euch brav, ihr deutschen Brüder,
    Greift den Feind nur herzhaft an! : |

    9. Prinz Ludewig, der mußt' aufgeben
    Seinen Geist und junges Leben,
    Ward getroffen von dem Blei.
    |: Prinz Eugen war sehr betrübet,
    Weil er ihn so sehr geliebet,
    Ließ ihn bring'n nach Peterwardein. : |

    http://ingeb.org/Lieder/prinzeug.html
    LOOOOOL

    ich sage nur Musikunterricht 9 klasse bei Herrn Hänsel

    dieses scheißlied haben wir jede musikstunde gesungen
    ich weiß nicht was der vogel damit hatte

  8. #8
    Avatar von Schiptar

    Registriert seit
    30.04.2005
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    14.116

    Re: Das Lied von Prinz Eugen

    Zitat Zitat von saaadi
    LOOOOOL

    ich sage nur Musikunterricht 9 klasse bei Herrn Hänsel

    dieses scheißlied haben wir jede musikstunde gesungen
    ich weiß nicht was der vogel damit hatte
    Kein Wunder, daß du dich so gut daran erinnerst, wenn es in der 9. Klasse war. Bist wahrscheinlich erst seit einem Jahr aus ihr heraus, und das auch erst nach drei Ehrenrunden...

    Was er damit hatte? Vielleicht wart ihr ja so viele Türken und Jugos...

  9. #9
    Avatar von Magnificient

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    Zitat Zitat von Mr.LaLa
    @Schiptar
    Das hätte ich dir auch so alles erzählen können.
    @Magni
    Tzzzzz. SLOBODA ILI SMRT!
    Lesen und sich bilden Komsi
    http://www.tuerkenbeute.de/kun/kun_eur/

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