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Sind Mazedonisch bzw. Bulgarisch dem Serbokroatischen ähnlich?

Erstellt von Makki_HR, 08.10.2008, 15:24 Uhr · 224 Antworten · 20.089 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von SlavicWolf

    Registriert seit
    18.08.2008
    Beiträge
    456
    Zitat Zitat von ooops Beitrag anzeigen
    habe ich mal von einer Russin gehört dass Bulgarisch dem Russischen auch sehr ähnlich ist nur dass (wie sie es sagte) im bulgarischen so "komische" Endungen gibt aber sonst ziemlich ähnlich.

    stimmt das?
    Stimmt, Russisch und Bulgarisch sind ziemlich ähnlich.

    Die Russen sagen Sojuz, Tisucu, Rodina usw. Genauso wie die Bulgaren.

    Serben hingegen nicht,haben auch griechische Lehnwörter zum Teil.

    So sagen Serben nicht Sojuz (Verband, sondern Savez, fast alle anderen Slawen schon).

    Sagen nicht Tisucu (alle Slawen ausser die Serben sagen eine Form von Tisucu für Tausend, ausser die Serbien hiljadu, abgeleitet vom griechischen).

    Rodina (Heimat, sagen die Russen und Bulgaren, die Serben hingegen nicht.)

    Ukrainer und Serben sind die einzigen Slawen die keine Jekavica reden mlijeko(cro.)/mleko(srb.)| (rus.)месяц (mjesjaz – Monat, Mond) медь (Mjed' – Kupfer) /(ukr.):місяць (misjaz') / мідь (Mid')

    Das Polnische ist die Sprache mit den meisten altslawischen Elementen, jedoch die grammatikalisch schwerste slawische Sprache, da blicken wir Südslawen meistens schwer durch.

  2. #42
    phαηtom
    "Wenn ihr doch die gleiche Kultur habt, weshalb hebt ihr dann den Anspruch auf die antike makedonische Geschichte obwohl diese ja bekanntlich Hellenen waren?"

    Ich heb' keinen Anspruch auf nix, Makedomatik. Was meine Landsleute tun, ist deren Sache. Ich nenn' allerdings meine Muttersprache trotzdem mazedonisch. Ja, es stimmt schon, es schaut eh so aus als wären wir in Wirklichkeit Bulgaren. Trotzalledem bin ich Mazedonier und red' mazedonisch und bin kein Bulgarier und red' auch kein bulgarisch. Du musst verstehen und akzeptieren, dass ich so aufgewachsen, dass mein Land und meine Sprache so heissen, unabhängig davon, was geschichtlich damit verbunden bist.

    Das wäre so, als würde sich zB. herausstellen, dass die Griechen historisch gesehen, was weiss ich, in Wirklichkeit Syrier wären und griechisch wäre eigentlich syrisch. Trotzdem wirst du dich nie damit abfinden können, dich auf einmal anders nennen zu müssen, nur weil jetzt auf einmal Türken, Armenier und Iraker anfangen würden, dich so zu nennen. Die Wörter Griechisch/Grieche wären dir genauso wichtig wie dein eigener Vorname, das ist in deinem Kopf einprogrammiert. Ich kann und werd mich sicherlich nie Bulgare nennen, es ist zu spät. Ich nehm den Griechen ja nix weg, wenn ich sag ich bin Mazedonier. Wie gesagt, in erster Linie ist das nur ein Wort für mich..
    ----

    Ja Bulgarisch ist dem Russischen wiederum verdammt ähnlich, vor allem auch in der Aussprache. Man muss allerdings dabei beachten, dass bulgarisch erheblich "russinisiert" worden in den letzten zwei Jahrhunderten. Etliche Turzismen wurden durch urslawische Wörter ersetzt.. Russland hat da viel mitgemischt im Balkan..

  3. #43
    phαηtom
    "Das Polnische ist die Sprache mit den meisten altslawischen Elementen, jedoch die grammatikalisch schwerste slawische Sprache, da blicken wir Südslawen meistens schwer durch."

    Die Grammatik einer Sprache wird sich nicht ohne Grund verändert haben. Durch das "Schlucken" einiger vorbalkanischer Ethnien der neuankommenden Slawen, hat sich das Slawische im Süden Europas halt anders entwickelt, als in den anderen geographischen Gegenden.

  4. #44
    phαηtom
    Allerdings ist für mich schwer verständlich, warum auf einmal die Thematik Makedonien so wichtig für Hellas ist. Ich finde keine griechischen Belege, dass Makedonien im politischen/gesellschaftlichen Leben der Griechen vor dem 20 Jahrhundert, auch nur irgendeine Bedeutung hätte.

    Die Bewohner des antiken Territoriums Makedoniens haben sich schon längst vor Tito Mazedonier genannt. Alles immer auf ihn zu schieben ist teilweise einfach nur absurd. Er hat verstärkt, was schon da war und nicht erst geschaffen.


    --

    Weisst du eigentlich, Makedomatik, dass zur Zeit Titos an die 100,000 Griechen in Mazedonien (Tschuldige, ich mein natürlich West-Bulgarienland) assimiliert wurden? Ich find' leider keine Angaben bezüglich der Einwohner-Statistik aus der Zeit. Aber trotzdem ist das eine Menge, die nicht zu beachten ist..

  5. #45
    phαηtom
    - 1932, 11th annual convention.

  6. #46
    Opala
    Zitat Zitat von artemi Beitrag anzeigen
    Allerdings ist für mich schwer verständlich, warum auf einmal die Thematik Makedonien so wichtig für Hellas ist. Ich finde keine griechischen Belege, dass Makedonien im politischen/gesellschaftlichen Leben der Griechen vor dem 20 Jahrhundert, auch nur irgendeine Bedeutung hätte.



    Achte darauf wie die Zeitung Heißt und achte mal auf das Ausgabe Datum der Zeitung. Thessaloniki 29 November im Jahre:1887
    19 Jahrhundert......
    Gesellschaftlich genug ?

  7. #47
    Avatar von SlavicWolf

    Registriert seit
    18.08.2008
    Beiträge
    456
    Zitat Zitat von artemi Beitrag anzeigen
    Ja Bulgarisch ist dem Russischen wiederum verdammt ähnlich, vor allem auch in der Aussprache. Man muss allerdings dabei beachten, dass bulgarisch erheblich "russinisiert" worden in den letzten zwei Jahrhunderten. Etliche Turzismen wurden durch urslawische Wörter ersetzt.. Russland hat da viel mitgemischt im Balkan..
    Hängt damit zusammen das Bulgarien der engste Verbündete war vom russischen Zarenreich, das Russische Reich wollte einen Satellitenstaat schaffen auf dem Balkan und wurde bei den Bulgaren fündig. So sollte es ja laut den Bulgaren vor 130 Jahren ausgesehen.


    Die Russen unterstützen diesen Plan. Österreich-Ungarn und das Deutsche Reich waren (komischerweise) auf serbischer Seite und gegen die bulgarisch-russischen Pläne.

  8. #48
    phαηtom
    Okay, demnach ist für mich immer noch schwer verständlich, warum auf einmal die Thematik Makedonien so wichtig für Hellas ist. Ich finde keine griechischen Belege, dass Makedonien im politischen/gesellschaftlichen Leben der Griechen vor dem 20 Jahrhundert (-13 Jahre), auch nur irgendeine Bedeutung hätte.

    Das ganze Theater ist doch nur pseudo-aufgebauscht worden, und wir "Bürger des Balkans" werden gegeneinander aufgehetzt, nur weil irgendwelche Feldherren von früher an Großreiche gedacht haben.

  9. #49
    Crane
    Zitat Zitat von kiwi Beitrag anzeigen
    ich kann nur wenig verstehen
    Das gilt bei dir aber für alle Sprachen.

  10. #50
    phαηtom
    Ich korrigiere auf 19tes Jahrhundert.

    Das Interesse an Makedonien entstand erstmalig durch "Megali Idea".

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