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Minderheiten in Griechenland

Erstellt von Guerrier, 13.11.2014, 17:16 Uhr · 1.125 Antworten · 44.866 Aufrufe

  1. #31

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von Achillis TH Beitrag anzeigen
    Sei Ruhig Deutschland und co sind auch noch die Opfer dieser Geschichte sieht du das nicht.
    Deutschland ist aber auch wirtschaftlicher Nutzniesser, da Deutschland seine Produkte an deren Länder verkauft.

    Zudem hat Deutschland keine 35 Mio Ausländer im Land, inkl. der Asylanten.
    Das sind ganz trockene Zahlen.

    Du kannst ja nicht nur an die Asylanten denken, Du BIST zuerst verpflichtet, für Dein Volk was zu tun.
    Geht es Deinem Volk gut, dann geht es auch dem Asylanten gut.

    Geht es Deinem Volk nicht gut, dann passiert das, was wir beklagen, es kommt zu Spannungen.

  2. #32
    Avatar von Achillis TH

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    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Deutschland ist aber auch wirtschaftlicher Nutzniesser, da Deutschland seine Produkte an deren Länder verkauft.

    Zudem hat Deutschland keine 35 Mio Ausländer im Land, inkl. der Asylanten.
    Das sind ganz trockene Zahlen.

    Du kannst ja nicht nur an die Asylanten denken, Du BIST zuerst verpflichtet, für Dein Volk was zu tun.
    Geht es Deinem Volk gut, dann geht es auch dem Asylanten gut.

    Geht es Deinem Volk nicht gut, dann passiert das, was wir beklagen, es kommt zu Spannungen.
    Stimmt itane ironia irimise.

  3. #33

    Registriert seit
    28.09.2008
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    Zitat Zitat von Achillis TH Beitrag anzeigen
    Stimmt itane ironia irimise.
    ah, signomi, ... ta miala mou einai pali kapou alloú.
    Xaire.

  4. #34
    Guerrier
    Faschisten in Griechenland

    Gemüsespende mit braunem Kern

    Die ultranationalistische Partei „Goldene Morgenröte“ verteilt Lebensmittel und organisiert Blutspenden. Diese „guten“ Taten sind nur für Griechen.



    Parteianhäger feiern den Einzug ins Parlament. Bild: dpa



    ATHEN dpa | Die griechische Polizei hat am Donnerstag eine rassistische Aktion der ultranationalistischen Partei „Goldene Morgenröte“ verhindert. Die Beamten stoppten einen Lastwagen der Partei mit Lebensmitteln, die am zentralen Platz vor dem Parlament in Athen ausschließlich an Griechen verteilt werden sollten.
    Die Rechtsextremisten warfen daraufhin Lebensmittel aus dem Lastwagen auf die Straße. Die Polizei setzte vorübergehend Tränengas ein. Daraufhin fuhr der Lastwagen ab, wie das Fernsehen berichtete. In Griechenland wird diese Woche das orthodoxe Osterfest gefeiert.


    Der Athener Bürgermeister Giorgos Kaminis hatte die Aktion für illegal erklärt. „An Tagen der (religiösen) Ergriffenheit und der Liebe provoziert die Goldene Morgenröte mit solchen Aktionen nur für Griechen“, erklärte er.
    Ein Sprecher der Rechtsextremisten erklärte, die Griechen hätten Hunger, der Bürgermeister wisse nicht, wo er lebe. Die meisten Parteien im griechischen Parlament begrüßten die Haltung des Bürgermeisters. „Athen wird eine demokratische Stadt bleiben“, hieß es in einer Erklärung der Sozialisten.
    Das Blut ist für alle

    Die Rechtsextremisten organisieren immer wieder diskriminierende Aktionen dieser Art. Vergangenes Wochenende hatten sie mit einer Blutspendenaktion nur für Griechen provoziert. Die zuständigen Behörden erklärten jedoch anschließend, das gespendete Blut werde ohne Vorbedingungen für jeden verwendet, der es brauche.
    Die rechtsextremistische Goldene Morgenröte ist im griechischen Parlament mit 18 Abgeordneten vertreten. Sie hatte bei den jüngsten Wahlen am 17. Juni 2012 6,9 Prozent bekommen. In allen Umfragen liegt sie jetzt bei knapp zehn Prozent und könnte damit bei Wahlen drittstärkste Kraft werden.

    Faschisten in Griechenland: Gemüsespende mit braunem Kern - taz.de

  5. #35

    Registriert seit
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    23.630
    Mit dem Post Nr. 34 macht jemand wohl Werbung für die Partei "Goldene Morgendröte".

    Ach ja, das ist derjenige, der als Avatar ROMMEL führte.
    So wird seine Werbung nachvollziehbar.

  6. #36
    Avatar von Lubenica

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    Die Nächstenliebe von Faschisten hält sich halt in Grenzen!

  7. #37
    Avatar von NovaKula

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    8.614
    diese woche ?

    - - - Aktualisiert - - -

    aso

  8. #38
    Guerrier
    Hakenkreuze auf der Schulbank

    Traditionell ticken Griechenlands Jugendliche eher links, jetzt wächst die Sympathie mit den Neofaschisten. Lehrer sind besorgt.

    Die neofaschistische Partei „Goldene Morgenröte“ findet Fans in Schulen. Bild: reuters


    ATHEN taz | Der 16-jährige Kostis steht vor seiner Schule im Zentrum Athens. Raucherpause. Zwischen zwei Zügen zeigt der Jugendliche mit den wirren hellbraunen Haaren auf verschiedene Symbole an der Außenwand des kalkweißen Schulgebäudes aus den 60er Jahren. Hakenkreuze und das an das Hakenkreuz angelehnte Symbol der neofaschistischen Partei Chrysi Avgi sind dort zu sehen. Daneben stehen die Worte Chrysi Avgi – Goldene Morgenröte – geschrieben.
    Chrysi Avgi, so heißt die neofaschistische Partei Griechenlands. Sie polemisiert gegen Einwanderer, Lesben und Schwule. Ihre Anhänger versammeln sich auch schon mal zu Fackelmärschen und singen die griechische Übersetzung des Horst-Wessel-Liedes.
    Anzeige
    Abgeordnete reden von einer neuen Zivilisation, in der nur noch Menschen „rein griechischen Blutes“ das Wahlrecht haben. Bei den Parlamentswahlen im Juni vor zwei Jahren erhielt die Chrysi Avgi knapp 7 Prozent der Stimmen und sitzt seitdem mit 18 Abgeordneten im 300-köpfigen griechischen Parlament.


    Übergriffe auf andersdenkende Schüler

    Der sonst sehr gelassen wirkende Kostis wird immer aufgeregter, als er erzählt: „Seitdem die Chrysi Avgi im Parlament sitzt, ist Faschismus unter den Jugendlichen hier präsenter.“ Auch im Schulgebäude findet man Aufkleber der Partei auf den Stühlen oder in die Schultische eingeritzte Hakenkreuze und das Symbol der Chrysi Avgi. „Es ist deutlich spürbar, dass da ein Rechtsruck unter den Jugendlichen stattgefunden hat“, sagt Kostis.
    Er drückt die Zigarette aus und schnappt seinen Rucksack. In ein paar Minuten beginnt die nächste Unterrichtsstunde. Kostis dreht sich noch einmal um: „Es kommt bei uns auch häufiger vor, dass die Anhänger der Chrysi Avgi andere Mitschüler beleidigen und sogar angreifen, nur weil diese eine dunkle Hautfarbe haben oder nicht mit deren Meinung übereinstimmen.“
    Das Vertrauen der Griechen in die etablierten Parteien des Landes ist erschöpft. Ihnen geben sie die Schuld an der Wirtschaftskrise. Die NeofaschistInnen, die sich jahrelang im Untergrund hielten, gewannen in der Krise plötzlich an Zuspruch. Besonders in der jungen Generation wächst die Zahl der Anhänger.


    Sorgen im Elternhaus, Angst vor der Zukunft

    „Die Jugendlichen hier im Lande sind die, die in der Krise am meisten draufzahlen“, sagt Oberstufenlehrer Andreas Safiris. In vielen Elternhäusern habe die Wirtschaftskrise das Leben erheblich erschwert, erzählt der hochgewachsene Mann. Die Sorgen der Eltern bekämen auch die SchülerInnen zu spüren: Lohnkürzungen, Arbeitslosigkeit und die ständige Ungewissheit, welche Leistungen der Staat als Nächstes streicht. „Und die Schüler sorgen sich um ihre eigene Zukunft, wenn es schon jetzt keine Arbeitsplätze mehr gibt“, sagt Safiris.
    Viele der Jugendlichen seien durch die Lage im Lande so verunsichert und auch wütend, dass sie in der Chrysi Avgi die einzige Lösung sehen, um aus dieser Situation herauszukommen, sagt Safiris. Eigentlich sei die Jugend Griechenlands generell links eingestellt, meint Safiris. „Doch durch die Entwicklungen im Lande bewegt sich ein nicht unbedeutender Teil der Jugendlichen nun gen rechts und liebäugelt mit dem Faschismus. Und wenn wir da jetzt nicht eingreifen, verlieren wir diese Jugendlichen an die Faschisten.“
    Safiris hat zusammen mit anderen Lehrerinnen und Lehrern eine Theatergruppe gegründet, die Stücke mit antifaschistischem Hintergrund aufführt. Sie treten auf öffentlichen Plätzen und in Schulen auf. „Als Lehrer im Klassenraum bist du eher eine Machtperson und kommst bei vielen SchülerInnen als Vorbild nicht infrage“, erklärt Safiris die ungewöhnliche pädagogische Maßnahme. Über das Theater versuchen Safiris und seine LehrerInnentruppe die Jugendlichen emotional zu erreichen und nicht „bloß vor ihnen zu stehen und zu erklären“.
    Die griechische Lehrergewerkschaft Olme registriert den grassierenden Faschismus an den Schulen ebenfalls mit Besorgnis und geht nun verstärkt dagegen vor. „Spätestens als Schüler den Holocaust leugneten wurde uns klar, dass wir etwas tun müssen“, sagt Pavlos Charambis.
    Charambis, ein Mann Mitte 60, unterrichtete bis vor einem Jahr selbst. Jetzt ist er für die Olme aktiv. Die veranstaltete im Sommer ein Antirassismusfestival auf dem Gelände der Athener Kunsthochschule. Zahlreiche SchülerInnen, StudentInnen aber vor allem junge LehrerInnen sind gekommen, um sich auszutauschen und anregen zu lassen. Tagsüber wird diskutiert, Theatergruppen treten auf, am Abend spielen mehrere Bands.
    Charambis, der an einem Schulpult sitzt, wird von mehreren TeilnehmerInnen angesprochen. Viele LehrerInnen seien unsicher, wie sie mit der Situation umgehen sollen, so Charambis. Die Olme organisierte einen Workshop, um zusammen mit den KollegInnen Strategien zu entwickeln und besuchte Schulen. Zwei Bücher hat die Olme mittlerweile herausgegeben, in denen LehrerInnen über ihre Erfahrungen im Umgang mit Faschismus an der eigenen Schule berichten und Vorschläge machen, wie dieser eingedämmt werden kann.
    „Noch sind die Schüler in einem Entwicklungsstadium, in dem sie leicht zu beeinflussen sind. Und zwar von beiden Seiten“, betont Charambis. Und das berge auch die Hoffnung, die Schüler zu erreichen, wenn man die Chance jetzt wahrnehme und gegen den Faschismus steuere.
    „Von den meisten SchülerInnen, die AnhängerInnen der Chrysi Avgi sind, kann man gar nicht sagen, dass sie wirkliche FaschistInnen sind“, meint Theaterleiter Safiris. Die SchülerInnen wollten sich vielmehr gegen die etablierten Parteien und gegen den starken Flüchtlingszulauf positionieren. Das findet dann im Bekenntnis zur Chrysi Avgi Ausdruck, so der Lehrer.


    Gastfreundlichkeit schlägt in Fremdenhass um

    Griechenland ist für Tausende Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan oder Somalia das Tor zur Europäischen Union. In kleinen Schlauchbooten wagen sie die Überfahrt von der Türkei nach Griechenland oder kommen über die türkisch-griechische Grenze in der Region Evros. Allerdings ist es dem Land durch ein Abkommen mit der EU nicht möglich, die Flüchtlinge weiterreisen zu lassen. Zusammen mit der zunehmenden Armut entwickelt sich in der griechischen Bevölkerung eine fremdenfeindliche Stimmung gegen Flüchtlinge: Mittlerweile gibt es auch in Griechenland sogenannte No-go-Areas für Ausländer. Viele der Migranten bleiben wenn es dunkel wird, aus Angst vor Angriffen der Faschisten, zu Hause.
    „Griechenland wird sozusagen zum Sammelbecken für MigrantInnen“, sagt Safiris. Das könne der krisengeschüttelte Staat nicht tragen. „Diese Situation gibt den FaschistInnen natürlich Futter“, sagt Safiris. „Es ist jetzt leicht zu sagen, dass die AusländerInnen die Schuld tragen und nicht die Politik der EU.“

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Mit dem Post Nr. 34 macht jemand wohl Werbung für die Partei "Goldene Morgendröte".

    Ach ja, das ist derjenige, der als Avatar ROMMEL führte.
    So wird seine Werbung nachvollziehbar.


    Zitat Zitat von Amphion Beitrag anzeigen
    Das ist uns bewußt, doch werden wir den serbischen Fehler nicht begehen.

    Regelmäßig sollen an Wochenenden Lastwagen mit aufgegriffenen illegalen Albanern nach Nordalbanien fahren und dort ihre Fuhre auskippen.

    Und an der Grenze wird der Schiessbefehl wieder eingeläutet, so habe ich irgendwo gelesen.

  9. #39
    Avatar von Achillis TH

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    Zitat Zitat von Guerrier Beitrag anzeigen
    Hakenkreuze auf der Schulbank

    Traditionell ticken Griechenlands Jugendliche eher links, jetzt wächst die Sympathie mit den Neofaschisten. Lehrer sind besorgt.

    Die neofaschistische Partei „Goldene Morgenröte“ findet Fans in Schulen. Bild: reuters


    ATHEN taz | Der 16-jährige Kostis steht vor seiner Schule im Zentrum Athens. Raucherpause. Zwischen zwei Zügen zeigt der Jugendliche mit den wirren hellbraunen Haaren auf verschiedene Symbole an der Außenwand des kalkweißen Schulgebäudes aus den 60er Jahren. Hakenkreuze und das an das Hakenkreuz angelehnte Symbol der neofaschistischen Partei Chrysi Avgi sind dort zu sehen. Daneben stehen die Worte Chrysi Avgi – Goldene Morgenröte – geschrieben.
    Chrysi Avgi, so heißt die neofaschistische Partei Griechenlands. Sie polemisiert gegen Einwanderer, Lesben und Schwule. Ihre Anhänger versammeln sich auch schon mal zu Fackelmärschen und singen die griechische Übersetzung des Horst-Wessel-Liedes.
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    Abgeordnete reden von einer neuen Zivilisation, in der nur noch Menschen „rein griechischen Blutes“ das Wahlrecht haben. Bei den Parlamentswahlen im Juni vor zwei Jahren erhielt die Chrysi Avgi knapp 7 Prozent der Stimmen und sitzt seitdem mit 18 Abgeordneten im 300-köpfigen griechischen Parlament.


    Übergriffe auf andersdenkende Schüler

    Der sonst sehr gelassen wirkende Kostis wird immer aufgeregter, als er erzählt: „Seitdem die Chrysi Avgi im Parlament sitzt, ist Faschismus unter den Jugendlichen hier präsenter.“ Auch im Schulgebäude findet man Aufkleber der Partei auf den Stühlen oder in die Schultische eingeritzte Hakenkreuze und das Symbol der Chrysi Avgi. „Es ist deutlich spürbar, dass da ein Rechtsruck unter den Jugendlichen stattgefunden hat“, sagt Kostis.
    Er drückt die Zigarette aus und schnappt seinen Rucksack. In ein paar Minuten beginnt die nächste Unterrichtsstunde. Kostis dreht sich noch einmal um: „Es kommt bei uns auch häufiger vor, dass die Anhänger der Chrysi Avgi andere Mitschüler beleidigen und sogar angreifen, nur weil diese eine dunkle Hautfarbe haben oder nicht mit deren Meinung übereinstimmen.“
    Das Vertrauen der Griechen in die etablierten Parteien des Landes ist erschöpft. Ihnen geben sie die Schuld an der Wirtschaftskrise. Die NeofaschistInnen, die sich jahrelang im Untergrund hielten, gewannen in der Krise plötzlich an Zuspruch. Besonders in der jungen Generation wächst die Zahl der Anhänger.


    Sorgen im Elternhaus, Angst vor der Zukunft

    „Die Jugendlichen hier im Lande sind die, die in der Krise am meisten draufzahlen“, sagt Oberstufenlehrer Andreas Safiris. In vielen Elternhäusern habe die Wirtschaftskrise das Leben erheblich erschwert, erzählt der hochgewachsene Mann. Die Sorgen der Eltern bekämen auch die SchülerInnen zu spüren: Lohnkürzungen, Arbeitslosigkeit und die ständige Ungewissheit, welche Leistungen der Staat als Nächstes streicht. „Und die Schüler sorgen sich um ihre eigene Zukunft, wenn es schon jetzt keine Arbeitsplätze mehr gibt“, sagt Safiris.
    Viele der Jugendlichen seien durch die Lage im Lande so verunsichert und auch wütend, dass sie in der Chrysi Avgi die einzige Lösung sehen, um aus dieser Situation herauszukommen, sagt Safiris. Eigentlich sei die Jugend Griechenlands generell links eingestellt, meint Safiris. „Doch durch die Entwicklungen im Lande bewegt sich ein nicht unbedeutender Teil der Jugendlichen nun gen rechts und liebäugelt mit dem Faschismus. Und wenn wir da jetzt nicht eingreifen, verlieren wir diese Jugendlichen an die Faschisten.“
    Safiris hat zusammen mit anderen Lehrerinnen und Lehrern eine Theatergruppe gegründet, die Stücke mit antifaschistischem Hintergrund aufführt. Sie treten auf öffentlichen Plätzen und in Schulen auf. „Als Lehrer im Klassenraum bist du eher eine Machtperson und kommst bei vielen SchülerInnen als Vorbild nicht infrage“, erklärt Safiris die ungewöhnliche pädagogische Maßnahme. Über das Theater versuchen Safiris und seine LehrerInnentruppe die Jugendlichen emotional zu erreichen und nicht „bloß vor ihnen zu stehen und zu erklären“.
    Die griechische Lehrergewerkschaft Olme registriert den grassierenden Faschismus an den Schulen ebenfalls mit Besorgnis und geht nun verstärkt dagegen vor. „Spätestens als Schüler den Holocaust leugneten wurde uns klar, dass wir etwas tun müssen“, sagt Pavlos Charambis.
    Charambis, ein Mann Mitte 60, unterrichtete bis vor einem Jahr selbst. Jetzt ist er für die Olme aktiv. Die veranstaltete im Sommer ein Antirassismusfestival auf dem Gelände der Athener Kunsthochschule. Zahlreiche SchülerInnen, StudentInnen aber vor allem junge LehrerInnen sind gekommen, um sich auszutauschen und anregen zu lassen. Tagsüber wird diskutiert, Theatergruppen treten auf, am Abend spielen mehrere Bands.
    Charambis, der an einem Schulpult sitzt, wird von mehreren TeilnehmerInnen angesprochen. Viele LehrerInnen seien unsicher, wie sie mit der Situation umgehen sollen, so Charambis. Die Olme organisierte einen Workshop, um zusammen mit den KollegInnen Strategien zu entwickeln und besuchte Schulen. Zwei Bücher hat die Olme mittlerweile herausgegeben, in denen LehrerInnen über ihre Erfahrungen im Umgang mit Faschismus an der eigenen Schule berichten und Vorschläge machen, wie dieser eingedämmt werden kann.
    „Noch sind die Schüler in einem Entwicklungsstadium, in dem sie leicht zu beeinflussen sind. Und zwar von beiden Seiten“, betont Charambis. Und das berge auch die Hoffnung, die Schüler zu erreichen, wenn man die Chance jetzt wahrnehme und gegen den Faschismus steuere.
    „Von den meisten SchülerInnen, die AnhängerInnen der Chrysi Avgi sind, kann man gar nicht sagen, dass sie wirkliche FaschistInnen sind“, meint Theaterleiter Safiris. Die SchülerInnen wollten sich vielmehr gegen die etablierten Parteien und gegen den starken Flüchtlingszulauf positionieren. Das findet dann im Bekenntnis zur Chrysi Avgi Ausdruck, so der Lehrer.


    Gastfreundlichkeit schlägt in Fremdenhass um

    Griechenland ist für Tausende Flüchtlinge aus Syrien, Afghanistan oder Somalia das Tor zur Europäischen Union. In kleinen Schlauchbooten wagen sie die Überfahrt von der Türkei nach Griechenland oder kommen über die türkisch-griechische Grenze in der Region Evros. Allerdings ist es dem Land durch ein Abkommen mit der EU nicht möglich, die Flüchtlinge weiterreisen zu lassen. Zusammen mit der zunehmenden Armut entwickelt sich in der griechischen Bevölkerung eine fremdenfeindliche Stimmung gegen Flüchtlinge: Mittlerweile gibt es auch in Griechenland sogenannte No-go-Areas für Ausländer. Viele der Migranten bleiben wenn es dunkel wird, aus Angst vor Angriffen der Faschisten, zu Hause.
    „Griechenland wird sozusagen zum Sammelbecken für MigrantInnen“, sagt Safiris. Das könne der krisengeschüttelte Staat nicht tragen. „Diese Situation gibt den FaschistInnen natürlich Futter“, sagt Safiris. „Es ist jetzt leicht zu sagen, dass die AusländerInnen die Schuld tragen und nicht die Politik der EU.“

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    Dumm nur für dich das auch Albaner in der Goldene Morgen röte sind und zwar vielle erst Informieren dann Hetzen aber Sonderschuler halt.

  10. #40

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    28.09.2008
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    Zitat Zitat von Achillis TH Beitrag anzeigen
    Dumm nur für dich das auch Albaner in der Goldene Morgen röte sind und zwar vielle erst Informieren dann Hetzen aber Sonderschuler halt.
    und nicht wenige.
    diese albaner der goldenen morgenröte sind aus dem land zu werfen.

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