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Minderheiten in Griechenland *für absolut-relativ*

Erstellt von Popeye, 06.02.2008, 18:01 Uhr · 83 Antworten · 8.250 Aufrufe

  1. #71
    Popeye
    Verletzung der Minderheitsrechte

    Eine Minderheit, die kein Recht hat, sich national auszudrücken

    Bis zu den ersten Jahren der Junta wurde die Minderheit als die türkische Minderheit bezeichnet. Seit der 1985 endgültig festgelegten "Enttürkisierung" ist sie nur noch eine muslimische Minderheit. Der Gebrauch des Adjektivs "türkisch" ist bei Strafe verboten.

    Das Recht, sich als türkisch zu bezeichnen, kommt unter den Rechten, die der Minderheit vorenthalten sind, und um deren Erlangung die Minderheit kämpft, an erster Stelle.

    Eine problematische Religionsfreiheit

    Nach griechischem Recht ist die orthodoxe Kirche befugt, über die anderen religiösen Gemeinden zu herrschen. Es hängt von der Genehmigung des örtlichen "orthodoxen" Metropoliten ab, das nicht-orthodoxe religiöse Gemeinden eine Gebetsstätte öffnen und unterhalten. Das Verfahren für die Baugenehmigung für eine neue Gebetsstätte ist ein lange Jahre währendes Abenteuer; die Akte wechselt ständig zwischen den Behörden und der Kirche, wird geändert und zum Schluß wird die Genehmigung in der Regel nicht erteilt.

    Das Oberverwaltungsgericht hat zwar beschlossen, das die Befugnis der Kirche nicht die Genehmigungserteilung, sondern lediglich die Stellungnahme umfaßt; in der Praxis jedoch kann keine religiöse Gemeinde ohne die Zustimmung der orthodoxen Kirche eine Gebetsstätte öffnen. In Athen gibt es keine Moschee. Botschafter der arabischen Staaten haben die Initiative, für die Moslime in Athen eine Moschee zu bauen, ergriffen. Der entsprechende Antrag wartet jedoch trotz gelegentlicher Erklärungen von Regierungsvertretern seit Jahren auf Genehmigung, weil die Kirche sich dagegen stellt.

    In Thrakien verfügt die muslimische Gemeinde über Moscheen und Gebetsstätten aus der Osmanischen Zeit in ausreichender Zahl. Das Problem liegt darin, das einige von ihnen der Instandsetzung bedürfen, die nicht ohne weiteres vorgenommen werden kann.

    Anfang 1997 wurden die Genehmigungen für die Instandsetzung der Moscheen in den Dörfern Kimmeria und Pelekiti endlich erteilt. Als die Instandsetzungsarbeiten begannen, wurden die Höhe der Minaretten (18 Meter) und einige weitere Einzelheiten von der Kirche zu einem sehr wichtigen Problem gemacht. Die Kirche behauptete, sie habe diese Einzelheiten nicht genehmigt, sei irregeführt worden und die Genehmigungen seien nichtig. Kirchenkreise, örtliche Medien und Metropoliten behaupteten, die Höhe von 18 Metern sei eine Provokation und Impertinenz gegen die Kirche, riefen mit anderen provokativen Behauptungen die Christen zum Widerstand auf. Da die Regierung diesmal Vorkehrungen getroffen hatte, kam es nicht zu neuen Pogromen gegen die Minderheit. Sie beherzigte jedoch die Behauptungen der Kirche und der fanatischen Kreise und ordnete an, da die Instandsetzungsarbeiten in der Moschee von Kimmeria gestoppt und die Minaretten niedriger gebaut werden. Die Bauarbeiter und die Dorfvorsteher wurden vor Gericht gestellt und verurteilt. In den inzwischen vergangenen 8 Monaten waren die Einwohner von Kimmeria ohne Moschee und mußten in einem Supermarket ihre Gebete verrichten. In der letzten Septemberwoche von 1997 wurde mitgeteilt, das die Instandsetzungsarbeiten wieder aufgenommen werden könnten. Bis zur Beendigung der Instandsetzungsarbeiten jedoch können kirchliche Kreise jederzeit Unruhen entfachen.

    Muftis

    In den drei Provinzen Thrakiens sind die Muftis (je ein Mufti) die höchsten Geistlichen der muslimischen Gemeinden. Der Mufti entspricht dem Metropoliten. Die Amtseinsetzung der Muftis wurde durch ein seit 1920 gültiges Gesetz geregelt und sah zu diesem Zweck Wahlen in den muslimischen Gemeinden vor.

    Als Ende der 80er Jahre die betagten Muftis verstarben, hat die Regierung die Abhaltung der gesetzlich vorgeschriebenen Wahlen für die Besetzung der Muftiämter nicht erlaubt. Zunächst hat sie „obwohl gesetzlich nicht vorgeschrieben„ vorläufige "stellvertretende Muftis" ernannt. Somit wurde eine weitere demokratische Regelung in der Minderheit beseitigt.

    Noch einmal wurde bewiesen, das die Gesetze nicht für die Minderheit gelten und ungesetzliche Maßnahmen jeder Art willkürlich ergriffen werden können.

    Das Gesetz von 1920 wurde einige Zeit später aufgehoben und durch ein neues Gesetz ersetzt, wonach die Muftis von Gouverneuren (sprich Regierung) zu ernennen sind. Als später die gewählten Gouverneuere kamen, wurde diese Befugnis auf den ernannten Generalgouverneur übertragen. Bei der Ernennung der Muftis war die Stellungnahme einer aus Angehörigen der Minderheit bestehenden Delegation einzuholen. In Wahrheit hatte diese Delegation jedoch keine Befugnis und diente nur der Wahrung des Scheins. Die Muftis wurden in Wahrheit nach der Einholung der Stellungnahme des Nachrichtendienstes vom Außenministerium ernannt. In den inzwischen vergangenen zehn Jahren verhielten sich die Muftis wie typische und disziplinierte Beamten und haben weder das Außenministerium noch den Nachrichtendienst groß enttäuscht. Das war ja das Ziel.

    In der Minderheit gilt größtenteils das Prinzip, das die Geistlichen sich mit religiösen Angelegenheiten begnügen müssen. Die immer stärker werdenden Unterdrückungs- und Diskriminierungsmaßnahmen jedoch haben in den 80er Jahren auch sie in den Kampf der Minderheit mit hineingezogen und teilweise politisiert. Die Mitwirkung der Muftis hatte einen positiven und vereinigenden Einfluß auf die Minderheit und erhöhte das Interesse von Ausländern. Die Muftiämter begannen, zum Zentrum des Kampfes der Minderheit zu werden. Die oben geschilderten Machenschaften und das antidemokratische willkürliche Vorgehen der Regierung hatte den Zweck, die Bedeutung und Rolle der Muftis zu verringern. Das gelangt der Regierung auch.

    Seit über 10 Jahren ist das Problem der Muftis das größte institutionelle Problem. Die Minderheit vertritt u.a. folgende Auffassung: Die Wahl des Muftis, der der geistliche Führer der muslimischen Gemeinde ist, ausschließlich eine innere Angelegenheit der Gemeinde. Es kann nicht hingenommen werden, das der Mufti gegen ihren Willen und ohne Konsultationen mit ihr vom Staat ernannt wird. Wenn eine religiöse Gemeinde keine religiöse Autonomie hat, dann funktioniert dort die Religionsfreiheit nicht. Die grobe Verletzung der religiösen Freiheit durch Ernennung des Muftis ist offenkundig eine Unterdrückungs- und Diskriminierungsmasnahme, weil sie sich nur gegen die muslimische Gemeinde richtet. Natürlich mußte die Minderheit gegen die Aufhebung ihrer 1920 anerkannten religiösen Autonomie protestieren. Die Ernennung der Muftis führte zu einem großen Durcheinander in der Minderheit, das auch heute noch anhält. Nach den Ernennungen der Muftis wurden in der Minderheit in den 90er Jahren symbolisch Wahlen abgehalten und "alternative Muftis" gewählt, die jedoch natürlich keine offiziellen und tatsächlichen Befugnisse hatten. Durch diese Wahlen wurde lediglich bezweckt, zu betonen, das die Muftiernennung der Regierung illegal ist, dem Willen der Minderheit widerspricht und das die ernannten Muftis nicht von den Muslimen anerkannt werden. Das despotische Verständnis der griechischen Regierung konnte das nicht ertragen und die "alternative Muftis" wurden wegen "Gebrauchs der Befugnis und des Titels des Muftis" bis heute mehrmals vor Gericht gestellt und verurteilt.

    "Enttürkisierung" und eine dem Balkan eigene rassistische Assimilierung

    Noch in der Ära der Militärdiktatur (1967„74) wurde die Bezeichnung "türkische Minderheit" allmählich in "muslimische Minderheit" verwandelt. Mitte der 80er Jahre wurde endgültig verboten, die Minderheit "türkisch" zu nennen; Minderheitenvereine, deren Namen das Wort "türkisch" beinhalteten, wurden per Gerichtsbeschluß verboten. Nunmehr wurden die Angehörigen der Minderheit als griechische Moslime bezeichnet.

    Man sagt, das es kein Zufall sei, da diese Enttürkisierungsaktion in Griechenland in eine Zeit fällt, in der das Jivkov„Regime im benachbarten Bulgarien seine gewaltsame Bulgarisierungspolitik in Bezug auf die bulgarischen Türken verstärkt hat. Damals hat der griechische Ministerpräsident Andreas Papandreou Bulgarien besucht und besprach mit Todor Jivkov in Haskova das Problem der muslimischen (türkischen) Minderheit.

    Heute ist der Gebrauch des Wortes "türkisch" in Bezug auf die Minderheit nicht erlaubt. Einige Angehörige der Minderheit wurden vor Gericht gestellt, weil sie beim Erwähnen der Minderheit das Wort "türkisch" gebrauchten; sie wurden wegen "Verbreitung falscher Berichte" verurteilt. Zuletzt im Jahre 1997 wurden 14 Lehrer der türkischen Minderheit zu einer Haftstrafe von je8 Monaten verurteilt, weil sie in einer schriftlichen Erklärung von "türkischer Minderheit, türkischen Schulen, türkischen Lehrern" sprachen.

    In letzter Zeit wurden die Assimilierungsbemühungen auf die Behauptung, die Minderheit bestehe aus verschiedenen Rassen, konzentriert. Zu diesem Zweck werden in der Minderheit Gruppen unterschiedlicher rassischer Herkunft gesucht und erfunden. Es wird versucht, unter den Gruppen nationalistische Gegensätze herbeizuführen, und behauptet, da diese aufgrund ihres Bluts, ihrer Gene und ihres Schädels nichts mit der türkischen Rasse zu tun hätten, und das sie islamisierte Christen seien. Es wird daran gearbeitet, sie zur "Rückkehr zu ihrer ursprünglichen Religion, der Orthodoxie, aufzufordern.

    Diese rassistischen Aktionen werden als "anti„ rassistisch, fortschrittlich und demokratisch" hingestellt und mit dem Anspruch, "die Kulturen nationaler Gruppen zu schützen und zu pflegen", durchgeführt.

    Somit wird auf eine grobe und lächerliche Art und Weise versucht, „obwohl seitens der Minderheit nicht gefordert„ durch Einmischungen, Propaganda und Versprechen künstliche Gruppen angeblich historisch hellenischer Herkunft und nationale Identitäten zu schaffen, während die nationale türkische Identität in der Minderheit mißachtet wird.

    Probleme der Minderheit im Bildungswesen

    Die Bildung in der türkischen Minderheit Westthrakiens in der Primar„ und der Sekundarstufe war durch den Lausanner Vertrag von 1923 und durch bilaterale Verhandlungen und Abkommen zwischen der Türkei und Griechenland festgelegt, geschätzt und beispielhaft; sie war halbautonom, zweisprachig (Türkisch und Griechisch) und multikulturell. Infolge der Maßnahmen der Regierungen ist sie nicht mehr vorbildlich.

    Parallel zu den allgemeinen Problemen der Minderheit widerspiegelt auch die Bildungsfrage die heutige Lage der Minderheit. Durch die absichtlich nicht gelösten Probleme in Bezug auf Lehrkräfte, Schulbücher, Lehrprogramme und Lehrmaterial fiel ihr Niveau so sehr, das sie „einem Vergleich zufolge„ zu einem Mechanismus wurde, der Unwissenheit produziert. Obwohl die Minderheit sich der Bedeutung der Pflege der eigenen autonomen Bildung bewußt ist, kann sie das wegen der in den Weg gestellten Hindernisse nicht realisieren. Tausende von Grundschulkindern und Gymnasiasten werden von ihren Eltern zwecks Schulbesuchs in die Türkei geschickt. In den letzten Jahren nimmt die Tendenz zu, multikulturelle Minderheitenschulen zu verlassen und staatliche Schulen zu besuchen.

    In Thrakien gibt es ca. 350 Minderheitengrundschulen. Anfang der 70er Jahre betrug die Zahl der Schüler ca. 16.000; heute ging sie um 50 % zurück und beträgt nur noch 8.000.

    In der Sekundarstufe gibt es nur zwei Schulen der Minderheit. Es wird nicht zugelassen, das mehr als 400 Schüler diese Schulen besuchen und mehr als 30-40 Schüler im Jahr sie absolvieren. Unglaublich aber wahr. Pro Jahr werden höchstens 90-100 Schüler in diese Schulen aufgenommen, und es findet „anders als die übliche Praxis in Griechenland„ eine Aufnahmeprüfung statt, um diese Zahl sicherzustellen. In den letzten Jahren wurde die Aufnahmeprüfung aufgehoben und das Losverfahren eingeführt.

    Die griechische Regierung machte auch aus dem Bildungswesen der Minderheit eine "lebende Leiche."

    Stiftungen

    Nach der alten islamischen Tradition ist die Stiftung eine religiöse Wohltätigkeitsinstitution und besteht aus von Muslimen gestifteten Grundstücken. Ihre Einnahmen werden zur Deckung der Bedürfnisse der Minderheit in den Bereichen Religion und Bildung verwendet. Die Stiftungen sind die finanzielle Grundlage des Gemeindelebens der Minderheit und von vitaler Bedeutung.

    • Mit dem Wort Stiftung sind die der muslimischen türkischen Gemeinde gehörenden und vor allem in thrakischen Städten befindlichen Moscheen und Schulen der Minderheit sowie diverse gestiftete Grundstücke zur Deckung ihrer Betriebskosten gemeint. (Jedes Dorf der Minderheit eine eigene kleine Stiftung, deren Status etwas anders ist). Die Stiftungen wurden vor dem Putsch von 1967 „wie in der Verfassung vorgeschrieben„ durch Kuratorien verwaltet, die bei den alle 4 Jahre abgehaltenen Wahlen gewählt wurden. Das war ein demokratisches Verfahren und hat gewährleistet, das die Stiftungen entsprechend dem Willen und den Interessen der Minderheit genutzt und entwickelt werden. Seit 1967 jedoch ist nicht mehr klar, welche Regeln für die Verwaltung der Stiftungen gelten. Sie sind funktionsfähig und in einem Auflösungsprozeß begriffen.

    • Als 1967 die Junta die Macht übernahm, entließ sie die gewählten Kuratorien der Stiftungen und beauftragte neue Kuratorien. Als 1974 das demokratische Regime erneut errichtet wurde, wurden die von der Junta eingesetzten Kuratorien aller Organisationen und Vereine in Griechenland entlassen und „wie gesetzlich vorgeschrieben„ neue gewählt. Die einzige Ausnahme waren die Stiftungen der Minderheit und das blieb bis heute unverändert.

    • Obwohl das entsprechende Gesetz in Kraft ist, erlauben die griechischen Regierungen seit 23 Jahren die Wahl der Kuratorien nicht. Inzwischen sind alle Mitglieder der von der Junta eingesetzten Kuratorien verstorben. Im Kuratorium von Xanthi gibt es nur ein Mitglied. Die Kuratorien von Alexandroupolis und Dimoteka sind längst aufgelöst. Angesichts der fehlenden Verwaltung und Aufsicht verringerten sich die Einnahmen der Stiftungen und ihr Vermögen wurde ausgenutzt und verschleudert, so das sie heute über weniger Immobilien verfügen. Dieser Umstand verhinderte natürlich auch, das Angehörige der Minderheit Grundstücke stiften.

    • Im Jahre 1979 wurde ein neues Gesetz über die Stiftungen verabschiedet, das durch komplizierte Verfahren, die man hier aus Platzgründen (Zeitgründen) nicht erläutern kann, die Funktionsunfähigkeit und Auflösung der Stiftungen zu "legalisieren" versuchte. Wegen heftiger Reaktionen der Minderheit konnte das Gesetz nicht durchgeführt werden, ist aber noch immer in Kraft. Die Stiftungen der türkischen Minderheit werden zusammenfassend mal von eingesetzten Kuratorien, mal nur von einer Person, manchmal von ernannten Muftis und manchmal lange Zeit ohne einen Verwalter von ein paar Beamten aber in Wahrheit von Dienststellen des Außenministeriums verwaltet.

    • Ein 1997 in Kraft getretenes Steuergesetz sieht die Besteuerung der von Immobilien erzielten Einnahmen der religiösen Gemeinden vor. Die orthodoxe Kirche protestierte gegen dieses Gesetz. Daraufhin wurden zwischen den Vertretern der Kirche und der Regierung Verhandlungen mit dem Ziel einer Einigung in der Steuerfrage durchgeführt. Die katholische Gemeinde hat mit Hinweis darauf, das sie im Gegensatz zur orthodoxen Kirche eine kleine und mittellose Kirche sei und nicht einmal die Betriebskosten begleichen könne, die Besteuerung als ungerecht und diskriminierend bezeichnet und erklärte, das sie sich an den Europäischen Gerichtshof wenden würde. Die mit der Verwaltung des unbeweglichen Vermögens der muslimischen Gemeinde in Thrakien beauftragten und vom Staat ernannten Muftis und Stiftungsverwalter haben keinen Einspruch gegen die Besteuerung eingelegt, als ob sie zeigen wollten, welch disziplinierte Beamten sie sind.

    Die Steuerbefreiung für unbewegliches Vermögen der religiösen Gemeinden als Wohltätigkeitsvereine gilt seit 20 Jahren nicht für die Stiftungen der muslimischen Gemeinde. In vielen Fragen, Praktiken und Vorschriften in Bezug auf die Minderheit wird auf Gegenseitigkeit berufen. Es ist jedoch nicht möglich, das nachzuprüfen.

    https://www.abttf.org/html/index.php...&arsiv=1&typ=1

  2. #72
    Popeye
    Albanische Minderheit

    Albaner sind einer der uralten Bevölkerungen auf der Balkanhalbinsel. Man nimmt an, dass ihr Ursprung bis zu den Illyrern zurückgeht. Man kann die Albaner in Griechenland in drei Gruppen teilen:

    • Orthodox –Albaner (Arvanitler / Arvanites)
    • Moslemische Albaner (Tschamerya- Tsamuria / Thesprotia Albaner)
    • Einwanderer. Albaner, die sich nach dem kalten Krieg in Griechenland sesshaft gemachten haben.

    Albaner, die sich in ersten beiden Gruppen befinden, wurden vom griechischen Staat in verschiedenen Zeiten entweder ins Exil geschickt oder sie sind der Assimilation ausgesetzt. Deren ethnische Identitäten wurden von griechischen Führungen nicht anerkannt. Man behauptet, dass vor allem die Orthodox- Albaner „Hellenen“ sind. Es gibt zwar innerhalb dieser Gruppe, die man als „Arvanites“ bezeichnet, welche, die sich als Griechen sehen. Die eigentliche Grundlage liegt jedoch in der griechischen Assimilationspolitik.

    Nach Feststellungen des Balkan-Experten, Hugh Poulton, lebte bis vor drei Generationen in Attika, Boeotika, in Südevvoia und Hidra und sogar im Stadtteil Plaka von Athen eine albanische Bevölkerung. Plaka ist als ein Albaner-Viertel von Athen bekannt. Die Albaner hatten hier ihre eigenen Gerichte. Sachbearbeitungen erfolgten in albanischer Sprache. Dieser Zustand dauerte bis zu den 40’iger Jahren. Nachdem die Griechen behaupteten, dass „Albaner während des II. Weltkrieges mit den Italienischen Besatzungstruppen kooperiert zu haben“, wurden die Albaner in Griechenland entweder aus dem Land ausgewiesen oder vernichtet oder landesweit in Griechenland verteilt. Die Sprache in Griechenland verbliebener Arvanites ist durch die griechische nationale Orthodoxen- Kirche und auf Assimilation beruhendem Erziehungssystem sowie durch den Druck der Bevölkerung bedroht. Nach Angaben des Europäischen Büros für selten gesprochenen Sprachen wird Albanisch getrennt in mittleren und südlichen Regionen des Griechenlands gesprochen. Man kann jedoch im Privatleben innerhalb des Hauses sprechen. In der Öffentlichkeit stößt sie auf den Widerstand der griechischen Bevölkerung.

    Die andere albanische Gruppe in Griechenland, Tschamerya- Albaner, steht vor Ausrottung. Die EDES- Freischärler unter der Führung des Generals Napoleon Zervas, die während der Bürgerkriege die antikommunistische Front bildeten, kämpften auf der einen Seite gegen die Kräfte der kommunistischen EAM-ELLAS während sie auf der anderen Seite Säuberungsaktionen gegen die nichtgriechische Bevölkerungselemente wie Mazedonier und Albaner durchführten.

    Obwohl die griechisch tscamerische Albaner während der allgemeinen Mobilmachung in Griechenland vor italienischer Besetzung sich freiwillig zum Wehrdienst meldeten, wurden sie dafür aufgenommen. Sie wurden jedoch bei Bauarbeiten beschäftigt. Die griechische Regierung, die wegen dieses Fehlers von der Reaktion der Albaner befürchtete, hatte alle männliche Personen über 14 Jahren als Kriegsgeiseln zum Konzentrationslager vertrieben. Die eigentliche große Vernichtungsoperation gegen die Albaner im Gebiet Tschameria begann am 27. Juni 1944. Man erlebte einen Massenmord, wobei verschiedene Glieder der Menschen geschnitten und gerissen sowie schwangere Frauen, Frauen und Säuglinge ermordet wurden.

    Die Griechen haben zwischen 27. Juni 1944 und März 1945 im ganzen Tschameria von der Zivilbevölkerung 3242 Menschen ermordet. Davon waren 2900 alte oder junge Männer, 214 Frauen und 96 Kinder. Zudem wurden 745 Frauen vergewaltigt, 76 Frauen entführt, 32 Säuglinge ermordet, 68 Dörfer zerstört, 5800 Häuser und Gebetshäuser niedergerissen. Nach all diesen Grausamkeiten mussten die tschamerischen Albaner, die am Leben geblieben waren, ihre Heimat verlassen. Die zurückgebliebenen Albaner durften wegen der Politik Athens, das die albanische Identität nicht anerkannte ihre eigene Sprache nicht sprechen. Athen hatte keine andere Identitäten außer orthodoxsicher anerkannt. Die Besitztümer der vertriebenen und geflüchteten Albaner wurden den neuen Ankömmlingen in der Region verteilt. Alle Ortsnamen wurden zum Griechischen umgewandelt.

    Die tschamerischen Albaner kämpfen heute weiterhin mit Hilfe des Politischen Vereins der Tschamerischen Patrioten, um ihre Rechte zu erringen. Das Albanische Volkshaus hat am 30. Juni 1994 beschlossen, den 27. Juni als Gedächtnistag zu erklären.

    Die Tschameria-Frage wurde im Januar 1995 in der 4. Generalversammlung der Organisation für nicht vertretenden Nationen und Völker auf die Tagesordnung gebracht. Als Beschluss 12 wurde auf folgende Punkte hingewiesen.

    • Rückerstattung der Rechte des tschamerischen Volkes für Rückkehr und Staatsangehörigkeit.

    • Gewährung der Rechte des tschamerischen Volkes für ihr Besitztum.

    • Gewährung ihrer auf internationalen Abkommen beruhenden Rechte. Dazu solle griechische Regierung die historische Tatsache der Tschameria-Frage anerkennen und ernste Schritte für die Lösung tun.

    „Der Massenmord in Tschameria“ hat v.a. durch Bemühungen des Vereins für Politische Patrioten von Tschameria begonnen, an die Öffentlichkeit zu dringen:

    Demnach geschah folgendes:

    • In der Sondersitzung des amerikanischen Senats am 20.08.2002 hat man die Tschameria-Frage besprochen. In der albanischen Presse stand darüber, dass für die Lösung im amerikanischen Senat grünes Licht gegeben worden ist. Dadurch, dass die USA die Sache Tschameria, die für den Balkan von Bedeutung ist, besprochen habe, eine internationale Basis geschaffen worden sei und dass man in dieser Richtung den ersten Sieg errungen habe. Und die Erklärungen des griechischen Vertreters im Senat von Mitgliedern des Kongresses seien nicht für zufriedenstellend gefunden.

    • Die internationale radikale Partei, die in den VN das Statut der Beratung inne hatte, einen Beschluss gefasst, wonach die Tschameria-Frage vor das Parlament der EU gebracht werden sollte. Von der griechischen Regierung wurde gefordert, dem internationalen Menschenrechtsprotokoll entsprechend die Rechte des tschamerischen Volkes zu beachten. Ema Bonino, eines der Abgeordneten der Radikalen Partei im EU-Parlament, hat erklärt, dass er zusammen mit 6 EU-Abgeordneten einen Vorschlag unterzeichnet hat, wonach diese Frage im EU-Parlament diskutiert werden soll.

    • In England wurde von der Militärischen Akademie Sanddurst des Königreichs und vom Forschungszentrum für nicht Übereinstimmungen ein Buch unter dem Titel „die Tschameria - Frage“ veröffentlicht.

    Die eingewanderten Albaner, die der Gruppe drei angehören, sind diejenigen, die v.a. nach dem kalten Krieg nach Griechenland gekommen sind, um hier arbeiten zu können. Diese betrachten Griechenland als ein Land, wo sie gut arbeiten können, weil es ein EU-Mitglied ist.

    In Griechenland, wo illegales Einwanderungspotenzial hoch ist, befinden sich zur Zeit etwa 300.000 albanische Einwanderer. Und die Albaner sind es, die von den Maßnahmen der griechischen Führung gegen Flüchtlinge am meisten betroffen sind. Zum Beispiel im Jahre 1992 wurden 200.000 illegale Emigranten aus dem Land ausgewiesen. Davon sind 150.000 Albaner.

    Die in der griechischen Presse gestartete besudelnde Kampagne führte dazu, dass in der griechischen Öffentlichkeit eine Art Albanophobia gegen diese Bevölkerung hervorgerufen hatte.

    Es gab sogar unter den Griechen welche, die diese Schwäche dieser Menschen ausnutzten. Sie ließen sie sehr billig arbeiten. Es gab welche, die ihre Löhne nicht bezahlten und sie bedrohten sie im Falle, wenn sie ihr Recht forderten, der Polizei zu überliefern.

    Die Maßnahmen in Griechenland gegen die albanischen Emigranten stehen ständig in den Jahresberichten der Organisationen der Menschenrechte. In der Presseerklärung des Greek Helsinki Monitors vom 27. März 1998 steht, dass der Bürgermeister von Palio Keramidi in Pieria nach Sonnenuntergang den Ausgang der albanischen Emigranten aus ihren Häusern untersagt. Dies sei ein rassistischer Beschluss, womit man die Menschenrechte verletzt. In der selben Erklärung steht, dass die Anhänger der in Ikeria unter dem Namen „Komitee für Plünderungsopfer“ gegründeter Organisation mit ähnlichen Bekleidungen der Organisation Ku-Klux-Klan in den USA unschuldige Albaner angreifen. In diesem Bericht heißt es, dass ein Arbeitgeber in Kreta im Jahre 1995 zwei seiner albanischen Arbeiter, die Emigranten waren, getötet habe, um ihnen für ihre Leistungen keine Löhne bezahlen wollte.

    In Griechenland geht man gegen Albaner, egal ob sie im legalen oder illegalen Zustand sind, mit Vorurteilen vor. Man nimmt von vornherein an, dass sie schuldig sind. Albaner führen ein elendes Leben, weil sie keinerlei soziale Sicherungen haben. Ihre Kinder haben auch keine Erziehungs- und Lernmöglichkeit

    Es sieht so aus, dass die Albaner in Griechenland weiterhin die Opfer der Politik der systematischen Absonderung und Assimilation sein werden, solange der Unsinn der schmählichen „Albanophobia“ existiert. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese in der Region verbliebenen Albaner aus Tschameria oder Orthodox-Arvanites oder Emigranten aus Albanien sind.



    https://www.abttf.org/html/index.php?link=detay&id=23&arsiv=1&typ=1

  3. #73
    Popeye
    Mazedonische Minderheit

    Im Norden Griechenlands lebt in dem von den Bergen Pindus, Rhodope und vom Ägäischem Meer umgebenem Gebiet eine Bevölkerung, die sich als Mazedonier bezeichnet. Sie behaupten, dass sie im Unterschied zu Griechen einer anderen ethnischen Gruppe angehören und deshalb eine Minderheit bilden.

    Die griechische Regierung betrachtet das Wort "Mazedonien" als einen geographischen Begriff, womit man alle in Nordgriechenland lebende griechische Staatsbürger definiert. Sie weist alle Vorwürfe, dass die Mazedonier in Griechenland eine Minderheit bilden, zurück. Sie definiert diese Minderheit als "Slawische Griechen" oder "zweisprachig".

    Infolge der ersten Invasionen haben die Indiogermanen, Kelten, Illyrer, Thrazier, Dazier, Dorern, Akaiern, Awaren, Sykithen, Kuman-Kiptschaken, Mykenaen, Bulgaren, Slawen und Romanen dieses Gebiet entweder durch vorübergehende Besetzungen oder durch anhaltende Invasionen beeinflusst. Das Gebiet wurde von unterschiedlichen Volksstämmen beherrscht. Anfang des ersten 1000 v. Chr. hat ein kleiner Volksstamm namens Mazedonier unter Führung vom I. Peridikas um den Fluss Bisritsa eine Staatsverwaltung gegründet.

    In der langen Geschichte Mazedoniens kam dieses Gebiet vom VII. bis X. Jahrhundert v. Chr. unter die Herrschaft des mazedonischen Königreiches (Phlipp II. , Alexander der Grosse), des römischen Imperiums, des oströmischen Imperiums (Byzanz), der bulgarischen und serbischen Königreiche und des osmanischen Staates.

    Und die Balkankriege 1912-1913 waren einer der bedeutenden Wendepunkte in der mazedonischen Geschichte. Während Serbien das "Wardar- Mazedonien und Bulgarien das " Pirin- Mazedonien" an sich rissen, besetzte Griechenland das 33.953 km2 großes "ägäisches Mazedonien", wo über eine Million Menschen leben. Danach begann es mit der Politik der Assimilation und ethnischer Säuberung das ägäische Mazedonien in Angst zu versetzen und dafür zu sorgen, dass sie auf ihre "nationale Gesinnung" verzichteten. Dieser Zustand dauerte bis heute.

    Griechenland begann im Jahre 1926 an Hand des Gesetzes 352, eine umfangreiche Aktion durchzuführen, welche die Änderung sämtlicher Ortsnamen im ägäischen Mazedonien und Hellenisierung der Namen mazedonischer Familien vorsah. Zusätzlich zu den im Gesetzblatt vom 21. und 23. November 1926 mit den Zahlen 322 und 324 aufgeführten Namen wurden den Familiennamen "os", "is" oder "pulos" dahintergesetzt. Die Namen mussten mit diesen Suffixen genannt werden.

    Auf der anderen Seite wurden alle mazedonischen Namen von Kirchen, Denkmälern, archäologischen Werken und Grabsteinen abgelöscht. Alle in mazedonisch-slawisch verfassten religiösen und literarischen Werke wurden abgebrannt. Man hat die mazedonische Sprache streng verboten. Auch bei Hochzeiten, Trauungen, religiösen Zeremonien durfte man nicht mazedonisch sprechen. Die Mazedonier wurden gezwungen, griechische Sprachkurse zu besuchen. Diejenigen, die mazedonisch sprachen, wurden dem intensiven Druck ausgesetzt. Sie wurden verhaftet oder man schickte sie zu Konzentrationslagern. Diese Politik führte jedoch dazu, dass die Mazedonier ihr nationale Bewusstsein stärkten.

    Infolge von Bürgerkriegen in Griechenland, die nach dem I. Weltkrieg und danach entstanden sind, haben die Brutalitäten gegenüber den ägäischen Mazedoniern zugenommen. Im Westen des ägäischen Mazedoniens wurden 16.000 Menschen getötet. 440 Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt. In den Konzentrationslagern wurden 120.000 Menschen den Folterungen ausgesetzt. Tausende von Menschen haben ihr Gedächtnis verloren. 1291 Häuser wurden in Brand gesteckt und 80 Dörfer wurden geplündert. Viele Menschen mussten ihre Häuser verlassen. Diese Unterdrückungen führten dazu, dass ein bedeutender Teil der ägäischen Mazedonier in die überseeischen Länder v. a. nach Kanada, in die USA und nach Australien auswanderten. An Hand eines im Jahre 1959 erlassenen Gesetzes mit der Zahl 3958 hat man denjenigen, die "keine gebürtige Griechen" waren und aus Griechenland ausgewandert sind und in letzten fünf Jahren nicht nach Griechenland zurückgekehrt waren, ihre Grundstücke enteignet. Davon waren v.a. ägäische Mazedonier betroffen.


    Alle diese Zwänge führten dazu, dass ägäische Mazedonier in Griechenland und im Ausland fest einander schlossen. Sie haben Unionen gebildet, um ihre nationale Existenz zu wahren und weiterhin leben zu lassen. Zivile Gesellschaftsorganisationen wie das Organisationskomitee für das Zentrum der Menschenrechte in Mazedonien, die Bewegung für Menschliche und Nationale Rechte der Mazedonier des ägäischen Mazedoniens und das Zentrum der Mazedonischen Menschenrechte, welche in den 80’iger Jahren in Griechenland gegründet worden sind, haben mit ihrer Arbeit begonnen. Diese von der griechischen Regierung offiziell nicht anerkannte Organisationen wollen gegen allerlei Unterdrückungen kämpfen, denen die Mazedonier ausgesetzt sind. Sie wollen dafür sorgen, dass sie ihre Muttersprache in der Erziehung, in den Kirchen und in allen Bereichen des alltäglichen Lebens benutzen können.

    Tatsächlich sind die im ägäischen Mazedonien existierende legale oder illegale (von der griechischen Regierung nicht anerkannte) slawisch-mazedonische Formationen legal. Denn die Angehörigen der in Griechenland lebenden mazedonischen Minderheit sind Staatsbürger dieses Landes. Und Griechenland ist ein Land, das viele internationale Abkommen unterzeichnet hat und als ein EU-Mitglied im Bereich Menschenrechte eine Reihe Verantwortung übernommen hat. Es ist jedoch ein Land, das keine von diesen in die Tat umgesetzt hat.

    Griechenland ist ein Land, das die internationalen Bräuche niemals in Betracht zieht. Es hat sich Alexander den Grossen angeeignet. Es akzeptiert weder den Namen der nach der Auflösung des Jugoslawiens in 1991 gegründeten unabhängigen neuen Mazedonischen Republik noch ihre Verfassung und ihre Fahne mit rotem Grund und Sechszehn Vergina-Sonnenstrahlen.

    Griechenland, das anlässlich der mazedonischen ethnischen Minderheit in ihrem Land vom neuen mazedonischen Staat sich gestört fühlt, hat zuerst die Diplome der Universität Kiril i Metodi in Skopje für ungültig erklärt. Der Grund dafür war, dass man in dieser Universität in mazedonischer Sprache unterrichten würde. Und es gäbe keine mazedonische Sprache.

    Zudem begann Griechenland zuerst neben den Bemühungen, die Güter und Öltransporte zu diesem Land zu verhindern, Handel außer der dringend benötigten Waren zu verhindern. Griechenland konnte weder von der europäischen Öffentlichkeit noch von der USA die erwartete Unterstützung erhalten, obwohl es allerlei Unternehmungen vorgenommen hatte. Ganz im Gegenteil die Entwicklungen verliefen zu Gunsten Mazedoniens. In den Jahren 1994-1995 hat man gegenüber Mazedonien v.a. an der Eisenbahnlinie Thessaloniki - Skopje ein Embargo verhängt. Infolgedessen hat man in der mazedonischen Wirtschaft ernsthafte Probleme erlebt.

    Die Anwendungen des Griechenlands gegenüber den in ihrem Land lebenden Minderheiten entgehen nicht der Aufmerksamkeit. Es hat jedoch bezogen auf Menschenrechte viele internationale Abkommen unterzeichnet. Dieser Zustand wurde in vielen Berichten, die bis heute veröffentlicht worden sind, offensichtlich vorgelegt. Im Bericht von 1990 und in den nachfolgenden Berichten der USA über Menschenrechte wird Griechenland wegen der Isolations- und Repressionspolitik gegenüber den mazedonischen und türkischen Minderheiten offenkundig kritisiert. In den Berichten der Amnesty International, Helsinki Watch usw. sieht man dieselben Kritiken.

    The writing with the expression "Makedonya is one unit, it is Greek" which was printed by Greek sugar factories, shows very obviously how Greece brings up the fact, that it has hopes of Makedonya, in every occasion.
    Zudem werden die Menschenrechtverteidiger in Griechenland ständig verfolgt und dem Druck ausgesetzt. Darunter befinden sich v.a. folgende Personen, welche im Vergleich zu anderen Aktivisten bezogen auf die Vorfälle, an denen sie sich beteiligt waren, die Aufmerksamkeit der internationalen Gesellschaft auf sich ziehen: Hristos Sidiripulos, Tasos Bulis, Nikodimos Tsarknias, Petros Dimitsis, Stavros Anastasiadis, Konstantinos Gotsis und Stavros Sovislis. Die rechtlichen und administrativen Repressalien, denen diese Personen ausgesetzt sind sowie die von Sicherheitskräften verursachten physischen Schaden wurden von vielen Organisationen erfasst und vor die internationale Öffentlichkeit gelegt.

    Mazedonischer Menschenrechtsverteidiger Sidiripulos, der zuerst in 1990 versuchte, ein "Mazedonisches Kulturzentrum" zu gründen, um die mazedonische Sprache lebendig erhalten zu können, wurde wegen dieses Versuchs und wegen seiner Aussage im Juni 1990 in der humanitären Sitzung der KSZE in Kopenhagen vom Gericht für schuldig erklärt, wobei er in dieser Sitzung erklärte, " in Griechenland gibt es mazedonische Minderheit". Sidiripulos erklärte, dass die Griechen gleich nach der Eroberung des ägäischen Mazedoniens in 1913 seinen Großvater von der Zunge aufgehängt haben, um das mazedonische Volk einzuschüchtern und um zu verhindern, dass man die Kinder in die mazedonische Schulen schickte. Auch seinen Vater habe man getötet, indem man meinte, er habe während der Bürgerkriege mit Kommunisten kooperiert. Am 22. August 1994 stand in der Zeitung The Times, dass England anlässlich der Grausamkeit, der "Sidiripulos" ausgesetzt ist, ihm Asyl gewähren solle.

    Und der Pfarrer Nikodimos Tsarknias, einer der Menschenrechtverteidiger, wurde dem schweren Druck ausgesetzt, da er nur seine Grundrechte forderte, wonach man mazedonisch sprechen und in der Muttersprache beten und singe durfte. Er hatte jedoch keine Anforderungen bezogen auf die Trennung des ägäischen Mazedoniens vom Griechenland. Pfarrer Nikodimos wurde verprügelt. Er hatte viele Jahre vor Gericht zu tun. Er wurde verleumdet und man habe ihn aus seinem Dienst als Pfarrer entlassen. Der physikalische Angriff gegen Tsarknias wurde durch ärztliches Attest bestätigt. Er steht weiterhin auf der Tagesordnung der Menschenrechtorganisationen.

    Etwa 30.000 Kinder zwischen 2 und 14 Jahre, welche in den Jahren 1947-48 vom Roten Kreuz vor griechischen Angriffen aus Griechenland ins Ausland gebracht worden sind, konnten immer noch nicht nach Griechenland zurückkehren. Diese inzwischen 50 Jahre alt gewordene Menschen, die sogar auch kurzfristig nicht nach Griechenland dürfen, haben einen Verein unter dem Namen "The Association of Refugee Childeren from Aegean Macedonia" gegründet.

    Die Mitglieder dieses Vereins haben in 1998 beschlossen, anlässlich des 50. Jahrestages von 1948 zusammenzukommen, um ihre Orte, wo sie geboren sind, zu besichtigen und an dieser zu gedenken. Da sie aber die Haltung von Griechenland kennen, wendeten sie sich um Hilfe an die "International Helsinki Federation of Human Rights". Obwohl diese Organisation sich direkt mit dem damaligen griechischen Stellvertretendem Außenminister Yorgo Papandreu in Verbindung gesetzt hatte, um Hilfe zu bitten und er dazu positiv stand, wurden diese Menschen nicht in das Land reingelassen. Dieser Zustand zeigt, inwieweit man sich der griechischen Bürokratie und den Staatsmännern verlassen kann.

    Auch bezogen auf politische Aktivitäten gewährt Griechenland den ägäischen Mazedoniern keinerlei Rechte. Es zeigte Reaktionen auf die am 6. September 1995 in Lerin (Florina) unter dem Namen "Vinojito- Regenbogen" gegründete Partei. Das Gebäude der Partei wurde infolge des Aufhetzens des Bürgermeisters mit Steinen und Knüppel angegriffen, wobei man das Parteischild herunter genommen hatte.

    Gegen die Gründer der Partei, Vasilis Romas, Kostas Tasopulos, Petros Vaisilidis und Pavlos Vaskopulos wurde wegen des öffentlichen Gebrauchs der Muttersprache Klage erhoben. An dem Prozess am 15. September 1998, an dem durch den Aufruf und die Einladung der Mazedonier Beobachter der internationalen Organisationen beteiligt waren, ist die Partei Regenbogen frei gesprochen.

    Im Kampf der mazedonischen Minderheit in Griechenland um die Erlangung der Rechte befindet sich auch die politische Organisation Namens "Mazedonische Bewegung für das Wohl des Balkans", die in 1989 in Sobotsko (Aridea) gegründet worden ist. Diese Bewegung hat an den Wahlen für das Europäische Parlament in Griechenland in 1994 zusammen mit der Partei Regenbogen beteiligt. Sie konnte jedoch durch das Verhindern der griechischen Zuständigen und wegen der unterschiedlichen administrativen Maßnahmen nur 7.263 Stimmen sammeln.

    Der rechtliche Prozess bezüglich des "Mazedonischen Kulturzentrums" (Kulturhaus Mazedoniens) das die mazedonische Minderheit in 1990 gründen wollte, jedoch laut Beschluss des Landgerichtes in Florina (Lerin) nicht eröffnet werden konnte, wurde in Griechenland zu Ende geführt. Dadurch, dass man für die Eröffnung dieses Zentrums keine Genehmigung erhalten konnte, brachten die Gründer des Zentrums die Sache vor den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte in Strassburg. Der am 24. März 1998 begonnene Prozess endete am 10. Juni 1998. Danach hat der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte nach Artikel 11 der Europaeischen Konvention und den Beschlüssen der Sitzung der KSZE in Kopenhagen für Humanitäre Dimension entsprechend Griechenland verurteilt. Die Regierung in Athen untersagt jedoch gesetzwidrig immer noch die Eröffnung dieses Zentrums.

    Man kann diese Haltung Griechenlands, welche betreffend der ägäischen Mazedonier die Menschenrechte nicht im geringsten berücksichtigt, in den Jahresberichten aller Menschenrechtsorganisationen sehen. Man hofft dabei, dass Griechenland, das ein Mitglied der EU ist, darauf verzichtet, alle in Griechenland lebenden Minderheiten als Gefahren zu betrachten. Es sollte sie ihren Bürgerrechten entsprechend behandeln.

    https://www.abttf.org/html/index.php...&arsiv=1&typ=1

  4. #74
    Popeye
    Walachische Minderheit

    Auch Walachen ist eine der in Griechenland lebender nichtgriechischer Minderheiten, die zu den uralten einheimischen Bevölkerungen auf der Balkanhalbinsel gehören.

    Walachen sind eine Bevölkerungsgruppe lateinischen Ursprungs, welche in den sehr alten Zeiten sich auf den Balkan niedergelassen haben und heute in verschiedenen Ländern verteilt sind. Die Zahl der Walachen belaufen auf 2.500.000. Sie sprechen mazedonisch –rumänische Sprache. Obwohl die Walachen sich als Romani, Romeni, Aromani bezeichnen, werden sie von Griechen als Kutsovlakh oder Dialekt sprechende Helenen oder sogar in der Zeit des Römischen Imperiums lateinisierten Helenen bezeichnet.

    Nach den Quellen der Walachen-Diaspora ist die Zahl der in Griechenland lebenden Walachen zwischen 250.000 und 1.200.000. Nach Angaben des ehemaligen griechischen Außenministers und Verteidigungsministers walachischen Ursprungs, Evangelos Averof, ist ihr Zahl im Jahre 1948 150-200.000.

    In Griechenland werden zwei unterschiedliche walachische Sprachen, und zwar Megleno- Rumänisch und Aromunca (walachisch) gesprochen. Man nennt die Gruppe, die Megleno- Rumänisch spricht, Vlasi. Nach Winnifritth, der mit seinen Forschungen bezogen auf Walachen bekannt ist, ist diese Gruppe im Grunde genommen die lateinisierte Stammesgruppe der Petscheneken- und Kumantürken.

    Die ethnische walachische Minderheit in Griechenland lebt vielmals in den ländlichen und gebirgigen Gegenden. Sie halten v.a. Vieh und treiben Ackerbau und Handel. Die Walachen leben in Griechenland in der Umgebung der Pindus-Gebirge, in Tesalia, in den westlichen und nördlichen Teilen des ägäischen Mazedoniens, auf den Bergen Vermion und in seiner Umgebung sowie in dem nördlich von Thessaloniki liegendem Gebiet Meglen.

    Nach Thompson, der mit seinen Forschungen bezogen auf Walachen bekannt ist, haben diese denselben Ursprung wie die der Rumänen. Zudem nach einer von allen Erforschern akzeptierter Eigenschaft, wonach die Walachen einen nomadischen und bäuerischen Aufbau aufweisen sollen, ist es unmöglich, dass sie irgendwelche soziokulturelle und anthropologische Verbindungen zu den Griechen haben. Die Griechen bestehen nämlich darauf, dass sie seit Jahrhunderten einen sesshaften und zivilisierten Aufbau aufweisen. Auch Richard Clogg, der als mit Griechen sympathisierende Person bekannt ist, erklärt, dass Walachen eine Sprache sprechen, die dem Rumänischen sehr ähnelt. Und Walachen seien in heutigem Griechenland eine Minderheit.

    Der wichtigste Wendepunkt der Walachen in ihrer Geschichte ist es, dass sie vom osmanischen Reich in 1905 als eine "Nation" anerkannt wurden.

    Mit den Aktivitäten des im Gebiet Pindus geborenen walachischen Mönches Margarit bezogen auf Erziehung begann unter den Walachen im zweiten Hälfte des XIX. Jahrhunderts eine intensive Bewegung, in der das nationale Bewusstsein aufflammte. Die Erziehung der walachischen Jugendlichen von Margarit, walachische Sprachlehre und im Laufe der Zeit die Eröffnung von rumänischen Schulen in dieser Region versetzte zuerst das Orthodox-Patriarchat in Bewegung. Das Patriarchat, das seit Jahrhunderten Einfluss auf allen Balkan-Orthodoxen ausübte, war von dieser Entwicklung ziemlich gestört. Und es zeigte Reaktionen dagegen. Daraufhin ging Margarit nach Bukarest und nahm an der Kommission der Mazedo-Rumänen teil. Das alles geschah jedoch in der Zeit, wo das Osmanische Reich in dieser Region herrschte. Während dieser Zeit kamen in 1892 6 Walachen-Vertreter und 2 Mönche nach Istanbul, um sich wegen der Aktionen des Patriarchats gegenüber ihnen zu beklagen und um Hilfe zu bitten. Daraufhin hat die osmanische Verwaltung die Möglichkeit gegeben, ihre eigenen Kirchen zu gründen und in ihrer Muttersprache zu beten. Die Griechen waren von dieser Entwicklung gestört. Sie haben die walachischen Mönche durch Freischärler bedroht. Die Griechen haben im Februar-März 1905 im Dorf Florina-Nihova Walachen angegriffen und 6 Walachen getötet.

    Die Walachen, die durch den Erlass vom 22. Mai 1905 des osmanischen Staates anerkannt wurden, traten in eine neue Ära, wo sie in ihrer Geschichte kurzfristig aber zum ersten mal offiziell gleiche Rechte erhielten. Sie konnten ihre Verwaltungsbeamten wählen. Sie hatten ihre eigenen Kirchen und Schulen. Sie konnten auch Vertreter zum osmanischen Parlament schicken. Bis zu den Balkanriegen befand sich es im Parlament walachische Abgeordnete. Sie leisteten Dienst mit anderen Vertretern des "Volkes" zusammen.

    Die Anerkennung der Walachen als eigene Bevölkerung innerhalb des Systems der "Nationalitäten" führte dazu, dass die griechischen Freischärler ihre Angriffe intensivierten. Während der Angriffe auf die walachischen Schulen und Dörfer wurden viele Menschen getötet und die Häuser niedergerissen.

    Durch diese Möglichkeit stieg die Zahl der walachischen Grundschulen in 1912 auf 114 und die Zahl der Gymnasien auf 4. Sie konnten auch in ihrer Sprache etwa 20 Zeitungen und Zeitschriften veröffentlichen.

    Die vom walachischen nationalen Dichter Konstantin Belematse anlässlich der Anerkennung der Walachen als ein Volk durch den osmanischen Sultan Abdulhamit 2 geschriebene Nationalhymne lässt man weiterhin existieren.

    Die Balkankriege 1912-1913, die alle Minderheiten in den Gebieten, wo der Osmanische Staat seine Herrschaft verloren hatte, beeinflusste, hat auch Walachen negativ beeinflusst. Griechenland hat mit dem Bukarest-Abkommen von 1913 die Walachen im ägäischen Mazedonien, das in seinem Hoheitsgebiet lag, als Minderheit anerkannt. Es hat zuerst ihre Schulen und Kirchen bewilligt. Es konnte die ethnische Säuberung nicht durchführen. Dabei hat man aber ihre Sprache für unbedeutet gehalten, um ihr nationales Bewusstsein zu knicken. Man hat Maßnahmen gegen ihren Gebrauch an öffentlichen Stellen genommen.

    In der Zeit zwischen den beiden Kriegen v.a. während der Zeit des Diktators Metaksas hat man durch den griechischen Staatsterror neben Mazedonier auch Walachen gezwungen, Griechisch zu lernen. Diejenigen, die zu walachischen Schulen gingen, wurden von denen, die zu griechischen gingen, unterschiedlich behandelt.

    Der zweite Wendepunkt der Walachen in ihrer Geschichte ist die Zeit des "Fürstentums von Pindus". In Griechenland, das sich während des zweiten Weltkrieges unter der Besetzung der Italiener befand, hat man mit der Absicht, die Walachen für das faschistische Ziel zu gewinnen, den Walachen die Möglichkeit gewährt, unter Alkibiades Diamandi das "Fürstentum von Pindus" zu gründen, das von Italienern gelenkt werden sollte. Diamandi, der als Oberhaupt dieses autonomen Fürstentums erklärt wurde, war gleichzeitig das Oberhaupt der militärischen Kraft, die man auch als "Rumänische Legion" bezeichnete. Dieses Fürstentum umfasste neben Epirus das ganze Mazedonien und Thessalien. Auch dieser Versuch scheiterte aber nach der Niederlage der Italiener.

    Ein Teil der Walachen, der sich anders als die Griechen betrachtet, hat sozusagen die Assimilationspolitik des griechischen Staates eingewilligt. Sie sind sogar assimiliert worden. Manche jedoch, die dagegen widerstanden, haben Griechenland verlassen. Sie sind in die überseeischen Länder wie USA, Australien u.s.w. ausgewandert und dort eine walachische Diaspora gebildet.

    Das nationale Bewusstsein unter den Walachen, die in die USA, nach Australien und nach Europa ausgewandert sind, ist stärker. Sie haben durch die Vereinigungen, die sie gegründet haben, ihre Bindungen erhalten. Als Beispiele können wir den "Farsarotul –Verein" in den USA und die unter der Führung von Vasile BARBA in Freiburg/Deutschland gegründete "Union für Walachische Sprache und Kultur" geben. Auf der anderen Seite haben die Lehrstühle Romanistik der Universitäten Mannheim und Freiburg durch die Bemühungen von BARBA jeweils ein Protokoll unterzeichnet, wonach der "Lehrstuhl für Intentionale Aromence" ins Leben gerufen wurde. In Deutschland leben etwa 3000 Walachen. Sie versuchen durch die "Union für Walachische Sprache und Kultur" und durch das "Zentrum für Walachische Studien" ihre Identitäten und ihre Sprachen zu wahren und am Leben erhalten zu können.

    Auf der anderen Seite schützt das Abkommen "The European Charter of regional and Minority Languages", das in 1998 von dem Balkan-Komitee des Europaeischen Rates in Kraft gesetzt wurde, auch die walachische Sprache. Dieses Abkommen wurde auch vom Griechenland unterzeichnet.

    Obwohl die Initiative EBLUL (European Bureau for Lesser Used Languages), die den Schutz der selten gesprochenen Sprachen vorsieht, auch von der EU unterstützt wird, wird sie vom EU-Mitglied Griechenland abgelehnt.

    Griechenland, das für jedes Problem eine Lösung zu finden scheint, versucht jedoch durch die Propaganda den Eindruck zu erwecken, dass die Walachen ihre kulturelle Existenz weiterhin bewahren würden. Es lässt dabei den Vereinigungen, die durch seine Initiative gegründet worden sind, Veranstaltungen organisieren. Da die Veranstaltungen in griechischer Sprache ausgeführt werden, sieht man, inwieweit das Scheinszenarium ausgeführt wird.

    Die griechischen Staatsmänner, die für die Veranstaltungen der angeblichen unter ihrer Schirmherrschaft gegründeten Vereinen ein Auge zudrücken, haben die selbe Toleranz gegenüber dem Führer der walachischen Minderheit, Sotiris Bletsas, der im Jahre 1995 versuchte, eine von EBLUL erarbeitete Landkarte zu verteilen, nicht gezeigt. Auf dieser Karte war die "in Europa selten gesprochene Sprachen" zu ersehen. Bletsas wurde wegen dieser Aktion von der Polizei verprügelt. Er wurde zu 15 Monaten Freiheitsstrafe und zu Geldstrafe von 500.000 Drahmi verurteilt. Der Sprecher von Greek Helsinki Monitor, P. Dimitras, der sich mit dieser Sache beschäftigte, wurde in einem Fernsehprogramm von dem Abgeordneten der Partei YDP physisch angegriffen. Ein westlicher Diplomat hat nach der Verhaftung von Bletsas wegen Verteilung der von EBLU erarbeiteten Landkarte gesagt, "wann wird man wohl die EU verhaften".

    Nachdem BARBA, Führer der in Deutschland in Diaspora lebender walachischer Minderheit, 1994 im rumänischen Parlament um Hilfe gesucht und Berichte vor den Europäischen Rat gelegt hatte, begann der Europäische Rat ab dem Jahr 1996 die walachische Frage vorzunehmen. Schließlich hat der Europäische Rat den Bericht des spanischen Abgeordneten Luis Maria de Puig des Europäischen Rates am 24. Juni 1997 mit Einstimmigkeit gebilligt.

    Eine solche wichtige Frage, die in den Tagesordnungen verschiedener Plattformen steht, zeigt wie Griechenland den Grundsätzen der Organisierung, der Einsatzfähigkeit und des Lebens der EU entgegensteht. Es sieht aber so aus, dass die Walachen, einer der uralten Bevölkerungen in Griechenland, deren Ursprung bis vor 2000 Jahren zurückgeht, trotz Widerstand Griechenlands, ihren Kampf um ihre Rechte und Beibehaltung ihrer Kulturen fortsetzen werden.

    https://www.abttf.org/html/index.php...&arsiv=1&typ=1

  5. #75
    Popeye
    So,

    Jetzt könnt ihr euch besser über die Minderheiten in Griechenland informieren

    -türkische Minderheit
    -albanische Minderheit
    -jüdische Minderheit
    -mazedonische Minderheit
    und
    -die walachische Minderheit

  6. #76

    Registriert seit
    18.03.2008
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    Die Albaner sind nicht die alleinigen Nachkommen der Illyren.
    In vielen Orten(heutiges Kroatien, Makedonien, usw.) haben sich verschiedene Ethnien mit den Illyren vermischt. Das kann man am besten am Beispiel Dalmatien sehen. "Reine" ( <--Ich hasse dieses Wort) Slawen sind
    mehrheitlich blond und blauäugig, dieses trifft auf viele Bewohner dalmatiens nicht zu, sie haben mehr ein mediterranes Aussehen(Schwarze Haare, braune Augen). Dies ist mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auf die Illyren zurückzuführen die auch so mehrheitlich aussahen. Das heist: Die Slawen haben sich an vielen Orten mit den Illyren "vermischt". Und das ist auch ein Grund, warum ich gegen ein Unabhängiges Kosovo bin, in dem sich die Albaner als Rechtmäßige Nachkommen der Illyren sehen und darauf berufen.

  7. #77

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    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Die Albaner sind nicht die alleinigen Nachkommen der Illyren.
    In vielen Orten(heutiges Kroatien, Makedonien, usw.) haben sich verschiedene Ethnien mit den Illyren vermischt. Das kann man am besten am Beispiel Dalmatien sehen. "Reine" ( <--Ich hasse dieses Wort) Slawen sind
    mehrheitlich blond und blauäugig, dieses trifft auf viele Bewohner dalmatiens nicht zu, sie haben mehr ein mediterranes Aussehen(Schwarze Haare, braune Augen). Dies ist mit allergrößter Wahrscheinlichkeit auf die Illyren zurückzuführen die auch so mehrheitlich aussahen. Das heist: Die Slawen haben sich an vielen Orten mit den Illyren "vermischt". Und das ist auch ein Grund, warum ich gegen ein Unabhängiges Kosovo bin, in dem sich die Albaner als Rechtmäßige Nachkommen der Illyren sehen und darauf berufen.
    Wir seen uns als nicht-Slawen und fordern unser rechtmässiges Land. Dardanen sagen dir nichts?

  8. #78
    Popeye
    Leute lan,

    Wieso in meinem Thread?

    @Mastakilla
    Was hat das mit dem Thread hier zu tun???

    Erstellt doch einfach ein Thread oder sucht euch ein anderes Opfer aus.

    Hier wird über die Minderheiten in Hellas diskutiert.

    Hört auf , weil diese "Albaner = Illyrer" Kacke nie endet ...

  9. #79

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    Zitat Zitat von arto_saari Beitrag anzeigen
    Wir seen uns als nicht-Slawen und fordern unser rechtmässiges Land. Dardanen sagen dir nichts?
    Doch, aber wenn sich die ganze Welt auf Urvölker berufen würde, gäbe es den 3. Weltkrieg

  10. #80

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    Bin kein Freund der Griechen

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