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Montenegro ist serbische Geschichte(Quelle)!

Erstellt von jugo-jebe-dugo, 14.03.2005, 16:00 Uhr · 3 Antworten · 948 Aufrufe

  1. #1
    jugo-jebe-dugo

    Montenegro ist serbische Geschichte(Quelle)!

    Mittelalter

    Montenegro war anfangs ein Vasallenstaat von Byzanz, später von Raszien(Altserbien). Das heutige Montenegro war im Mittelalter aufgeteilt zwischen Raszien (Raška, Altserbien) und Dioklitien oder Duklja. Raszien gehörte gut die Hälfte Montenegros, Duklja umfasste den Süden um die Städte Bar, Ulcinj, Ribnica nahe dem heutigen Podgorica, und Shkodra (serb. Skadar) in Albanien.

    Als der erste serbische Fürst der Duklja wird Peter (als Archont bezeichnet) im 10. Jahrhundert genannt. Duklja erkannte zeitweilig auch die Oberhoheit des serbischen Groß-Župan Časlavan. Ende des 10. Jahrhunderts herrschte in Duklja Johann Wladimir (992-1016), der in byzantinischen Quellen als serbischer Princeps unter der Oberhoheit von Byzanz bezeichnet wird. Der byzantinische Chronist Ioannis Scilitza (Synopsis historiarum, Georgius Cedrenus Ioannis Scilitzae) nannte Johann Wladimir als den Herrscher Tribaliens und der umliegenden Landstriche Serbiens. 998 geriet Vladimir in Gefangenschaft des bulgarischen Zaren Samuel. Er heiratete Samuels Tochter und durfte in seine Heimat zurückkehren. Beide aber wurden von Ladislaus, dem Neffen Samuils, 1016 in Prespa (Makedonien) umgebracht.

    Johann Wladimir folgte Stefan Vojislav als Archont der Duklja (um 1040-1052), der Sohn Dragomirs. Er gilt als Stammvater der Vojislavić-Familie. Ioannis Scilitza nannte Stefan Vojislav als den Archon der Serben, die Duklja nannte Serbien (Servia). Auch ein anderer byzantinischer Chronist, Kekaumenos, der über die kriegerischen Auseinandersetzungen der Duklja mit Byzanz berichtete, bezeichnete in seinem Werk Strategikon Stefan Vojislav als Travunischen Serben (Travunien, alte Bezeichnung für den Osten der Herzegowina). Stefan Vojislav erkämpfte die Unabhängigkeit der Duklja von Byzanz, und brachte zugleich Travunien und Hum im heutigen Bosnien-Herzegowina unter seine Hoheit. Sein Sohn Mihailo Vojisavljević (1052-1081) dehnte seinen Herrschaftsgebiet für kurze Zeit auf Bosnien und Raszien aus, und erhielt 1077 vom Papst Gregor VII. die Königskrone. 1089 wurde in Bar ein katholisches Erzbistum für alle serbischen Länder zwischen (den Flüssen) Cetina (südlich von Split), Save (zwischen Altserbien und der Vojvodina), Drin (Nordalbanien) und Bojana (zwischen Albanien und Montenegro) eingerichtet. Konstantin Bodin (ca. 1081-1101), der Sohn Mihailos, vereinigte noch einmal Bosnien und Raszien unter die Hoheit der Duklja. Nach seinem Tode brach das Königreich der Duklja auseinander, und der Schwerpunkt der serbischen Lande verlagerte sich nach Raszien, unter dessen Herrschaft in späterer Folge auch die Duklja kam.

    Die Duklja war fester Bestandteil des serbischen Staates der Nemanjiden (1168-1371). Mit dem Auseinanderbrechen des serbischen Zarenreiches unter Stefan Uroš V. konstituierte sich im Jahre 1360 ein unabhängiges Fürstentum namens Zeta unter der Dynastie der Balšićs (ab 1360-1421). Nach dem Aussterben der Balšićs kam die Zeta 1421 neuerlich unter die Herrschaft der raszischen Fürsten Stefan Lazarević und Đurađ Branković. Nachdem die Osmanen um 1459 Serbien eroberten, herrschten die Crnojevićs (1465-1528) als osmanische Vasallen in der Zeta. Dem Osmanischen Reich, das seit dem 15. Jahrhundert den größten Teil des Balkans beherrschte, gelang es nie, Kontrolle über das Kerngebiet von Zeta zu erlangen.



    16. bis 19. Jahrhundert

    Nach 1528 standen die orthodoxen Bischöfe von Cetinje formell an der Staatsspitze. Damit beginnt die neuere Geschichte Montenegros als Staat. Faktisch war dieser "Staat" allerdings ein im Innern nur lose verbundenes, durch rivalisierende Klanstrukturen geprägtes Gemeinweisen, das - ohne moderne bürokratische Staatsspitze - unter der meist eher symbolischen Führung des jeweiligen Bischofs vor allem durch die äußere Bedrohung der Osmanen und die daraus resultierende gemeinsame Kampferfahrung zusammengehalten wurde. Ein geschickt agierender Bischof - unter dem Titel Vladika (Wladika) - konnte jedoch auch mehr als ein symbolischer Führer sein und zeitweilig geistliche und weltliche Macht - unter der Bedingung der Kooperation mit den Führern der freien montenegrinischen Bergstämme - auch faktisch vereinigen. Seit 1697 war das Amt des Wladika in der Familie Petrović Njegosch erblich geworden. Es wurde stets vom Onkel an den Neffen weitergegeben, da orthodoxe Bischöfe unverheiratet sein mussten und demnach keine legitimen Nachkommen haben konnten. Diese Onkel-Neffe-Nachfolge der Petrović überdauerte sogar die Abschaffung des Fürstbistums im Jahre 1852, da der erste weltliche Fürst (knez) aus dem Hause Petrović, Danilo I., kinderlos blieb und 1860 daher mit Nikola I. ebenfalls einen Neffen als Nachfolger erhielt.

    Neben kraftvollen und einflussreichen Vladikas - etwa dem Begründer der Bischofsdynastie Danilo I. (1697-1735) oder Peter I. (1782-1830), der das Herrschaftsgebiet erfolgreich gegen die Türken verteidigte und vergrößerte - wies die Petrović-Dynastie auch schwache Gestalten auf, welche die Macht nur nominell innehatten und neben denen sich Usurpatoren wie der Abenteurer Stefan Mali etablierten, der sich als angeblicher russischer Zar Peter III. um 1770 für mehrere Jahre bis zu seiner Ermordung als faktischer Herrscher Montenegros gerierte. 1781/82 scheinen die Petrović für kurze Zeit sogar durch einen Wladika aus dem Klane der Plamenacs aus ihrer Spitzenposition verdrängt worden zu sein. Zugleich etablierte sich damals ein weltlicher "Gouverneur" (Guvernatur) aus dem Klane der Radonićs, dessen Nachfolger erst nach 1830 wieder entmachtet werden konnte. Herrschaft in Montenegro beruhte somit bis weit ins 19. Jahrhundert hinein auf autoritär-patriarchalischen Klanstrukturen und darauf gestützten persönlichen Beziehungen, Heirats-Netzwerken und Bündnissen.

    Unterdessen stand ein Teil des heutigen montenegrinischen Küstengebiets um die Bucht von Kotor unter venezianischer Herrschaft und war damals als Venezianisch-Albanien bekannt. 1797 wurde diese Gebiet ebenso wie das venezianische Dalmatien Teil der österreichischen Monarchie. Die Montenegriner machten sich zwischen 1803 und 1814 mehrfach Hoffnungen, die Hafenstadt Kotor ihrem Staate anschließen zu können, weil die Österreicher durch Napoleon geschwächt waren, aber es gelang ihnen nicht. Das Gebiet um die Bucht von Kotor blieb bis 1918 Teil des zur österreichisch-ungarischen Monarchie gehörenden Provinz Dalmatien.

    Nach 1830 gelang es zwei kraftvollen Vertretern der Familie Petrović, dem Wladika Peter II. (1830-1851) und seinem Nachfolger Daniel II. (1852-1860), der kurz noch als Wladika, dann aber als weltlicher Fürst (Daniel I.) regierte, die Klankonflikte zu dämpfen, konkurrierende Führungsansprüche zu zerschlagen und Ansätze einer modernen Staatsverwaltung zu errichten. Gerade der Versuch, die Regelungskompetenz eines modernen "Staates" gegenüber traditionellen Denkmustern durchzusetzen, führte jedoch 1860 zur Ermordung des Fürsten Daniel.

    Dessen Neffe und Nachfolger Nikolaus I. (1860 - 1918) führte die autoritäre Modernisierungspolitik seiner beiden Vorgänger geschmeidiger und erfolgreicher weiter. Das Land erhielt ein an ausländischen Vorbildern orientiertes Gesetzbuch, baute eine moderne Bürokratie auf, an deren Spitze 1879 erstmals ein Regierungskabinett unter einem "Ministerpräsidenten" trat (bis 1905 aber bezeichnenderweise ein Onkel des Fürsten), und im Militärbereich wurde neben den traditionellen Freiwilligenverbänden (die eher Guerillatruppen glichen) eine kleine, von Rußland geschulte und finanzierte Armee aufgebaut. Die enge politische Bindung an das Zarenreich, die schon auf die Zeit Peters des Großen und des Wlads Daniels I. zurückging, nutzte dem kleinen Montenegro zunächst, brachte es allerdings immer stärker in ein neues Vasallitätsverhältnis. Im russisch-türkischen Krieg von 1877/78 stand Montenegro (neben Serbien und Rumänien) auf der Seite des russischen Siegers: 1878 wurde die Unabhängigkeit Montenegros von den europäischen Großmächten anerkannt, und das Land bekam auf dem Berliner Kongress den Hafen Bar zugesprochen und hatte erstmals eigenen Zugang zum Meer. In der Folgezeit konnten die Montenegriner dem geschwächten Osmanischen Reich verschiedene Gebiete gewaltsam entreißen und ihr Staatsgebiet bis 1913 verdoppeln.

    Diese Erfolge führten allerdings auch zu Problemen: Montenegro erhielt mit jedem Gebietszuwachs Bevölkerungszuwächse: Menschen, die mit der Dynastie Petrovic und den etablierten Machtverhältnissen nichts zu tun hatten; und zum Teil Menschen, die eine starke albanische Minderheit teilweise katholischen, teilweise muslimischen Glaubens bildeten. Das hohe Bevölkerungswachstum in Montenegro gegen Ende des 19. Jahrhunderts, das zwischen 1860 und 1910 die Bevölkerungsdichte im Land verdoppelte, führte bei fehlenden wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten zu einer wachsenden Auswanderung bzw. zu einem verbreiteten "Gastarbeiter"-Phänomen mit Schwerpunkten in Serbien, im Osmanischen Reich und vor allem in den USA. Diese "Gastarbeiter" schickten nicht nur Devisen nach Hause, sondern brachten auch neue Ideen ins Land, die dessen Modernisierungskrise nach 1900 beschleunigten und verschärften.


    20. Jahrhundert

    König Nikolaus von Montenegro, Propagandapostkarte (vermutlich aus der Zeit der Balkankriege 1912/13 oder aber vom Beginn des Ersten Weltkriegs 1914).Nach 1900 verschlechterte sich die innen-, aber auch die außenpolitische Lage Montenegros. Signalwirkung hatte der Militärputsch von Belgrad 1903, der in Serbien die Karageorgewitsch-Dynastie und die serbische Radikale Partei nebst einer politisierenden Offizierskaste an die Macht brachte. Die "südslawische" Einheitsidee, die bisher Fürst Nikolaus für sich als Vertreter der ältesten Balkan-Dynastie zu reklamieren versucht hatte, ging sehr schnell an den ökonomisch und militärisch potenteren Nachbarstaat über, der längst über Verfassung und Parlament verfügte. Montenegro erschien nun vielen Montenegrinern - vor allem den Gebildeten der jüngeren Generation - rückständig und zweitrangig. Besonders problematisch war aus Sicht der in Montenegro Herrschenden, daß das Wohlwollen Rußlands sich immer stärker dem "neuen" Serbien zuwandte. 1907 konnte mit Mühe ein vermutlich von Serbien aus organisiertes Bombenattentat gegen die Dynastie vereitelt werden. Seither wurden oppositionelle Gruppen in Montenegro mit polizeistaatlicher Härte verfolgt.

    Der Fürst und seine Umgebung suchten die Krise zu steuern, indem auch Montenegro 1905 - nicht zufällig im Jahre der ersten russischen Revolution - hastig eine Verfassung und ein Parlament erhielt. Beides wurde in der Folgezeit allerdings zugunsten der monarchischen Herrschaft wieder eingeschränkt, nicht wenige Oppositionspolitiker - darunter der 1907 kurzfristig amtierende Ministerpräsident Radowitsch - gingen ins Exil. Nikolaus I. gelang es seine Herrschaft nochmals zu stabilisieren: 1910 ließ er sich von einem willfährigen Parlament anläßlich seines 50. Regierungsjubiläums vom Fürsten zum König von Montenegro befördern - nicht zuletzt, um damit im Rang mit seinem serbischen Konkurrenten gleichzuziehen. Außenpolitisch lehnte sich das kleine Königreich an Russland und Italien an, die Beziehungen zum benachbarten Österreich-Ungarn (gemeinsame Grenze mit dem Süden Dalmatiens) waren nicht besonders gut, obwohl auch hier manchmal taktische Annäherungsversuche erfolgten.

    Der Zwang, einer explodierenden jungen Bevölkerung neues Agrarland zu verschaffen, wurde von Montenegro (wie auch von anderen Balkanstaaten) immer wieder durch Befreiungskriege gegen das Osmanische Reich bei gleichzeitiger Ermordung oder Vertreibung von Muslimen und Inbesitznahme ihres Agrarlandes gelöst. Neben diesem Sozialimperialismus spielte auch das konkurrierende Prestigedenken der Monarchen und Regierungen auf dem Balkan eine kriegsauslösende Rolle. Im Falle des Ersten Balkankrieges, der im Oktober 1912 ausgerechnet vom Kleinstaat Montenegro gegen das Osmanische Reich begonnen wurde (die verbündeten übrigen Balkanstaaten griffen erst etwas später an), sollen angeblich auch Börsenspekulationen des Königs Nikolaus eine Rolle gespielt haben. Auf jeden Fall verschärfte sich mit diesen Balkankriegen (1912/13) der Gegensatz zwischen Montenegro und der Donaumonarchie: Diese wollte um jeden Preis verhindern, daß Serbien einen Landweg zur Adria erhielt, was durch Montenegro (dessen Vereinigung mit Serbien damals nur noch eine Frage der Zeit zu sein schien) dadurch durchkreuzt wurde, das dieses - nach langer verlustreicher Belagerung - im Frühjahr 1913 die altserbische Stadt Shkodra besetzte. Diese hatte die Wiener Diplomatie dem neu zu gründenden Puffer-Staat Albanien zugedacht. Da Österreich-Ungarn mit Krieg drohte, erzwangen sämtliche europäischen Großmächte den Rückzug Montenegros aus Shkodra. Die mehrheitlich von Albanern bewohnte Stadt Ulcinj (alb. Ulqin) blieb zwar bei Montenegro, doch konnte dies den schweren Prestigeverlust für König Nikolaus und dessen Regierung nicht mildern. Im Zweiten Balkankrieg, der 1913 zwischen Bulgarien und allen anderen Beteiligten des Ersten Balkankrieges sowie Rumänien geführt wurde, spielte Montenegro nur die Rolle des serbischen Juniorpartners. Folgerichtig sah sich Montenegros Regierung im Frühjahr 1914 - sowohl unter russischem als auch unter innenpolitischem Druck - gezwungen, mit Serbien über die Errichtung eines gemeinsamen Bundesstaates zu verhandeln. Nur der plötzliche Beginn des Ersten Weltkrieges zerschlug diese Einigungspläne.

    Nach Eintritt Montenegros in den Ersten Weltkrieg auf der Seite Serbiens (August 1914)und seiner Besetzung durch deutsche und österreichisch-ungarische Truppen (Januar 1916) kam es zum unfreiwilligen Ende der Unabhängigkeit: König und Regierung flohen ins Exil (zunächst nach Italien, dann nach Frankreich) und konnten niemals zurückkehren. Das Ende des Krieges, das Montenegro eigentlich auf Seiten der Siegermächte fand, änderte daran nichts. Unter der Behauptung, dass Nikola einen Sonderfrieden mit dem Feind zu schließen gesucht habe, und mit Hilfe einer manipulierten "Nationalversammlung" wurde das Land an Serbien angeschlossen (29. November 1918) und daraufhin Teil des Königreiches der Serben, Kroaten und Slowenen (Erstes Jugoslawien). Nachdem königstreue Aufstandsversuche 1919 niedergeschlagen worden waren und Proteste der Exilregierung gegenüber der internationalen Staatengemeinschaft nicht fruchteten, starb König Nikolaus I. 1921 in Frankreich, die Exilregierung löste sich 1922 auf.

    Innerhalb des 1918 geschaffenen südslawischen Königreiches wurden die alten Landesgrenzen bei der Verwaltungsgliederung nicht berücksichtigt, Montenegro existierte in dieser Zeit politisch nicht. Da allerdings seit jeher eine starke Identifizierung des montenegrinischen Volks mit dem Serbentum gegeben war, wäre es problematisch, diese Entwicklung einfach als Annexion oder Besetzung zu bezeichnen. Politisch war die Bevölkerung Montenegros um 1920 in der Frage der Unabhängigkeit oder einer serbischen Vereinigung vielmehr tief gespalten - ähnlich wie erneut in den 1990er Jahren.

    Im Zweiten Weltkrieg geriet Montenegro nach der militärischen Zerschlagung Jugoslawiens durch deutsche Truppen ab 1941 unter italienische Besatzungsherrschaft. Die Italiener proklamierten ein unabhängiges Montenegro und versuchten, eine mit Italien verbündete Monarchie der Petrovićs wieder zu errichten: Die damalige italienische Königin Elena, Gattin Viktor Emanuels III., war eine Tochter König Nikolaus', doch ihr Neffe Prinz Michael - das damalige Oberhaupt der Petrović-Dynastie - scheint sich einer Kollaboration verweigert zu haben. Daher amtierte zwischen 1941 und 1943 lediglich ein italienhöriges "Nationalkomitee" unter Blazo Dschukanowitsch. Immer stärker machte der bewaffnete Partisanen-Widerstand (teilweise kommunistisch und antifaschistisch, teilweise pro-serbisch und monarchistisch) sowohl der italienischen als auch der kurzfristig 1943/44 folgenden deutschen Besatzungsmacht die Herrschaft streitig.

    Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Montenegro (jetzt unter Einschluß des Gebietes um die Bucht von Kotor, aber ohne das ab 1913 kurzzeitig zu Montenegro gehörenden Gebiet um die Stadt Petsch im Kosovo) als eine der sechs Teilrepubliken des nunmehr kommunistischen Jugoslawien wiederhergestellt (Zweites Jugoslawien).

    [Bearbeiten]
    90er Jahre
    1992, nach Austritt Kroatiens und SLoweniens aus dem Völkerverband, entschied sich Montenegro, im Verband mit Serbien zu bleiben und wurde Teil der Bundesrepublik Jugoslawien (Drittes Jugoslawien).

    Nach dem (Bürger-)Krieg in den 1990er Jahren wuchsen die Differenzen zwischen Montenegro und Serbien, weil die Bevölkerung des kleineren Landes Montenegro die Isolation und die Last des Krieges nicht mehr mittragen wollte. Die Regierung des seit Anfang der 1990er Jahre regierenden Premiers Đukanović strebte eine Ablösung von Serbien an. Immer mehr Bereiche, so etwa mit offizieller Einführung der schon vorher den Schwarzmarkt dominierenden D-Mark auch die Währungspolitik, wurden in einer legalen Grauzone aus der Zuständigkeit der Bundesrepublik Jugoslawiens in die der Republik übertragen. Trotz dieser Politik litt Montenegro vor allem wirtschaftlich unter den Sanktionen und der einst blühende Fremdenverkehr blieb fast ausschließlich auf Gäste aus Serbien beschränkt.

    Montenegro hielt sich im Kosovokonflikt in den späten Neunzigern bewusst heraus. So kam es im Zuge der NATO-Angriffe im Kosovokrieg zu einer Ausklammerung Montenegros vom NATO-Angriff, wobei trotzdem Objekte und Städte in Montenegro bombardiert wurden. Allerdings wollte die internationale Gemeinschaft eine endgültige Ablösung Montenegros verhindern.


    Staatenbund "Serbien und Montenegro"
    2002 einigten sich Serbien und Montenegro unter Druck von Seiten der EU auf die Auflösung Rest-Jugoslawiens und die vorläufige Gründung eines losen Verbundes zweier eigenständiger Staaten namens Serbien und Montenegro. 2005 soll die Bevölkerung über den Fortbestand dieses Staatenbundes abstimmen. Wenn die Unabhängigkeit Montenegros erreicht ist, will der Staat einen schnellen EU- und NATO-Beitritt erwirken.

    Im Frühjahr 2003 erschütterte ein Schmuggel- und Frauenhandelsskandal Montenegro. Es sollen auch mehrere Minister und sogar der seit 1991 regierende Premier bzw. zeitweilige Präsident Milo Đschukanowitsch darin verstrickt gewesen sein. Bei der folgenden Untersuchung konnte diesem aber nichts nachgewiesen werden. Allerdings bestehen Zweifel an der Unabhängigkeit des Verfahrens.


    ---------------------------------------------------

    Man sieht das Montenegro im Mittelalter Serbien gehörte und serbischen Ursprings ist.Erst ab dem 16 Jahrhundert als Serbien unter Osmanischer Herrschaft stand begann die Geschichte von Montenegro als mehr oder weniger eigenständiger Staat.

  2. #2

    Registriert seit
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    Beiträge
    9.182
    Montenegro ist serbscihes Gebiet....das hat doch keiner bestritten. Es gehörte auch ne Zeitlang zu Zeta. ISt auch egal. Es sit serbisch.
    Wir brauchen hier net alles psoten was fest steht.

  3. #3
    jugo-jebe-dugo
    Zitat Zitat von Serbian_Prophet
    Montenegro ist serbscihes Gebiet....das hat doch keiner bestritten. Es gehörte auch ne Zeitlang zu Zeta. ISt auch egal. Es sit serbisch.
    Wir brauchen hier net alles psoten was fest steht.
    Naja,aber Fakt ist auch das es durch Tito nicht mehr zum Staat Serbien gehört sondern mehr oder weniger eigenständig ist.Jetzt haben sie auch ein Recht drauf sich zu trennen ,ich wollte es nur noch mal posten das diese Leute eigentlich serbischer abstammung sind und sich heute mehr oder weniger zum eigenen Volk entwickelt haben.Nur noch 33% der montenegriner sehen sich als Serben.

  4. #4

    Registriert seit
    08.01.2005
    Beiträge
    428
    Tja das ist das Problem da unten bei uns.Ich meine diese Spaltung der Identität kommt schon durch Kleinigkeiten zustande z.B. Das die Leute in Serbien immer Unterschiede zu den Montenegrinern suchen..."Oj oni Crno Gorci....bla bla bla So beginnt das halt oder wie viele Witze gibts über Crno Gorce.Das ist mir die letzten Male in SCG aufgefallen,ist echt krass wenn man mal Crno Gorac als stichwort in den Raum bringt gibts so viel darüber zu reden>faule Socken blabla,ihr wisst bestimmt was ich meine.Ich meine das ist ja schön und gut aber sowas trägt dazu bei dass sich Volksgruppen spalten und das was ich aufgezählt habe sind nur ein paar kleinere Aspekte.
    Und wem haben wir das unter anderem zu verdanken : Josip Broz Tito...ich sag ja immer wieder er hat Serbien nur schlechtes getan,ob bewusst oder unbewusst,jedenfalls geht er für mich als Zerstörer des Großserbischen Reichs in die Geschichte.Wäre zu der Zeit Draza Mihajlovic an der MAcht gegeben gäb es so ne Scheiße wie Jugoslawien garnicht sondern dann wäre es zur Kraljevina der Serben gekommen! Na ja Vreme odlazi i dolazi i doce nase vreme opet!!!

    ZA KRALJA I OTADZBINU!
    SVEROM U BOGA!

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