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Osmanisches Reich: rassistisch oder tolerant

Erstellt von Sonne-2012, 08.06.2014, 10:42 Uhr · 926 Antworten · 37.374 Aufrufe

  1. #771

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    14.10.2015
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    177
    Zitat Zitat von Aligatori Beitrag anzeigen


    wahre Osmanlis
    Wer weiß wie das Osmanische Reich heute ausgesehen hätte, wenn die Reformation weitergeführt und das Reich nicht zerfallen wäre. Höchstwahrscheinlich wäre sie viel moderner, stärker und fortschrittlicher als die Türkische Republik es jemals hätte sein können.

  2. #772
    Avatar von Achillis TH

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    29.12.2011
    Beiträge
    12.531
    Zitat Zitat von JazzMaTazz Beitrag anzeigen
    Nein nein wir nennen die Mazedöner, also hört endlich auf euren Gyros mit Pommes zu stopfen.
    Für dich Sonderschule Türke


    Altertum (ca. 1400 v. Chr. bis 600 n. Chr.)




    Der Stern von Vergina war das Emblem der makedonischen Königsdynastie zur Zeit Philipps II. und Alexanders des Großen.


    Die Antwort auf die Frage, wie „griechisch“ die antiken Makedonen waren, hat auch heute noch eine gewisse politische Brisanz. Die modernen Griechen erheben den Anspruch, Alexander der Große und die übrigen Makedonen seien Hellenen und Makedonien damals wie heute ein Teil Griechenlands gewesen, weshalb die Selbstbezeichnung des modernen, slawisch geprägten Staates Mazedonien vielfach als Provokation empfunden wird.
    Das Gebiet des späteren Makedoniens war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Einer Forschungsansicht zufolge sind die Makedonen gemeinsam mit den Nordwestgriechen um 1200 v. Chr. in dieses Gebiet eingewandert und haben sich dort angesiedelt. Einige antike Historiker beschreiben die Makedonen hingegen als eine Mischbevölkerung aus Phrygern, Thrakern und Illyrern, die nicht als ein griechischer Stamm eingewandert seien. Die momentan vorherrschende Forschungsmeinung sieht die Makedonen als nordgriechischen Stamm an, der sich zunächst aufgrund enger Kontakte zu Thrakern und Illyrern kulturell von den übrigen Griechen unterschied, doch wird dies nach wie vor von einer großen Minderheit bezweifelt, die darauf hinweist, dass die antiken Quellen die Makedonen einhellig nicht als Griechen betrachteten, sondern als Barbaren (siehe unten).[1]
    Auch über die makedonische Sprache gibt es unterschiedliche Auffassungen, denn die Quellenlage ist sehr unergiebig, und wahrscheinlich starb das Makedonische bereits während der Antike aus. Nach Auffassung des Linguisten Otto Hoffmann (Die Makedonen, 1906) ergibt sich aus dem Schriftmaterial, insbesondere den Personen-, Orts- und Monatsnamen, dass die makedonische Sprache bzw. der makedonische Dialekt griechisch war. Diese Auffassung vertreten auch einige Sprach- und Geschichtswissenschaftler jüngerer Zeit (Ivo Hajnal, Hermann Bengtson, Nicholas G. Hammond). Andere Sprachwissenschaftler sind der Ansicht, das Makedonische sei eine lediglich mit dem Griechischen verwandte Einzelsprache gewesen.
    Am ehesten wird man die Makedonen vor Alexander I. daher vielleicht als „Halbgriechen“ bezeichnen können, auch wenn, wie erwähnt, heute viele Experten (etwa Hans-Ulrich Wiemer) überzeugt sind, dass sie Griechen gewesen seien, denen insbesondere in den athenischen Quellen (vor allem bei Demosthenes) aus politischen Gründen ihr Hellenentum bewusst abgesprochen worden sei.
    Vor dem 19. Jahrhundert gab es niemals einen griechischen Nationalstaat, sondern die durch gemeinsame Kultur, Religion und Sprache verbundene Gemeinschaft der griechischen Klein- und Stadtstaaten. Von besonderer Bedeutung war die Teilnahme von Angehörigen des makedonischen Königshauses an den Olympischen Spielen, die in klassischer Zeit nur Griechen gestattet war. Sie ist erstmals für König Alexander I. bezeugt, der um 500 v. Chr., noch vor seinem Regierungsantritt, als junger Mann in Olympia zugelassen wurde, da er die dortigen Priester überzeugen konnte, er sei ein Nachfahre von Herakles und Achilleus und daher ein Grieche.[2] 408 v. Chr. siegte das Viergespann des makedonischen Königs Archelaos I. im olympischen Wagenrennen. Diese Anerkennung des Griechentums bezog sich aber ausschließlich auf die Königsfamilie, nicht auf die Makedonen als Volk, die von den übrigen Hellenen, wie gesagt, gewöhnlich nicht als Griechen, sondern als „Barbaren“ (Nicht-Griechen) betrachtet wurden. Eine wichtige Quelle hierfür ist die Rede an den Makedonenkönig Philipp II., die der Athener Isokrates im Jahr 346 veröffentlichte und dem Herrscher übersandte. Darin erklärt er, Philipps Vorfahren hätten als Griechen die Herrschaft über ein nichtgriechisches Volk, die Makedonen, errungen; für dieses barbarische Volk sei eine Monarchie angemessen, von Griechen hingegen werde diese Herrschaftsform grundsätzlich nicht ertragen, denn Barbaren müsse man zwingen, Griechen hingegen überreden.[3]



    Philipp II., König Makedoniens (359–336 v. Chr.)





    Das Makedonische Reich unter Philipp II.


    Den Grundstein zur Großmachtstellung legte König Archelaos I. (413–399 v. Chr.). Unter seiner Herrschaft zog es viele griechische Gelehrte und Künstler an seinen Hof. Ein weiterer König war Perdikkas II., ein Zeitgenosse des Thrakerkönigs Sitalkes. Zur führenden Macht im antiken Griechenland wurde Makedonien binnen weniger Jahre jedoch erst ab 356 v. Chr. durch König Philipp II. Er konnte Ober- und Niedermakedonien erstmals fest miteinander verbinden, organisierte das Heer neu und begann, den makedonischen Einflussbereich durch Eroberungen und Unterwerfungen auszuweiten. Die Ausweitung des makedonischen Herrschaftsbereichs unter Philipp II. brachte das Königreich Makedonien in einen Konflikt mit Athen, welches seine Interessen in Makedonien (Erzbergbau am Pangeo-Gebirge, Siedlungen und Handelsstützpunkte auf der Chalkidiki) gefährdet sah. Erschwerend kam hinzu, dass die Vorgänger von Philipp II. im Peloponnesischen Krieg von 431 bis 404 v. Chr. mit dem athenischen Kriegsgegner Sparta teilweise koaliert hatten. Das Königreich Makedonien war allerdings nicht unumstrittener Herrscher in Makedonien. Der Chalkidikische Bund, ein Städtebund unter der Führung der Stadt Olynth, konnte Anteile von Makedonien (Anthemoundas-Tal am Thermaischen Golf und Mygdonia) für sich einnehmen und bedrohte zeitweilig sogar Pella, ohne dieses allerdings belagern oder angreifen zu können. Philipp II. führte aufgrund dieser Interessenkonflikte eine vorsichtige und taktierende Außenpolitik mit zum Teil wechselnden Bündnissen, welche im Endeffekt ihm eine Konsolidierung und nachfolgend Ausdehnung seines Machtbereichs erlaubten. Der Konflikt mit Athen wurde mit der Einnahme von Amphipolis östlich des erzführenden Pangeo-Gebirges durch makedonische Truppen unter Philipp II. mehr als offensichtlich. Die Versuche Athens, vor allem des Politikers (Demagogen) Demosthenes, im Konflikt des zweiten Olynthischen Kriegs 350 bis 348 v. Chr. zugunsten von Makedoniens Gegner, dem Chalkidikischen Bund unter der Führung von Olynth, einzugreifen, waren unzureichend und zu spät. Philipp II. zerstörte 348 v. Chr. Olynth, löste den Chalkidikischen Bund auf und hatte hiernach „den Rücken für eine Auseinandersetzung mit den griechischen Stadtstaaten frei.“
    Wiederum eröffnete Philipp II. nicht direkt einen Feldzug gegen die griechischen Stadtstaaten, sondern verschaffte sich mit seinem Eingreifen in den dritten heiligen Krieg der delphischen Amphyktionie, eines religiösen Bundes der griechischen Stadtstaaten, Respekt und Anerkennung sowie einen Sitz im Rat der Amphyktionie. Den Sitz im Amphyktionenrat mit zwei Stimmen erhielt er für sich persönlich aufgrund seiner Verdienste, nicht als Vertreter der Makedonen, die weiterhin im Unterschied zu ihrer Königsfamilie nicht als Griechen anerkannt waren.[4] Trotz dieser Integration Philipps als „Grieche“ blieben die Spannungen zwischen ihm und Athen sowie den anderen griechischen Stadtstaaten, teilweise mit der Ausnahme von Theben, bestehen. Unter athenischer Führung erhoben sich die griechischen Stadtstaaten gegen die drohende makedonische Hegemonie über das gesamte Gebiet von Griechenland, wurden jedoch 338 v. Chr. in der Schlacht von Chaironeia von den Makedonen unter der Führung Philipps II. und seines Sohnes Alexander besiegt.
    Der Makedonenkönig vereinte nun die zersplitterten und meist zerstrittenen griechischen Stadtstaaten im Korinthischen Bund auf der Basis eines Allgemeinen Friedens und schuf damit erstmals in der Geschichte ein geeintes Griechenland, nur mit Ausnahme Spartas und der griechischen Kolonien im westlichen Mittelmeer. Ungeachtet dieser Einigung schrieb der Korinthische Bund die Heeresfolge der griechischen Stadtstaaten gegenüber Philipp II. und dem Königreich Makedonien fest, was zugleich Sinnbild der makedonischen Hegemonie über die griechischen Stadtstaaten war. An der damaligen makedonischen Nordgrenze eroberte Philipp II. die Landschaft Lynkestis (entspricht der Region um die Prespaseen).
    Als seit spätestens 338 v. Chr. politisch dominante Macht in ganz Griechenland prägten die Makedonen die Bezeichnung „Makedonien“ zunächst für die sich bildende staatliche Struktur. Als Bezeichnung der Landschaft blieb auch „Epeiros“ (griechisch: „Festland“) geläufig. Staatsform war die Monarchie. Der König wurde von der Heeresversammlung gewählt. Ausschlaggebend für die makedonischen (militärischen) Erfolge waren vor allem die Heeresreform Philipps II. mit der Einführung der makedonischen Phalanx-Technik sowie der Sarissa.



    Der Feldzug Alexanders des Großen





    Römische Provinzen unter Trajan (117 n. Chr.)


    Unter Philipps Sohn Alexander dem Großen erreichte Makedonien den Höhepunkt seiner Macht und seine größte Ausdehnung. Unter dem Vorwand eines „Rachefeldzugs“ für den Persereinfall in Griechenland 170 Jahre zuvor führte er 334 v. Chr. ein gesamtgriechisches Heer nach Kleinasien und besiegte in drei Schlachten – am Granikos, bei Issos und Gaugamela – die Perser vernichtend. Er eroberte nacheinander Ägypten und das Persische Kernland und dehnte sein Reich bis zum Hindukusch und zum Indus aus. Damit schuf er die Voraussetzung für die Hellenisierung ganz Vorderasiens. Nach Alexanders Tod im Jahr 323 v. Chr. in Babylon zerfiel das Großreich unter den Kämpfen seiner Nachfolger, der Diadochen. Aus dem Alexanderreich ging in Vorderasien die Herrschaft der Seleukiden hervor und in Ägypten die der Ptolemäer. Diese makedonische Dynastie sollte das Land am Nil 300 Jahre regieren, bis zum Tod Königin Kleopatras 30 v. Chr. Die Herrschaft der ebenfalls makedonischen Seleukiden war bereits 64 v. Chr. von Pompeius beendet worden.
    Das Königreich Makedonien selbst, das im Alexanderzug und in den blutigen Diadochenkriegen zahllose Männer eingebüßt hatte, verlor dagegen zunächst an Bedeutung, es kam zu Thronwirren. Im Jahre 280 v. Chr. marschierte dann im Rahmen der Keltischen Südwanderung eine Armee von etwa 85.000 keltischen Kriegern nach Makedonien und Zentralgriechenland. Sie ließen sich jedoch, nachdem sie 277 von Antigonos II. Gonatas besiegt worden waren, in Thrakien (Tylis) und Anatolien nieder (Galater).[5] Antigonos II. etablierte sich auf dem Thron, und die Dynastie der Antigoniden konnte Makedonien noch einmal zur Vormacht über Hellas machen, ihr Machtbereich schrumpfte infolge dreier Makedonisch-Römischer Kriege aber immer mehr zusammen: Der tatkräftige König Philipp V. führte die ersten beiden dieser Kriege und büßte nach dem Ende des zweiten im Jahr 196 v. Chr. die Hegemonie über Griechenland ein. Sein Sohn und Nachfolger Perseus war dann der letzte Makedonenkönig: 168 v. Chr. erzwang Rom in einem überaus blutigen dritten Krieg das Ende des antigonidischen Königtums und die Aufteilung Makedoniens in vier formal selbständige Gebiete. Diese wiederum wurden 20 Jahre später als Provinz Macedonia formal ins Römische Reich eingegliedert, das nun auch im östlichen Mittelmeerraum zur führenden Macht aufgestiegen war. Einiges spricht dafür, dass die meisten Makedonen während dieser Jahre entweder in den Kämpfen umkamen oder das Land verließen, um sich insbesondere in Kleinasien niederzulassen. Nach Ausweis der (wenigen) Inschriften, die zwischen 168 und Augustus in der Gegend gesetzt wurden, scheint zumindest die makedonische Sprache außer Gebrauch geraten zu sein, und mutmaßlich traten nun Menschen aus Thrakien, Illyrien und Griechenland an die Stelle der Makedonen. Über die Geschichte Makedoniens in dieser Zeit ist allerdings fast nichts Sicheres bekannt.
    Seit der Errichtung des römischen Kaisertums durch Augustus erlebte das Gebiet einen gewissen Aufschwung. Bei der so genannten Reichsteilung von 395 n. Chr. fiel das Land dann an das Oströmische Reich, das kulturell und sprachlich griechisch geprägt war. Im 4. und 5. Jahrhundert fielen Hunnen und Goten in Makedonien ein, ließen sich dort jedoch nicht nieder. Mit den Slawen- und Awareneinfällen im späten 6. Jahrhundert endete dann in dieser Region die Spätantike.

    Griechisch.



  3. #773
    Avatar von TuAF

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    Zitat Zitat von Achillis TH Beitrag anzeigen
    Für dich Sonderschule Türke


    Altertum (ca. 1400 v. Chr. bis 600 n. Chr.)




    Der Stern von Vergina war das Emblem der makedonischen Königsdynastie zur Zeit Philipps II. und Alexanders des Großen.


    Die Antwort auf die Frage, wie „griechisch“ die antiken Makedonen waren, hat auch heute noch eine gewisse politische Brisanz. Die modernen Griechen erheben den Anspruch, Alexander der Große und die übrigen Makedonen seien Hellenen und Makedonien damals wie heute ein Teil Griechenlands gewesen, weshalb die Selbstbezeichnung des modernen, slawisch geprägten Staates Mazedonien vielfach als Provokation empfunden wird.
    Das Gebiet des späteren Makedoniens war bereits in der Jungsteinzeit besiedelt. Einer Forschungsansicht zufolge sind die Makedonen gemeinsam mit den Nordwestgriechen um 1200 v. Chr. in dieses Gebiet eingewandert und haben sich dort angesiedelt. Einige antike Historiker beschreiben die Makedonen hingegen als eine Mischbevölkerung aus Phrygern, Thrakern und Illyrern, die nicht als ein griechischer Stamm eingewandert seien. Die momentan vorherrschende Forschungsmeinung sieht die Makedonen als nordgriechischen Stamm an, der sich zunächst aufgrund enger Kontakte zu Thrakern und Illyrern kulturell von den übrigen Griechen unterschied, doch wird dies nach wie vor von einer großen Minderheit bezweifelt, die darauf hinweist, dass die antiken Quellen die Makedonen einhellig nicht als Griechen betrachteten, sondern als Barbaren (siehe unten).[1]
    Auch über die makedonische Sprache gibt es unterschiedliche Auffassungen, denn die Quellenlage ist sehr unergiebig, und wahrscheinlich starb das Makedonische bereits während der Antike aus. Nach Auffassung des Linguisten Otto Hoffmann (Die Makedonen, 1906) ergibt sich aus dem Schriftmaterial, insbesondere den Personen-, Orts- und Monatsnamen, dass die makedonische Sprache bzw. der makedonische Dialekt griechisch war. Diese Auffassung vertreten auch einige Sprach- und Geschichtswissenschaftler jüngerer Zeit (Ivo Hajnal, Hermann Bengtson, Nicholas G. Hammond). Andere Sprachwissenschaftler sind der Ansicht, das Makedonische sei eine lediglich mit dem Griechischen verwandte Einzelsprache gewesen.
    Am ehesten wird man die Makedonen vor Alexander I. daher vielleicht als „Halbgriechen“ bezeichnen können, auch wenn, wie erwähnt, heute viele Experten (etwa Hans-Ulrich Wiemer) überzeugt sind, dass sie Griechen gewesen seien, denen insbesondere in den athenischen Quellen (vor allem bei Demosthenes) aus politischen Gründen ihr Hellenentum bewusst abgesprochen worden sei.
    Vor dem 19. Jahrhundert gab es niemals einen griechischen Nationalstaat, sondern die durch gemeinsame Kultur, Religion und Sprache verbundene Gemeinschaft der griechischen Klein- und Stadtstaaten. Von besonderer Bedeutung war die Teilnahme von Angehörigen des makedonischen Königshauses an den Olympischen Spielen, die in klassischer Zeit nur Griechen gestattet war. Sie ist erstmals für König Alexander I. bezeugt, der um 500 v. Chr., noch vor seinem Regierungsantritt, als junger Mann in Olympia zugelassen wurde, da er die dortigen Priester überzeugen konnte, er sei ein Nachfahre von Herakles und Achilleus und daher ein Grieche.[2] 408 v. Chr. siegte das Viergespann des makedonischen Königs Archelaos I. im olympischen Wagenrennen. Diese Anerkennung des Griechentums bezog sich aber ausschließlich auf die Königsfamilie, nicht auf die Makedonen als Volk, die von den übrigen Hellenen, wie gesagt, gewöhnlich nicht als Griechen, sondern als „Barbaren“ (Nicht-Griechen) betrachtet wurden. Eine wichtige Quelle hierfür ist die Rede an den Makedonenkönig Philipp II., die der Athener Isokrates im Jahr 346 veröffentlichte und dem Herrscher übersandte. Darin erklärt er, Philipps Vorfahren hätten als Griechen die Herrschaft über ein nichtgriechisches Volk, die Makedonen, errungen; für dieses barbarische Volk sei eine Monarchie angemessen, von Griechen hingegen werde diese Herrschaftsform grundsätzlich nicht ertragen, denn Barbaren müsse man zwingen, Griechen hingegen überreden.[3]



    Philipp II., König Makedoniens (359–336 v. Chr.)





    Das Makedonische Reich unter Philipp II.


    Den Grundstein zur Großmachtstellung legte König Archelaos I. (413–399 v. Chr.). Unter seiner Herrschaft zog es viele griechische Gelehrte und Künstler an seinen Hof. Ein weiterer König war Perdikkas II., ein Zeitgenosse des Thrakerkönigs Sitalkes. Zur führenden Macht im antiken Griechenland wurde Makedonien binnen weniger Jahre jedoch erst ab 356 v. Chr. durch König Philipp II. Er konnte Ober- und Niedermakedonien erstmals fest miteinander verbinden, organisierte das Heer neu und begann, den makedonischen Einflussbereich durch Eroberungen und Unterwerfungen auszuweiten. Die Ausweitung des makedonischen Herrschaftsbereichs unter Philipp II. brachte das Königreich Makedonien in einen Konflikt mit Athen, welches seine Interessen in Makedonien (Erzbergbau am Pangeo-Gebirge, Siedlungen und Handelsstützpunkte auf der Chalkidiki) gefährdet sah. Erschwerend kam hinzu, dass die Vorgänger von Philipp II. im Peloponnesischen Krieg von 431 bis 404 v. Chr. mit dem athenischen Kriegsgegner Sparta teilweise koaliert hatten. Das Königreich Makedonien war allerdings nicht unumstrittener Herrscher in Makedonien. Der Chalkidikische Bund, ein Städtebund unter der Führung der Stadt Olynth, konnte Anteile von Makedonien (Anthemoundas-Tal am Thermaischen Golf und Mygdonia) für sich einnehmen und bedrohte zeitweilig sogar Pella, ohne dieses allerdings belagern oder angreifen zu können. Philipp II. führte aufgrund dieser Interessenkonflikte eine vorsichtige und taktierende Außenpolitik mit zum Teil wechselnden Bündnissen, welche im Endeffekt ihm eine Konsolidierung und nachfolgend Ausdehnung seines Machtbereichs erlaubten. Der Konflikt mit Athen wurde mit der Einnahme von Amphipolis östlich des erzführenden Pangeo-Gebirges durch makedonische Truppen unter Philipp II. mehr als offensichtlich. Die Versuche Athens, vor allem des Politikers (Demagogen) Demosthenes, im Konflikt des zweiten Olynthischen Kriegs 350 bis 348 v. Chr. zugunsten von Makedoniens Gegner, dem Chalkidikischen Bund unter der Führung von Olynth, einzugreifen, waren unzureichend und zu spät. Philipp II. zerstörte 348 v. Chr. Olynth, löste den Chalkidikischen Bund auf und hatte hiernach „den Rücken für eine Auseinandersetzung mit den griechischen Stadtstaaten frei.“
    Wiederum eröffnete Philipp II. nicht direkt einen Feldzug gegen die griechischen Stadtstaaten, sondern verschaffte sich mit seinem Eingreifen in den dritten heiligen Krieg der delphischen Amphyktionie, eines religiösen Bundes der griechischen Stadtstaaten, Respekt und Anerkennung sowie einen Sitz im Rat der Amphyktionie. Den Sitz im Amphyktionenrat mit zwei Stimmen erhielt er für sich persönlich aufgrund seiner Verdienste, nicht als Vertreter der Makedonen, die weiterhin im Unterschied zu ihrer Königsfamilie nicht als Griechen anerkannt waren.[4] Trotz dieser Integration Philipps als „Grieche“ blieben die Spannungen zwischen ihm und Athen sowie den anderen griechischen Stadtstaaten, teilweise mit der Ausnahme von Theben, bestehen. Unter athenischer Führung erhoben sich die griechischen Stadtstaaten gegen die drohende makedonische Hegemonie über das gesamte Gebiet von Griechenland, wurden jedoch 338 v. Chr. in der Schlacht von Chaironeia von den Makedonen unter der Führung Philipps II. und seines Sohnes Alexander besiegt.
    Der Makedonenkönig vereinte nun die zersplitterten und meist zerstrittenen griechischen Stadtstaaten im Korinthischen Bund auf der Basis eines Allgemeinen Friedens und schuf damit erstmals in der Geschichte ein geeintes Griechenland, nur mit Ausnahme Spartas und der griechischen Kolonien im westlichen Mittelmeer. Ungeachtet dieser Einigung schrieb der Korinthische Bund die Heeresfolge der griechischen Stadtstaaten gegenüber Philipp II. und dem Königreich Makedonien fest, was zugleich Sinnbild der makedonischen Hegemonie über die griechischen Stadtstaaten war. An der damaligen makedonischen Nordgrenze eroberte Philipp II. die Landschaft Lynkestis (entspricht der Region um die Prespaseen).
    Als seit spätestens 338 v. Chr. politisch dominante Macht in ganz Griechenland prägten die Makedonen die Bezeichnung „Makedonien“ zunächst für die sich bildende staatliche Struktur. Als Bezeichnung der Landschaft blieb auch „Epeiros“ (griechisch: „Festland“) geläufig. Staatsform war die Monarchie. Der König wurde von der Heeresversammlung gewählt. Ausschlaggebend für die makedonischen (militärischen) Erfolge waren vor allem die Heeresreform Philipps II. mit der Einführung der makedonischen Phalanx-Technik sowie der Sarissa.



    Der Feldzug Alexanders des Großen





    Römische Provinzen unter Trajan (117 n. Chr.)


    Unter Philipps Sohn Alexander dem Großen erreichte Makedonien den Höhepunkt seiner Macht und seine größte Ausdehnung. Unter dem Vorwand eines „Rachefeldzugs“ für den Persereinfall in Griechenland 170 Jahre zuvor führte er 334 v. Chr. ein gesamtgriechisches Heer nach Kleinasien und besiegte in drei Schlachten – am Granikos, bei Issos und Gaugamela – die Perser vernichtend. Er eroberte nacheinander Ägypten und das Persische Kernland und dehnte sein Reich bis zum Hindukusch und zum Indus aus. Damit schuf er die Voraussetzung für die Hellenisierung ganz Vorderasiens. Nach Alexanders Tod im Jahr 323 v. Chr. in Babylon zerfiel das Großreich unter den Kämpfen seiner Nachfolger, der Diadochen. Aus dem Alexanderreich ging in Vorderasien die Herrschaft der Seleukiden hervor und in Ägypten die der Ptolemäer. Diese makedonische Dynastie sollte das Land am Nil 300 Jahre regieren, bis zum Tod Königin Kleopatras 30 v. Chr. Die Herrschaft der ebenfalls makedonischen Seleukiden war bereits 64 v. Chr. von Pompeius beendet worden.
    Das Königreich Makedonien selbst, das im Alexanderzug und in den blutigen Diadochenkriegen zahllose Männer eingebüßt hatte, verlor dagegen zunächst an Bedeutung, es kam zu Thronwirren. Im Jahre 280 v. Chr. marschierte dann im Rahmen der Keltischen Südwanderung eine Armee von etwa 85.000 keltischen Kriegern nach Makedonien und Zentralgriechenland. Sie ließen sich jedoch, nachdem sie 277 von Antigonos II. Gonatas besiegt worden waren, in Thrakien (Tylis) und Anatolien nieder (Galater).[5] Antigonos II. etablierte sich auf dem Thron, und die Dynastie der Antigoniden konnte Makedonien noch einmal zur Vormacht über Hellas machen, ihr Machtbereich schrumpfte infolge dreier Makedonisch-Römischer Kriege aber immer mehr zusammen: Der tatkräftige König Philipp V. führte die ersten beiden dieser Kriege und büßte nach dem Ende des zweiten im Jahr 196 v. Chr. die Hegemonie über Griechenland ein. Sein Sohn und Nachfolger Perseus war dann der letzte Makedonenkönig: 168 v. Chr. erzwang Rom in einem überaus blutigen dritten Krieg das Ende des antigonidischen Königtums und die Aufteilung Makedoniens in vier formal selbständige Gebiete. Diese wiederum wurden 20 Jahre später als Provinz Macedonia formal ins Römische Reich eingegliedert, das nun auch im östlichen Mittelmeerraum zur führenden Macht aufgestiegen war. Einiges spricht dafür, dass die meisten Makedonen während dieser Jahre entweder in den Kämpfen umkamen oder das Land verließen, um sich insbesondere in Kleinasien niederzulassen. Nach Ausweis der (wenigen) Inschriften, die zwischen 168 und Augustus in der Gegend gesetzt wurden, scheint zumindest die makedonische Sprache außer Gebrauch geraten zu sein, und mutmaßlich traten nun Menschen aus Thrakien, Illyrien und Griechenland an die Stelle der Makedonen. Über die Geschichte Makedoniens in dieser Zeit ist allerdings fast nichts Sicheres bekannt.
    Seit der Errichtung des römischen Kaisertums durch Augustus erlebte das Gebiet einen gewissen Aufschwung. Bei der so genannten Reichsteilung von 395 n. Chr. fiel das Land dann an das Oströmische Reich, das kulturell und sprachlich griechisch geprägt war. Im 4. und 5. Jahrhundert fielen Hunnen und Goten in Makedonien ein, ließen sich dort jedoch nicht nieder. Mit den Slawen- und Awareneinfällen im späten 6. Jahrhundert endete dann in dieser Region die Spätantike.

    Griechisch.


    arschi bist du auch ein echter makedonier? besitzt du auch die bestaetigung das du makedonier bist


  4. #774
    Avatar von Indiana Jones

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    Zitat Zitat von TuAF Beitrag anzeigen
    arschi bist du auch ein echter makedonier? besitzt du auch die bestaetigung das du makedonier bist

    Glaubs mir, die Slawischen Mazedonier sind nicht eure Freunde, die "lieben" euch Türken genauso fest, wie damals die Serben die Bosniaken im Krieg "geliebt" haben. Die "Freundschaft" zwischen Mazedonien und Der Türkei ist künstlicher als ein grosser asiatischer Busen.

  5. #775
    Avatar von daro

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    Zitat Zitat von JazzMaTazz Beitrag anzeigen
    Nein nein wir nennen die Mazedöner, also hört endlich auf euren Gyros mit Pommes zu stopfen.
    Döner war nur eine Kopie vom Gyros nur ohne Schweinefleisch.

  6. #776
    Avatar von Achillis TH

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    Zitat Zitat von TuAF Beitrag anzeigen
    arschi bist du auch ein echter makedonier? besitzt du auch die bestaetigung das du makedonier bist

    Genau Türken und Geschichte sind zwei verschiedene Dinge Ach Budala was bedeutet den Makedonen auf Slawisch oder Generell was bedeutet das .

  7. #777
    JazzMaTazz
    Zitat Zitat von ALI BUMAYE Beitrag anzeigen
    Wer weiß wie das Osmanische Reich heute ausgesehen hätte, wenn die Reformation weitergeführt und das Reich nicht zerfallen wäre. Höchstwahrscheinlich wäre sie viel moderner, stärker und fortschrittlicher als die Türkische Republik es jemals hätte sein können.
    Interessanter Gedanke.

  8. #778
    Avatar von Kalampakiotis

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    Zitat Zitat von ALI BUMAYE Beitrag anzeigen
    Wer weiß wie das Osmanische Reich heute ausgesehen hätte, wenn die Reformation weitergeführt und das Reich nicht zerfallen wäre. Höchstwahrscheinlich wäre sie viel moderner, stärker und fortschrittlicher als die Türkische Republik es jemals hätte sein können.

  9. #779
    Avatar von GLOBAL-NETWORK

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    Beitrag

    Könnte mir jemand mal verraten worüber der Vollidiot über mir lacht?


  10. #780
    Avatar von Kalampakiotis

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    Verwende Bitte die Vergangenheitsform. So gut war der Witz auch wieder nicht.

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