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Ramuz Haradinaj und seine Morde an Zivilisten

Erstellt von lupo-de-mare, 19.11.2004, 16:42 Uhr · 121 Antworten · 3.826 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von lupo-de-mare

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    Ramuz Haradinaj und seine Morde an Zivilisten

    Wie bekannt ist ja sein Bruder Daut, schon zu 12 Jahren Gefängnis wegen Entführung, Folter, Mord an Zivilisten verurteilt worden und wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit.

    Ramuz Haradinaj, ist der typische kriminelle Pyschopat, der in jedem Staat hingerichtet wird, oder in der Irren Anstalt sitzt.

    Im Kosovo ist er halt Politiker, obwohl er vollkommen dumm ist.

    Die UCK und ihre Massengräber im Kosovo

    EU-Beobachter Wolfgang Kaufmann berichtet über seine Zeit auf dem Balkan

    Fünf Jahre nach dem NATO-Angriff auf Jugoslawien hat mit Wolfgang Kaufmann jetzt ein EU-Beobachter seine Erinnerungen über die Vorkriegszeit im Kosovo vorgelegt. Seine Sicht auf die UCK (Kosovo-Befreiungsarmee) könnte so manchen ernüchtern. »Die albanische Politik war ein Jahr vor dem Krieg bereits auf völligem Konfrontationskurs gegen die Serben eingerichtet. Im Gegensatz zu serbischen Politikern (…) wollten sie alles andere als eine einvernehmliche Lösung. Und das beruhte meines Erachtens auf dem Einfluß der UCK (…)«, urteilt Kaufmann. »Trotz gegenteiliger Beteuerungen lag Entspannung nicht in ihrem Interesse.« Wohlgemerkt, der Autor ist alles andere als ein Serbenfreund; er war von 1993 bis 2002 fast durchgehend als Angestellter des Auswärtigen Amtes für die Europäische Union als Krisenbeobachter auf dem Balkan tätig.

    Als Leiter einer EU-Beobachtergruppe hielt sich Kaufmann im Zentrum des Geschehens auf. Der pensionierte Berufssoldat wurde 1998 als erfahrener Krisenbeobachter in die Stadt Pec im äußersten Westen des Kosovo gesandt. Sein Auftrag: Brüssel objektiv über die Situation in der Region informieren sowie Vermittlung und Streitschlichtung vor allem auf kommunaler Ebene. In seinem Buch »Die Beobachter der Balkankrise« stellt Kaufmann die Lebensbedingungen der serbischen, vor allem aber der kosovo-albanischen Bevölkerung seines Einsatzgebietes dar. »Während der etwa 1000 Gespräche, die ich in der Zeit vor dem Krieg mit Albanern geführt hatte, wagten nur einige total frustrierte albanische Bauern Anklage gegen die UCK zu erheben. (…) Es waren harte Maßnahmen, mit denen die UCK gegen die eigene Landbevölkerung vorging«, so Kaufmann. »Meist richteten sich die Aktionen gegen Familienmitglieder der Dorfältesten, die getötet wurden.« Für das Klima der Angst im Kosovo war in erster Linie die UCK verantwortlich, nicht die serbische Führung und deren Sicherheitskräfte.

    Kaufmanns Beobachtungen zufolge muß es seitens der UCK auch Massenhinrichtungen gegeben haben – für die anschließend die »serbische Soldateska« verantwortlich gemacht wurde. Ein Albaner in Pec habe ihm erklärt, die bei Glodane in einem Massengrab »entdeckten Toten seien nur ein Bruchteil der Albaner aus der Gegend, die durch die UCK hingerichtet worden seien. Die Regie dafür hätte bei Ramush Haradinaj und besonders bei Faton K. gelegen«. Kaufmann weiter: »Die Gesamtzahl der beseitigten Albaner im Westteil des Kosovo um Pec schätzte er auf etwa zweihundert. Ihm seien noch andere Massengräber als das an der Kanalmauer bekannt. Der Grund für die Exekutionen von Albanern sei die Einschüchterung der Bevölkerung und die Ausschaltung albanischer Bürger, die loyal zum serbischen Staat gestanden hatten.«

    Die Schilderungen albanischen Terrors wirken umso glaubhafter, als Kaufmann in den Grundzügen seiner Darstellung des Kosovo-Konfliktes im Grunde dem Mainstream westlicher Medien verhaftet bleibt. Unter dem Strich aber räumt der Beobachter mit der UCK-Befreiungsromantik ein für alle mal auf: Serbische Polizei und Militär haben auf Provokationen reagiert, bisweilen allerdings drakonisch bis maßlos. Rückblickend urteilt Kaufmann, der fast zehn Jahre lang auf der Gehaltsliste des Außenministeriums in Berlin gestanden hat, selbstkritisch: »Die Presse und auch wir Beobachter konnten Ursache und Wirkung in unseren Berichten durchaus nicht immer auseinander halten.«

    * Wolfgang Kaufmann: Die Beobachter der Balkankrise. Books on Demand, Norderstedt 2004, 276 Seiten, 16,80 Euro (ISBN 3-8334-1200-3)

    http://www.jungewelt.de/2004/11-15/007.php

  2. #2
    Avatar von lupo-de-mare

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    Ramuz Haradinaj und sein Terror und Morde an Albanern

    15.11.2004

    Ausland
    Rüdiger Göbel

    Die UCK und ihre Massengräber im Kosovo

    EU-Beobachter Wolfgang Kaufmann berichtet über seine Zeit auf dem Balkan

    .............................
    Als Leiter einer EU-Beobachtergruppe hielt sich Kaufmann im Zentrum des Geschehens auf. Der pensionierte Berufssoldat wurde 1998 als erfahrener Krisenbeobachter in die Stadt Pec im äußersten Westen des Kosovo gesandt.
    ..............................
    Es waren harte Maßnahmen, mit denen die UCK gegen die eigene Landbevölkerung vorging«, so Kaufmann. »Meist richteten sich die Aktionen gegen Familienmitglieder der Dorfältesten, die getötet wurden.« Für das Klima der Angst im Kosovo war in erster Linie die UCK verantwortlich, nicht die serbische Führung und deren Sicherheitskräfte.

    Kaufmanns Beobachtungen zufolge muß es seitens der UCK auch Massenhinrichtungen gegeben haben – für die anschließend die »serbische Soldateska« verantwortlich gemacht wurde. Ein Albaner in Pec habe ihm erklärt, die bei Glodane in einem Massengrab »entdeckten Toten seien nur ein Bruchteil der Albaner aus der Gegend, die durch die UCK hingerichtet worden seien. Die Regie dafür hätte bei Ramush Haradinaj und besonders bei Faton K. gelegen«.

    http://www.jungewelt.de/2004/11-15/007.php

  3. #3
    Avatar von lupo-de-mare

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    Ramush Haradinaj Kosovo-Politiker mit blutiger Vergangenheit

    Ein Artikel morgen in der SZ!

    Ramush Haradinaj Kosovo-Politiker mit blutiger Vergangenheit PROFIL



    Dieser Mann wirft einen langen Schatten. Zwar ist er noch nicht
    Ministerpräsident, aber viele fürchten sich schon davor. Javier
    Solana zum Beispiel, der EU-Chefdiplomat, lässt vermelden, Ramush
    Haradinaj sei doch bis jetzt "nur eine von mehreren Möglichkeiten"
    für die Besetzung dieses Amtes. Und für den Westen, so viel wird
    klar, wäre dies gewiss eine der schlechteren. Denn an der Spitze der
    Regierung im UN-Protektorat Kosovo stünde dann ein albanischer
    Ex-Freischärler, der im Geruch von Kriegsverbrechen steht. Kein gutes
    Omen wäre dies für die Verhandlungen über die Zukunft der früher
    serbischen Provinz, die im nächsten Jahr beginnen sollen.

    Kosovo-Präsident Ibrahim Rugova hatte nach der Parlamentswahl vom 23.
    Oktober eine Koalition seiner Demokratischen Liga (LDK) mit
    Haradinajs Allianz für die Zukunft des Kosovo (AAK) vereinbart. Im
    Parlament hält die LDK 47 von insgesamt 120 Sitzen, die AAK nur neun.
    Weil Rugova Präsident bleiben soll, reklamiert der kleinere Partner
    nun den Posten des Premiers für sich, genauer gesagt für den
    Parteivorsitzenden Haradinaj. Doch dieser Zukunftsplan wird
    empfindlich gestört durch die Vergangenheit des Kandidaten, der im
    Krieg gegen Serbien der Kosovo-Befreiungsarmee (UCK) als Regionalchef
    diente. Aus Belgrad heißt es sogleich, eine Berufung Haradinajs sei
    "unvereinbar" mit dem internationalen Ziel eines multi-ethnischen
    Kosovo. Der serbische Präsident Boris Tadic kündigte bereits eine
    "diplomatische Kampagne" gegen eine solch "absolut unannehmbare"
    Entscheidung an. Doch die internationale Gemeinschaft scheint sich
    wieder einmal selbst gefesselt zu haben.

    Sie hatte nach der Wahl darauf gedrungen, schleunigst die neuen
    Institutionen zu bilden. Wie sie das machten, sei Sache der
    "Kosovaren", wurde betont. Jetzt aber könnte sich die für Mittwoch
    geplante Konstituierung des Parlaments verzögern. Es soll nämlich den
    Präsidenten und die Regierung wählen, doch im derzeitigen Gezerre ist
    das wohl unmöglich.

    Nervosität war schon spürbar geworden, als Anfang des Monats
    Ermittler des Haager Tribunals für Kriegsverbrechen Haradinaj zu
    Vernehmungen in Pristina vorluden. Carla Del Ponte, die
    Chefanklägerin, hatte zuvor den UN-Vertretern im Kosovo mangelnde
    Kooperation vorgeworfen. Der neue UN-Gouverneur Sören Jessen-Petersen
    suchte Del Ponte daraufhin persönlich auf und forderte sie zu
    "gebotener Rücksicht auf den Zusammenhang" auf.

    Del Ponte wollte noch vor Jahresende Anklagen gegen hochrangige
    Kosovo-Albaner erheben. Doch Haradinaj sagte nach den Vernehmungen,
    seine Kooperation mit dem Tribunal sei damit abgeschlossen. Belgrad
    rechnet auf das Konto des 36-Jährigen drei Dutzend Tote, die 1998 in
    der Umgebung seines Hauptquartiers Glogjan entdeckt wurden. Seinen
    Bruder Daut verurteilten Richter im Kosovo bereits wegen Morden an
    rivalisierenden Freischärlern bei Kriegsende 1999. Ein Jahr später
    war Haradinaj selber mit der Familie eines der Opfer in eine
    Schießerei verwickelt. Ein Verfahren deswegen wurde jedoch
    niedergeschlagen. Bernhard Küppers

    http://www.sueddeutsche.de/sz/2004-1...artikel/sz-200
    4-11-23-004-profil-a-a.profil/

  4. #4
    Avatar von lupo-de-mare

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    Ein Klasse SZ Artikel. Der kommt bei mir hinter Glas.

    siehe auch aus der jungen Welt

    http://www.balkanforum.at/modules.ph...ewtopic&t=1028

  5. #5
    Avatar von lupo-de-mare

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    Der gesamt Deal, das man mit der Nomieriung von dem Verbrecher Ramuz Haradinaj, zum Premier Minister des Kosovo, seine Verhaftung verhindern wollte, führt bereits zu einem Absturz der Beziehungen zur Internationalen Gemeinschaft.

    Die Statements, von Javier Solana und allen anderen Diplomaten sind alle gleich


    http://www.reliefweb.int/w/rwb.nsf/4...6004c8ad5/7f01 362db09477a4c1256f540035b311?OpenDocument

    Source: Deutsche Presse Agentur Date: 21 Nov 2004

    Appointment of rebel commander to PM stirs tensions in Kosovo

    Pristina/Belgrade (dpa) - Western diplomats expressed concern ahead of Wednesday's inaugural session of newly elected Kosovo parliament concerning the possible political consequences of the nomination of former ethnic Albanian rebel commander Ramush Haradinaj as Kosovo's new prime minister. "This is definitely not good news,'' said one western diplomat, speaking on condition of anonymity. "Whatever happens from now on could cause trouble in Kosovo.'' Haradinaj, 36, former commander of the Kosovo Liberation Army (UCK) in the western part of the province, is widely believed to be under investigation of the International Criminal Tribunal for Former Yugoslavia (ICTY) for war crimes allegedly committed during the 1998-1999 war. The Kosovo leaders however reached an agreement on the province's new government, which would elevate Haradinaj to prime minister in the ethnically troubled province in a move seen as an "attempt to protect former rebel chief from The Hague's prosecution''. The deal, described by western diplomats as "rather unwise'', was struck by Kosovo's most influential political party, the Democratic League of Kosovo (LDK) and Haradinaj's Alliance for the Future of Kosovo(AAK), as well as two minor parties. "If Haradinaj's nomination passes the parliamentary procedure it would harm the process of solving the final status of Kosovo. On the other hand, if we manage to block this, the relations between Kosovars and internationals could deteriorate'', diplomat said. The U.N. Mission in Kosovo (UNMIK) Soren Jessen-Petersen however refused to rule out the appointment. "If I say no to this candidate, I would be saying no to democracy,'' Jessen-Petersen said. International officials in Kosovo have been worried about possible Albanian reaction to the fresh war crimes-related arrests for over a month, as local UCK's veterans organizations warned that "such a action could trigger fresh violence''. Warnings have reportedly been taken seriously by the United Nations administration, as the UNMIK chief urged the organization's personnel to be prepared to evacuate Kosovo during the ICTY's questioning of Haradinaj two weeks ago. In addition, Serbian President Boris Tadic said Haradinaj's appointment would be "absolutely unacceptable and could destabilize the whole region''. Both Belgrade and international officials fear that controversy surrounding Haradinaj's appointment could lead to inter-ethnic violence, such as that which occurred in March when some 20 dead, and estimated 800 injured in March. dpa ra mga

    Copyright (c) dpa Deutsche Presse-Agentur GmbH

  6. #6
    Avatar von lupo-de-mare

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    Haradinaj und Thaci organisieren die Mord Progrome

    Beide Mörder und Verbrecher sind die direkten Organisatoren, für die Ethnischen Vertreibungen und Mord Progrome!

    Die primitiven Mörder können halt nicht von ihrem Handwerk lassen und die ANA AKSH, ist nur eine Tarn Organisation der UCK Terror Organisation.

    Hashim Thaci und Haradinaj ermordeten über 100 Rugova Leute in den letzten Jahren.

    Angefangen hatte es mit dem Mord im August 1998 in Tirana gegen den Rugova Militär Chef Ahmet Krasniqi.

    Karriere eines Terroristen

    Ein Anstifter der antiserbischen Pogrome vom März im Kosovo wurde im Dezember neuer Regierungschef. Er könnte bald in Den Haag landen

    Das vergangene Jahr brachte weitere Fortschritte bei der Schaffung monoethnischer Bevölkerungsstrukturen auf dem Balkan. In die südserbische Provinz Kosovo, die seit dem Kriegsende im Juni 1999 der UN-Übergangsverwaltung UNMIK und der NATO-geführten »Schutztruppe« KFOR untersteht, sind in den ersten neun Monaten zwar 254 der 250 000 seither verjagten Serben zurückgekehrt. Diese Zahl wird aber weit übertroffen durch die der weiteren 4 500 Vertriebenen in diesem Zeitraum. Diese Menschen flohen angesichts der Pogrome am 17. und 18. März 2004, dem schlimmsten Gewaltausbruch seit dem Sommer 1999. Dabei wurden 19 Menschen getötet (zunächst war sogar die Zahl 31 genannt worden), über 30 serbische Klöstern und Kirchen gebrandschatzt und 500 serbische Häuser zerstört. Das danach von der UNMIK groß angekündigte Programm, mit 3,6 Millionen Euro den Wiederaufbau serbischer Häuser zu fördern, ist bis dato trotz mehrfacher Zusagen noch nicht einmal angelaufen – die Kassen seien leer, behauptet UNMIK.

    Geplante Unruhen

    Im Gegensatz zur Bundesregierung fand wenigstens Bernhard Gertz, Sprecher des Bundeswehrverbandes, klare Worte zu den Märzereignissen: »Die Unruhen wurden generalstabsmäßig geplant und durchgeführt.« Genauere Informationen über die »generalstabsmäßigen« Vorbereitungen kann man einem Bericht des Belgrader Verteidigungsministeriums entnehmen, der am 25. März in der Armeezeitung Vojska veröffentlicht worden ist. Darin heißt es: »Personen aus der kosovoalbanischen Führung initiierten die Vorbereitung, Planung und Durchführung des Pogroms ... Wir wissen, wer diese Personen sind. Zum Beispiel haben wir in Erfahrung gebracht, daß vor einigen Wochen ein Treffen abgehalten worden ist, auf dem Vertreter der drei wichtigsten kosovoalbanischen Parteien und ... der Übergangsverwaltung den aktuellen Stand der Unabhängigkeitsbestrebungen diskutierten. Eine Fraktion, geführt von Hashim Thaci (Parlamentsabgeordneter, Führer der Demokratischen Partei PDK und früherer politischer Direktor der Untergrundbewegung UCK ...) und Ramush Haradinaj (ebenfalls Parlamentarier, Führer der Zukunftsallianz-Partei AAK und früherer Feldkommandant der UCK ...) forderten Ibrahim Rugova, den Präsidenten des Kosovo und Führer der Demokratischen Liga LDK, auf, ... sofort die Unabhängigkeit des Kosovo zu erklären. Rugova weigerte sich aus taktischen Gründen. Daraufhin drohten Thaci und Haradinaj damit, ihre Anhänger zu mobilisieren und im Kosovo ›Feuer zu legen‹. Im weiteren trafen sich Thaci und Haradinaj mit den Anführern der Albanischen Nationalarmee (ANA – Nachfolgeorganisation der UCK, Anm. jW) ... Auf diesem Treffen kamen sie zu dem Entschluß, daß die Zeit reif sei für die Vertreibung aller Serben. Man präsentierte einen detaillierten Aktionsplan (der Anfang März in der PDK-Parteizentrale entstanden war) und ernannte Haradinaj zum Operationsleiter.«

    Wahlen ohne Serben

    Der Operationsleiter vom März wurde am 3. Dezember neuer Premierminister des Kosovo. Vorausgegangen waren Mitte Oktober Wahlen zum Provinzparlament, die von den noch verbliebenen etwa 200 000 Serben aus Protest gegen ihre Entrechtung fast geschlossen boykottiert worden waren (die Beteiligung lag bei unter einem Prozent). Die Albanerparteien erzielten fast dasselbe Ergebnis wie beim letzten Urnengang drei Jahre zuvor: Die LDK des relativ gemäßigten Rugova lag mit 45 Prozent weit vor den beiden Parteien der UCK-Kommandanten Thaci (PDK – 29 Prozent) und Haradinaj (AAK – neun Prozent). Trotz ihres eindeutigen Erfolges brauchte die LDK also wieder einen Koalitionspartner. Im Unterschied zu bisher einigte sich die Rugova-Truppe nun nicht mit der PDK, sondern mit der AAK. Ungewöhnlich ist der Koalitionsvertrag vor allem deshalb, weil dem eindeutig kleineren Partner der wichtigste Posten, eben der des Premierministers, zugestanden wird. Das wäre etwa so, als hätte in Deutschland nach der letzten Bundestagswahl Schröder das Kanzleramt Fischer überlassen, obwohl die SPD ein Vielfaches der Stimmen der Grünen bekommen hatte. Wie Haradinaj den Kotau Rugovas erreicht hat, ist Gegenstand heftiger Spekulationen. Kenner sagen, Rugova sei mit dem Leben bedroht worden. Tatsächlich sind ungefähr 100 Mitglieder der LDK in den letzten fünf Jahren von den Leuten Thacis und Haradinajs ermordet worden.

    Uno weicht zurück

    Für UNMIK-Chef Sören Jessen-Petersen war die Wahl des extremistischen Premiers ein Beispiel für »funktionierende Demokratie« (»democracy at work«). Vor dem Urnengang hatte er noch getönt, er werde künftig Politiker, die die Durchsetzung multiethnischer Standards in der Provinz hintertreiben, unter Umständen auch ihres Amtes entheben. In Belgrad sind die Parteien in seltener Einigkeit empört über das Zurückweichen von UN und NATO vor Haradinaj und richten ihre Hoffnungen paradoxerweise nun auf Carla del Ponte. Die Chefanklägerin des UN-Tribunals in Den Haag, ansonsten vorzugsweise mit der Jagd auf Serben beschäftigt, hat Haradiaj in den letzten Wochen bereits zwei Mal durch ihre Ermittler befragen lassen. Eine Anklageerhebung stehe unmittelbar bevor, wollen hiesige Zeitungen erfahren haben. Im Hintergrund gebe es angeblich ein Gerangel zwischen Berlin, wo man auf Haradinaj setze, und Washington, das ihn über seine juristische Speerspitze del Ponte aus dem Spiel nehmen wolle. Statt Haradinaj favorisieren die USA angeblich den nicht weniger gefährlichen Thaci.

    Für diese These spricht einiges. Denn das US-finanzierte Haager Tribunal wollte schon vor zwei Jahren gegen Haradinaj zuschlagen und wurde schon damals von der deutschen Regierung daran gehindert. Im April 2002 sollte eine vom Haager Tribunal beauftragte Pathologin eine Autopsie der Leichen von 39 Serben vornehmen, die im Sommer 1998 im kosovarischen Ort Glodjane gefunden worden waren. Zur fraglichen Zeit war Haradinaj der UCK-Kommandeur in der Region. Überraschenderweise zog dann aber die UNMIK die forensische Untersuchung an sich, verantwortlich war ihr damaliger deutscher Chef Michael Steiner. »Daß die UNMIK ein erfahrenes pathologisches Team ... ausbremst und statt dessen ohne nennenswerte Erfahrungen auf diesem Gebiet lieber auf eigene Faust ermittelt, entbehrt zumindest einer sachlichen Grundlage«, protestierte die entmachtete Haager Beauftragte Helena Ranta. Die von Steiner angesetzte Untersuchung verlief im Sande, Haradinaj konnte sich freuen.

    Eine andere Theorie über Haradinaj und Den Haag vertritt der Kosovo-Beauftragte der serbischen Regierung, Nebojsa Covic. Demnach sei es den Kosovo-Albanern ganz recht, wenn Carla del Ponte ihren neuen Premier zur Fahndung ausschriebe. Der Exterrorist würde sich dann, ganz vorbildlicher Demokrat, freiwillig stellen und damit Pluspunkte in der internationalen Arena sammeln. Gleichzeitig würden aus Protest gegen die Amtsenthebung eines gewählten Politikers wieder gewalttätige Proteste in der Provinz ausbrechen – und so auch noch die letzten verbliebenen Serben verjagt werden. Statt Haradinaj könnte schließlich Thaci die politischen Resultate dieses Spiels mit verteilten Rollen einfahren – die Selbständigkeit des Kosovo bei den für 2005 angedachten Endstatusgesprächen.

    http://www.jungewelt.de/2004/12-22/008.php

  7. #7

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    War schon vorneherein klar, wer dieses Spiel insziniert hat. Was erwartest du von Ex-UCK Generälen und Kommandanten?

  8. #8
    Avatar von lupo-de-mare

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    Zitat Zitat von Crna-Ruka
    War schon vorneherein klar, wer dieses Spiel insziniert hat. Was erwartest du von Ex-UCK Generälen und Kommandanten?
    Eine gute Nachricht für Dich!

    Die Story hat globalresearch.ca übernommen und wird damit automatische Weltweit gelesen. Das wird in den USA einschlagen und neue Fragen aufwerfen, über die US POlitik Unterstützung der Verbrecher Banden, die sich UCK nennen.

    US Supported War Criminal becomes Prime Minister of Kosovo

    A Prime Minister with a Kalashnikov
    by Renate Flottau
    Der Spiegel 13 December 2004
    www.globalresearch.ca 14 December 2004
    The URL of this article is: http://globalresearch.ca/articles/FLO412B.html

    Und aus diesem Grunde, ist das ganze UCK Geseier, was ein Hashim Thaci, Haradinaj, oder Agim Ceku sagt nur das Gequake von verdummten Verbrechern. Die gehören eliminiert wie alle Terrroristen.

  9. #9
    Avatar von lupo-de-mare

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    UN-ANKLAGE GEGEN HARADINAJ

    Die Anklage des UN-Kriegsverbrechertribunals in Den Haag gegen den Premier der von der UNO verwalteten südserbischen Provinz Kosovo, Ramush Haradinaj, soll nächste Woche veröffentlicht werden. Haradinaj werden Kriegsverbrechen gegen die Zivilbevölkerung zur Last gelegt.
    EXTREMIST JAKUPI IN HAFT

    Der albanische Extremistenführer Ljirim Jakupi ist von der Polizei der UN-Verwaltung der Provinz Kosovo festgenommen worden. Gegen Jakupi lief ein Haftbefehl wegen Mordes und Terrorismus.

    http://www.diepresse.com/Artikel.asp...rt=a&id=458135

  10. #10
    jugo-jebe-dugo

    Haradinaj:Ein Mann mit zu viel Vergangenheit

    UCK-Gründer Ramush Haradinaj

    Ramush Haradinaj auf dem Weg nach Den Haag.

    Im Krieg war er einer der Helden der Kosovo-Albaner, ein kurz geschorener, martialisch wirkender Kommandant der Kosovo-Befreiungsarmee.

    Danach wechselte er sein Image, schuf den neuen Ramush Haradinaj, einen sanft sprechenden Mann in schickem Anzug, den Parteichef der "Allianz für die Zukunft Kosovos" (AAK), der nur mit politischen Mitteln für die Loslösung der Provinz von Serbien kämpfen wollte.

    Der smarte Verhandler gewann nicht nur das Vertrauen der Amerikaner, sondern wurde auch vom derzeitigen Chef der Kosovo-Übergangsverwaltung (Unmik), Sören Jessen-Petersen, sehr geschätzt.

    Die Zeiten waren vorbei, als es im Unmik-Büro hieß: "Wenn Haradinaj verhaftet wird, knallen bei uns die Sektkorken." Haradinaj hat recht erfolgreich versucht, seine Vergangenheit abzuschütteln. Er verbat es sich auch, ihn darauf anzusprechen.

    Nun wird der 36-jährige Vater von zwei Kindern doch noch damit konfrontiert. Er muss sich vor dem UNO-Kriegsverbrechertribunal wegen Verbrechen gegen die Menschlichkeit verantworten. Als U¸CK-Befehlshaber soll er zahlreiche Hinrichtungen angeordnet und sogar selbst mehrere Serben, Roma und Albaner ermordet haben.

    Haradinaj war einer der Gründer der Befreiungsarmee, die er ab 1989 von der Schweiz aus aufbaute. Ab 1997 war er innerhalb der Gruppe "Schwarze Adler" an Angriffen gegen serbische Sicherheitskräfte beteiligt.

    Die Strukturen der UCK erwiesen sich als nachhaltig. Nach dem Krieg beklagte die Unmik verbotene Steuereinhebungen, Schutzgelderpressungen und Zigarettenschmuggel der Nachfolgeorganisation Kosovo-Schutzkorps.

    Die Brüder Haradinaj gehörten zur Dukadjini-Gruppe. Ramush Haradinaj wurde im Mai 2000 von der internationalen Polizei mit illegalen Waffen erwischt. Zwei Monate später fuhr er mit seinem Bruder zu einer verfeindeten Familie, "um ein Gespräch" zu führen.

    Bei dem "Gespräch" explodierte eine Handgranate, die auch Haradinaj verletzte. Kurze Zeit später kam ein Zeuge um. Er selbst wurde nie verurteilt, sein Bruder Daut sitzt jedoch im Gefängnis.

    Im Dezember 2004 wurde Haradinaj dann zum neuen Premier gewählt, obwohl seine Partei nur 8,4 Prozent der Stimmen bekommen hatte. Eine Position, die ihn schützten sollte. Denn kurz zuvor war er von Ermittlern des Kriegsverbrechertribunals interviewt worden.

    Ihr Zeitpunkt und die Anklage selbst sind Signale: an Kroatien, das bis 17. März Ex-General Ante Gotovina ausliefern soll, wenn es nicht den EU-Beitritt gefährden will.

    Aber vor allem an Serbien, das nun, da sich Haradinaj freiwillig stellte, am Zug ist und bei den Kosovo-Statusverhandlungen Kompromissbereitschaft zeigen soll. (Adelheid Wölfl/DER STANDARD, Printausgabe, 10.3.2005)


    http://derstandard.at/?url=/?id=1977951

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