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Rund 2.500 Jahre alte Thraker-Siedlung in Bulgarien entdeckt

Erstellt von Vasile, 10.07.2006, 22:20 Uhr · 22 Antworten · 2.247 Aufrufe

  1. #21

    Registriert seit
    21.11.2006
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    3.795
    Sprache und Abstammung sind nicht dasselbe, aber trotzdem kann die Muttersprache auf die Abstammung einer Volksgruppe hinweisen. Es ist doch ziemlich unrealistisch, dass die Bevölkerung eines Gebiets eine andere Sprache annimmt, ohne dass sie mit den Sprechern dieser Sprache zusammenlebt und sich mit ihnen vermischt. Außerdem dürften die Neuankömmlinge die Mehrheit gestellt haben, da sonst die Aufgabe der eigenen Sprache nicht zu erklären wäre. Selbst wenn die zählenmäßig schwächeren Neuankömmlinge als Eroberer gekommen sind, reichen doch wenige Zweisprachige Unterworfene aus, um die Verständigung zu gewährleisten. Das ändert sich, wenn ein moderner Staatsapparat und Schulen und so weiter zur Verfügung stehen und der ideologische Wille besteht, irgendwem die eigene Sprache aufzuzwingen. Aber selbst dann ist das nicht so einfach.

    Was ich damit sagen will: Die Rumänen haben meiner Meinung nach genauso viel mit den Thrakern zu tun wie die Franzosen mit den Kelten: nämlich weniger als mit den römischen Einwanderern und Kolonisten. Natürlich besteht eine gewisse Verbindung, aber realistischerweise kann man nicht von romanisierten Kelten oder Thrakern sprechen, sondern von Romanen, die Reste der Urbevölkerung assimiliert haben. In beiden Fällen kommen dann noch andere wichtige Einflüsse hinzu (in Nord-Frankreich vor allen Dingen Franken, in Rumänien kenne ich mich nicht aus).

    Diese Fixierung auf ein Volk, mit dem man offensichtlich eher wenig zu tun hat, finde ich ehrlich gesagt ziemlich peinlich. Genauso lächerlich finde ich auch meine Landsleute, die sich mit irgendwelchen Norikern identifizieren. Es mag ja sein, dass ein paar Kelten assimiliert wurden, aber das ist kein Grund, seine bairische Herkunft zu verdrängen. Und das gleiche gilt für die vorwiegend romanische Herkunft der Rumänen. Zufälligerweise sprechen wir ja nicht unsere Sprachen.

  2. #22

    Registriert seit
    20.11.2006
    Beiträge
    133
    Zitat Zitat von Schreiber
    Sprache und Abstammung sind nicht dasselbe, aber trotzdem kann die Muttersprache auf die Abstammung einer Volksgruppe hinweisen. Es ist doch ziemlich unrealistisch, dass die Bevölkerung eines Gebiets eine andere Sprache annimmt, ohne dass sie mit den Sprechern dieser Sprache zusammenlebt und sich mit ihnen vermischt. Außerdem dürften die Neuankömmlinge die Mehrheit gestellt haben, da sonst die Aufgabe der eigenen Sprache nicht zu erklären wäre. Selbst wenn die zählenmäßig schwächeren Neuankömmlinge als Eroberer gekommen sind, reichen doch wenige Zweisprachige Unterworfene aus, um die Verständigung zu gewährleisten. Das ändert sich, wenn ein moderner Staatsapparat und Schulen und so weiter zur Verfügung stehen und der ideologische Wille besteht, irgendwem die eigene Sprache aufzuzwingen. Aber selbst dann ist das nicht so einfach.

    Was ich damit sagen will: Die Rumänen haben meiner Meinung nach genauso viel mit den Thrakern zu tun wie die Franzosen mit den Kelten: nämlich weniger als mit den römischen Einwanderern und Kolonisten. Natürlich besteht eine gewisse Verbindung, aber realistischerweise kann man nicht von romanisierten Kelten oder Thrakern sprechen, sondern von Romanen, die Reste der Urbevölkerung assimiliert haben. In beiden Fällen kommen dann noch andere wichtige Einflüsse hinzu (in Nord-Frankreich vor allen Dingen Franken, in Rumänien kenne ich mich nicht aus).

    Diese Fixierung auf ein Volk, mit dem man offensichtlich eher wenig zu tun hat, finde ich ehrlich gesagt ziemlich peinlich. Genauso lächerlich finde ich auch meine Landsleute, die sich mit irgendwelchen Norikern identifizieren. Es mag ja sein, dass ein paar Kelten assimiliert wurden, aber das ist kein Grund, seine bairische Herkunft zu verdrängen. Und das gleiche gilt für die vorwiegend romanische Herkunft der Rumänen. Zufälligerweise sprechen wir ja nicht unsere Sprachen.
    gut gesagt! natuerlich sind die Rumaenen keine 100% Thraker. es sind ein gemisch aus Thrakern, Roemer, Slawen, Magyaren, Kelten, Germanen, Awaren, Protobulgaren, Kumanen und viele andere. es ist auch nicht bewiesen, ob das thrakische element fuehrend gewesen ist. es ist nicht mal bewiesen, dass es das thrakische lement gab, denn die Dakier koennten ja ganz ausgerottet worden sein.
    genauso, wie es bei den Bulgaren nicht bewiesen ist, ob es ein thrakisches element gibt und bei den Albanern ein illyrisches.

  3. #23
    Avatar von Vasile

    Registriert seit
    14.07.2005
    Beiträge
    4.031
    Bugarche, wie groß ist der Anteil thrakischer Wörter in dem bulgarischen Wortschatz?

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