Ruthenen war vom 18. Jahrhundert bis Anfang des 20. Jahrhunderts in der Habsburgermonarchie die gebräuchliche Bezeichnung für die Ostslawen des Reiches, die Ukrainer und – deren Untergruppen oder eng verwandte Völker – Russinen, Lemken, Bojken, Huzulen.
Die Bezeichnung stammt von Rutheni der latinisierten Form von Rus, Rusyn, Ruscia, Russia oder Ruzzia, den alten Eigenbezeichnungen der Ostslawen.[2] Zwischen Ukrainern und den anderen ostslawischen (Unter-)Ethnien wurde dabei nicht unterschieden. Ruthenen siedelten im Ostteil Galiziens, im Nordteil der Bukowina und in der ungarischen Karpatenukraine. Gleichzeitig waren die Begriffe „Ukrainer“ und „Kleinrussen“ in Verwendung. Wer sich als „Ukrainer“ bezeichnete, machte damit deutlich, dass er sich zu einem eigenen, von Russen und Polen verschiedenen Volk zugehörig fühlte. Die Bezeichnung „Ruthene“ ließ hingegen politische Schlussfolgerungen offen.[3]
Erst im Laufe des Ersten Weltkrieges machten sich einige Bestrebungen in der Verwaltung breit, die Bezeichnung Ruthenen und ruthenisch durch Ukrainer und ukrainisch zu ersetzen.[4]
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...wobei Ukrainer nicht ganz funktioniert für die östlichen Landesteile, vor allem dort, wo die Menschen orthodox sind.
Ruthenen sind in aller regel griechisch-katholisch oder ruthenisch/ukrainisch-katholisch nach dem byzantischen Ritus, aber mit Rom verbunden, um Missverständnissen vorzubeugen, sie fühlen sich eigentlich nicht als Polen, das z.T. eine andere Geschichte hat.