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Das Scheitern Jugoslawiens

Erstellt von Metkovic, 22.10.2010, 13:40 Uhr · 69 Antworten · 5.960 Aufrufe

  1. #41

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    Zitat Zitat von DZEKO Beitrag anzeigen

    @ Mastakilla, Du blöder Hund, noch während der KuK Zeit waren wir noch Bosniaken, ab da an mussten wir durch eure Gewalteinwirkung uns plötzlich entscheiden ob wir Islamische Kroaten oder Serben sein wollen, was glaubst du wie es uns ging, entweder sich entscheiden oder an bedeutung verlieren, die Menschen waren durcheinander und wussten nicht mehr weiter. Aber solche Freaks wie du gehören geschlagen, man würde ich dich vor mir stehen haben hätte ich dir jetzt deine dreckige und hinterlistige Nase gebrochen, hoffentlich kommt nie wieder auch nur ein Gedanke an ein "Jugo"slawien.
    edit* es scheint doch so zu sein, also wurde der Begriff Bosniaken durch die Österreicher eingeleitet

    Und dennoch, wer sagt mir, dass sich die Bosniaken damals als solche betitelten?

  2. #42
    Avatar von Josip Frank

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    Zitat Zitat von Izdajnik Beitrag anzeigen
    Ich glaube, dass die ganze Aufarbeitung von Titos Jugoslawien sehr ermüdend ist, wenn man nicht sieht, was davor war. Er war ja auch nicht der einzige, der so dachte, sogar unsere Fußballvereine in Split hatten Ärger, weil sie, wie viele Intellektuelle Princip bejubelten. Vor dem Königreich gab es nicht wirklich eine antiserbische Stimmung.
    Wer Princip bejubelte hatte keine Ahnung was dahinter stand und welche Motive die politischen Serben hatten. Die antiserbische Stimmung entwickelte sich weil man schnell feststellte, das wirtschaftlich gesehen viel mehr Nachteile entstanden durch Belgrad als durch Wien. Beispiel ist der Hafen in Split....mit kaum noch Invest

    Weiteres Beispiel

    . Die erste große Enttäuschung der Kroaten und Slowenen im neuentstandenen Staat war die Währungsumstellung. Im neuen Staat musste die Krone (bisherige Währung aus der KUK Monarche in den Jugoslawischen (vormals serbischen) Dinar umgetauscht werden.


    Obwohl die Kaufkraft beider Währungen gegen Ende des Krieges nahezu gleich war, erfolgte der Umtausch im Verhältnis vier Kronen für einen Jugoslawischen Dinar. In der später folgenden Inflation wurden die Besitzer der Kronen nochmals zusätzlich wirtschaftlich geschädigt.

  3. #43
    Avatar von daro

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    Nätürlich wünschte sich Kroatien die Östereicher und die Ungarn weg, zusammen mit dem gleichsprachigen Serben ein Land zu Bilden war für viele eine Alternative.
    Aber Kuk war zu lange eine Weltmacht und das von den Osmanen gebeutete Serbien nur ein Entwicklungsland, jeder Gedanke an ein geneinsames Volk war in vornerein zum scheitern verurteilt.
    Nach dem ersten Weltkrieg wurde Kroatien von den weniger entwikelten Serben beehrst und war nie Partner.

    Kein Jugoslawien war jemals Wirtschaftlich erfolgreich bei wirtschaftlichen Misserfolg sind die Bewohner unglücklich und suchen Schuldige.

  4. #44
    Avatar von liberitas

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    11.789


    Burgenland Kroaten in Österreich

    - - - Aktualisiert - - -





    Wie lieben unser Kroaten!!

  5. #45

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    10.420
    "
    Zur Verschärfung der Krise haben sowohl innere als auch äußere Ursachen beigetragen.
    Zu
    den äußeren Ursachen zählt vor allem der seit der Mitte der 60er wachsende Einfluß des
    Weltmarkts und internationaler Organisationen auf die jugoslawische Wirtschaft und
    Gesellschaft. Die jugoslawische Führung versuchte seit Mitte der 60er Jahre, dieAkkumulationskrise der jugoslawischen Wirtschaft durch die Weltmarktöffnung zu
    überwinden. Das strategische Ziel war, die jugoslawischen Unternehmen durch den
    Anpassungsdruck des Weltmarkts zu größerer ökonomischer Effizienz zu bewegen. Diese Konfrontation mit dem Weltmarkt hatte den Konkurrenzkampf sowohl auf der betrieblichen
    als auch auf der Ebene der Republiken zusätzlich verschärft. Gleichzeitig erhielt Jugoslawien
    in den 70er Jahren ausländische Kredite zu sehr günstigen Konditionen. Als sich Ende der
    70er Jahre
    die Lage auf den Weltfinanzmärkten verschärfte, geriet Jugoslawien wie ein großer
    Teil der Entwicklungsländer in eine Schuldenkrise und wurde den strengen
    Strukturanpassungsprogrammen des IWF und der Weltbank unterzogen. Die ökonomische
    und soziale Lage verschlechterte sich in den 80er Jahren rapid. Es kam zu berechtigten
    sozialen Protesten der unzufriedenen jugoslawischen ArbeiterInnen. Die Eliten der einzelnen
    Republiken sahen sich durch diese gefährdet und es gelang ihnen, diese Proteste innationalistische und chauvinistische umzulenken. Es fand eine “Ethnisierung des Sozialen”
    statt. Durch ihre Interventionen hat die “internationale Gemeinschaft” die krisenhafteEntwicklung noch zusätzlich gefördert.
    In Kapitel 3 wird kurz auf die Gründe eingegangen, warum der Westen, und insbesondere
    Deutschland, die einseitige Separation der westlichen jugoslawischen Teilrepubliken
    Slowenien und Kroatien trotz der vorhersehbaren Risiken eines blutigen Krieges unterstützte.
    "

  6. #46
    Avatar von Holzmichl

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    24.691
    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    "
    Zur Verschärfung der Krise haben sowohl innere als auch äußere Ursachen beigetragen.
    Zu
    den äußeren Ursachen zählt vor allem der seit der Mitte der 60er wachsende Einfluß des
    Weltmarkts und internationaler Organisationen auf die jugoslawische Wirtschaft und
    Gesellschaft. Die jugoslawische Führung versuchte seit Mitte der 60er Jahre, dieAkkumulationskrise der jugoslawischen Wirtschaft durch die Weltmarktöffnung zu
    überwinden. Das strategische Ziel war, die jugoslawischen Unternehmen durch den
    Anpassungsdruck des Weltmarkts zu größerer ökonomischer Effizienz zu bewegen. Diese Konfrontation mit dem Weltmarkt hatte den Konkurrenzkampf sowohl auf der betrieblichen
    als auch auf der Ebene der Republiken zusätzlich verschärft. Gleichzeitig erhielt Jugoslawien
    in den 70er Jahren ausländische Kredite zu sehr günstigen Konditionen. Als sich Ende der
    70er Jahre
    die Lage auf den Weltfinanzmärkten verschärfte, geriet Jugoslawien wie ein großer
    Teil der Entwicklungsländer in eine Schuldenkrise und wurde den strengen
    Strukturanpassungsprogrammen des IWF und der Weltbank unterzogen. Die ökonomische
    und soziale Lage verschlechterte sich in den 80er Jahren rapid. Es kam zu berechtigten
    sozialen Protesten der unzufriedenen jugoslawischen ArbeiterInnen. Die Eliten der einzelnen
    Republiken sahen sich durch diese gefährdet und es gelang ihnen, diese Proteste innationalistische und chauvinistische umzulenken. Es fand eine “Ethnisierung des Sozialen”
    statt. Durch ihre Interventionen hat die “internationale Gemeinschaft” die krisenhafteEntwicklung noch zusätzlich gefördert.
    In Kapitel 3 wird kurz auf die Gründe eingegangen, warum der Westen, und insbesondere
    Deutschland, die einseitige Separation der westlichen jugoslawischen Teilrepubliken
    Slowenien und Kroatien trotz der vorhersehbaren Risiken eines blutigen Krieges unterstützte.
    "
    Hier geht es um das erste Jugoslawien.

  7. #47
    Avatar von Josip Frank

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    "
    "
    Schwachkopf..hier geht es um das erste Jugoslawien, falls Du überhaupt die Historie kennst ..

  8. #48

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    Ich würde mal behaupten, dass in YU , also in der SFRJ ein Transformations- und Modernisierungsprozess stillgelegt wurde. Der Transformations- und Modernisierungsprozess hätte eigentlich in seine nächste Phase übergehen müssen.


    "Die wirtschaftliche Krise, deren Wurzeln im jugoslawischen Modell der nachholender Modernisierung liegen und die Ende der 70er Jahre begann und während der 80er Jahre sich noch verschärfte,
    bot einen furchtbaren Nährboden
    für nationalistische und separatistische Strategien, die später zum Staatszerfall und dem Krieg
    führten."


    - - - Aktualisiert - - -


    Das rückständige “erste Jugoslawien”
    Im rückständigen "ersten Jugoslawien" (1919
    -
    1941) gab es zwar einen unreglementiertenMarkt, seine Reichweite blieb aber sehr beschränkt. Insbesondere die ländliche Bevölkerung,
    die vor dem Zweiten Weltkrieg 90 % der Gesamtbevölkerung ausmachte, war in ihremAlltagsleben am Marktgeschehen nur peripher beteiligt. Obwohl sie ihre
    Überschussproduktion verkaufte und Fertiggüter bezog, war ihre Lebensweise in hohem Maße auf Selbstversorgung ausgerichtet und blieb ihr jedes auf betriebliche Rentabilität orientierte Wirtschaften fremd. Strenggenommen
    aus der makroökonomischen Perspektive betrachtet existierte im ersten Jugoslawien keine Volkswirtschaft (vgl. Lohoff 1996, 47).Der historische Hintergrund der verschiedenen Regionen Jugoslawiens war von großer
    Bedeutung für ihre Entwicklung. Die nördlichen Regionen (Slowenien, Kroatien und die autonome Region Vojvodina) gehörten vor dem Ersten Weltkriegzur österreichisch ungarischen Monarchie, die sich damals im Prozess der Industrialisierung befand und bestrebt war, aus ihren Kolonien Rohstoffe und billige Arbeitskräfte abzuziehen. Deshalb bestand in diesen Regionen eine grundlegende Struktur, insbesondere Straßen und Eisenbahnen, die nach
    dem Krieg auch die Basis des Aufbaus bildeten. Außerdem war die Bevölkerung in diesem Teil bereits zu einem gewissen Grad qualifiziert, im Industriesektor beschäftigt und stellte gleichzeitig eine der größten damaligen
    Arbeiterbewegungen auf dem Balkan. Der jugoslawische Süden (Mazedonien, Montenegro, BosnienHerzegowina und Serbien) war im Gegensatz dazu 500 Jahre lang von den Türken besetzt. Dadurch blieb die Produktionsweise
    der Einheimischen weitgehend unverändert,jedoch wurden Steuern und andere Abgabengefordert. Die Menschen lebten in Großfamilien; Arbeit und Produkte wurden untereinander geteilt (vgl. Herbert 1988, 142).
    Der Zweite Weltkrieg zerstörte das schwache ökonomische Leben und seine infrastrukturellen Voraussetzungen fast vollständig. Von 1941 1945 fielen in Jugoslawien 1,7 Millionen
    Menschen dem Kriege zum Opfer. Hinzu kamen große materielle Schäden:
    “Nach offiziellen ... Angaben belief sich der unmittelbare materielle Kriegsschaden auf 9,1 Milliarden Dollar (etwa das 3,7fache des durchschnittlichen Volkseinkommens der Jahre 192534). Die wichtigsten Industrie und
    Verkehrseinrichtungen waren zertrümmert, zahlreiche Dörfer und Städte lagen in Schutt und Asche, dieWährungen waren zerrüttet” (Sundhausen 1982, 143).


    - - - Aktualisiert - - -

    Ich weiß dass es um das erste YU bei euch geht. Bei mir geht es aber um das Erste und das Zweite. Kann man einfach historisch nicht vonaneiander trennen. Ihr Lappen.

  9. #49
    Avatar von Josip Frank

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    Zitat Zitat von Lubenica Beitrag anzeigen
    ien”
    Von 1941 1945 fielen in Jugoslawien 1,7 Millionen
    Menschen dem Kriege zum Opfer. Hinzu kamen große materielle Schäden:
    “Nach offiziellen ... Angaben belief sich der unmittelbare materielle Kriegsschaden auf 9,1 Milliarden Dollar (etwa das 3,7fache des durchschnittlichen Volkseinkommens der Jahre 192534). Die wichtigsten Industrie und
    Verkehrseinrichtungen waren zertrümmert, zahlreiche Dörfer und Städte lagen in Schutt und Asche, dieWährungen waren zerrüttet” (Sundhausen 1982, 143).

    1,7 Mio ? Ah ja....wer hat dir das Lügen beigebracht ? Die KPJ ?

  10. #50

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    Bitte muck nicht auf.

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