Die Teufelsbrücke Sage über die Entstehung der Teufelsbrücke



Teufelsbrücke in der Schöllenschlucht (UR)
Die erste Teufelsbrücke aus dem 13. Jahrhundert, die auch der russische General Suworow benutzte, wurde 1888 in einer Sturmnacht durch die hochgehende Reuss zerstört. Damals stand aber bereits die zweite Teufelsbrücke. Sie liegt einige Meter unter der heutigen, zweispurigen dritten Teufelsbrücke. Diese wurde 1958 erbaut.

Die Sage über die Entstehung der Teufelsbrücke

Bereits im 13. Jahrhundert hatten die Urner immer wieder versucht, eine Brücke über die wilde Reuss zu schlagen, doch zu oft waren die Säumer mit ihren Maultieren und Waren in die Tiefe gestürzt. Es geht die Sage, dass die Urner immer wieder darüber rätselten, wie die Schöllenenschlucht zu überwinden sei. Schliesslich rief ein Landamman ganz verzweifelt aus: "Do sell der Tyfel e brigg bue" "Soll doch der Teufel selber da eine Brücke bauen!" Kaum ausgesprochen, stand er schon vor der Urner Bevölkerung. Der Teufel versprach ihnen einen Pakt: Die Brücke würde fortan halten. Aber der Teufel sagte zu den Leuten, er werde eine Brücke bauen, aber die erste Seele, die die neue Brücke überschreitet, soll ihm gehören. Nachdem man auf diesen Handel eingegangen war, stand auch schon bald eine neue starke Brücke über der Schlucht.
Doch die Urner wussten nicht, wen sie hinüberschicken sollten, bis ein schlauer Bauer eine geniale Idee hatte. Er band seinen Geissbock los und jagte den Ziegenbock auf die andere Seite. Rasend vor Wut, ergriff der Teufel einen Felsblock und drohte damit, sein Werk zu zerstören. Darauf kam ein altes Weiblein des Wegs und ritzte ein Kreuz in den Stein. Als der Teufel dies sah, verfehlte er sein Ziel, und der Fels landete in der Nähe von Göschenen. Dort liegt der Teufelsstein nun seit Jahrhunderten. Die Brücke nennt man seit dieser Zeit die Teufelsbrücke.

Mit der Bezwingung der Schöllenenschlucht um 1200 durch die sogenannte Teufelsbrücke öffnete sich im 13.Jahrhundert das Tor zum Süden. Plötzlich wird das abgeschlossenen Tal zum wichtigsten Pass- und Durchgangsland für den Handelsverkehr.


Hihi... Diese Paralellen:
Diese Geschichte wiederholt sich nun aufm Balkan

Urner: Serben
Teufel: Carla del Ponte
Geissbock oder die erste Seele: Ratko Mladic
Teufelsbrücke: Brücke nach Europa