Liebe BalkanforumerInnen!

ich freue mich, auf dieses forum gestoßen zu sein. erst neulich habe ich mich eindringlicher mit den themen balkan, jugoslawienkriege, situation heute etc. beschäftigt und festgestellt, dass mich eure länder sehr interessieren. ausschlaggebend dafür war ein interview, das ich als blogautorin mit einem serbischen regisseur, einem youngster, milos lolic, geführt habe. er inszeniert zum ersten mal in wien, aber schon zum zweiten mal ein deutschsprachiges stück, obwohl er kein deutsch spricht. das finde ich echt mutig! heute ist premiere und ich würde mich freuen, wenn der ein oder andere meinen artikel lesen würde und dazu kommentieren würde: Magie im Schwarzen Salon | Volkstheater
milos kommt aus belgrad und ist im selben jahr wie ich geboren. während ich gerade fertig mit der schule war, erlebte er die bombardierung belgrads. krass war es, als er mir erzählte, wie sich das auf seine arbeit als regisseur ausgewirkt hat und dass er sogar "stolz" auf diese erfahrung ist, obwohl er niemand diese erfahrung wünscht. kennt das jemand von euch? wie geht ihr damit um?
und eine frage steht absolut im vordergrund des stücks "magic afternoon", die - so glaube ich - gerade auf dem balkan noch heute von fundamentaler bedeutet ist: warum oder wie kann ein opfer zum täter und ein täter zum opfer werden? genau darum geht es im stück und dass milos da nun seine ganz persönliche sicht darauf hat, ist klar.

wie gesagt: ich würde mich total auf eine diskussion mit euch freuen. milos wird sich auch einklinken!

lg, nicole