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Die Slawen in Europa - Geschichtlicher Abriss

Erstellt von Heraclius, 17.06.2012, 15:37 Uhr · 66 Antworten · 5.468 Aufrufe

  1. #41
    Avatar von Zoran

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    Somit wäre Casule der erste Linguist der mal nach Jahrhunderten wieder einen sprachlichen Code knackt.


    Liege ich da richtig?

  2. #42

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    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Somit wäre Casule der erste Linguist der mal nach Jahrhunderten wieder einen sprachlichen Code knackt.


    Liege ich da richtig?

    Die indogermanische Hypothese

    In einigen Artikeln versuchte I. Čašule eine genetische Beziehung des Burushaski zum Indogermanischen nachzuweisen (zusammengefasst in [10]). Dabei sieht er Parallelen im Wortschatz, aber auch in der Morphologie insbesondere zu den "altbalkanischen" indogermanischen Sprachen Phrygisch und Thrakisch. Dazu ist festzustellen, dass Burushaski so grundlegende morphologische Elemente des Indogermanischen, wie z.B. die Personalpronomen *eg(h)o-m /*me- 'ich/mich' und *tu-/te- 'du/dich' nicht besitzt. (Stattdessen hat Burushaski ja (dzha) 'ich' und ein ergatives go, gu 'du', vgl. nordkaukasisches *zoo 'ich' und *uoo-n 'du'). Die meisten Wortvergleiche, die Čašule anführt, sind nicht "elementar", sondern betreffen den kulturellen Wortschatz. Dieser kann zwar viel über Kontakte zwischen ethnischen Gruppen aussagen, aber nichts über den genetischen Zusammenhang.
    Es ist davon auszugehen, dass die durchaus vorhandenen Parallelen im Wortschatz eine Folge der historischen räumlich engen Kontakte der Burushos mit indogermanischen, speziell dardischen Ethnien sind. Eine genetische Beziehung zum Indogermanischen kann nach dem derzeitigen Wissensstand ausgeschlossen werden, zumal sich die Typologie des Burushaski grundlegend von der indogermanischer Sprachen unterscheidet, aber sehr wohl Gemeinsamkeiten mit den nordkaukasischen und jenisseischen Sprachen aufweist. Für die indogermanische Hypothese Čašules gibt es weder in der Indogermanistik noch bei Kennern des Burushaski irgendeine Unterstützung.


    Čašule, Ilija: Burushaski as an Indo-European "Kentum" language. Languages of the World 38. Lincom Europa, München 2009. (Äußerst umstrittene genetische Einschätzung.)


    Aber danke, Burushaski kannte ich noch nicht. Hat mein Wissen ungemein erweitert.

    Zum Verfasser:

    Formal name: Ilija Casule
    Personal Title: Associate Professor
    Position: Associate Professor
    Qualifications:PhD (University Cyril and Methodius, Skopje) 1986
    MA (University Cyril and Methodius, Skopje) 1982
    BA (University Cyril and Methodius, Skopje) 1978

    Neutral sieht anders aus, liege ich da richtig? Dieser genetische Schmarrn ständig.

  3. #43
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von laola999 Beitrag anzeigen
    Die indogermanische Hypothese

    In einigen Artikeln versuchte I. Čašule eine genetische Beziehung des Burushaski zum Indogermanischen nachzuweisen (zusammengefasst in [10]). Dabei sieht er Parallelen im Wortschatz, aber auch in der Morphologie insbesondere zu den "altbalkanischen" indogermanischen Sprachen Phrygisch und Thrakisch. Dazu ist festzustellen, dass Burushaski so grundlegende morphologische Elemente des Indogermanischen, wie z.B. die Personalpronomen *eg(h)o-m /*me- 'ich/mich' und *tu-/te- 'du/dich' nicht besitzt. (Stattdessen hat Burushaski ja (dzha) 'ich' und ein ergatives go, gu 'du', vgl. nordkaukasisches *zoo 'ich' und *uoo-n 'du'). Die meisten Wortvergleiche, die Čašule anführt, sind nicht "elementar", sondern betreffen den kulturellen Wortschatz. Dieser kann zwar viel über Kontakte zwischen ethnischen Gruppen aussagen, aber nichts über den genetischen Zusammenhang.
    Es ist davon auszugehen, dass die durchaus vorhandenen Parallelen im Wortschatz eine Folge der historischen räumlich engen Kontakte der Burushos mit indogermanischen, speziell dardischen Ethnien sind. Eine genetische Beziehung zum Indogermanischen kann nach dem derzeitigen Wissensstand ausgeschlossen werden, zumal sich die Typologie des Burushaski grundlegend von der indogermanischer Sprachen unterscheidet, aber sehr wohl Gemeinsamkeiten mit den nordkaukasischen und jenisseischen Sprachen aufweist. Für die indogermanische Hypothese Čašules gibt es weder in der Indogermanistik noch bei Kennern des Burushaski irgendeine Unterstützung.


    Čašule, Ilija: Burushaski as an Indo-European "Kentum" language. Languages of the World 38. Lincom Europa, München 2009. (Äußerst umstrittene genetische Einschätzung.)


    Aber danke, Burushaski kannte ich noch nicht. Hat mein Wissen ungemein erweitert.

    Zum Verfasser:

    Formal name: Ilija Casule
    Personal Title: Associate Professor
    Position: Associate Professor
    Qualifications:PhD (University Cyril and Methodius, Skopje) 1986
    MA (University Cyril and Methodius, Skopje) 1982
    BA (University Cyril and Methodius, Skopje) 1978

    Neutral sieht anders aus, liege ich da richtig? Dieser genetische Schmarrn ständig.

    Bitte Quelle verlinken.

    Danke

  4. #44

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    Blabla

  5. #45
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von laola999 Beitrag anzeigen
    Blabla

    Bitte verlinke deine Quelle aus der du kopiert hast.

    Danke

  6. #46

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    Conclusions:

    It is impossible to disprove relationship. We agree with Čašule that there may be some
    kind of very deep-level relationship between Burushaski and IE. However, we propose, and
    we believe we have shown, that Burushaski is much closer genetically to the Dene-Caucasian
    languages than it is to Indo-European.

    Ach ja Quelle: http://www.jolr.ru/files/%2866%29jlr...2825-64%29.pdf

  7. #47
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von laola999 Beitrag anzeigen
    Conclusions:

    It is impossible to disprove relationship. We agree with Čašule that there may be some
    kind of very deep-level relationship between Burushaski and IE. However, we propose, and
    we believe we have shown, that Burushaski is much closer genetically to the Dene-Caucasian
    languages than it is to Indo-European.

    Ach ja Quelle: http://www.jolr.ru/files/%2866%29jlr...2825-64%29.pdf

    Und?

  8. #48

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    Passt scho

  9. #49
    Avatar von Zoran

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    Zitat Zitat von laola999 Beitrag anzeigen
    Passt scho
    Was?

    Das?
    It is impossible to disprove relationship

  10. #50
    Avatar von Heraclius

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    Zitat Zitat von Zoran Beitrag anzeigen
    Sieh an, sieh an...welch ein Timing diese nachricht hat

    Cracking the code on the origins of a new European language

    17 June 2012

    There is strong evidence to support the discovery of a new European language.

    Macquarie University historical linguistics researcher, Associate Professor Ilija Casule, discovered that the language, known as Burushaski, which is spoken by about 90,000 people who reside in a remote area of North West Pakistan, is Indo-European in origin, not Indo-Iranian.

    Professor Casule’s discovery, which has now been verified by a number of the world’s top linguists, has excited linguistics experts around the world. An entire issue of the eminent international linguistics journal The Journal of Indo-European Studies is devoted to a discussion of his findings later this month.

    More than 50 eminent linguists have tried over many years to determine the genetic relationship of Burushaski. But it was Casule’s painstaking research, based on a comprehensive grammatical, phonological, lexical and semantic analysis, which established that the Burushaski language is in fact an Indo-European language most likely descended from one of the ancient Balkan languages. Professor Casule believes that language is most probably ancient Phrygian.

    The Phrygians migrated from Macedonia to Anatolia (today part of Turkey) and were famous for their legendary kings who figure prominently in Greek mythology such as King Midas who turned whatever he touched into gold. They later migrated further east, reaching India. Indeed, according to ancient legends of the Burushashki people, they are descendants of Alexander the Great.

    Tracing the historical path of a language is no easy task. Professor Casule said he became interested in the origins of Burushaski more than 20 years ago.
    “People knew of its existence but its Indo-European affiliation was overlooked and it was not analysed correctly. It is considered a language isolate – not related to any other language in the world in much the same way that the Basque language is classified as a language isolate,” he said.

    The remoteness of the area that was independent until the early 1970s when it became part of Pakistan, ensured Burushaski retained certain grammatical and lexical features that led Professor Casule to conclude it is a North-Western Indo-European language, specifically of the Paleobalkanic language group and that it corresponds most closely with Phrygian.

    Dr Casule’s work is groundbreaking, not only because it has implications for all the Indo-European language groups, but also provides a new model for figuring out the origins of isolate languages – where they reside in the linguistic family tree and how they developed and blended with other languages to form a new language.
    Image: Map of Burushashki speaking areas
    Map of Burushaski | LL-MAP

    Newsroom Cracking the code on the origins of a new European language - Macquarie University


    Jetzt geht es ja dann endlich mal so langsam los












    Schön. Aber was hat eigentlich Pakistan und Indien mit der slawischen Landnahme auf dem Balkan des 6. Jh.n.Chr. zu tun?

    Heraclius

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