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Sprachenstammbaum

Erstellt von Zurich, 28.04.2015, 13:47 Uhr · 58 Antworten · 3.060 Aufrufe

  1. #41

    Registriert seit
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    Zitat Zitat von CocaHell Beitrag anzeigen
    Serbisch und Kroatisch sind zwei verschiedene Sprachen. Ich mein wenn selbst die Jugokommunisten bis 9 Jahre nach dem Kriegsende gewartet haben
    Ich lass dir(und den vieler anderer Nationalisten) deinen Glauben, denn es ist euer gutes Recht

    Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland
    Art 4


    (1) Die Freiheit des Glaubens, des Gewissens und die Freiheit des religiösen und weltanschaulichen Bekenntnisses sind unverletzlich.
    (2) Die ungestörte Religionsausübung wird gewährleistet.
    Dann sei es so dass ihr das glauben dürft.

  2. #42
    Avatar von Heraclius

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    Zitat Zitat von ExYuFriend Beitrag anzeigen
    Ich lass dir(und den vieler anderer Nationalisten) deinen Glauben, denn es ist euer gutes Recht


    Dann sei es so dass ihr das glauben dürft.





    Eine Sprache ist keine Glaubensfrage. Das Serbokroatische ist eine Plurizentrische Sprache, wie das Deutsche im übrigen ja auch. Aber das Hauptkriterium ist die gegenseitige Verständlichkeit. Kann ein Kroate mit einem Serben ohne Simultanübersetzung sprechen heißt das sie sprechen dieselbe Sprache.

    Heraclius

  3. #43
    Avatar von NovaKula

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    9.097
    Auch ein Däne wird einen Norweger verstehen.

  4. #44
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von Heraclius Beitrag anzeigen
    Doch, es ist sehr wahrscheinlich, dass Albanisch und Griechisch zur gleichen Untergruppe der indogermanischen Sprache gehören. Viele Linguisten postulieren eine nähere Verwandtschaft bzw. einen gemeinsamen Ursprung des Griechischen, des Phrygischen, des Armenischen und des Albanischen (siehe Balkanindogermanisch).

    Zu deiner Sprachkarte noch: Die Karte im Eingangspost berücksichtigt die Verwandtschaftsverhältnisse der verschiedenen Zweige, weshalb Griechisch korrekterweise mit Indo-Arisch gruppiert wurde (östlicher Zweig), und Latein mit Keltisch (westlicher Zweig). Deine Karte scheint hingegen eher eine zufällige Auflistung zu sein.

    Heraclius
    Ich kenne die balkan-indogermanische hypothese aber dies bleibt eben nur eine vermutung und ist nicht zweifelsfrei bewiesen.
    So ähnlich sagt das doch auch dein link:
    Als Balkanindogermanisch wird in der indogermanistischen Forschung die – vermutete – gemeinsame Vorstufe des Griechischen, Phrygischen und Armenischen bezeichnet; meistens wird auch das Albanische auf diesen Zweig der indogermanischen Sprachen zurückgeführt.[1][2]
    Innerhalb der noch lebenden indogeuropäischen sprachen hat das griechische mit dem armenischen die meisten ähnlichkeiten (aber auch nicht in dem maße das man eine gemeinsame vorstufe zweifelsfrei beweisen könnte).


    Übrigens gehört das Griechische zu den Kentum Sprachen das Albanische und Armenische aber zu den Satem sprachen.

    Die Fortsetzungen in den indogermanischen Sprachzweigen lassen sich grob in zwei Gruppen einteilen:





    • In dieser karte sind die Kentum Sprachen in blau dargestellt die Satem sprachen in rot.

  5. #45
    Avatar von Nikos

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    Scheinst dich da gut auszukennen Pala. Das Hellenische und das Anatolische müssten doch sehr ähnlich gewesen sein, oder nicht?
    Wo ist eigentlich Thrakisch?

  6. #46
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von Nikos Beitrag anzeigen
    Scheinst dich da gut auszukennen Pala. Das Hellenische und das Anatolische müssten doch sehr ähnlich gewesen sein, oder nicht?
    Ethnisch wahrscheinlich auch.
    Zum Phrygischen gibt es soweit ich weiß starke ähnlichkeiten aber vom phrygischem sind nur einige hundert wörter überliefert.


    "Of all the Indo-European languages, Phrygian seems to have been most closely linked to Greek,"
    "Phrygian is considered by some to have been closely related to Greek"
    Platon z.b. hat Phrygische und Griechische wörter aufgelistet die sich stark ähnelten.

    The similarity of some Phrygian words to Greek ones was observed by Plato in his Cratylus
    http://en.wikipedia.org/wiki/Phrygian_language

  7. #47
    Avatar von Aligatori

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    1.963
    Hat die thrakische Sprache Gemeinsamkeiten mit griechisch gehabt?

  8. #48
    Avatar von Heraclius

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    Zitat Zitat von Palaiologos XI Beitrag anzeigen
    Ich kenne die balkan-indogermanische hypothese aber dies bleibt eben nur eine vermutung und ist nicht zweifelsfrei bewiesen.
    So ähnlich sagt das doch auch dein link:

    Innerhalb der noch lebenden indogeuropäischen sprachen hat das griechische mit dem armenischen die meisten ähnlichkeiten (aber auch nicht in dem maße das man eine gemeinsame vorstufe zweifelsfrei beweisen könnte).

    Übrigens gehört das Griechische zu den Kentum Sprachen das Albanische und Armenische aber zu den Satem sprachen.


    • In dieser karte sind die Kentum Sprachen in blau dargestellt die Satem sprachen in rot.





    Die These einer Ost-West Gliederung des Indoeuropäischen in Kentum- und Satemsprachen ist veraltet und nicht mehr relevant. Früher nahm man an, das Indoeuropäische habe sich zuerst in zwei große Hauptzweige aufgetrennt (Kentum- und Satemzweig), um sich danach gemäß einem Stammbaummodell in verschiedene Einzelsprachen aufzufächern. Heute aber weiß man, dass die Satemisierung zu einem späten Zeitpunkt stattgefunden hat, als sich die einzelnen Sprachzweige schon gebildet hatten (siehe Zitat unten), und das alles viel viel komplizierter war.

    August Schleicher, Franz Bopp und andere vertraten ursprünglich die Auffassung, die Kentumsprachen seien der westliche Zweig der indogermanischen Sprachen und die Satemsprachen der östliche Zweig. Man vermutete, dass die Aufteilung auf eine frühe Verzweigung gemäß der Stammbaumtheorie zurückgehe. Diese Auffassungen sind inzwischen relativiert worden und haben als Theorie nur noch historische Bedeutung.
    Kentum- und Satemsprachen ? Wikipedia


    Eine These wie die des Balkanindogermanischen einfach als "nicht zweifelsfrei bewiesen" abzutun, ist einfach. Es gibt manche These, und nicht nur in der Linguistik, die nicht zweifelsfrei bewiesen ist, aber von der die Wissenschaft ausgeht.

    Zum Beispiel behauptete man lange, dass Homo Neandertalensis und Homo Sapiens zusammen keine zeugungsfähigen Nachkommen produzieren konnten. Resp. dass sich diese zwei Arten von Mensch nie gemischt hätten. Bis dann 2010 durch Gennachweise eindeutig heraus kam, dass jeder Europäer in sich auch Gene des Neandertalers trägt, d.h. dass wir uns doch gemischt haben.

    Um auf die Linguistik zurückzukommen, besteht die Schwierigkeit wohl darin, das Albanische überhaupt einmal irgendwo einzuordnen. Handkehrum ist das Griechische eine der zwei Sprachen der Welt (neben Latein) welche in ihrer Geschichte am besten bezeugt sind. Auch das Armenische hat eine lange Überlieferung, und das Phrygische ist ebenfalls überliefert, wenn auch heute ausgestorben, aber präsentiert eine ganz klare Affinität zum Griechischen. Beim Albanischen besagt eine der Entstehungsthesen, dass es seinen Ursprung in einer stark romanisierten Variante des Illyrischen hat. Falls dies richtig ist, würde das die Sache nicht einfacher machen, weil über die illyrischen Dialekte kaum etwas überliefert ist. Aber schlussendlich bewegt man sich mit solchen Thesen ja immer "auf wackligen Beinen", ebenfalls bei der Zuordnung der antiken Thrakischen und Makedonischen Dialekte. Aber "nicht zweifelsfrei bewiesen", heißt in anderen Worten ja auch "nicht zweifelsfrei ausgeschlossen". Wodurch man mal davon ausgehen darf, solange nichts Gegenteiliges bewiesen wird.

    Frage: Hättest du "ein Problem" mit der Idee, dass das Griechische mit dem Albanischen näher verwandt sein könnte?


    Heraclius

  9. #49
    Avatar von Poliorketes

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    Zitat Zitat von Heraclius Beitrag anzeigen
    Frage: Hättest du "ein Problem" mit der Idee, dass das Griechische mit dem Albanischen näher verwandt sein könnte?


    Heraclius
    Nein gar nicht aber ich bin bei solchen theorien immer eher etwas skeptisch. (dazu zählt auch die der Keltisch-italischen sprachen die ebenfalls eher auf wackeligen beinen steht) Wobei wir auch nicht gerade über eine sprachverwandschaft wie z.b. die der slawischen, germanischen oder romanischen sprachen sie haben sprechen (noch nicht mal die der Balto-slawischen oder indoarischen sprachen). Die balkanindorgermanische "ursprache" (wenn es den eine solche je gegeben hat) würde deutlich weiter in der zeit zurück liegen und hätte auch eine deutlich kürzere zeit bestanden als die anderen. Nur um das mal für die aussenstehenden klar zu machen.


    Seit Schleicher wird immer wieder versucht, die oben genannten Untergruppen auf gemeinsame Zwischensprachen zurückzuführen. Durchgesetzt haben sich nur wenige, so besonders die Zusammenfassung der indoarischen und der iranischen Sprachen als indoiranische Sprachen. Weitgehend anerkannt ist auch die baltoslawische Sprachgruppe (Balto-slawische Hypothese); strittig bleiben eine nähere Verwandtschaft zwischen den italischen und den keltischen Sprachen, die Zuordnung des Venetischen sowohl zum Illyrischen als auch zu den italischen Sprachen, eine thrakisch-phrygische Sprachgemeinschaft, und vieles mehr.
    Zitat Zitat von Heraclius Beitrag anzeigen
    Um auf die Linguistik zurückzukommen, besteht die Schwierigkeit wohl darin, das Albanische überhaupt einmal irgendwo einzuordnen. Handkehrum ist das Griechische eine der zwei Sprachen der Welt (neben Latein) welche in ihrer Geschichte am besten bezeugt sind. Auch das Armenische hat eine lange Überlieferung, und das Phrygische ist ebenfalls überliefert, wenn auch heute ausgestorben, aber präsentiert eine ganz klare Affinität zum Griechischen. Beim Albanischen besagt eine der Entstehungsthesen, dass es seinen Ursprung in einer stark romanisierten Variante des Illyrischen hat. Falls dies richtig ist, würde das die Sache nicht einfacher machen, weil über die illyrischen Dialekte kaum etwas überliefert ist. Aber schlussendlich bewegt man sich mit solchen Thesen ja immer "auf wackligen Beinen", ebenfalls bei der Zuordnung der antiken Thrakischen und Makedonischen Dialekte. Aber "nicht zweifelsfrei bewiesen", heißt in anderen Worten ja auch "nicht zweifelsfrei ausgeschlossen". Wodurch man mal davon ausgehen darf, solange nichts Gegenteiliges bewiesen wird.
    Da hast du sicher recht vielleicht fällt es mir auch deswegen ein wenig schwer das balkanindogermanische wirklich ernst zu nehmen. Anders ist das für mich zumindest beim Phrygischem ich hab vor ein paar monaten eine ziemlich lange liste mit griechischen und phrygischen wörtern gefunden (ich glaub bei wiki wollte sie auch hier rein posten kann sie aber leider nicht mehr wieder finden) mir persönlich kam das Phrygische eher wie ein griechischer dialekt vor so stark waren die ähnlichkeiten. Kommt beim griechischen heute leider nicht mehr vor das eine andere (nicht-griechische) sprache so starke ähnlichkeiten mit dem griechischen hat. Das albanische kann ich als völliger laie da garnicht einordnen und das armenische auch nicht wobei ich weiß das es die dem griechischen zumindest ähnlichste sprache ist (von den heute noch lebenden).

  10. #50
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von CocaHell Beitrag anzeigen
    Serbisch und Kroatisch sind zwei verschiedene Sprachen. Ich mein wenn selbst die Jugokommunisten bis 9 Jahre nach dem Kriegsende gewartet haben
    Genau so wie Bosnisch, Herzegownisch und Bosniakisch! Aber halt dich fest: Bald kommt noch Vojwodinisch und Sandzaklisch! Wist sehen!

    PS: Lies mal was im Lexikon zum Thema "Dialekt" und zu "Plurizentrische Sprache" (wie zum Beispiel das Italienisch).

    Aber ich weiss... Mit Hass, Separatismus und Nationalismus weiss man eh alles besser und dessen Meinung ist unantastbar, Vernunft und Beweise hin oder her!

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