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sprichwörter und ihre geschichte

Erstellt von napoleon, 20.04.2008, 21:54 Uhr · 7 Antworten · 7.065 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    28.01.2008
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    sprichwörter und ihre geschichte

    "Blau machen"

    Was hat ein freier Tag mit Blau zu tun und wie wird er gemacht? Nun dieser Ausdruck stammt noch aus Zeiten als es nur Naturstoffe zum Färben gab. Wie auch heute noch bei Blue Jeans, wurden Stoffe mit Indigo gefärbt. Allerdings nicht aus dem indischen Indigo sondern aus einer heimischen Pflanze. Das Prinzip ist bei beiden Pflanzen jedoch das gleiche: Der Farbstoff wurde mit Urin herausgelöst (Dazu wurde der Urin im Mittelalter gesammelt, vor allem vor Tavernen, da der Urin alkoholisierter Männer besonders wirksam war) und der Stoff in der Brühe gefärbt.

    Heraus kam allerdings nicht blauer Stoff sondern gelb-grüner. Blau wurde der Stoff erst während des nächsten Tages durch UV Licht und Sauerstoff, wenn das Indigo oxidierte. Während dieser Zeit ruhte die Weiterverarbeitung, die Färber "machten blau".
    Aus dieser Zeit stammen noch zahlreiche andere Sprucharten. So war es im Mittelalter untersagt, dass jeder die Farben für seine Kleidung wählen konnte, die er wollte. Es gab "schöne" Farben, die für Kirche und Adel reserviert waren, wie kobaltblau und scharlach. Wenn nun jemand minderwertigen Stoff mit diesen "schönen" Farben färbte, also eigentlich den Kunden täuschte, so machte er sich der "Schönfärberei" schuldig.


    Für das gemeine Volk gab es dunklere Farben, wie eben Indioblau, braun und grün. Neben den Färbern die für den gehobenen Stand arbeiteten, gab es hier das Gewerbe der "Schwarzfärber", also denen die nur für das Volk arbeiteten und nicht so angesehen waren. Durch die "Schwarzfärbereri" konnte also nicht edles entstehen, und diese negative Bedeutung hat sich bis heute erhalten.









    habt ihr noch welche?
    hab noch einpaar,aber erstmal seid ihr am zug^^

  2. #2

    Registriert seit
    28.01.2008
    Beiträge
    4.024
    »Der Apfel fällt nicht weit vom Stamm«

    Bei den alten Germanen, vor allem bei den niederdeutschen und westfälischen Sippen, gab es in vorrömischer Zeit die Institution des Abfells (ahd. Ümpel). Der Abfell war ein Zwilling, in einer Neumondnacht geboren, dessen Bruder – nur männliche Nachkommen kamen hierbei in Frage – in einer Stammesfehde gestorben war. Für einige Zeit bekam der überlebende Zwilling, der Abfell, zum Trost zahlreiche Vergünstigungen eingeräumt: Er durfte jede Nacht eine Frau seiner Wahl zu Bette führen, so viel Met trinken, wie er konnte, und im Beisein des Häuptlings Wind lassen. Dies alles um die Seele des Gestorbenen zu besänftigen. Ein Jahr nach dem Tod des Geschwister allerdings mußte nun der Abfell sich selbst vor den Palisaden des Dorfes entleiben. Daher: Der Abfell fällt (stirbt) nicht weit vom Stamm (seiner Sippe).




    »Wer A sagt, muß auch B sagen«


    Ist eine Verballhornung eines Schmähwortes auf den Münsteraner Fluß Aa. Die Aa war besonders im späten Mittelalter und der frühen Neuzeit als dreckigster Fluß Deutschlands bekannt. Deshalb war allen klar: »Wer d’ Aa seiht (sieht), muß ooch Bäh säggen (sagen)«.



    »Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer«

    Dieses Sprichwort geht auf zwei schwäbische Schneider zurück, die beide im Stuttgart der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts tätig waren. Hieronymus Sommer d.Ä. war bekannt für seine exzellenten und passgenauen Gehröcke. Stolz trugen wohlhabende Bürger ihren »Sommer« auf, die jedoch recht teuer waren. Sommers Konkurrent Gustav Schwalbe und dessen Frau Wiebke versuchten nun, durch billig produzierte Massenware die Kunden in ihre Schneiderei zu locken, womit sie auch zeitweilig dank des sprichwörtlichen Geizes der Schwaben (»Eher ißt ein Schwab seine Hand, als sie dir zu reichen«) Erfolg hatten. Bald jedoch setzte sich wieder Qualitätsbewußtsein durch und die Stuttgarter erkannten: Eine Schwalbe (Ehefrau Wiebke) macht noch keinen Sommer (-Gehrock).


    »Der Krug geht so lange zum Brunnen, bis er bricht«


    Eine der bekanntesten Gaststätten in Babelsberg zu DDR-Zeiten war der »Potsdamer Brunnen«. Hier tafelten und tranken viele DEFA-Stars, unter anderem natürlich auch der für seine Trinkfestigkeit nicht gerade bekannte Schauspieler und Sänger Manfred Krug. Oftmals kam er mehrmals am Tag, zwischen den Drehpausen, bis er sich übergeben mußte.


    »Selig sind die geistig Armen«

    Geht zurück auf den nazarethanischen Rabbiner Moshe Selig und seine Familie, allesamt für ihre Dummheit bekannt. Als der Apostel Petrus Jesus fragte, wer denn die Dööfsten in seinem Dorfe seien, bekam er als Antwort: »Hier sind Seligs die geistig Armen«.


    »Wer den Pfennig nicht ehrt, ist des Talers nicht wert«


    Beruht auf einem Übersetzungsfehler aus dem Englischen. Das Original lautet: »Whosoever the Penny has airéd, tell’s Thee he’s truly weird«, also eigentlich: Wer auch immer den Pfennig lüftet, ist wahrlich seltsam. Der seltsame Brauch Kleingeld an der frischen Luft zu trocknen, wurde von Mitgliedern der fundamental christlichen Sekte der Quarker (engl. The Cheesers) betrieben. Angeblich hatten sie eine Bibelstelle entdeckt, in der Gott durch seine Propheten Hisop und Jeffneh vor schimmeligen Münzen warnte.


    »Eulen nach Athen tragen«

    Dieses Sprichwort erklärt sich im Grunde selbst. Eulen können nur nachts getragen werden, denn tagsüber schlafen sie ja. Im Original heißt es nämlich: Eulen nach Abends tragen. Im Mittelalter war es besonders im burgundischen Raum üblich, zur Freiung einer Dame Hühner, Spatzen oder eben Eulen vor ihr Schlafzimmerfenster zu stellen. Siehe hierzu auch »Vögeln«.

  3. #3
    Lance Uppercut
    If the glove don't fit, you are full of shit.

  4. #4

    Registriert seit
    12.04.2007
    Beiträge
    16.107
    Eulen nach Athen tragen , bezeichnet eine unnötige handlung.
    Weil Eulen in der Anthike das zeichen für Klugheit war und Palas Athene die Schutzgöttin der Stadt Athen war.
    Sinngemäß gesprochen , wozu Eulen wohin bringen wo sie sowieso schon sind.


    SPRUCH: Das kann keine Schwein Lesen , leitet sich aus dem Mittelalter ab von das kann kein Swynn lesen.
    Zu der Zeit waren die Swynn ein Adelsgeschlecht das hochgebildet
    war und die Lesen konnten.
    Wenn jemand eine häßliche Handschrift hatte , sagte man scherzhaft das kann kein Swynn lesen.

  5. #5
    Syndikata
    hier sind ein paar albanische sprichwörter



    Besser eine Schlange küssen, als einem Serben trauen!"

    "Wenn du einem Griechen die Hand schüttelst, zähle deine Finger."

    Fliehe wenn ein Grieche dir etwas schenken will!"

    Albanische Sprichwörter - Wikiquote

  6. #6
    Avatar von Furyc

    Registriert seit
    12.03.2008
    Beiträge
    18.580
    Zitat Zitat von Adrian Beitrag anzeigen
    hier sind ein paar albanische sprichwörter



    Besser eine Schlange küssen, als einem Serben trauen!"

    "Wenn du einem Griechen die Hand schüttelst, zähle deine Finger."

    Fliehe wenn ein Grieche dir etwas schenken will!"

    Albanische Sprichwörter - Wikiquote


  7. #7
    Arvanitis
    " Fuck the duck before the duck you fuck" (übersetzt , fick die Ente bevor die Ente dich fickt)
    Herkunft: Es gab einmal eine Ente die versuchte einen Reisbauer zu ficken , der kam der Ente zuvor und befriedigte diese. So verhinderte´er von der Ente penetriert zu werden.

  8. #8
    Avatar von Furyc

    Registriert seit
    12.03.2008
    Beiträge
    18.580
    Zitat Zitat von Arvanitis Beitrag anzeigen
    " Fuck the duck before the duck you fuck" (übersetzt , fick die Ente bevor die Ente dich fickt)
    Herkunft: Es gab einmal eine Ente die versuchte einen Reisbauer zu ficken , der kam der Ente zuvor und befriedigte diese. So verhinderte´er von der Ente penetriert zu werden.

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