1377 wurde der bosnische Ban Stefan Tvrtko Kotromanic in Mili bei Visoko zum "König von Bosnien, Serbien/Rascien und Herzegowina/Hum sowie aller Serben" gekrönt, was ihn in politischen Konflikt mit den regulären Nachfolger der serbischen Königskrone Marko Mrnjavcevic, der im Gebiet des heutigen Mazedoniens herrschte, brachte. Wobei es nie zu einer militärischen Auseinandersetzung zwischen beiden Königen kam. Markos Onkel Ugljesha Mrnjavcevic herrschte über die Hum, die heutige Herzegowina mit Sitz in Trebinje. Das Königreich Bosnien wurde zeitweise der mächtigste Staat der Region.
1389 folgte König Stefan Tvrtko Kotromanic dem Aufruf des serbischen Fürsten Lazar Hrebeljanovic und entsandte ein Teil seines Heeres zum Amselfeld um sich dort mit den restlichen serbischem Herr den Osmanen entgegen zu stellen.

1443 bis 1461 König Stefan Tomaš Kotromanic.

1463 wurde Sarajewo von den Osmanen eingenommen. König Stjepan Tomaš Kotromanic unterwarf sich. Mit dem Tod seiner Frau Katarina Kosaca-Kotromanic 1478 in Rom erlosch die bosnische Krone.


Der mittelalterliche Staat Bosnien war im wesentlichen orthodox. Allerdings fiel hier die aus Bulgarien kommende Bogomilen-Bewegung, hier auch als bosnische Kirche bekannt, auf fruchtbaren Boden und konnte sich länger halten als in Bulgarien selbst. Die früher beliebte Behauptung, die von der orthodoxen Kirche verfolgten Bogomilen haben den Grundstock für die Islamisierung Bosniens gelegt, ist heute umstritten, da es Hinweise gibt, diese Bewegung sei zur Zeit der türkischen Eroberung im wesentlichen schon ausgestorben gewesen. Auch die Verbindung zwischen den Stecci (Einz.: Stecak, eine für Bosnien typische Art von Steinmonumenten mit einer Verbindung aus christlichen Symbolen und rätselhaften Tierzeichnungen u. ä.) und den Bogumilen ist nicht gesichert.


Europa und seine Länder - Bosnien


Die territoriale Ausweitung B.s setzte sich unter Tvrtko I. Kotromanić fort. Das serbische Zarenreich, inzwischen in mehrere Despotate zerfallen, verlor an B. Gebiete an Drina und Lim (Trebinje, Prijepolje, Mileševo). 1377 ließ sich Tvrtko am Grab des Hl. Sava in Mileševo zum König Serbiens, B.s und des Küstenlandes krönen und nahm 1389 an der Schlacht auf dem Amselfeld teil. Durch Ausdehnung seiner Besitzungen an der dalmatinischen Küste wurde Tvrtko 1390 zum „König von Dalmatien und Kroatien“.