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Ein Stüvk gebrannter Erde!

Erstellt von Albanesi, 16.03.2005, 17:04 Uhr · 5 Antworten · 595 Aufrufe

  1. #1

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    5.698

    Ein Stüvk gebrannter Erde!

    http://www.milena-verlag.at/gebrannteerde.html

    Die Beziehung einer Serbin und eines Kosovaren, die beide in Wien leben, wird durch den Balkankrieg zunehmend belastet …

    Wien, Ende der 90er Jahre. Marina und Armin, beide aus Ex-Jugoslawien, sind seit zehn Jahren ein Paar. Marina, Psychologiestudentin vor dem Examen, ist Serbin, ihr Freund Armin Kosovare. Er hat eine gut bezahlte Stelle bei einer Versicherungsgesellschaft. Beide haben sich von ihrer Herkunft distanziert und ihrer Wiener Umgebung angepasst. Die politische Situation auf dem Balkan indes spitzt sich zu, Ende 1998 verschärfen sich die Fronten auch zwischen Serben und Kosovaren - Marina und Armin befinden sich plötzlich auf verfeindeten Seiten, ohne selbst involviert zu sein. Dies wirkt sich immer stärker auf ihre Beziehung aus. Als Armin bei seiner Familie in Priština zu Besuch ist, wird seine Schwester Arieta vergewaltigt und ihr Freund Driton ermordet. Die Eltern schicken Arieta, um sie in Sicherheit zu bringen, mit Armin nach Wien. Arieta jedoch erträgt dort die Anwesenheit der Serbin Marina in der gemeinsamen Wohnung nicht …
    Erzählt wird die Geschichte aus den Perspektiven der beiden Frauen, zwei Stimmen, eine albanische und eine serbische, die beide für sich gültig sind.
    Die Autorin fasziniert mit schnörkellosen, fast kargen und gleichzeitig sehr eindringlichen und bewegenden Bildern.

  2. #2

    Registriert seit
    14.07.2004
    Beiträge
    5.698
    http://www.literaturhaus.at/buch/buch/rez/kocman_erde/

    Viktorija Kocman

    Ein Stück gebrannter Erde.
    Novelle.
    Wien: Milena, 2003.
    118 S.; geb.; Eur[A] 14,90.
    ISBN 3-85286-110-1.
    Gefühle verlieren an Intensität, hat man einmal die Jugend hinter sich gelassen. Das Sich-Abfinden tritt an die Stelle der Verzweiflung, Liebe erkaltet, Sex wird lau: "die Leidenschaft verschwindet, wie auch alles andere verglüht. Man riecht nicht mehr den Duft des anderen, wie man es am Anfang getan hat, weil der Duft des anderen zu dem eigenen geworden ist und man sich selber ohnehin nicht riechen kann. So geht es vielen Paaren, die - wie wir - seit zehn Jahren zusammen sind."

    Marina, rund dreißig Jahre alt, hat sich damit abgefunden. Obwohl gelegentlich natürlich auch Trennung ein Thema ist, ist sie trotz allem gern mit Armin zusammen, der in einer Versicherungsgesellschaft arbeitet und geradlinig seine Lebensziele verfolgt: beruflich erfolgreich sein, heiraten, Kinder haben. Er unterstützt (finanziell) Marina, deren jugendlicher Traum es war, Psychotherapeutin zu werden. "Den Traum habe ich irgendwo unterwegs verloren. Was von mir erwartet wird, führe ich wie eine Maschine aus, ohne Gefühl, gegen den Bauch. Was sollte ich sonst auch tun, wenn ich nicht Therapeutin werde? Ich erinnere mich nicht mehr, warum ich überhaupt eine werden wollte und wie ich auf diese Idee kam."

    Ein Paar in Wien, Ende der neunziger Jahre: Kocmans schlanker Text ist eine Novelle, die Gattung erfordert eine unerhörte Begebenheit - und die tritt ein im Gefolge des jugoslawischen Bürgerkriegs. Marina ist Serbin, Armin Albaner. Bislang war das kein Problem, zumal in Wien, zumal wenn man sich mit der eigenen Herkunft und Vergangenheit - wie Armin das tut - möglichst wenig auseinandersetzt. Selbst Armins und Marinas Eltern haben die Verbindung der beiden zur Kenntnis und also hingenommen.

    Die Situation ändert sich aber plötzlich, als serbische Truppen in den Kosovo einmarschieren. Armins Schwester Arieta, die sich der albanischen Sache verschrieben hat, wird von Serben vergewaltigt, ihr Freund ermordet. Auf Betreiben der Familie und gegen ihren Willen bringt Armin sie nach Wien, in die Wohnung, in der er gemeinsam mit Marina, der Serbin, der Feindin, lebt. Mit dem Recht des Opfers beansprucht Arieta ihren Bruder ausschließlich für sich: "[...] wie kann er immer noch mit einer Serbin leben, wenn er weiß, was mir zugestoßen ist. Ich fühle mich verraten und unwichtig".

    Während Armin sich immer mehr zurückzieht und in die Arbeit flüchtet, tobt zu Hause ein wortloser Kampf. Arieta findet Wege, sich an Marina für das erlittene Unrecht zu rächen. Auch Marina soll leiden, soll unglücklich sein. Beide führen sie - wie Marina feststellt - den Krieg weiter.

    "Männer führen Kriege und Frauen ziehen mit. Es wird oft behauptet, wenn Frauen die Macht hätten, gäbe es keine Kriege, keinen Hunger und kein Elend. Daran zweifle ich. Frauen sind genauso gewalttätig wie Männer, wenn sie nur einen Vorwand dafür finden können. Arieta hat einen Vorwand, sie braucht Schuldige. Sie kommt an die wahren Täter nicht heran. Jemand anders muss dafür bezahlen".

    Viktorija Kocman beleuchtet das Vorgefallene aus verschiedenen Blickwinkeln. Wenngleich Marinas Rede den Großteil der Novelle trägt, kommen auch Arieta und Armin zu Wort. Die Autorin, selbst aus Belgrad stammend und 1991 nach Wien übersiedelt, skizziert das langsame Auseinanderdriften - inklusive finalem Bruch - von Menschen, die einander einmal sehr nahe waren: Liebende, Geschwister, Eltern und Kinder. Der Krieg und die Schatten, die er auf die Menschen wirft, die in und neben ihm leben, sind dabei immer präsent. Ohne großen Gestus schafft es die Autorin Beklemmung zu vermitteln und gerade mit Hilfe von Auslassungen viel zu erzählen. Ein gelungenes Buch!

  3. #3
    jugo-jebe-dugo
    Die Siptarin macht ein Fehler.Was kann sie dafür wenn sie vergewaltigt wird.Dazu kann sie bestimmt nicht die schönheit der Serbin ertragen.^^

  4. #4
    Feuerengel
    Zitat Zitat von CAR_DUŠAN
    Die Siptarin macht ein Fehler.Was kann sie dafür wenn sie vergewaltigt wird.Dazu kann sie bestimmt nicht die schönheit der Serbin ertragen.^^
    Car Dusan wie kannst du nur so kaltherzig sein?
    Hast du etwa keine Furcht vor Gott???
    Jesus weiss es am besten...und du machst dich lustig!
    Kannst du mal etwas mehr disziplien in deinem Leben hervorrufen oder
    hat dich der Terror deiner Landsleute erblinden lassen?

    Gott möge dir helfen....
    denn so wie du hier dich äusserst glaub ich nicht
    es gäbe Platz im paradise für dich!

    Ich wünsche dir Licht!
    "Bruder"...

  5. #5
    Avatar von delije1984

    Registriert seit
    28.07.2004
    Beiträge
    3.536
    Zitat Zitat von Gjergj
    Zitat Zitat von CAR_DUŠAN
    Die Siptarin macht ein Fehler.Was kann sie dafür wenn sie vergewaltigt wird.Dazu kann sie bestimmt nicht die schönheit der Serbin ertragen.^^
    Car Dusan wie kannst du nur so kaltherzig sein?
    Hast du etwa keine Furcht vor Gott???
    Jesus weiss es am besten...und du machst dich lustig!
    Kannst du mal etwas mehr disziplien in deinem Leben hervorrufen oder
    hat dich der Terror deiner Landsleute erblinden lassen?

    Gott möge dir helfen....
    denn so wie du hier dich äusserst glaub ich nicht
    es gäbe Platz im paradise für dich!

    Ich wünsche dir Licht!
    "Bruder"...
    ach du scheiße, komm mal klar. du als albanischer christ bist doch selber bei deinen landsleuten verhasst.

  6. #6
    Feuerengel
    Zitat Zitat von delije1984
    Zitat Zitat von Gjergj
    Zitat Zitat von CAR_DUŠAN
    Die Siptarin macht ein Fehler.Was kann sie dafür wenn sie vergewaltigt wird.Dazu kann sie bestimmt nicht die schönheit der Serbin ertragen.^^
    Car Dusan wie kannst du nur so kaltherzig sein?
    Hast du etwa keine Furcht vor Gott???
    Jesus weiss es am besten...und du machst dich lustig!
    Kannst du mal etwas mehr disziplien in deinem Leben hervorrufen oder
    hat dich der Terror deiner Landsleute erblinden lassen?

    Gott möge dir helfen....
    denn so wie du hier dich äusserst glaub ich nicht
    es gäbe Platz im paradise für dich!

    Ich wünsche dir Licht!
    "Bruder"...
    ach du scheiße, komm mal klar. du als albanischer christ bist doch selber bei deinen landsleuten verhasst.
    Brüderlichkeit Junge!
    Bruderlichkeit!
    Kein Glaube...denkst du einem Albaner geht die Religion was an Hauptsache du glaubst an Gott und du bist Albaner was anderes interessiert einem Albaner nicht!

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