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Terrorismus: Fassen wir mal die Geschichte zusammen

Erstellt von Zurich, 16.11.2015, 10:05 Uhr · 71 Antworten · 3.922 Aufrufe

  1. #1
    Avatar von Zurich

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    Terrorismus: Fassen wir mal die Geschichte zusammen

    Mal vorhinweg dies:

    Vor 1990: 2 Supermächte auf der Welt, aber kein internationaler Terrorismus (jedenfalls nicht in dem Ausmass, wie wir es heute kennen)
    Nach 1990: 1 Supermacht auf der Welt (inkl. sein rechter Arm und Alibi: NATO), welche die Weltpolizei spielt und ihre Regeln der Welt diktieren will, aber dafür Terrorismus auf der Welt.
    hmmm... Wie hängt das bloss zusammen?

    oder...
    Arabische Länder mit Diktatoren an der Macht: Ein Unrechtsstaat, aber (im Vergleich zu Heute) relativ wenig Tote.
    Arabische Länder ohne Diktatoren: Macht-Vakuum, Tote, Terroristen-Zellen keimen überall auf, Chaos, Unordnung und fast tägliche Anschläge.
    hmmm... Wie hängt das bloss zusammen?





    Thema Demokratisierung der arabischen Welt durch die USA.
    Hier will ein paar Fazite aufzählen:

    * Fazit 1: Ein Philosoph sagte mal, Demokratie erfordert ein gewisses Bildungsniveau in der Bevölkerung. Ohne dies könnte es sein, dass die Leute Tyrannen wählen oder gar ein tyrannisches System wählen, oder das gar Demokratie = Das Recht des Pöbels heisst (wie Platon einst sagte). Direkte Demokratie (Bsp. Schweiz) erfordert ein noch ein viel höheres Bildungsniveau in der Bevölkerung, weil hier die Bevölkerung direkt mitregiert und eine viel höhere Verantwortung hat. Je höher das Niveau der Demokratie, desto höher sollte das Volk entwickelt sein, sonst funktioniert die Demokratie nicht. Tiefer-entwickelte Zivilisationen bräuchten vorerst nur Recht und Ordnung, sonst bricht Chaos aus. - Und jetzt überträgt den Gedanken an die arabische Welt und überlegt mal wieso nach Saddam, Gadaffi, Mubarak und Co. 10 Mal mehr Blut fliesst.

    * Fazit 2: Man kann eine Demokratie nicht mit Bomben und Waffen bringen. Die Amerikanischen Soldaten hatten mehrmals Menschenrechte verletzt. Klar war der Wut der Nation nach 9/11 riesig. Trotzdem darf sich ein selbsternannter Vorzeigestaat so nicht verhalten. Die Genfer Konvention gilt auch für Amerikaner!!!

    * Faizt 3: Gekoppelt an den Gedanken auf Fazit 2 muss man auch das leider festhalten: "Demokratie, Menschenrechte und Freiheit: Ja, aber nur innerhalb unseren Grenzen" (also nur innerhalb der Grenzen unserer Welt). Ausserhalb gilt: Geopolitik, Macht und Interessens-Politik!

    * Fazit 4: ist ein weiterer Beweis von Fazit 3. Überlegt mal wieso die saudische Regierung den USA kein Dorn im Auge ist, obwohl dort eine ganz strenge Auslegung der Sharia gilt. Menschen werden gefoltert und geköpft. Neulich wurde ein minderjähriger Geköpft, weil er das islamistische System in Saudi-Arabien kritisierte (hatte vor paar Wochen einen Thread darüber aufgemacht). Stattdessen stören die Amis eher Leute wie Gadaffi, Saddam, Assad und Co. Wo ist hier das Motto: "Wir bringen der Welt Demokratie, Menschenrechte und Freiheit"????





    Fazit des Ganzen: Der Islamische Terrorismus hat der Westen (insbesondere die USA, aber auch ihre Helfer Frankreich, England und Co.) selber gesäht!!! IS ist leider das Produkt des Westens. Mir tun die unschuldigen Menschen der Terror-Anschläge sehr leid. Aber ich traure nicht um Frankreich oder USA oder England oder irgendjemand von diesen Staaten. Weil sie es ganz und alleine selber verschuldet haben. Früher gab es keinen IS!!!!!

  2. #2
    Avatar von Indianer

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    zurich
    was was weisst du über tote in der arabischen welt mit Diktatoren?

    so weit ich mich erinnern kann, kamen ende der 80er jahren viele hilfe rufe aus diesen ländern.
    1988 war es besonders schlimm.
    auch hier sind menschen auf der ganzen welt auf die strasse gegangen und haben das ende der Massaker gefordert.

    das eingreifen ist nicht unbedingt aus "dir nichts, mir nichts" entstanden.

    - - - Aktualisiert - - -

    wenn man das wesentliche weg lässt, ist der verbleibende rest relativ einfach.

  3. #3
    Avatar von Zurich

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    Zitat Zitat von Indianer Beitrag anzeigen
    zurich
    was was weisst du über tote in der arabischen welt mit Diktatoren?

    so weit ich mich erinnern kann, kamen ende der 80er jahren viele hilfe rufe aus diesen ländern.
    1988 war es besonders schlimm.
    auch hier sind menschen auf der ganzen welt auf die strasse gegangen und haben das ende der Massaker gefordert.

    das eingreifen ist nicht unbedingt aus "dir nichts, mir nichts" entstanden.

    - - - Aktualisiert - - -

    wenn man das wesentliche weg lässt, ist der verbleibende rest relativ einfach.
    Nichts destotrotz sollte man sich vor Augen halten, wer den IS erschuf!!!

    Hier ein Bild, das vieles sagt:
    darth vader.jpg
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  4. #4

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    * Fazit 1: Ein Philosoph sagte mal, Demokratie erfordert ein gewisses Bildungsniveau in der Bevölkerung. Ohne dies könnte es sein, dass die Leute Tyrannen wählen oder gar ein tyrannisches System wählen, oder das gar Demokratie = Das Recht des Pöbels heisst (wie Platon einst sagte). Direkte Demokratie (Bsp. Schweiz) erfordert ein noch ein viel höheres Bildungsniveau in der Bevölkerung, weil hier die Bevölkerung direkt mitregiert und eine viel höhere Verantwortung hat. Je höher das Niveau der Demokratie, desto höher sollte das Volk entwickelt sein, sonst funktioniert die Demokratie nicht. Tiefer-entwickelte Zivilisationen bräuchten vorerst nur Recht und Ordnung, sonst bricht Chaos aus. - Und jetzt überträgt den Gedanken an die arabische Welt und überlegt mal wieso nach Saddam, Gadaffi, Mubarak und Co. 10 Mal mehr Blut fliesst.
    Das ist sehr einfach gedacht. Es gibt demokratische Länder in Europa, Afrika und Südamerika in denen das Bildungsniveau nicht höher ist oder war als in den von dir besagten Ländern aus dem Nahen Osten.

    Wenn Demokratie im Interesse des Westen ist, warum hat man dann zugesehen wie gegen Mursi geputscht wurde, obwohl ihn das Volk gewählt hat? Wie glaubwürdig ist man, wenn man in den Irak und Afghanistan einmarschiert und Millionen Menschen umbringt um die Demokratie einzuführen aber in Ägypten einfach zusieht wie die Demokratie abgeschafft wird?

    Die meisten Muslime sehen in der Demokratie des Westens mittlerweile nur noch einen Vorwand zur Intervention und da haben sie in vielen Fällen auch recht.

  5. #5
    Avatar von Balta

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    Zitat Zitat von Zurich Beitrag anzeigen
    Nichts destotrotz sollte man sich vor Augen halten, wer den IS erschuf!!!

    Hier ein Bild, das vieles sagt:
    darth vader.jpg

  6. #6
    Avatar von Grdelin

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    Die Amis sind schuld, wissen wir.

  7. #7

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    was ich witzig finde,ist das egal in welcher Politik talkshow immer "terrorismusexperten" sind.diese "experten"haben in Wahrheit null Ahnung von Politik und geostrategie.das haben sie mir zu oft bewiesen.das erschreckende daran aber ist ,das viele diesen Unsinn aber glauben den diese "experten"von sich geben.ich wäre mal zu gern ein gast in so einer Show bei günther jauch,maybritt illner oder im heute Journal.ich würde im Eiltempo für klaren tisch sorgen und der menscheit die welt erklären und zeitgleich für lösungen sorgen.gruss oliver

  8. #8

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    Zitat Zitat von oliver Beitrag anzeigen
    was ich witzig finde,ist das egal in welcher Politik talkshow immer "terrorismusexperten" sind.diese "experten"haben in Wahrheit null Ahnung von Politik und geostrategie.das haben sie mir zu oft bewiesen.das erschreckende daran aber ist ,das viele diesen Unsinn aber glauben den diese "experten"von sich geben.ich wäre mal zu gern ein gast in so einer Show bei günther jauch,maybritt illner oder im heute Journal.ich würde im Eiltempo für klaren tisch sorgen und der menscheit die welt erklären und zeitgleich für lösungen sorgen.gruss oliver
    Das Problem ist doch dass die Talkshow-Gäste genau das selbe von sich behaupten

  9. #9

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    alperen,ja das stimmt,aber ich würde ihnen Fangfragen stellen, die sie nicht beantworten können,da sie keine Insider Informationen haben.genau mit dieser speziellen Methode würde ich sie ausquetschen und ihnen beweisen das sie Anfänger sind.gruss oliver

  10. #10
    Avatar von Zurich

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    18.089
    Zitat Zitat von alperen Beitrag anzeigen
    Wenn Demokratie im Interesse des Westen ist, warum hat man dann zugesehen wie gegen Mursi geputscht wurde, obwohl ihn das Volk gewählt hat?
    Genau das ist eben das Problem, welches ich erwähnt habe. Ist ein Volk nicht sehr weit entwickelt, könnte die Demokratie aus vielerlei Gründen nicht funktionieren.
    * Sie könnten Autokraten wählen (also neue Machthaber), ohne dass sie sich dessen am Anfang bewusst sind (leider in vielen Ländern zu beobachten)
    * Sie könnten Radikale wählen, zum Beispiel Nationalisten die das Volk in einen Krieg führen (aber zu erst das leicht-gläubige Volk verführen) oder Erz-Konservative Parteien, die von Freiheit und Menschrechten nicht viel halten (Bsp. die Muslimbrüder mit Mursi)
    * und und und...

    Deshalb sage ich: Damit eine Demokratie funktioniert, muss ein Volk schon ein gewisses Entwicklungs-Level erreicht haben (im bildungsmässigen aber auch im soziologischen Sinn). Sonst kommt nichts Gutes dabei raus. Das ist das, was Amerika nicht versteht. Solche Art von Demokratie, wie sie es kennen funktioniert in der arabischen Welt leider nicht. Da klaffen Wunschvorstellung und Realität zu weit voneinander. Das haben die Amis nicht begriffen!




    Zitat Zitat von alperen Beitrag anzeigen
    Wie glaubwürdig ist man, wenn man in den Irak und Afghanistan einmarschiert und Millionen Menschen umbringt um die Demokratie einzuführen aber in Ägypten einfach zusieht wie die Demokratie abgeschafft wird?

    Die meisten Muslime sehen in der Demokratie des Westens mittlerweile nur noch einen Vorwand zur Intervention und da haben sie in vielen Fällen auch recht.
    Das ist das zweite, was ich Thread geschrieben habe. "Demokratie, Freiheit und Menschenrechte Ja, aber nur innerhalb unserer Grenzen", ausserhalb dominiert leider nur ein einziges Schlagwort das Geschehen: Interessen!!!

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