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Tito: Ist er doch schuld am blutigen Zerfall Jugoslawiens ?

Erstellt von BalkanFranke, 03.01.2012, 00:20 Uhr · 256 Antworten · 24.530 Aufrufe

  1. #51
    Mal
    Avatar von Mal

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    4.022
    Jugoslawien würde auf Dauer nicht bestehen, man kann sich nicht Mitten in Europa von der Demokratie abschirmen. Geld war da, nur wusste niemand woher, Schulden wurden genommen.

    Teils betrifft die Schuld auch den Westen. So investierte die BRD viel in Jugoslawien (auch wenn das Geld nur an die Politiker ging), so zeigte man der DDR und den anderen sozialistischen Staaten wie gut es doch ist, wenn man mit dem Kapitalismus kooperiert. Von Skopje konnte man direkt per Zug nach München. Nachdem Mauerfall wurde Jugoslawien von der BRD (blutig) fallen gelassen.

  2. #52
    Sonny Black
    Er ist an allem Schuld der peder.

  3. #53

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    Beiträge
    461
    Vielleicht hätte Jugoslawien als demokratischer Vievölkerstaat überlebt, wenn es nach dem 2. Weltkrieg nicht kommunistisch geworden wäre? YU wäre bestimmt schon mit eines der ersten Staaten in der EU geworden. Mit dem Zerfall des Kommunismus auf der anderen Seite sind alle Vielvölkerstaaten in Osteuropa zerfallen, auch die Weltmacht Sowjetunion

  4. #54
    Avatar von Гуштер

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    Zitat Zitat von Hercegovac Beitrag anzeigen
    Ich hab Masta's Aussagen nicht verfolgt und es ist kein Thema zuzugeben, dass Jugoslawien in den 80-er am Boden lag. Man hätte, wie gesagt bei den Sitzungen bzw man hatte die Chance zwischen 71 und 76 neue Reformen einzuführen und so das Projekt Jugoslawien zu sichern aber diese Chance hat man leider verpasst, das geht leider auf die Kappe Tito's, denn in seinen alten Tagen, so scheint es mir, ist er ein wenig "senil" geworden.

    Die Partisanen kämpften für Tito, für die Freiheit der "jugoslawischen" Völker und da war es egal, ob die Einheiten aus Serben, Bosniaken, Mazedoniern oder Kroaten bestanden bzw die waren ja durchgemischt. Fast die gesamte Führungselite der heutigen Ex-Yu Länder, alle waren sie stolze Partisanen und Jugoslawen.

    Unser Primitivismus hat uns "besiegt".
    Das grösste Problem an der SFRJ war, dass die Verbrechen vor und nach dem Krieg einfach unter dem Teppich der Brüderlichkeit und Einheit gekehrt wurden.

    Ehemalige hochrangige Partisanen wurden nach Goli Otok verfrachtet nur weil sie mehr Autonomie für die Teilrepubliken forderten. Man hätte ergo schon 1946 Reformen einführen und für Aufklärung sorgen sollen und nicht als es schon zu spät war.

    Die SFRJ hat versagt ganz einfach, das traurigste daran sind die vielen unschuldigen Opfer die ihr Leben für Nichts und wieder Nichts liessen denen weine ich höchstens eine Träne nach, aber nicht der SFRJ.

  5. #55
    Avatar von Fitnesstrainer NRW

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    Zitat Zitat von Albo-One Beitrag anzeigen
    Jugoslawien war eben ein Vielvölkerstaat, wie hätte er es eben sonst hinkriegen sollen?
    Die Länder Kroatien, Bosnien und Serbien bspw., die ja schon vor Staatsgründung Jugoslawiens oder dessen Vorgänger "Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen" existent waren, konnten nicht einfach so "zusammengeschmolzen" werden.
    Jugoslawien war wie eine Art zusammengelegtes Puzzle, dass in den 90er Jahren langsam auseinanderbrach. War eh klar bei der meist aufgezwungene Brüderschaft und das "mundtot" machen der Kritiker.
    Wie bereits gesagt, es lässt sich im nachhinein nicht mehr verifizieren ob eine andere Gliederung als in nationale Republiken präventiv gegen einen späteren Zerfall gewirkt hätte -ich halte es jedoch für sehr wahrscheinlich.

    So wie das Tito-Regime die absolute Macht hatte die Gliederung des Staates so aufzustellen wie es geschehen ist, hätte auch eine andere Gliederung nach Kriegsende 1945 durchaus umgesetzt werden können.

    Doch sie hätten einfach so zusammengeschmolzen werden können. So wie heute Deutschland existitert, was auch aus unterschiedlichen selbstständigen Gebilden entstanden und sich heute primär alle als Deutsche sehen, hätte auch eine jugoslawische Identität für ein Jugoslawien und jeden Jugoslawen geschaffen werden können. Dies war auch Anfangs Titos politische Leitlinie.

    Das die Albaner sich mit dem Jugoslawnetum nicht identifizieren können und naturgemäß diese Idee nicht unterstützen, kann ich natürlich auch wiederum aus deren Perspektive nachvollziehen.

  6. #56
    Avatar von Гуштер

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    07.06.2010
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    Zitat Zitat von Fitnesstrainer NRW Beitrag anzeigen
    Wie bereits gesagt, es lässt sich im nachhinein nicht mehr verifizieren ob eine andere Gliederung als in nationale Republiken präventiv gegen einen späteren Zerfall gewirkt hätte -ich halte es jedoch für sehr wahrscheinlich.

    So wie das Tito-Regime die absolute Macht hatte die Gliederung des Staates so aufzustellen wie es geschehen ist, hätte auch eine andere Gliederung nach Kriegsende 1945 durchaus umgesetzt werden können.

    Doch sie hätten einfach so zusammengeschmolzen werden können. So wie heute Deutschland existitert, was auch aus unterschiedlichen selbstständigen Gebilden entstanden und sich heute primär alle als Deutsche sehen, hätte auch eine jugoslawische Identität für ein Jugoslawien und jeden Jugoslawen geschaffen werden können. Dies war auch Anfangs Titos politische Leitlinie.

    Das die Albaner sich mit dem Jugoslawnetum nicht identifizieren können und naturgemäß diese Idee nicht unterstützen, kann ich natürlich auch wiederum aus deren Perspektive nachvollziehen.
    Die SFRJ war aber ein Vielvölkerstaat mit drei Amtssprachen.
    Tito sah selber dass eine gemeinsame jugoslawische Identität absoluter Blödsinn war und auf natürlichem Wege niemals zu erreichen war.

    Dank dem Verlauf des zweiten Weltkrieges und der sozialistischen Ideologie fiel die Option der Zwangsassimilierung weg.

  7. #57
    Avatar von Spliff

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    Zitat Zitat von BalkanFranke Beitrag anzeigen
    Formell nicht, aber de facto schon. Genau das meine ich ja auch, die grenzen sind total verwirrend. Man hätte eine Republik mit 50% serben nicht Bosnien nennen dürfen und sie dan auch noch so von YU Trennen, wenn diese 50% das nicht wünschen.



    Soweit ich weiß wollten es 97% BiHs, also wie kommst du dann auf die 50%

  8. #58
    Avatar von Spliff

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    Zitat Zitat von Komarac Beitrag anzeigen
    Vielleicht hätte Jugoslawien als demokratischer Vievölkerstaat überlebt, wenn es nach dem 2. Weltkrieg nicht kommunistisch geworden wäre? YU wäre bestimmt schon mit eines der ersten Staaten in der EU geworden. Mit dem Zerfall des Kommunismus auf der anderen Seite sind alle Vielvölkerstaaten in Osteuropa zerfallen, auch die Weltmacht Sowjetunion

    Meinst du Yu ist durch den willen der Völker entstanden... Tito hat Jugoslawien mit einserner Hand zusammengehallten... Nazi Kroatien waren sowieso die ersten die dagegen waren, aber da sie zu den verlieren im Krieg gehört hat sie nichts zu sagen und so wurde ganz "Jugoslawien" von der Siegermacht den Partisanen okkupiert.

  9. #59

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    19
    Zitat Zitat von Spliff Beitrag anzeigen
    Soweit ich weiß wollten es 97% BiHs, also wie kommst du dann auf die 50%

    ? ?

    So weit ich weiß wollten die Serben sowie dieWest Bosnischen Bosnjaken in Jugoslawien bleiben, Alija wollte meines Wissens nach ein Unabhängiges BiH, oder Irre ich mich ?

  10. #60

    Registriert seit
    17.11.2011
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    461
    98% von 65% der am Referendum teilgenommenen Bosnier und Herzegowiner haben 1992 für die Loslösung von Jugoslawien gestimmt und 2% von 65% waren für Jugoslawien. Die restlichen 35% haben das Referendum boykottiert. Rund 64% der Bewohner BiHs waren 1992 also für die Loslösung von Jugoslawien

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