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Titos Yacht Galeb verkauft. Ihr kommt alle zu spät

Erstellt von John Wayne, 22.03.2009, 22:03 Uhr · 36 Antworten · 6.503 Aufrufe

  1. #31
    kaurin
    Zitat Zitat von Hrvatski_Vukovarac Beitrag anzeigen
    Duh je Zakon!


    Zu geil.....

  2. #32
    Avatar von Caesarion

    Registriert seit
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    Beiträge
    7.453
    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen


    Damals verstand man noch etwas anderes unter "Yacht"
    Für ihn war eine Yacht wohl sowas mit dem er westliche Schiffe zum sinken bringen konnte

  3. #33

  4. #34

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    18.328
    Kroatien: Genosse Titos Jacht unterm Hammer


    Mit der legendären "Galeb" umschiffte Jugoslawiens einstiger Staatschef die halbe Welt. Nun wurde sie zwangsversteigert.


    Rijeka. Eigentlich hat der am Kai vertäute Kahn dem Arbeitgeber von Ivan Tutek nur Ärger beschert. Dennoch mustert der Mechaniker das langjährige Sorgenkind der Viktor-Lenac-Werft im kroatischen Rijeka mit liebevollem Blick. Die Einrichtung sei zwar weitgehend verrottet, aber im Grunde genommen sei die „Galeb“ („Möwe“) noch in einem „guten Zustand“, preist der Elektriker seinen vor sich hin rostenden Augapfel. Er freue sich, dass die 117 Meter lange Jacht nach jahrelangen Martyrium endlich überholt werde: „Die ,Galeb‘ ist nicht nur ein Schiff, sondern ein Symbol unserer Vergangenheit – und unseres früheren Staates.“


    Eine dünne Zementschicht schützt auf dem Oberdeck die geschichtsträchtigen Teakholz-Planken. Fast drei Jahrzehnte ließ hier der internationale Jetset an Bord der Staatsjacht von Jugoslawiens früherem Autokraten Josip Broz Tito die Gläser klingen.
    Wer in der Weltpolitik einst Rang und Namen hatte, schipperte als Gast von Tito über die Weltmeere. Von der britischen Königin Elisabeth über Äthiopiens Kaiser Haile Selassie, dem sowjetischen Kommunistenchef Breschnew, Indiens Premier Nehru, Ägyptens Präsident Nasser bis zum österreichischen UN-Generalsekretär Kurt Waldheim reicht die Gästeliste.

    Parade der Hollywood-Stars

    Gerne umgab sich der 1980 verstorbene Lebemann an Bord der „Möwe“ mit Stars aus dem Showgeschäft: Elizabeth Taylor, Richard Burton, Kirk Douglas oder Sophia Loren zierten die Passagierliste.
    Ursprünglich war Jugoslawiens spätere Staatsjacht im italienischen Genua 1938 als Frachter gefertigt worden. Gegen Ende des Zweiten Weltkriegs rüsteten die Deutschen das Schiff zum Minenräumer „Kiebitz“ um: Im Hafen von Rijeka versenkten alliierte Kampfflugzeuge im November 1944 das Schiff.
    Nach Kriegsende wurde es gehoben, in einer Werft im nahen Adriahafen Pula überholt und schließlich zum Schulschiff der jugoslawischen Marine umgebaut. Von 1952 an nutzte Tito die schmucke „Galeb“ selbst zu Staatsbesuchen auf anderen Kontinenten. „Flugzeuge waren damals noch nicht so populär“, erklärt Mechaniker Ivan, warum Tito mit seiner Dienstjacht mehr als 86.000 Seemeilen zurücklegte.
    Der blutige Zerfall Jugoslawiens Anfang der 90er-Jahre sollte auch der „Galeb“ ein jahrelanges Martyrium bescheren. Während der Jugoslawien-Kriege war das Schiff vor der montenegrinischen Küste vertäut: Souvenirjäger nutzten die Gelegenheit und ließen den Großteil der Einrichtung mitgehen. Vor neun Jahren versilberte die Regierung Montenegros schließlich das legendäre Halbwrack – und verscherbelte es für 750.000 Dollar (536.000 Euro) an den amerikanisch-griechischen Reeder John Paul Papanikolou. Der ließ es nach Rijeka schleppen, wo es in der Lenac-Werft überholt werden sollte. Doch der Investor geriet in Finanznöte, häufte in neun Jahren sowohl bei der angeheuerten Schutzmannschaft als auch bei der Werft enorme Schulden an.

    Zum Minimalpreis versteigert

    Kroatiens Behörden erklärten das modernde Boot zwar zum nationalen Kulturgut und stellten es unter Denkmalschutz. Doch verhinderten die Anwälte des Eigentümers drei Jahre lang die mehrmals angesetzte Zwangsversteigerung.
    Erst am Freitag kam die „Galeb“ schließlich unter den Hammer. Für den Ausrufungspreis von 150.000 Dollar hat die Stadt Rijeka die flügellahme Möwe erworben: Umgebaut zum Museum soll Titos Jacht zur neuen Attraktion der Hafenstadt werden.
    Keineswegs solle ein neuer Persönlichkeitskult um Tito geschaffen werden, versichert Oberbürgermeister Vojko Obersnel. Doch die Geschichte der Galeb sei sehr eng mit Rijeka verbunden, führte er als Erklärung an, weshalb die Stadt mithilfe privater Partner das abgetakelte Schiff innerhalb der nächsten zwei, drei Jahre zum Museum mit Restaurant, Konferenzsaal und Souvenirläden umrüsten lassen will. Rijeka wolle sich nun stärker als bisher als Ziel von Städte- und Kreuzfahrttourismus positionieren.
    Er möge die Möwe und sei darum froh über den nahenden Abschied, sagt auf der Lenac-Werft Schiffsmechaniker Ivan: „Denn egal, ob man Tito nun mochte oder nicht: Sein Schiff ist ein Zeugnis unserer Geschichte und sollte erhalten bleiben.“




    Kroatien: Genosse Titos Jacht unterm Hammer « DiePresse.com

  5. #35

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    20.935
    Tito sei Dank wird das gute Stück zum Museum unfunktioniert

  6. #36

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    18.328
    Zitat Zitat von Mastakilla Beitrag anzeigen
    Tito sei Dank wird das gute Stück zum Museum unfunktioniert
    bedank dich gefälligst für die info...

  7. #37

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    Rijeka - Eigentlich hat der Kahn, der dort am Kai vertäut liegt, dem Betrieb nur Ärger gemacht. Dennoch mustert Mechaniker Ivan Tutek das langjährige Sorgenkind der Viktor-Lenac-Werft im kroatischen Rijeka mit liebevollem Blick. Die Einrichtung sei zwar weitgehend verrottet, aber im Grunde sei die "Galeb" noch in einem "guten Zustand", preist Tutek seinen rostenden Augapfel. Er freue sich, dass die 117 Meter lange Yacht nach jahrelangem Dornröschenschlaf endlich überholt wird. "Die Galeb ist nicht nur ein Schiff, sondern ein Symbol unserer Vergangenheit - und unseres früheren Staates."
    Eine dünne Zementschicht schützt die geschichtsträchtigen Teakholz-Planken auf dem Oberdeck der "Galeb", der Amtsyacht von Jugoslawiens autokratischem Herrscher Josip Broz Tito. Fast drei Jahrzehnte lang ließ hier der internationale Jetset die Gläser klingen: die britische König Elizabeth und Äthiopiens Kaiser Haile Selassie, der sowjetischen Parteichef Leonid Breschnew und Indiens Premier Jawaharlal Nehru, Ägyptens Präsident Gamal Abdel Nasser oder der österreichische UN-Generalsekretär Kurt Waldheim. Der Lebemann und frühere Partisan Tito, der Jugoslawien vom Kriegsende bis zu seinem Tod 1980 regierte, nahm auch gerne Show-Stars an Bord, etwa Elizabeth Taylor und Richard Burton oder Kirk Douglas und Sophia Loren.

    "Galeb" heißt auf Deutsch Möwe. Die spätere Staatsyacht wurde eigentlich als Frachter gebaut, 1938 in Genua. Im Zweiten Weltkrieg rüsteten die Deutschen das Schiff zum Minenräumer um, Kampfflugzeuge der Aliierten versenkten es 1944 im Hafen von Rijeka. Nach Kriegsende wurde es gehoben, und zum Marineschulschiff umgebaut. Von 1952 an nutzte Tito die "Galeb" selbst zu Staatsbesuchen auf anderen Kontinenten. "Flugzeuge waren damals noch nicht so populär", erklärt Tutek. Mehr als 86 000 Seemeilen legte Tito mit seiner Dienstyacht zurück. Die war eben so sehr eine schwimmende Bühne wie ein Transportmittel: Für das leibliche Wohl des sozialistischen Sonnenkönigs sorgten gleich zwei Bordküchen. Bei seinen "Friedens- und Freundschaftsmissionen" nahm er eine Bordkapelle und Sänger mit.
    Der blutige Zerfall Jugoslawiens Anfang der 90er-Jahre stürzte auch die "Galeb" in ein jahrelanges Martyrium. Während der Unabhängigkeitskriege lag das Schiff vor der montenegrinischen Küste und wurde von Souvenirjägern geplündert. Vor neun Jahren verscherbelte die Regierung von Montenegro das legendäre Halbwrack für 750 000 Dollar an den amerikanisch-griechischen Reeder John Paul Papanikolou. Der ließ es nach Rijeka schleppen, wo es in der Lenac-Werft eigentlich überholt werden sollte. Doch der Investor geriet in Finanzprobleme.
    Kroatiens besorgte Behörden erklärten das rottende Boot zwar zum nationalen Kulturgut. Doch die Anwälte des Eigentümers verhinderten drei Jahre lang die Zwangsversteigerung. Am Freitag kam die "Galeb" dennoch unter den Hammer. Für das Minimalgebot von 150 000 Dollar hat die Stadt Rijeka die flügellahme "Möwe" erworben: Umgebaut zum Museum, soll sie zur neuen Attraktion der Hafenstadt werden. Keineswegs solle ein neuer Personenkult um Tito geschaffen werden, versichert Bürgermeister Vojko Obersnel. Rijeka wolle sich als Ziel von Städte- und Kreuzfahrttourismus positionieren.
    Mechaniker Ivan Tutek sagt, er möge die "Möwe" einfach. Darum sei er froh über den nahenden Abschied. Weil der die Rettung für die "Möwe" bedeutet und auch ihre Geschichten müssten doch gerettet werden, sagt er - "egal, ob man Tito nun mochte oder nicht".


    Titos schwimmende Bühne - DIE WELT - WELT ONLINE

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