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Türkei will Kulturgüter fluten

Erstellt von Crane, 04.02.2008, 13:08 Uhr · 36 Antworten · 2.008 Aufrufe

  1. #31
    Crane
    Zitat Zitat von Antonius Beitrag anzeigen
    Typisch Troy........
    Ja toll...

    Mir kommt es so vor, als ob du nur weil ich mich einmal bei einem Thema geirrt habe, jetzt meinst hier reintanzen zu können und wieder etwas widerlegen könntest nur weil es ja soviel Spaß gemacht hat.
    Zufällig ist es aber ein Thema mit dem ich mich wirklich gut auskenne und du versuchst mir mit jedem deiner Beiträge irgendwelche Sachen in den Mund zu legen.

    Lass es einfach.

  2. #32
    Lance Uppercut
    Zitat Zitat von Troy Beitrag anzeigen
    Ja toll...

    Mir kommt es so vor, als ob du nur weil ich mich einmal bei einem Thema geirrt habe, jetzt meinst hier reintanzen zu können und wieder etwas widerlegen könntest nur weil es ja soviel Spaß gemacht hat.
    Zufällig ist es aber ein Thema mit dem ich mich wirklich gut auskenne und du versuchst mir mit jedem deiner Beiträge irgendwelche Sachen in den Mund zu legen.

    Lass es einfach.
    Nein.
    Ich bitte dich, glaubst ich bin geil darauf dich zB überall irgendwo zu berichtigen?

    Wenn du jetzt den Papst-Thread meinst, im Gegensatz zu dir hab ich da nicht sofort den Harten raushängen lassen als du zugegeben hast, dass du dich geirrt hast.

    Da liegt der Unterschied.
    Ich sehe ohne Probleme ein, dass ich im Unrecht bin.
    Und falls ich wen berichtige, versuche ich es auf eine nette Art und Weise (außer es ist wirklich schlicht und einfach ein Dummbatz der wirklich überall seinen Senf dazugeben muss)

  3. #33

    Registriert seit
    15.01.2006
    Beiträge
    12.080
    frechheit!!!

  4. #34

    Registriert seit
    05.02.2008
    Beiträge
    4
    @Troy: Richtig! Was da passiert ist keine gute Werbung für die Türkei. Aber mich wundert nicht, daß der türkische Staat kein Interesse an diesen antiken Resten hat. Hat eh nichts mit den Türken zu tun. Die sind eh seit relativ kurzer Zeit in Kleinasien. Hätten sich die Byzantiner (Griechen) nicht "erfolgreich" über Jahrhunderte gegenseitig zerfleischt, wäre Konstantinopel nicht gefallen.
    Nun müssen wir aber damit leben, daß die Türken dort leben. Und sie müssen zeigen, daß sie kulturvoll auch mit Resten umgehen, die nicht direkt mit ihrer eigenen Geschichte zu tun haben.

    Es hätte sicher Möglichkeiten gegeben, den Staudamm anders zu planen. Aber wer plant denn so etwas? Sind da Archäologen dabei? Nein! Meistens nur Techniker & Ingenieure = Technokraten ohne Gefühl für Natur & Kultur und Geschichte. Das ist keine "türkische Unart". Auch die kulturell immer so stolzen Griechen sind in ihrem Land nicht gerade sorgfältiger mit antiken Resten umgegangen. Nicht nur, daß sie es 2007 zuliesen, daß Olympia abbrannte, sondern auch der letzte Skandal um den Kulturminister, zeigt, daß sie nicht viel verantwortlicher handeln.

    Antike Reste stoßen nur auf Interesse, wenn sie touristisch vermarktbar sind.

    Ich kenne wirklich bedeutende vorgeschichtliche Ausgrabungsorte in GR, die schutzlos vor sich hin vergammeln... Und wie oft konnte man in Deutschland gerade noch in letzter Minute Notgrabungen machen, wenn wieder eine Autobahn gebaut werden sollte. Ist auch in Deutschland ein Kampf, antike oder vorgeschichtliche Reste zu schützen.

    Klar braucht die Türkei Strom. Und mir ist es auch lieber, daß sie Staudämme baut, als daß in einem der erdbebengefährdetsten Ländern Atomkraftwerke gebaut werden (was total unverantwortlich ist!).

  5. #35
    Crane
    Zitat Zitat von Antonius Beitrag anzeigen
    Nein.
    Ich bitte dich, glaubst ich bin geil darauf dich zB überall irgendwo zu berichtigen?

    Wenn du jetzt den Papst-Thread meinst, im Gegensatz zu dir hab ich da nicht sofort den Harten raushängen lassen als du zugegeben hast, dass du dich geirrt hast.

    Da liegt der Unterschied.
    Ich sehe ohne Probleme ein, dass ich im Unrecht bin.
    Und falls ich wen berichtige, versuche ich es auf eine nette Art und Weise (außer es ist wirklich schlicht und einfach ein Dummbatz der wirklich überall seinen Senf dazugeben muss)
    Ok ich meinte ja auch nur, dass es für mich danach aussehen könnte.

    Den Harten raushängen lassen... nett formuliert

  6. #36
    Crane
    Zitat Zitat von Methana Beitrag anzeigen
    @Troy: Richtig! Was da passiert ist keine gute Werbung für die Türkei. Aber mich wundert nicht, daß der türkische Staat kein Interesse an diesen antiken Resten hat. Hat eh nichts mit den Türken zu tun. Die sind eh seit relativ kurzer Zeit in Kleinasien. Hätten sich die Byzantiner (Griechen) nicht "erfolgreich" über Jahrhunderte gegenseitig zerfleischt, wäre Konstantinopel nicht gefallen.
    Nun müssen wir aber damit leben, daß die Türken dort leben. Und sie müssen zeigen, daß sie kulturvoll auch mit Resten umgehen, die nicht direkt mit ihrer eigenen Geschichte zu tun haben.

    Es hätte sicher Möglichkeiten gegeben, den Staudamm anders zu planen. Aber wer plant denn so etwas? Sind da Archäologen dabei? Nein! Meistens nur Techniker & Ingenieure = Technokraten ohne Gefühl für Natur & Kultur und Geschichte. Das ist keine "türkische Unart". Auch die kulturell immer so stolzen Griechen sind in ihrem Land nicht gerade sorgfältiger mit antiken Resten umgegangen. Nicht nur, daß sie es 2007 zuliesen, daß Olympia abbrannte, sondern auch der letzte Skandal um den Kulturminister, zeigt, daß sie nicht viel verantwortlicher handeln.

    Antike Reste stoßen nur auf Interesse, wenn sie touristisch vermarktbar sind.

    Ich kenne wirklich bedeutende vorgeschichtliche Ausgrabungsorte in GR, die schutzlos vor sich hin vergammeln... Und wie oft konnte man in Deutschland gerade noch in letzter Minute Notgrabungen machen, wenn wieder eine Autobahn gebaut werden sollte. Ist auch in Deutschland ein Kampf, antike oder vorgeschichtliche Reste zu schützen.

    Klar braucht die Türkei Strom. Und mir ist es auch lieber, daß sie Staudämme baut, als daß in einem der erdbebengefährdetsten Ländern Atomkraftwerke gebaut werden (was total unverantwortlich ist!).
    Also einmal muss ich anmerken, dass obwohl im Threadtitel steht "Türkei will Kulturgüter fluten" dies noch lange nicht as einzige ist, was die Folgen den Staudammes wären.
    Der Punkt, dass vermutlich über 70.000 ihre Heimat verlassen müssen und dafür noch nicht mal entschädigt werden wiegt wahrscheinlich noch viel mehr.

    Dass sich die Griechen selber auch nicht immer optimal um ihre Kulturgüter kümmern ist irgendwo wieder etwas anderes. Es ist einfach nicht dasselbe ob man sich einfach nur nich drum kümmert oder es mutwillig und ganz bewusst zerstört. Und das ist das was in der Türkei gerade passiert.

    Eine andere Anmerkung ist deine Beurteilung der Ingenieure und Techniker. Wenn ich für mich selbst sprechen darf. Die Ingenieure sind oft die letzten die Entscheiden was gemacht werden soll und was nicht, das entscheiden Politiker und Wirtschaftsexperten. Un fragt man nicht was gemacht werden soll, sondern wie...
    Außerdem ist es die Aufgabe eines jeden gewissenhaften Ingenieurs die Folgen und Auswirkungen eiens Projektes auf Umwelt, Kultur, Gesselschaft und der Wirtschaft des Landes abzuschätzen und daraus Entscheidungen abzuleiten. Am Ende muss man sich immer um den Sinn eines solchen Projektes Gedanken machen und wenn dieser die Anhebung des Lebensstandards der Menschen sein soll, dann ist das Ziel einfach verfehlt, wenn Menschen vertrieben, Ackerland geflutet, Grundwasser verschmutzt und Kulturgüter zerstört werden sollen.

  7. #37
    Kelebek
    Juhuu China wird helfen dieses riesen Projekt zu unterstützen

    China macht Ilisu möglich

    Das umstrittene Staudamm-Projekt am Tigris schien gescheitert - doch nun will China den Türken bei der Finanzierung helfen.







    Wenn jeder Chinese nur fünf türkische Oliven isst - man stelle sich nur vor, was dazu zusammenkommt." Wenn es um China geht, gerät die Türkei wirtschaftlich ins Schwärmen. Außenwirtschaftsminister Zafer Caglayan, der die Olivenrechnung aufgestellt hat, hätte noch weitere Beispiele für den Nutzen der türkisch-chinesischen Kooperation zur Hand. Dabei waren China und die Türkei noch im Juli diplomatisch aneinander geraten - die Türkei warf China vor, am Brudervolk der Uiguren Völkermord zu begehen. Doch schon Anfang September hatte Zafer Caglayan bereits das vierte Mal in nur drei Monaten China besucht, und seither nimmt das Hin- und Herreisen von Wirtschaftsdelegationen kein Ende.
    In der Türkei ist China angetreten, dem Westen als Investor Konkurrenz zu machen. Das wohl umstrittenste Symbol dafür sind Überlegungen, den Ilisu-Staudamm mit chinesischer Hilfe zu bauen. Also dort einzusteigen, wo Österreich, Deutschland und die Schweiz im Sommer ausgestiegen sind. Der Damm am Tigris ist eines der umstrittensten Projekte der Welt. Bis zu 60.000 Menschen müssten umgesiedelt werden. Und die einzigartige Felsenstadt Hasankeyf, Stätte tausendjähriger Geschichte, würde unter Wasser gesetzt. Weil die Türkei die Auflagen zum Schutz von Umwelt und Kulturgütern nicht einhielt, zogen die drei Länder im Juli ihre Exportgarantien zurück. Das Projekt schien gestorben.


    Helfer in der Not

    Doch der türkische Umweltminister Veysel Eroglu machte schon eine Woche nach dem Stopp eine andere Rechnung und sagte: "Zurückgezogen wurden nur die Exportgarantien, also 408 Millionen Euro. Das ist nur ein sehr kleiner Teil der Gesamtkosten von circa 2,5 bis 3 Milliarden Euro. Wir bauen sicher weiter".
    Als Helfer in der Not, der schon beim Drei-Schluchten-Staudamm am chinesischen Jangtse bewies, um umweltpolitische Bedenken und Umsiedlungen keine Bauhindernis darstellen, ist jetzt China im Gespräch, beziehungsweise die staatliche chinesische Exportversicherung Sinosure. Sie soll den Eingang der Kosten jener Turbinen garantieren, mit denen der Ilisu-Damm Elektrizität herstellen wird. Das meldete dieser Tage die Umweltorganisation International Rivers aus Berkeley in den USA.
    Die Turbinen kämen, wie auch bisher geplant, von der Andritz Hydro, Tochter der Grazer Firma Andritz AG - nur nicht aus Graz, sondern direkt aus China. Die Andritzer sind in China gut im Geschäft und haben von dort erst im Oktober neue Aufträge von 80 Millionen Euro eingefahren.
    In der Türkei nimmt man diese Nachrichten ernst. Erkan Güven, Vorsitzender der Umweltgruppe Doga-Dernegi, hat in einem offenen Brief Sinosure gebeten, das Archäologie- und Umweltparadies von Hasankeyf nicht mit Hilfe einer neuen chinesischen Mauer zu überfluten. Die türkische Wirtschaft dagegen jubelt. Sie sieht die Chinesen in Hasankeyf nur als Startschuss für eine ganze Reihe von Projekten. Besiegelt ist bereits eine Investition des Autobauers Dong Feng Motors für leichte LKW und für Transporter.
    China macht Ilisu möglich > Kleine Zeitung

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