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Türkische Minderheiten in Südosteuropa (Balkan)

Erstellt von Popeye, 23.03.2008, 13:20 Uhr · 1.456 Antworten · 64.383 Aufrufe

  1. #181

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    Früher zur zeit des Osmanischen Reiches lebten sehr viele Türken auf dem Balkan, die eingewandert sind. Nachdem das osmanische Reich zusammenbrach, wurden sehr viele Türken vertrieben. Außer im Kosovo und Mazedonien.

  2. #182
    Avatar von FloKrass

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    Zitat Zitat von Albyyy Beitrag anzeigen
    Wie kommts eigentlich dass in Kosovo und Mazedonien sich Türken niedergelassen haben aber woanders nicht ?
    Im Vilayet Kosovo haben viele Türken gelebt. Der Umfasste Gebiete des heutigen Novi Pazar und Reste des heutigen Süd-Serbien, das heutige Kosovo und den westlichen Teil Mazedoniens bis nach Manastir an der Grenze zu Thesaloniki. Hier hatten sich die Türken mehr konzentriert, vor allem aus dem Grund, weil hier auch die heimische Bevölkerung überwiegend Muslimisch war. Nach dem Berlinger Kongress verlor das osmanische Reich wichtige Gebiete und mit der Entstehung neuer Gebiete teilten sich die Türken in verschiedenen Staaten auf, wie bspw. in Sandschak, im Kosovo und Mazedonien. Aus dem Sandschak, also aus dem heutigen Süd-Serbien wurden die meisten Türken und Albaner in die Türkei gewaltsam vertrieben, sodass die dort übrig Gebliebenen sich heute als Boshnjak ansehen. Daher auch die starke Bindung des Sandschak mit der Türkei. Im heutigen Kosovo wurden sie nicht so sehr vertrieben aber hier hatten sie sich auch weniger konzentriert.

    Dazu muss man auch sagen, dass sich viele Albaner aus dem Kosovo und Mazedonien, die in früher in Städten lebten, sich als Türken ansahen auf Grund der stätdischen Kultur, da sie sich sich vom Bauernvolk unterscheiden wollen, so sprach man Türkisch, nannte sich Türke und versuchte einen türkischen Lebensstil zu pflegen. So entstand eine scheinbar türkische Ethnie, die heute überiwegend im Prizren zu finden ist, die in Wirklichkeit aber albanischer Abstammung sind.

    In Prishtina, als eine der wichtigsten Städte der Region damals, war das der gleiche Fall. Mit der Ankunft des Kommunismus jedoch und der offiziellen Ernnenung zur Haupstadt wandelte sich dieser Trend und es entstand eine andere, neue bürgerlicher Kultur, die von Universitärer Bildung und albanischem Bewusstsein geprägt wurde, vor allem nach der Verfassung von 1968 und 1974.

  3. #183
    Avatar von Exotic

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    Zitat Zitat von FloKrass Beitrag anzeigen
    Im Vilayet Kosovo haben viele Türken gelebt. Der Umfasste Gebiete des heutigen Novi Pazar und Reste des heutigen Süd-Serbien, das heutige Kosovo und den westlichen Teil Mazedoniens bis nach Manastir an der Grenze zu Thesaloniki. Hier hatten sich die Türken mehr konzentriert, vor allem aus dem Grund, weil hier auch die heimische Bevölkerung überwiegend Muslimisch war. Nach dem Berlinger Kongress verlor das osmanische Reich wichtige Gebiete und mit der Entstehung neuer Gebiete teilten sich die Türken in verschiedenen Staaten auf, wie bspw. in Sandschak, im Kosovo und Mazedonien. Aus dem Sandschak, also aus dem heutigen Süd-Serbien wurden die meisten Türken und Albaner in die Türkei gewaltsam vertrieben, sodass die dort übrig Gebliebenen sich heute als Boshnjak ansehen. Daher auch die starke Bindung des Sandschak mit der Türkei. Im heutigen Kosovo wurden sie nicht so sehr vertrieben aber hier hatten sie sich auch weniger konzentriert.

    Dazu muss man auch sagen, dass sich viele Albaner aus dem Kosovo und Mazedonien, die in früher in Städten lebten, sich als Türken ansahen auf Grund der stätdischen Kultur, da sie sich sich vom Bauernvolk unterscheiden wollen, so sprach man Türkisch, nannte sich Türke und versuchte einen türkischen Lebensstil zu pflegen. So entstand eine scheinbar türkische Ethnie, die heute überiwegend im Prizren zu finden ist, die in Wirklichkeit aber albanischer Abstammung sind.

    In Prishtina, als eine der wichtigsten Städte der Region damals, war das der gleiche Fall. Mit der Ankunft des Kommunismus jedoch und der offiziellen Ernnenung zur Haupstadt wandelte sich dieser Trend und es entstand eine andere, neue bürgerlicher Kultur, die von Universitärer Bildung und albanischem Bewusstsein geprägt wurde, vor allem nach der Verfassung von 1968 und 1974.
    Es haben sich auch viele Albaner wegen der Religionsangehörigkeit als Türken bezeichnet/gesehen habe ich mal gehört bzw. gelesen..... korrigiere mich falls ich falsch liege......

  4. #184
    Avatar von FloKrass

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    Zitat Zitat von Gökhan Aydınoğlu Beitrag anzeigen
    Es haben sich auch viele Albaner wegen der Religionsangehörigkeit als Türken bezeichnet/gesehen habe ich mal gehört bzw. gelesen..... korrigiere mich falls ich falsch liege......
    Eindeutig, deshalb schrieb ich auch, dass sich die Türken in diesen Gebieten niedergelassen hatten, weil hier die hemische Bevölkerung überwiegend Muslimisch war. Die Religion hat eine entscheidende Rolle gespielt, so auch bei den Albanern damals. Allerdings muss man sagen, dass vor allem ab Anfang des 19 Jhdts. die Albaner mal von den Türken mal von den Serben gezwungen wurden, sich als Türke zu deklarieren, da die einen ihre Anzahl künstlich anheben wollten, um ihre Ansprüche auf Gebiete zu erheben, die anderen um Ansprüche zu entkräften, da den Serben zufolge der Türke der Feind war und vertrieben werden musste. So wurden die Albaner offiziell als Türken und nicht als Albaner in die Türkei vertrieben.

  5. #185
    Avatar von Exotic

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    Zitat Zitat von FloKrass Beitrag anzeigen
    Eindeutig, deshalb schrieb ich auch, dass sich die Türken in diesen Gebieten niedergelassen hatten, weil hier die hemische Bevölkerung überwiegend Muslimisch war. Die Religion hat eine entscheidende Rolle gespielt, so auch bei den Albanern damals. Allerdings muss man sagen, dass vor allem ab Anfang des 19 Jhdts. die Albaner mal von den Türken mal von den Serben gezwungen wurden, sich als Türke zu deklarieren, da die einen ihre Anzahl künstlich anheben wollten, um ihre Ansprüche auf Gebiete zu erheben, die anderen um Ansprüche zu entkräften, da den Serben zufolge der Türke der Feind war und vertrieben werden musste. So wurden die Albaner offiziell als Türken und nicht als Albaner in die Türkei vertrieben.
    Sie wurden zwar offiziell als Türken vertrieben, aber sie sehen sich immer noch als Albaner. Wenn man bedenkt das 1 Millionen Albaner(Arnavut) in der Türkei leben die die Sprache und Kultur pflegen...

  6. #186
    Avatar von Sonne-2012

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    Zitat Zitat von Ümit_Karhan Beitrag anzeigen
    Früher zur zeit des Osmanischen Reiches lebten sehr viele Türken auf dem Balkan, die eingewandert sind. Nachdem das osmanische Reich zusammenbrach, wurden sehr viele Türken vertrieben. Außer im Kosovo und Mazedonien.
    Früher zur Zeit und vor dem Osmanischen Reich lebten sehr viele Christen in Anatolien, vor den Türken, es war ihre Heimat, vor dem zusammenbruch des osmansichen Reiches wurden die Christen,
    ermordet der Rest der den Völkermord entgehen konnte wurde vertrieben.

    Nur eine geringe Zahl konnte in der Türkei bleiben.

  7. #187

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    Zitat Zitat von Sonne-2012 Beitrag anzeigen
    Früher zur Zeit und vor dem Osmanischen Reich lebten sehr viele Christen in Anatolien, vor den Türken, es war ihre Heimat, vor dem zusammenbruch des osmansichen Reiches wurden die Christen,
    ermordet der Rest der den Völkermord entgehen konnte wurde vertrieben.

    Nur eine geringe Zahl konnte in der Türkei bleiben.
    Hat nichts mit dem Thema zu tun, wie du jetzt sagen würdest!

  8. #188
    Avatar von Sonne-2012

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    Zitat Zitat von TuAF Beitrag anzeigen
    bitte ursache und wirkung beachten

    im juni 1955 wird auf zypern der erste turke ermordet von griechen.in den weiteren wochen werden dutzende weitere turkische zivilisten ermordet.
    danach kommt es im september 1955 zu den ubergriffen der griechen in istanbul.
    Wieder hast du keine Ahnung, die Hauptursachen war der türkische Nationalismus, der zu Gewalt gegen die Minderheiten geführt hat und der niderige Lebensstandard in der Türkei.

    Die Ursachen, die zu der Gewaltorgie gegen Minderheiten führten, sind vielschichtig und nicht durch eine einfache Formel zu erklären. Ursachen sind im türkischen Nationalismus, der nach dem Untergang des Osmanischen Reiches aufkeimte, und in dem eskalierenden Zypernkonflikt zu suchen. Auch erlebte die Bevölkerung einen sinkenden Lebensstandard. Ursachen waren neben einem Preisverfall für landwirtschaftliche Erzeugnisse auf dem Weltmarkt auch Misswirtschaft und Korruption. Die Popularität der damaligen Staatsführung unter Ministerpräsident Adnan Menderes sank dramatisch ab. Eine Eskalation zwischen den Religionen wurde von der Regierung auch dadurch gefördert, dass sie sich vom Prinzip des Laizismus abwandte und einen islamischen Staat etablieren wollte.
    Pogrom von Istanbul

    Hast du eine Quelle das im Juni ein Türke ermordet wurde? oder meinst du ein türkischstämmiger Zypriot?, hast du dafür eien Quelle?

    Zum Zypernkonflikt die türksichstämmigen Zyprioten bzw. viele davon haben zsuammen mit den englsihcen Besatzern zusammengearbeitet und die griechsichstämmigen Zyprioten underdrückt.

  9. #189
    Avatar von Exotic

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    Dann sind also die Pontier keine Griechen okay.

  10. #190
    Avatar von Sonne-2012

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    Zitat Zitat von Gökhan Aydınoğlu Beitrag anzeigen
    Dann sind also die Pontier keine Griechen okay.
    Soweit ich weiß gibt es noch keine pontische Staatsbürgerschaft und noch keinen pontischen Staat, aber dafür eine zypriotische.

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