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Vereinigte Staaten von Groß Österreich

Erstellt von Styria, 12.09.2009, 22:36 Uhr · 57 Antworten · 9.084 Aufrufe

  1. #31
    Avatar von Climber

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    6.229
    Zitat Zitat von Magic Beitrag anzeigen
    Wo lernst Du Deine Geschichten amigo,bei Franz Ferdinand org.?

    Wem waren diese kroatischen Truppen loyal gegenüber?Den Habsburgern die über das Land weiter herrschen wollten oder dem eigenen Volk gegenüber welches eigenständigkeit wollte?
    Jelacic war den Habsburgern gegenüber loyal das Problem waren die Ungarn die auch den kroatischen Illyrismus erweckten (hier wurde die Yugoslawische Idee geboren) es ging soweit das Jelacic in (Buda) Pest einmarschiert ist um den Großungarischen treiben ein Ende zu setzen in Kroatien.

    Ohne Großungarische bestrebungen währen wir wahrscheinlich noch alle ein Land geblieben.

    Außerdem vergleichst du Kroatien zu sehr mit Bosnien und Serbien die bis ca. 1900 mit Osmanen zu tun hatten was kroatien schon nicht mehr 1699 betraff sodass wir völlig andere Probleme und Prägungen hatten als unsere Nachbarländer.

  2. #32
    Avatar von Styria

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    Zitat Zitat von Triglav Beitrag anzeigen
    ja,gab es.......

    Die Landtagswahlen von 1867 brachten der slowenischen nationalen Bewegung, die zum ersten Mal als einheitliches politisches Lager auftrat, den ersten wichtigen Erfolg. Doch bereits in den Folgejahren, während der Taborbewegung, kam es zu Zwischenfällen und Krawallen zwischen Deutschen und Slowenen. Die siebziger Jahre des 19. Jahrhunderts waren vom starken politischen und gleichzeitigem wirtschaftlichen Druck des deutschnationalen Lagers auf die slowenischsprachige Bewölkerung geprägt. Eine wichtige Rolle bei der Eindeutschungspolitik spielten das Schulsystem und die deutsche Beamtenschaft, die gezielt in slowenischsprachigen Gebieten eingesetzt wurde. Zu einer teilweisen Verbesserung für die slowenische Sprache kam es unter der Regierung Eduard Taaffe (1879-1893), die Lage verschlechterte sich jedoch wieder gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als der deutsche Nationalismus und die Politik des „Dranges nach Osten" einen Aufschwung erlebten. Diese sah in den slowenischsprachigen Gebieten ein Hindernis auf dem „Weg zur Adria" und forcierte deshalb eine restriktive Eindeutschungspolitik. Die nationalen Spannungen zwischen Slowenen und Deutschen eskalierten im September 1908, als in Pettau (Ptuj) Krawalle anlässlich der Vollversammlung des slowenischen Schulvereins „Cyril und Method" ausbrachen und am 18. September weitere Ausschreitungen in Laibach folgten. Das Militär eröffnete auf die demonstrierende Menge das Feuer.

    Fläche:
    1910: 9988 km²

    Einwohner:
    1851: 463.956
    1910: 520.327

    Das Herzogtum Krain, das sich vom Hochgebirge der Südalpen im Norden bis zum Karst im Süden und zum Hügelland der Windischen Mark im Südosten erstreckte, war eines der kleinsten Kronländer der Donaumonarchie; es war von zwei Nationalitäten besiedelt. In der Mitte des 19. Jahrhunderts wohnten in Krain ca. 428.500 Slowenen und ca. 37.800 Deutschen. Bis 1910 sank die Zahl der deutschsprachigen Bevölkerung auf knapp 28.000, während die Zahl der slowenischsprachigen Landsleute auf 491.000 stieg.

    Das Land ist von einem Teil des zahlenstarken slawischen Volkes besiedelt, von einem Volk, das zwar klein, auch irgendwie vernachlässigt, aber meistens sehr begabt ist, das nur ab und zu kleiner Ermunterung, kleiner Hilfe, einer richtigen Chance bedürftigt ist, um sein Geist zu erwecken, seine Tüchtigkeit zu verstärken und seine Fähigkeiten zu entwickeln, die dann die schönste Frucht dem Lande, dem Staate, der Welt bringen. Unermüdliche Arbeitsamkeit, Ehrlichkeit, Gerechtigkeit, Gefälligkeit und Gastfreundschaft bezeichnen dieses Volk. Daß es frommen Herzens ist, beweisen neben zahlreichen ländlichen Kirchen fast unzählige Kreuze und Bildstöcke, die man bei allen Wegen sehen kann, viele Kirchen und Kapellen, die auf den Hügeln und Bergen zu schweben scheinen. Manche Seiten der österreichischen Geschichte beweisen, daß der Slowene auch sehr patriotisch und tapfer ist und daß er in den Reihen der Geistesgrössen ehrenhaft vertreten ist.“ So wurden in einer zeitgenössischen Darstellung an der Jahrhundertwende die slowenischen Bewohner Krains beschrieben.

    Obwohl zahlenmäßig eine Minderheit, war das Krainer Deutschtum ein mächtiger Faktor im wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben des slowenischen Kernlands. Allerdings beschränkte sich seine soziale Basis nur auf den Adel und das Beamtentum sowie auf ein Großteil des Bürgertums. Die einzigen Ausnahmen bildeten die deutschen Agrarsiedlungen in Gottschee (Kočevje) im Südosten und Weissenfels (Bela peč) im äußersten Westen.
    Die Grundbedingungen für das Auftreten der Vertreter des in Krain zahlenmäßig dominanten slowenischsprachigen Bauerntums und der slowenischen Intelligenz auf die politische Bühne wurden erst mit der Märzrevolution 1848 und der darauffolgenden Demokratisierung geschaffen.

    Durch den nationalpolitischen Differenzierungsprozeß bildeten sich in den sechziger Jahren in Krain zwei Lager heraus: die slowenische „Nationale Partei“ und die deutsche „Verfassungstreue Partei“. Die letztere dominierte im Krainer Landtag bis 1883, als die slowenischen Nationalen die Mehrheit gewannen. Allerdings waren die Slowenen seit den neunziger Jahren in zwei Lager gespalten: die „Katholische Nationalpartei“ und die liberale „National-Fortschrittliche Partei“. Um die Jahrhundertwende wurde der Landtag von der slowenisch-deutschen liberalen Koalition beherrscht. Allerdings gelang es den Katholischnationalen mit einem modernen christlichdemokratischen Programm die Landesbevölkerung auf ihre Seite zu bringen und die liberale Herrschaft zu brechen. Bis zum Ende der Monarchie dominierte dann in Krain die „Slowenische Volkspartei“ von Dr. Ivan Šusteršič.

    Der Erfolg der Slowenischen Volkspartei ist auch dem großen Einfluß der katholischen Kirche auf das Alltagsleben der Krainer zuschreiben. Die Bevölkerung war fast ausschließlich römisch-katholisch, nur etwa 1000 Krainer, von denen die meisten Protestanten und Uniaten waren, gehörten einer anderen Glaubensbekenntnis an. Zur Jahrhundertwende waren in Krain 641 Geistliche und 87 Priesterseminaristen tätig, die der Laibacher Diözese angehörten.
    Angesichts des nationalpolitischen Differenzierungsprozesses gingen die Krainer Deutschen und die Slowenen in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts auch auf dem Gebiet der kulturellen und wissenschaftlichen Tätigkeit ihre eigene Wege. In der Landeshauptstadt Laibach (Ljubljana) lebten zur Zeit der Jahrhundertwende 37.000 Bürger, wobei der Anteil der Deutschen 15 Prozent betrug.

    Den wichtigsten Mittelpunkt des geselligen Lebens der deutschsprachigen Stadtbewohner bildete die 1880 gegründete „Kasino-Gesellschaft“. Von den slowenischen Vereinen waren vor allem die 1863 gegründete „Slovenska matica“, die 1901 sogar 3223 Mitglieder zählte, und der „St. Kyrill und Metodus Verein“, der zur selben Zeit allein in Krain 63 Zweigstellen und 3729 Mitglieder hatte, im kulturellen Schaffen der Krainer tonangebend. Der Laibacher „Deutsche Turnverein“ wurde 1863 gegründet; im selben Jahr gründeten die slowenischen Turner ihr „Južni Sokol“.

    Krain blieb bis zum Ende der Monarchie vorwiegend Agrarland, das am Industralisierungprozeß nur wenig beteiligt war. 1869 wurde die „Krainische Industrie-Gesellschaft“ gegründet, derer Haupttätigkeit die Verarbeitung des Eisenerzes und der Kokskohle war. Gut entwickelt waren auch die Textil-, Tabak- und Papierindustrie, die Zuckererzeugung, Glockengießerei und Bierbrauerei.
    Andrej Rahten



    Also wenn ich mir die Bevölkerungzahlen so ansehe, kann man daraus nicht unbedingt eine *Österreichisierung* erkennen.

    DA das österreichische Schulsystem seit Maria Theresia Pflicht war in der gesamten Monarchie wurde das aber sicherlich auch zur Verbreiterung des deutschen von den Nationalisten missbraucht.

    Prozentsatz der Analphabeten (Personen älter als 6 Jahre):


    1880 1900 Abnahme der Analphabetenrate


    von 1880 bis 1900

    Österreichische Reichshälfte 34,4 % 27,4 % 7,0%
    Ungarische Reichshälfte 58,8 % 41,0 % 17,8%

    Und das alles innerhalb von 20 Jahren

    Wenn man bedenkt, dass im SHS-Staat die Schulpflicht wieder abgeschafft wurde

  3. #33
    Avatar von Styria

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    3.231
    Zitat Zitat von Magic Beitrag anzeigen
    Kroaten wahren unter den Österreichern und Ungar niedriger gestellt und unterdrückt oder warum glaubst Du wurden die Versuche sich eigenständig zu machen unterdrückt?
    Bosnier hatten unter Osmanen mehr selbstbestimmungsrecht als Kroaten unter den Habsburgern,man sollte das nicht versuchen schönzureden wie es Tudjman versucht hat

    Interessant............

    Boroëvić wurde als ernster Mann mit eisernem Willen beschrieben, der größten Wert auf Disziplin legte, aber ebenso als brutal und rücksichtslos galt. Die Truppen sah Boroević selten, die Front nie. Während laufenden Schlachten schlief er meist gar nicht oder machte nur kurze Nickerchen.
    Bemerkenswert und bezeichnend für Boroevićs Befähigung, aber auch für eine Chancengleichheit in der österreichisch-ungarischen Armee ist der Umstand, dass er als Angehöriger der serbischen Minderheit in Kroatien mit serbisch-orthodoxem Religionsbekenntnis („Prawoslawe“) den höchsten Rang der österreichisch-ungarischen Armee, nämlich Feldmarschall (Ernennung: 1. Februar 1918), erreichen konnte............................

  4. #34
    Avatar von skorpion

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    3.739
    Viele interessante Beiträge. Am Anfang habe ich noch geschmunzelt, als ich bei einigen als Altersangabe "99" gelesen habe, wo ich auf höchstens Anfang 20 getippt hätte. Aber manche beiträge lesen sich ja direkt so, als wären hier lauter unsterbliche Highlander unter sich, die seit Jahrhunderten erbittert auf dem Balkan kämpfen und alles selbst erlebt haben. Beachtliche Recherche.

    Um aber noch einmal kurz auf das Ausgangsthema zurückzukommen: Über den Namen eines solchen Landes könnte man natürlich trefflich streiten, "Groß-Österreich" mit Wien als Hauptstadt wäre wohl nicht so günstig, allein schon wegen der geografischen Lage Wiens. Ansonsten wären alle Folgefragen natürlich abhängig vom Zeitpunkt der Gründung dieses Bundesstaates (und ob es dann zu den beiden Weltkriegen gekommen wäre).

    Nehmen wir einmal den günstigsten Fall, so könnte dieser Staat durchaus ein voller Erfolg sein, Voraussetzungen wären nur die Gleichberechtigung aller Völker und ein relativer Wohlstand. man hätte ein mächtiges und stabiles Land, daß in der Lage wäre, eine Region zu vereinen, in der traditionell immer eher das Trennende betont wurde. Alle von Euch beschriebenen Konflikte hatten doch im Wesentlichen nur die Ursache, daß sich einzelne Völker unterdrückt und benachteiligt fühlten. Wäre man da sensibler vorgegangen, hätte man der Welt viel ersparen können.

  5. #35
    Lopov
    Von diesem Groß-Österreich ist aber nicht viel übrig geblieben ...

  6. #36

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    Zitat Zitat von Lopov Beitrag anzeigen
    Von diesem Groß-Österreich ist aber nicht viel übrig geblieben ...

    was hat ihn auch nach sarajevo getrieben der war genau so blöd wie alexander von jugoslawien. beide haben mordanschläge einfach ignoriert.

    wäre dieser vorfall nicht wäre vojvodina wohlmöglich nie serbien und griechenland wäre der direkte nachbar. 2 wk wären erspart geblieben so wie ein jugoslawien krieg.

  7. #37

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    Wohlsatnd wäre sehr wohl vorhanden gewessen, aber die kulturen sin einfach zu unterschiedlich. Die Österreische Bevölkerung (schätzung) würde vl. 8-10% ausmauchen. Östereich hat was zum zerfallss Jugoslaviens auch was beigetragen.

  8. #38

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    Zitat Zitat von Magic Beitrag anzeigen
    Kroaten wahren unter den Österreichern und Ungar niedriger gestellt und unterdrückt oder warum glaubst Du wurden die Versuche sich eigenständig zu machen unterdrückt?
    Bosnier hatten unter Osmanen mehr selbstbestimmungsrecht als Kroaten unter den Habsburgern,man sollte das nicht versuchen schönzureden wie es Tudjman versucht hat

    Die Kroaten wollten ja (damals) zu den Habsburgern, weil die Osamenen immer näher kammen. Wo es schon offensichtlich war, das ,das OSmanische Reich zusammen bricht wollten sie dann einfach nicht mehr. Dazu muss man sagen die Kroaten und KRoatien unter der "Heerschaft" vollkomen entfallten konnte, wie viele berühmte kroatische Erfinder gab es unter Österreich-Ungarn?? Sehr viele, also schlecht war es für die Kroaten nicht.

  9. #39

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    Damals hat auch bosnien zum ersten mal seine ersten Landeszüge und grenzen bekommen.Bosnien war zwar früher immer unter fremder herrschaft,aber keiner konnte sie von der >Landkarte ausradieren

  10. #40

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    Zitat Zitat von Blesav Beitrag anzeigen
    Die Kroaten wollten ja (damals) zu den Habsburgern, weil die Osamenen immer näher kammen. Wo es schon offensichtlich war, das ,das OSmanische Reich zusammen bricht wollten sie dann einfach nicht mehr. Dazu muss man sagen die Kroaten und KRoatien unter der "Heerschaft" vollkomen entfallten konnte, wie viele berühmte kroatische Erfinder gab es unter Österreich-Ungarn?? Sehr viele, also schlecht war es für die Kroaten nicht.
    Bosna 4ever

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