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Wie viele Juden gäbe es heute in Europa...

Erstellt von Dane_HR, 28.11.2011, 22:37 Uhr · 75 Antworten · 9.021 Aufrufe

  1. #61
    Yunan
    Wie du schon richtig sagst: Es ist ein vorurteil! Ihr versucht, Juden als genetische Kapitalisten abzustempeln. Juden sind genauso Kapitalisten, Linke und Rechte wie jede andere Ethnie auch. Die Welt hat sich nur auf Juden eingeschossen und deswegen wird jeder jüdische Geschäftsmann als Bestätigung für eure beknackten Theorien herangezogen.
    Kein Wunder, dass es dann plötzlich so viele jüdische Geschäftsleute gibt. Das es nebenbei noch 200.000.000 andere Geschäftsleute gibt, wird außer Acht gelassen.

  2. #62
    Avatar von BenKafka

    Registriert seit
    20.10.2011
    Beiträge
    929
    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Wie du schon richtig sagst: Es ist ein vorurteil! Ihr versucht, Juden als genetische Kapitalisten abzustempeln. Juden sind genauso Kapitalisten, Linke und Rechte wie jede andere Ethnie auch. Die Welt hat sich nur auf Juden eingeschossen und deswegen wird jeder jüdische Geschäftsmann als Bestätigung für eure beknackten Theorien herangezogen.
    Kein Wunder, dass es dann plötzlich so viele jüdische Geschäftsleute gibt. Das es nebenbei noch 200.000.000 andere Geschäftsleute gibt, wird außer Acht gelassen.
    Bin ich deiner Meinung. Ich finde auch es sollte hinterfragt werden.

    Fakt ist aber, dass die Juden im Mittelalter in Europa von
    sehr vielen Berfusgruppen ausgeschlossen waren und sich somit zum Großteil selbstständig gemacht haben und vor allem im Bereich Handel
    (Import/Export von Gütern), Geldverleih sich betätigt haben und diese
    Expertise eben an nachfolgende Generationen weitergegeben wurde.

    Aus der Not eine Tugend gemacht sozusagen und deshalb sind sie
    bis heute im Finanzwesen überproportional vertreten.

  3. #63
    Yunan
    Zitat Zitat von Ben1986 Beitrag anzeigen
    Bin ich deiner Meinung. Ich finde auch es sollte hinterfragt werden.

    Fakt ist aber, dass die Juden im Mittelalter in Europa von
    sehr vielen Berfusgruppen ausgeschlossen waren und sich somit zum Großteil selbstständig gemacht haben und vor allem im Bereich Handel
    (Import/Export von Gütern), Geldverleih sich betätigt haben und diese
    Expertise eben an nachfolgende Generationen weitergegeben wurde.

    Aus der Not eine Tugend gemacht sozusagen und deshalb sind sie
    bis heute im Finanzwesen überproportional vertreten.
    Ich gehe lediglich soweit zu sagen, dass ein kleiner Tick mehr der Juden Geschäftsleute sind, als es bei andere Ethnien der Fall ist. Wieso Juden so geübt im Handels- und Finanzwesen sind, hast du ja schon treffend beschrieben.
    Es gibt übrigens auch Geschäftsleute und Bankiers, die Linke sind. So ist es ja nicht.

  4. #64
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Ken Parker Beitrag anzeigen
    Beim Thema Armut geht es in erster Linie darum, wie es das Volk empfindet. ... Bsp. Schweiz: kaum jemandem geht es in Europa materiel so gut wie den Schweizern und trotzdem empfinden viele die Zeiten der Rezession als schwierig...
    Natürlich entscheidet immer die subjektive Wahrnehmung, aber ab 1923 war das ja auch kein subjektives Empfinden. Im Gegenteil, in Frankreich gab es Stimmen, wer eigentlich den Krieg verloren hätte. Die Weltwirtschaftskrise hat Hitler die Macht gebracht, sein Programm stand aber schon zu dem Zeitpunkt

    Die Oktoberrevelution könnte tatsächlich eine Role gespielt haben.

    Nun, es ist durchaus denkbar, dass Hitler die Juden lediglich in seine Strategie hineinbezog. Möglich, dass er dies aufgrund seines Judenbilds, welches er sich bis dato angeeigneet hat, tat und dass seine Erlebnisse keinen so abgrundtiefen Hass an sich erzeugt haben, sondern lediglich zur Erkenntnis geführt haben, dass sich die Juden gut für die Rolle des Sündenbocks eigneten. Grundsätzlich war das Hervorheben der deutschen ("arischen") Rasse das zentrale Fundament seiner Machtpolitik. Einerseits passten da die Juden nicht rein, andererseits sah er die im durchschnitt gebildeteren Juden womöglich als Gefahr, nicht zuletzt wegen derer eher "linken" Tendenzen.
    Als Gefahr kann ich mir nicht vorstellen, es gab ca. 600.000 Juden im DR, das ist 1% gewesen, relativ gleichmäßig aufs ganze Land verteilt. Wo sollten die eine Gefahr sein. Pressefreiheit gab es eh nicht mehr. Eine Forcierung würde sich auch erklären, dass das DR ab ca. 1937 durch die expansive Ausgabenpolitik hauptsächlich im Rüstungsbereich, aber auch andere Prestigeobjekte, permanent vor dem Staatsbankrott stand. Google mal zu Mefo-Wechseln. Die Reichsprogromnacht war nicht nur ein Pogrom, sondern gleichzeitig auch eine massive Enteignung von Juden, die der Staatskasse zuviel. Die Grundhaltung war natürlich da, aber der Zeitpunkt des konkreten Ereignis wurde dann evtl. durch äußere Zwänge bestimmt. Aber das ist alles "hinterher", der grundsätzliche Judenhass muss ja deutlich früher gewesen sein, sonst hätte er es nicht schon 1923 schreiben können. Diese Sündenbocksache, ich reibe mich daran, es bedurfte keines zusätzlichen Sündenbocks, die Revision von Versailles war weit verbreitet. Hitler war da eher moderat auf der Rechten, an Elsaß-Lothringen wäre für ihn kein Frieden mit den Westmächten gescheitert. Zwischen ein bißchen antisemitischer Grundhaltung und Wannseekonferenz liegen eben Welten.

    Zur eigentlichen Frage, die Juden aus Osteuropa wären verstärkt in die USA und nach Palästina ausgewandert. Wären vermutlich genauso viele wie 1939 in Osteuropa. Durch Zuzug aus Osteuropa in Deutschland 1,5 Millionen. Völlig wirre Spekulation, was ist mit Assimilierung? Wieviele Hugenotten gibt es in Deutschland?

  5. #65
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Yunan Beitrag anzeigen
    Wie du schon richtig sagst: Es ist ein vorurteil! Ihr versucht, Juden als genetische Kapitalisten abzustempeln. Juden sind genauso Kapitalisten, Linke und Rechte wie jede andere Ethnie auch. Die Welt hat sich nur auf Juden eingeschossen und deswegen wird jeder jüdische Geschäftsmann als Bestätigung für eure beknackten Theorien herangezogen.
    Kein Wunder, dass es dann plötzlich so viele jüdische Geschäftsleute gibt. Das es nebenbei noch 200.000.000 andere Geschäftsleute gibt, wird außer Acht gelassen.
    Danke, dafür gab es ganz klare Gründe bzw. Verbote und die Konzentration auf erlaubte Berufszweige. Alles andere ist antisemitische Hetze! Das jüdische Familien Wert auf Bildung legen, kann ja wohl KEIN (editiert, Vertipper) Vorwurf sein. Jüdische Nobelpreisträger in Naturwissenschaften sind nicht so ganz die Speerspitze des Kapitalismus.

  6. #66
    Avatar von Parker

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    5.798
    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Natürlich entscheidet immer die subjektive Wahrnehmung, aber ab 1923 war das ja auch kein subjektives Empfinden. Im Gegenteil, in Frankreich gab es Stimmen, wer eigentlich den Krieg verloren hätte. Die Weltwirtschaftskrise hat Hitler die Macht gebracht, sein Programm stand aber schon zu dem Zeitpunkt
    Das Programm stand, aber politisch instrumentalisiert wurde es erst während der Krise. Das ist ausschlaggebend. Ich meinte nicht, dass Hitler erst da die Judenthematik aufgegriffen hat (weshalb ich auch der Meinung bin, dass da mehr dahintersteckte als lediglich politisches Kalkül), sondern dass er erst während der Krise das Potential zur Machtsicherung erkannt hat.


    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Als Gefahr kann ich mir nicht vorstellen, es gab ca. 600.000 Juden im DR, das ist 1% gewesen, relativ gleichmäßig aufs ganze Land verteilt. Wo sollten die eine Gefahr sein. Pressefreiheit gab es eh nicht mehr. Eine Forcierung würde sich auch erklären, dass das DR ab ca. 1937 durch die expansive Ausgabenpolitik hauptsächlich im Rüstungsbereich, aber auch andere Prestigeobjekte, permanent vor dem Staatsbankrott stand. Google mal zu Mefo-Wechseln. Die Reichsprogromnacht war nicht nur ein Pogrom, sondern gleichzeitig auch eine massive Enteignung von Juden, die der Staatskasse zuviel. Die Grundhaltung war natürlich da, aber der Zeitpunkt des konkreten Ereignis wurde dann evtl. durch äußere Zwänge bestimmt. Aber das ist alles "hinterher", der grundsätzliche Judenhass muss ja deutlich früher gewesen sein, sonst hätte er es nicht schon 1923 schreiben können. Diese Sündenbocksache, ich reibe mich daran, es bedurfte keines zusätzlichen Sündenbocks, die Revision von Versailles war weit verbreitet. Hitler war da eher moderat auf der Rechten, an Elsaß-Lothringen wäre für ihn kein Frieden mit den Westmächten gescheitert. Zwischen ein bißchen antisemitischer Grundhaltung und Wannseekonferenz liegen eben Welten.
    Auch die Einschätzung der Gefahr erfologt oft sehr subjektiv. Gerade wenn man eine Politik betreibt, welche das einfache Volk mobilisieren soll, erachtet man die intelektuelle Elite (und zu der ist ein beträchtlicher Teil der Juden zu dieser Zeit zu zählen) immer als Gefahr. Erst eine objektive Analyse der (vemeintlichen) Gefahr würde diese in den Hintergrund rücken lassen, aber objektive Anlysen waren nicht so Hitlers Ding.

    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    ...Google mal ...
    Danke, aber ich habe Geschichte studiert

  7. #67
    Avatar von Karoliner

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    Danke, aber ich habe Geschichte studiert
    Watt 'ne brotlose Kunst, dafür gebe ich ein Danke

    Entschuldigung, das wusste ich nicht. Mefo-Wechsel sind den meisten eben nicht geläufig.

  8. #68
    Avatar von Parker

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    Zitat Zitat von Karoliner Beitrag anzeigen
    Watt 'ne brotlose Kunst, dafür gebe ich ein Danke

    Entschuldigung, das wusste ich nicht. Mefo-Wechsel sind den meisten eben nicht geläufig.
    Brotlos ist es nicht unbedingt, aber wohl in den meisten Fällen. Deshalb habe ich beruflich damit auch nichts zu tun. Aber faszinierend ist es allemal.

  9. #69
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Ken Parker Beitrag anzeigen
    Das Programm stand, aber politisch instrumentalisiert wurde es erst während der Krise. Das ist ausschlaggebend. Ich meinte nicht, dass Hitler erst da die Judenthematik aufgegriffen hat (weshalb ich auch der Meinung bin, dass da mehr dahintersteckte als lediglich politisches Kalkül), sondern dass er erst während der Krise das Potential zur Machtsicherung erkannt hat.
    Zur Polarisierung, zwischen '29 - '33 und Machterringung. Check. Machtsicherung selbst hmm, er hat nicht wirklich gewackelt bis '39. Aber subjektive Wahrnehmung ist natürlich alles.

    Auch die Einschätzung der Gefahr erfologt oft sehr subjektiv. Gerade wenn man eine Politik betreibt, welche das einfache Volk mobilisieren soll, erachtet man die intelektuelle Elite (und zu der ist ein beträchtlicher Teil der Juden zu dieser Zeit zu zählen) immer als Gefahr. Erst eine objektive Analyse der (vemeintlichen) Gefahr würde diese in den Hintergrund rücken lassen, aber objektive Anlysen waren nicht so Hitlers Ding.
    Gab es eigentlich Warnungen aus dem AA, dass das den Kriegseintritt der USA beschleunigen könnte bei einem europäischen Krieg? Dann müsste er ja nicht selber analysieren, sondern andere tun das für ihn.
    Du wahrscheinlich nicht, aber viele unterschätzen Hitler oder auch Göring intellektuell. Bei Göring schön in Nürnberg zu sehen, als er dann auf Zwangsentzug war. Da wurde dann plötzlich klar, wie er es zum zweiten Mann im Staate geschafft hat.

  10. #70
    Avatar von albo

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    viel zu viele!

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