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Völkermord an den Armeniern

Erstellt von Idemo, 29.07.2009, 15:39 Uhr · 2.650 Antworten · 122.895 Aufrufe

  1. #1781
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Zitat Zitat von Sonne-2012 Beitrag anzeigen
    Seit wann muss einen schon längs bewiesenen Völkermord eine Historikerkomission zusammenkommen.
    Um die Sachen schön zu verwässern. Ich sehe auch nicht, wo noch was bewiesen werden müsste.

  2. #1782
    Avatar von Tigerfish

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    Zitat Zitat von Kaveh Ahangar Beitrag anzeigen
    Um die Sachen schön zu verwässern. Ich sehe auch nicht, wo noch was bewiesen werden müsste.
    Yavrum dich habe ich ganz vergessen.

    Wie gehts dir ?

  3. #1783
    Avatar von Sonne-2012

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    Zitat Zitat von Kaveh Ahangar Beitrag anzeigen
    Um die Sachen schön zu verwässern. Ich sehe auch nicht, wo noch was bewiesen werden müsste.
    Ja das ist die Taktik der türkischen Regierung: Lügen, fälschen und Hass gegen Minderheiten verbreiten.

    Sieht man auch heute in Syrien, dort werden terroristische Organisationen unterstützt.

  4. #1784
    Avatar von ZX 7R

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    Gorge Clooney hat mit dem armenischem Präsidenten dem Genozid gedacht. Quelle Euronews.

  5. #1785
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Genozid an Armeniern: Alles, was Sie wissen müssen
    Vor 100 Jahren wurden Hunderttausende Armenier von den Osmanen deportiert und getötet. Hans-Lukas Kieser, Professor für Geschichte der Neuzeit an der Universität Zürich, nimmt zu einigen der wichtigsten Punkten Stellung.
    Ausgangslage

    Das armenische Siedlungsgebiet lag seit dem 19. Jahrhundert in der Türkei (damals Osmanisches Reich) und in Russland. Die Armenier stellten schon früh Forderungen nach Reformen für eine Gleichstellung innerhalb des Osmanischen Reiches. Das niedergehende Osmanische Reich reagierte vor allem mit Repression und ersten Massakern.
    Bildlegende: Undatierte Aufnahme aus dem 1. Weltkrieg in Ostanatolien. Keystone


    Russland-Feldzug als Auslöser

    Noch schlimmer wurde die Lage für die Armenier, als Ende 1914 eine Grossoffensive des Osmanischen Reiches gegen Russland im Kaukasus mit einer verheerenden Niederlage endete. Armenier hatten auf beiden Seiten gekämpft. Obwohl die Mehrheit der armenischen Zivilisten und Soldaten gegenüber dem Osmanischen Reich loyal geblieben war, machte die Regierung die Armenier kollektiv für die militärischen Probleme verantwortlich – zumal einige von ihnen den Krieg kritisierten und auf den Sieg der Gegner hofften. Die Armenier wurden zu Sündenböcken.


    Bildlegende: Armenier werden auf die Todesmärsche geschickt. Keystone


    Deportationen

    Am 24. April 1915 liess die jungtürkische Regierung armenische Intellektuelle in Konstantinopel verhaften, deportieren und töten. Die treibende Kraft war dabei Innenminister Talaat Bey. Dieses Datum gilt als Auftakt zum Völkermord und wird heute von den Armeniern als Genozid-Gedenktag begangen.
    Vorsatz und Planung

    Die Armenier wurden in den kommenden Wochen aus ganz Anatolien deportiert. Alles war telegrafisch gesteuert. Die zentrale Planung war tödlich angelegt. Ein Grossteil der armenischen Männer wurde hingerichtet. Viele Frauen und Kinder starben auf den Todesmärschen in Richtung syrische Wüste. Die Überlebenden verhungerten in den Wüstenlagern oder wurden im August 1916 bei Deir al-Sor im Osten des heutigen Syriens massakriert. Etwa eine Millionen Armenier kamen ums Leben. Die Armenier sprechen sogar von bis zu 1,5 Millionen Toten.
    Sicht der Türkei

    Die Türkei weist den Vorwurf des Völkermordes zurück und spricht von kriegsbedingten Ereignissen. Das Hauptproblem Ankaras, den Genozid an den Armeniern anzuerkennen, liegt in der Gründungsgeschichte des türkischen Nationalstaates. Eine Anerkennung würde seine Helden in Frage stellen und ein grelles Licht auf die Rolle des Massenraubmords von 1915/16 für den Aufbau des Nationalstaates werfen.
    Bildlegende: Ein makabres Bild von 1919: Ein Türke macht auf einer Pritsche einen Mittagsschlaf. Unter ihm tote Armenier. Keystone


    Sicht der Historiker und Politiker

    Die Massaker an den Armeniern 1915/16 gelten für viele Historiker als erster staatlich organisierter Genozid des 20. Jahrhunderts in Europa und den angrenzenden Gebieten. Auch zahlreiche Regierungen, Parlamente und Organisationen sprechen von einem Völkermord.
    Rolle des Schweizers Jakob Künzler

    Vor Ort leisteten einige Schweizer Hilfe für die Armenier. Ein wichtiger Helfer war der Appenzeller Diakon Jakob Künzler (1871-1949), der zusammen mit seiner Frau Elisabeth im Missionsspital von Urfa in Ostanatolien als Laienmediziner arbeitete. Während des Ersten Weltkriegs bewahrte das Paar eine Grosszahl von Armeniern vor Völkermord und Deportation. 1922 organisierten sie dann die Ausreise von rund 8000 armenischen Waisen.

    Die Armenier

    Die Armenier sind das älteste christliche Volk der Welt, das seit über 2700 Jahren im Gebiet zwischen dem Hochland Ostanatoliens und dem Südkaukasus heimisch ist. Zugleich sind die Armenier die Titularnation der heutigen Republik Armenien, wo sie mit Abstand den Grossteil der Bevölkerung ausmachen.


    Auswirkungen auf die Schweiz

    Das Leiden der Armenier in der Osttürkei hatte Auswirkungen bis in die Schweiz. Seit dieser Zeit gibt es in der Schweiz eine armenische Diaspora. Zudem wurden Hilfsprojekte für die Opfer der Massaker in Anatolien auf die Beine gestellt. In der armenisch-apostolischen Kirche in Troinex im Kanton Genf wird jeweils am 24. April eine Messe zum Gedenken an den Armenier-Völkermord zelebriert.
    Schweiz und der Fall Perinçek

    Heisst Meinungsfreiheit, dass alles gesagt werden darf? Auch, dass der Völkermord an den Armeniern eine «internationale Lüge» sei? Dies hatte der türkische Politiker Dogu Perinçek 2005 gesagt und damit einen Rechtsstreit mit der Schweiz ausgelöst.
    Der türkische Nationalist hatte die Aussage bei Reden in der Schweiz gemacht, worauf ihn die Waadtländer Justiz wegen Rassendiskriminierung zu einer bedingten Geldstrafe verurteilte. Das Bundesgericht bestätigte das Urteil 2007. Perinçek zog das Urteil jedoch an den Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte (EGMR) weiter, der 2013 zum gegenteiligen Schluss kam. Derzeit behandelt der EGMR den Fall Perinçek noch einmal.
    Genozid an Armeniern: Alles, was Sie wissen müssen - News - Schweizer Radio und Fernsehen

  6. #1786

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    Ich zitiere an der Stelle mal Schimon Peres (der ehemalige Staatspräsident von Israel): "Es handelt sich um eine Tragödie, die den Armeniern widerfuhr, aber nicht um einen Völkermord."

    Weise Worte von einem weisen Mann.


  7. #1787
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Zitat Zitat von Fard Beitrag anzeigen
    Ich zitiere an der Stelle mal Schimon Peres (der ehemalige Staatspräsident von Israel): "Es handelt sich um eine Tragödie, die den Armeniern widerfuhr, aber nicht um einen Völkermord."

    Weise Worte von einem weisen Mann.

    Der Holocaust war demnach wohl auch nur eine "Tragödie".

    Da Frankreich aufgrund der Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern von 1915 durch die Nationalversammlung aus dem Waffengeschäft mit der Türkei ausgeschlossen worden war, sicherte Peres Israel somit türkische Rüstungsaufträge im Umfang von über zwei Milliarden US-Dollar.
    Sehr weise...

  8. #1788
    Avatar von BlackJack

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    Zitat Zitat von Fard Beitrag anzeigen
    Ich zitiere an der Stelle mal Schimon Peres (der ehemalige Staatspräsident von Israel): "Es handelt sich um eine Tragödie, die den Armeniern widerfuhr, aber nicht um einen Völkermord."

    Weise Worte von einem weisen Mann.
    Da Frankreich aufgrund der Anerkennung des Völkermordes an den Armeniern von 1915 durch die Nationalversammlung aus dem Waffengeschäft mit der Türkei ausgeschlossen worden war, sicherte Peres Israel somit türkische Rüstungsaufträge im Umfang von über zwei Milliarden US-Dollar.
    Voll der reale Klischee-Jude

  9. #1789
    Avatar von Dr. Gonzo

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    Zitat Zitat von BlackJack Beitrag anzeigen
    Voll der reale Klischee-Jude
    Er muss ja sehen, wo sein Land bleibt, nicht

  10. #1790
    Avatar von Achillis TH

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    Zitat Zitat von Aryanam Beitrag anzeigen
    Der Holocaust war demnach wohl auch nur eine "Tragödie".


    Sehr weise...
    oder die 10 Millionen KZ toten Chinesen von den Japanern.

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