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Völkermord an den Armeniern

Erstellt von Idemo, 29.07.2009, 15:39 Uhr · 2.634 Antworten · 111.065 Aufrufe

  1. #241
    Avatar von alex281290

    Registriert seit
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    937
    Zitat Zitat von Lilith Beitrag anzeigen
    Ich frage dich noch mal: Hast du das Buch gelesen?
    Natürlich, sonst würde Sie nicht so abgehen

    Zu der Thematik selber
    Schaut man mal in die Geschichte, voallem zu Zeiten als sich der Untergang des Osmanischen Reich`s abzeichnete, stellt man fest dass die meisten "Verbrechen" der Osmanen immer irgendwie gerechtfertigt wurden, territoriale Bedrohung etc. Diese Sicht der Dinge lebt auch heute noch im türkischen Nationalmythos (nicht nur bei den Türken, Balkan wahrscheinlich generell) weiter, so als gäbe es nur gut oder böse, aber bloß nicht von beidem etwas sein. Der Schrei nach Völkermord ist auf dem Balkan wahrscheinlich fast so groß wie der nach Minderheiten, das Problem sollte aber nicht die Begrifflichkeit und deren Klassifikationsmerkmale sein, sondern eher die Frage ob man sich, ungeachtet von übergeordneten Idealen wie Nationalstolz oder Erbfeindschaft etc., in das wiederfahrende Leid der Menschen (auch Nachfahren leiden mit) reinversetzen kann oder will. Möchte man das nicht dann glaubt man sich jeden Scheiß und spielt den Verbreitern von Menschenverachtlichen Ideologien genau in die Hände, wenn man es kann werden gewisse Relativierungsversuche bzw. Erklärungen einem nicht mehr so ausschlaggebend erscheinen, zumindest was das Maß an Grausamkeit angeht und damit auch ihrem eigentlichen Hintergrund.

    Dass es für das Reich der Osmanen nicht blendend aussah damals, wird wohl niemand bestreiten, allerdings wird diese Argumentation vorallem den Balkanvölkern (oder den Christen im Osmanischen Reich) gelinde gesagt am Arsch vorbeigehen, verständlicherweise. Mir ist es egal wer das älteste, coolste und beste Volk auf dem Balkan ist aber vergessen wir auch nicht dass die Armenier ein uraltes Volk auf dem Gebiet waren und ihr Drang nach Eigenstaatlichkeit ihr gutes Recht war. Das man vorhatte alle Armenier friedlich zu deportieren, halte ich für einen schlechten Witz.
    Wären die Türken wirklich so anständig gewesen, hätten sie einfach den Jahrhundertelangen unterdrückten Christlichen Völkern ihre Heimat lassen sollen und den Untergang "ihres" Reichs akzeptieren sollen. Diese Argumentation ist natürlich Utopie aber ich denke sie verdeutlicht dass auch die Türken nicht die friedlichsten Absichten gehabt haben können.

    MfG

  2. #242
    Avatar von Katana

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    3.543
    Zitat Zitat von leptirica Beitrag anzeigen
    nein.

    ihr ignoriert nur alle absichtlich das Angebot von Lilith, nämlich glaubwürdige Quellen vorzulegen.

    wer hier sachlich argumentiert (und dazu gehört bestimmt nicht "blaaablaa blupp") und diese aussagen auch belegen kann, wurde hier noch nie verwarnt.
    Blödsinn, ich wurde genau wegen meiner Meinung von Lilith in einem anderen Thread mit gleichem Thema verwarnt (Leugnung) und habe auch meine Meinung mit seriösen Quellen belegt unter anderem Lewy welchen Lilith auch hier in diesem Thread als seriösen Historiker anerkennt (Standardwerk). Es ist nunmal so dass man hier in diesem Forum sowieso keine Lösung finden wird, deswegen lieber internationalen Historikern, Wissenschaftlern-Forschern überlassen. Es tut mir leid Lilith, ich glaube dem offiziellen Standpunkt der türkischen Regierung (Alle Archive offen) eher als dir, aber sei mir deswegen bitte nicht böse.

    Ara Safarian 2008:

    Stehen die türkischen Archive allen Forschern, auch

    Armeniern, offen?


    Die türkischen Archive stehen allen offen und bieten interessante Dokumente.

    Allerdings sind sie begrenzt und müssen fachkundig ausgewertet werden. Wo Schwierigkeiten auftauchen, muss man ihnen ebenfalls in geeigneter Art

    begegnen.

    http://lepsiushaus.files.wordpress.c...-interview.pdf


    @Opadidi, ich empfehle dir die alten Threads irgendwo auszugraben, ansonsten google mal nach Kars, Van, Ardahan, Bitlis, Erzurum, Guba Massaker usw. usw. allesamt Orte/Städte. In irgendeinem Thread hatte ich sogar Zeitzeugenaussagen miteingefügt. Die Russen spielen hier eine entscheidende Rolle, da sie mit der 5ten Kolonne Russlands = seperatistische Armenier, Taschnak - Hindschak Komitees und Armenien (von Russland auf alle erdenkliche Art unterstützt) paktierend gegen die Osmanen und Azerbaycan Krieg führten (KAUKASUSFRONT hier ) . Teilweise waren die Russen mit ihren Verbündeten, allen voran Armenien, auf Osmanisches Territorium (heutige Türkei) eingedrungen und hatten osamnische Städte (Artvin, Ardahan, Kars usw. usw.) erobert. Sie versprachen den Armeniern ein Armenisches Königreich im Gegenzug für ihre Unterstützung. Erst später kam es dann zu den Deportationen an dem unzählige unschuldige Menschen gestorben waren. Die meisten Türken erkennen die Toten an, es geht nur um die Klassifizierung als Völkermord.

    Armenier

    Im Sommer 1914 wurden in der russischen Armee Einheiten aus armenischen Freiwilligen eingerichtet. Diese Einheiten bestanden nicht aus armenischen Einwohnern des Zarenreiches, denn diese wurden schon an der Ostfront eingesetzt. Sie setzen sich aus Armeniern des Osmanischen Reiches zusammen und wurden von Andranik Toros Ozanian, Drastamat Kanayan, Arshak Gafavian und Sargis Mehrabyan kommandiert. Anfangs betrug ihre Zahl etwa 20.000 und sie standen außerhalb der russischen Militärkommandostrukturen. Mit der Zeit wuchs ihre Zahl und General Judenitsch entschloss sich 1916, die armenischen Verbände mit der russischen Kaukasusarmee zu vereinigen oder sie aufzulösen.
    Andere armenische Milizen setzten sich aus sogenannten Fedajin zusammen und sammelten sich um bekannte Führer wie etwa Murad von Sebasteia (armenisch Սեբաստացի Մուրատ). Diese Partisaneneinheiten machten laut Boghos Nubar Pascha den größten Teil der armenischen Einheiten aus. Im Dezember 1917 gründete die Daschnak mit Erlaubnis des Armenischen Kongresses von Ostarmenien Militärverbände. Das Korps stand unter dem Befehl von General Tovmas Nazarbekian. Drastamat Kanayan wurde zum Zivilkommissar ernannt. Das Korps war in drei Divisionen eingeteilt, die von Movses Silikyan, Andranik Toros Ozanian und Mikhail Areshian angeführt wurden. Eine andere Einheit stand unter dem Befehl Oberst Korganians. Die Frontlinie von Van nach Erzincan wurde von diesen armenischen Verbänden gehalten. Ozanian soll 150.000 Mann zur Verfügung gehabt haben.[8] Nach Gründung der Demokratischen Republik Armenien wurde Nazarbekian der erste Oberbefehlshaber des Landes. Kaukasusfront (Erster Weltkrieg)
    [/QUOTE][/QUOTE]

    • ARMENISCHE MASSENMORDE GEGENÜBER DEN ASERBEIDSCHANER
      Die Massaker der Armenier gegenüber den Türken fanden nicht nur in Anatolien, sondern auch in Kaukasien und in Aserbaidschan statt. Zu diesen Vorfällen, zitieren wir aus Dokumenten vor Prof. Dr. Fahrettin M. Kirzioglu:

      "Im August 1919, überfielen die armenischen Einheiten insgesamt 45 Dörfer in der Umgebung von Nachitschewan und Serür und haben aus gepanzerten Eisenbahnwagen auf Dörfer in der Nähe der Eisenbahnstrecke geschossen.

      Gegen Ende Mai 1920 vertrieben die Armenier die Einwohner des moslemischen Dorfes Karadagli, nahe Uluhanli bei Eriwan, aus ihren Häusern und plünderten sie aus.

      In der Nacht auf den 24. Mai 1920 überfielen mehr als 300 armenische Kavalleristen das Dorf Cebecali, 5 km nördlich von Uluhanli, und erstachen alle moslemischen Erwachsenen mit Bajonetten.

      In der Nacht auf den 27. Juni 1920 überfielen die Armenier die Dörfer Hacýbayram und Haberbegli in Eriwan plünderten die Eigentümer der Einwohner aus, ermordeten eine Vielzahl der Einwohner und die wenigen, die fliehen konnten, ertranken in dem Fluss Aras, als sie versuchten, den Fluss in südliche Richtung zu überqueren.

      500 Moslems, die versuchten mit den Reisepässen, ausgestellt von dem aserbaidschanischen Botschafter in Eriwan, nach Aserbaidschan und in andere Orte zu reisen, wurden bei ihrer Reise nach Gence, in der Nähe von Gümrü aus den Zügen herunter geholt und ermordet.


      Am 6. April 1920 überfielen die armenischen Einheiten die moslemischen Dörfer der Regionen Zengezor, Ordubad und Vedi und übten grausame Taten aus.

      Sie überfielen in der Nacht zum 16. April 1920, das Dorf Hachaparak, 15 Minuten entfernt von Eriwan, und übten ein Massaker an den Moslems aus. 6 Männer, die versuchten diesem Massenmord zu entkommen, wurden mit Dolchen erstochen. Frauen und Mädchen wurden vergewaltigt und danach verbrannt. Alle Häuser wurden ausgeplündert."

      Die Greultaten der Armenier gegenüber den Aserbaidschanern fanden nicht nur während des Ersten Weltkrieges statt, wurden auch danach, zu der Zeit der Sowjetunion und auch nach der Auflösung der Sowjetunion während der Zeit der Armenischen Republik fortgesetzt. Yasin Aslan weist auf wichtige Dokumente in seinem Buch "Armenien, an der Historischen Kreuzung" hin.

      Die Armenier veranstalteten am 13. Februar 1988 im Verwaltungszentrum von Berg Karabagh, der Stadt Hankendinde (Stepanakert) eine Demonstration. Sie verlangten, dass Berg Karabagh von Aserbaidschan getrennt und an Armenien übergeben werden sollte. Danach folgten weitere Forderungen. Am 18. Februar 1988 trafen die ersten aserbaidschanischen Flüchtlinge in Baku ein. Sie wurden jedoch mit Bussen zur Rückreise gezwungen. Die Flüchtlinge fanden in Sumgayit Zuflucht. Es kam hier zu einigen Vorfällen. Rund 180 bis 200 Tausend Aserbaidschaner wurden aus Armenier mit Gewalt vertrieben. Eine gleiche Anzahl von Armeniern wurde vermutlich auch aus Aserbaidschan vertrieben. Kurz gesagt, führten die Vorfälle seit 1988 dazu, dass mehr als 1 Million Aserbaidschanern zu Flüchtlingen wurden.

      Die 1988 begonnenen Vorfälle bilden eigentlich den letzten Ring der Verbannungskette. Die Aserbaidschaner in Armenien wurden in der sowjetischen Zeit ein paar mal vertrieben worden. Arutunyan, Vorsitzender der Armenischen Kommunistischen- Partei, schrieb im Jahre 1945 in einen Brief an Stalin und forderte die Übergabe Berg Karabagh an Armenien. Stalin hingegen, sandte diesen Brief weiter an den Vorsitzenden der Aserbaidschanischen Kommunistischen- Partei, Mir Cefer Bagirov. Bagirov bekundete in seinem Brief an Stalin, dass die gesamte Bevölkerung von Schuscha (Susa) aus Aserbaidschanern besteht und dass diese Region weiter als ein Teil Aserbaidschans bleiben muss. Er unterstrich ferner, dass auch die Aserbaidschaner Bodenansprüche von Armenien haben. Diese Annäherung führte damals dazu, dass dieses künstlich entworfenes Problem zunächst bei Seite gelegt wurde.

      Aber der Ministerrat der ehemaligen Sowjetunion, verbannte mit dem Beschlss- Nr. 4083 vom 23. Dezember 1947, die in Armenien lebenden Türken unter Bezeichnung als "Aserbaidschaner" auf die Kura-Aras- Ebene in Aserbaidschan. Der selbe Ministerrat ermöglichte mit dem Beschluss- Nr. 754 am 10. März 1948 die Umsetzung des vorherigen Beschlusses. Nach diesem Beschluss wurden die Aserbaidschaner aus Armenien vertrieben. Die Vertreibung wurde bis zum Tod von Stalin weitergeführt. In dieser Periode wurden insgesamt 150 Tausend Aserbaidschaner aus ihrem Vaterland vertrieben.

      Am Anfang des Jahrhunderts wurden die in Armenien lebenden Aserbaidschaner auf verschiedenen Wegen zur Umsiedlung gezwungen. Im Jahre 1927 bestand 70% der Bevölkerung von Eriwan aus Aserbaidschanern. In diesen Jahren wurden 130 Tausend Aserbaidschaner verbannt und rund 100 Tausend Armenier aus den Nahostländern in Eriwan angesiedelt. Dies wurde auch in den folgenden Jahren weitergeführt. Den armenischen Historikern nach, waren am Anfang des vorigen Jahrhunderts, 2000 von insgesamt 2300 Dörfern in Armenien von Aserbaidschanern besiedelt. Nach 1936 wurden die aserbaidschanischen Ortsnamen geändert. Im Jahre 1991 wurden mit dem Befehl des armenischen Staatspräsidenten Levon Ter-Petrosyan, die Namen von 90 aserbaidschanischen Dörfern geändert. Die Umbenennung hatte zwischen 1960 und 1970 unter Leitung der stellvertretenden Präsidenten der Sowjetisch Sozialistischen Republik Armeniens, Hovanes Bagdarasyan begonnen.

      Nach Verbannungen und Vertreibungen, die zwei Jahrhunderte anhielten, mussten 1,5 Millionen Aserbaidschaner ihre Heimat verlassen und sie wurden aus Armenien zur Auswanderung gezwungen. Die Verbannung wurde 1988 vollendet. Heute kann man in Armenien nicht einen einzigen Aserbaidschaner finden. 1988 machten die Armenier 88,6 Prozent der Bevölkerung in Armenien aus. Anfang des Jahrhunderts war die Fläche von Armenien 9 Tausend Quadratkilometer groß. Dank aserbaidschanischer Territorien expandierten die armenischen Territorien inzwischen auf 29,8 Tausend Quadratkilometer. Davon sind die in den letzten Jahren besetzten Gebiete ausgeschlossen.

      Es ist Tatsache, dass sich der Druck Russlands und Armeniens auf Aserbaidschan verstärkt wurde. Aserbaidschan steht kurz davor, sich zu Libanon zu verwandeln. Die Gefahr der Teilung besteht weiterhin. Die Armenier halten zur Zeit immer noch den Lacin- Korridor, der Berg Karabagh und Armenien verbindet unter Kontrolle. 20 Prozent der aserbaidschanischen Territorien stehen unter armenischer Besetzung. Auf der anderen Seite rief Armenien im Mai 1922 die "Republik Kurdistan" in den Gebieten Lacin und Kelbecer aus.

      Nach Angaben des ehemaligen Leiters des armenischen Dienstes im Rundfunksender Azadlig (Freiheit), Eduard Oganisyan, der zugleich Vorsitzender der Anstalt für russisch-armenische Beziehungen und einer der Führer der Partei Taschnaksutyun ist, unterzeichnete die armenische Regierung ein heimliches Abkommen über den Anschluss Armeniens an Russland.

      Armenien versucht eine, ihm eigene Rolle im Gebiet zu spielen. Um den Inhalt dieser Rolle zu verstehen, braucht man nur Nachrichten in der russischen und armenischen Presse zu lesen.

      Der Artikel von Artur Gevarkyan, geboren im Jahre 1963, Lehrkraft an dem armenischen Institut für Philosophie und Politologie, der in der Ausgabe 1993/4 der Zeitschrift "Nas Sovremennik" unter dem Titel "Turan anstelle der Sowjetunion?" erschien, ist aus mehreren Hinsichten interessant. Gevorkyan, der die Belebung vom "Dritten Rom" feuriger als ein Russe verteidigt, meint folgendes:

      "Armenien Unterstützt Russland in der Kaukasus- Region und ist ein natürlicher und historischer Verbündeter. Die Armenier sperren den Pantürkisten den Weg, die zu der Dreier-Gruppe gehören, welche unter anderem aus Angelsachsern und Zionisten besteht. Der einzige Ausweg für christliche Länder, wie Russland, Armenien, Georgien und Serbien ist die Belebung des "Dritten Römischen Reiches".

      Einige russische Funktionäre behaupten, dass die Kaukakus Region in einem Feuerkreis gehalten werden muss um die Region von äußeren Einflüssen zu schützen. So werden Länder wie die Türkei und der Iran sich nicht in dieses Gebiet wagen. Ein Artikel von Vadim Simburski, der im April 1994 in der Zeitung Segodnaya erschien, ist ein gutes Beispiel dafür. Simburski fasst seine Gedanken wie folgt zusammen:

      "Die Kaukasus- Region ist die einzige Region, die eine direkte Gefahr für die Interessen von Russland bildet. Es steht im Interesse Russlands, dass es im Gebiet kleine Reichtümer wie "Aserbaidschan" und "Georgien" gibt, die weiterhin als ein nationaler Staat bleiben wollen. Im Gebiet gibt es revolutionäre Mächte, die die Interessen Russlands schützen werden. Aus diesem Grund muss die "stabile Instabilität" gewahrt werden. Diese seit Jahren gewahrte instabile Lage verhindert die Eingriffe der Türkei und des Iran. Andauernde kleine Konflikte stehen im Interesse von Russland. Denn diese Lage wird zu einem Feuerkreis beitragen, der die Türkei daran hindert, in das Gebiet zu gelangen.

      Ungeachtet dieser Lage im Westen des Kaspischen- Meeres, muss Russland es im Osten des Kaspischen- Meers, die Stabilität gewährleisten. Denn Kasachstan ist ein halb russisches Gebiet. Kasachstan muss zu einer Sicherheitszone verwandelt werden, die die südlichen Grenzen Russlands schützt.


      Odenburg wird zur Verbreitung von Mittelasien offen sein. Aus diesem Grund muss Russland alles in seiner Macht stehende tun, um Kasachstan und die mittelasiatischen Länder zu einer sicheren Zone im Inland zu verwandeln."

      Vazgen Manukyan, der zwischen 1992-1993 Verteidigungsminister von Armenien war und zur Zeit inoffizieller Führer der Opposition ist, hat bei einem Interview im April 1994, in der Zeitung Nezavisimya bekundet, dass es an der Zeit sei, zwischen der Berg Karabagh und Aserbaidschan einen Föderationsstaat zu gründen.

      Das Angebot von Andronik Migranyan, politischer Berater des russischen Staatspräsidenten Jelzin und Mitglied des Präsidentschaftsrates, ist von vielen Hinsichten aus sehr interessant. Migranyan hat in einem Interview für die Zeitung Nezavisimaya, im Januar 1994 vorgeschlagen, dass ein föderativer Staat zwischen Aserbaidschan und Georgien gegründet wird. Er behauptete weiter, dass ein föderatives Aserbaidschan und Georgien ohne Russland nicht leben könne. Er erklärte weiter, dass Armenien, an der Südgrenze von Russland, zu einem Stabilitätsfaktor umgewandelt werden müsse.

      Auch Levon Schirinyan stellte die gleiche Behauptung in der Zeitung Azatamart. Schirinyan und behauptete, dass Nachitschewan an Armenien zurückgegeben werden solle. Diese Beispiele können vervielfacht werden. Sie weisen darauf hin, aus welchen Zentren diese Vorfälle gelenkt werden.

      Diejenigen, die versuchen eine Annäherung zwischen der Türkei und Armenien zu verhindern und dagegen offen propagandieren sind die Anhänger der Daschnaksutyun- Partei und Zweigorganisationen, die Anhänger von Moskau, Berater wie Ambatsumov (Ambartsumyan), Migranyan, Kurginyan, die zuvor Gorbatschow und danach Jelzin nahe standen sind, die Armenier, die an der russischen Regierung teilnehmen und insbesondere der armenische Diaspora.

      Eine Nachricht die von der Daschnaksutyun Partei am 7. Dezember 1993 unter der Bevölkerung verbreitet wurde, um Panik auszubreiten, ist ein gutes Beispiel hierfür. Die Nachrichtenzentrale der Daschnaksutyun Partei verbreitete die Auskunft, dass die türkische Armee einen Raketenangriff, insbesondere gegen das Atomkraftwerk Medzamor und auf weitere Ziele in Armenien starten werde. So hieß es in der Nachricht, die Türkei wolle ihre Angriffe damit gerechtfertigten, dass die PKK- Terroristen in Armenien aktiv sein. Dem Vorsitzenden der Nachrichtenzentrale Bagrat Andronik nach, würde die Türkei die Angriffe aus Nachtschewan leiten.

      Antitürkische Nachrichten machen einen wichtigen Teil der Meldungen in der armenischen und russischen Presse aus. In diesen Artikeln wird versucht, die Bevölkerung mit dem so genannten "Türkischen Faktor" einzuschüchtern. Ausdrücke wie "Der erweckende Riese", "Der erwachende Löwe", "Todesengel der Sowjetunion", "Der Osmanische Geist erwacht" und "Einer der Zwei Säulen des künftigen Reiches" werden häufig benutzt. Der armenische Politikwissenschaftler Andronik erläutert diese Artikel wie folgt:

      "Armenien, Russland und Iran könnten eine Vereinigung der Türkei mit Aserbaidschan und Mittelasien verhindern. Armenien und der Iran müssen zu einem Faktor zur Hinderung dieser Einheit werden."

      Armenien spielt seit einigen Jahrhunderten eine wichtige Rolle in der russischen Außenpolitik. Armenien ist ein Fernposten von Russland gegen die türkische und islamische Welt. Aber die russischen Nationalisten nähern sich seit einigen Jahren der Türkei an und kritisieren die Eingriffe Armeniens auf aserbaidschanischen Territorien. Ein Teil der russischen Nationalisten betrachtet nun Armenien als eine Last auf der Schulter Russland.

      Nach Moskauer- Zeitungsberichten, trägt Russland 57 Prozent des Haushaltsbetrages von Armenien. Es scheint nicht möglich, dass Armenien einen solchen umfangreichen Krieg ohne Unterstützung aus dem Ausland weiter führen kann. Der Vorsitzende des aserbaidschanischen Parlaments, Resul Guliyev erklärte gegenüber eines russischen TV Senders, dass Armenien nicht in der Lage sei den Krieg noch fünf Jahre weiterzuführen, wenn es keine ausländische Unterstützung erhalten sollte. Nach Guliyev ist Armenien nicht in der Lage einen einzigen weiteren Panzer zu kaufen. Die Unterstützer von Armenien sind die im Ausland lebenden Armenier, einige westliche Staaten und einige Mitgliedsstaaten der Gemeinschaft Unabhängiger Staaten (GUS).

      In der Ausgabe 1992/13 der Moskovski Novosti Zeitung wurde behauptet, dass nach dem Rückzug Russlands aus der Kaukasus- Region, das Gleichgewicht gestört und die Region unter Einfluss der Türkei geraten wird.

      Der Bericht des Gorbatschow Fonds zum Thema Berg Karabagh weist daraufhin, dass ein solch großer Staat wie Russland aus vielen Gründen Armenien nicht mehr braucht. Armenien sei nur ein freiwilliger Verbündeter Russlands. Die folgende Zeile aus dem Bericht ist sehr wichtig: "Die historische Vergangenheit der russisch-armenischen Beziehungen zwingt Russland, Armenien zu unterstützen."

      Die Armenier sind sich diesem Bewusst und versuchen die Situation möglichst bestens auszunutzen. In einem Artikel in der Zeitung Azatamart betonte Levon Schirinyan folgendes:

      "Kein Zweifel, Russland wird in der nahen Zukunft das mächtigste Land im Kaukasus sein. Länder, wie auch die Vereinigte Staaten von Amerika, haben bis heute versucht, Russlands Interessen im Gebiet herauszufordern. Die Tatsache, dass Russland Osteuropa verloren hat, zwingt es zu einer strategischen Annäherung im Süden zu den Armeniern. Armeniens Aufgabe ist, Russlands politische Manöver im Gebiet sehr gut zu beobachten und diese möglichst gut auszunutzen. Eine Zusammenarbeit im Rahmen der Gemeinschaft Unabhängiger- Staaten und gute gegenseitige Beziehungen müssen erstellt werden. Sonst wird ein anderes Land oder ein anderer Partner, die Stelle des schwachen Armeniens einnehmen".


      Seit mehr als 70 Jahren, stützte sich die Türkei- Politik Armeniens auf die Behauptung, dass die Türken 1,5 Millionen Armenier ermordet haben und die Propaganda um die Wiedergewinnung der Flächen im Nordosten der Türkei, die mit dem Vertrag von 1921 der Türkei überlassen wurden. In allen Parteiprogrammen der armenischen Parteien steht es fest, dass diese Flächen wiedergewonnen werden müssen, und dass die Türkei zu einer Entschuldigung für die Ermordung der Armenier während des Osmanischen Reiches gezwungen werden muss. Wie bekannt hat "Die geheime Armee zur Befreiung Armeniens", kurz ASALA genannt, zwischen den Jahren 1974-1985 45 türkische Diplomaten und deren Familienangehörige getötet.

      Nachdem die Armenische Volksbewegungspartei von Ter-Petrosyan 1990 zur Macht kam, entstanden wichtige Änderungen in der Türkei- Politik Armeniens. Im Rahmen der Vorstöße zur Trennung von der Sowjetunion versuchte Armenien mit der Türkei und dem Iran Handelsbeziehungen aufzunehmen. Die neue Perspektive kam auch in der im August 1990 veröffentlichten Unabhängigkeitserklärung zum Wort. In der Erklärung wurde der angebliche Völkermord wieder erwähnt, jedoch von einem Anspruch auf Boden wurde nicht gesprochen.

      Der Zerfall der Sowjetunion gefährdete die Annäherung in der sensiblen türkisch-armenischen Beziehungen. Dass, die Türkei als erstes Land die Unabhängigkeit Aserbaidschans anerkannte, beeinträchtigte ebenfalls diese Beziehungen.

      Im November 1992 besuchte eine Delegation der armenischen Regierung die Türkei. Die Türkei hatte vier Bedingungen für die Erweiterung der Beziehungen gestellt:

      1. Armenien muss die vorhandene Grenze zwischen der Türkei und Armenien anerkennen,
      2. Armenien muss seine internationale Propaganda, über den angeblichen Völkermord von 1915 aufgeben,
      3. Armenien darf sich nicht in die inneren Angelegenheiten der Türkei einmischen (Dabei wurde insbesondere die Unterstützung Armeniens für die PKK in Betracht genommen)
      4. Armenien muss in Berg Karabagh mit den Bedingungen Aserbaidschans einen Waffenstillstand annehmen.

      Die Parteien hatten sich über die ersten drei Artikel geeinigt und die Energieminister beider Länder hatten sogar einen Protokoll für den Stromverkauf aus der Türkei nach Armenien unterzeichnet. Doch konnte der damalige türkische Außenminister weder die Regierung Aserbaidschans noch die Opposition in der Türkei, von der Bedeutung des Inhalts dieses Protokolls überzeugen. Aus diesem Grund konnte die Türkei das Protokoll nicht umsetzen. Dies war ein großer Schlag für die armenische Regierung, die unter Energiemangel litt. Wie bekannt, importiert Armenien 96 Prozent seines Energiebedarfs. Armenien importierte 80 Prozent seines Erdgasbedarfes aus Aserbaidschan. Im Herbst 1991 stoppte Aserbaidschan jedoch die Erdgaslieferung nach Armenien. Aus diesem Grund musste Armenien aus Türkmenistan Erdgas kaufen. Die Erdgasleitung führt in Georgien durch ein, früher Borcali, jetzt Marneuli genanntes Gebiet, wo Aserbaidschaner leben. 1995 wurde die Rohrleitung mindesten 10 mal sabotiert.

      Die Öffnung des türkischen Flugraums für Flüge nach Armenien wurde als ein Versuch zur Erstellung eines Gleichgewichtes, im Gegensatz zu ihren Hilfen für Aserbaidschan bewertet.

      Während die Weltöffentlichkeit mit dem russischen Angriff in Tschetschenien beschäftigt war, übte der Staatspräsident Levon Ter-Petrosyan eine politische Säuberungsaktivität aus, nachdem er sich von dem Berg Karabagh- Ausschuss trennte und die Führung der Armenischen- Nationalen- Volksbewegung übernahm. Wie bekannt, befahl Gorbatschow die Verhaftung der 11 Mitglieder des Berg Karabagh Ausschusses, unter welchem sich auch Levon Ter-Petrosyan befand.

      Am 28 Dezember 1994 verbot Levon Ter-Petrosyan mit einem einzigen Befehl die Aktivitäten der "Daschnaksutyun- Partei", die als die Armenische- Revolutionäre- Föderation bekannt war. Außerdem ließ er viele Organisationen und Zeitungen der Daschnaksutyun- Partei schließen.

      Nach seiner politischen Säuberungsaktivität sagte Ter-Petrosyan im Fernsehen, dass die Daschnaksutyun Partei in Drogenschmuggel verwickelt gewesen war, dass diese Partei politisch motivierte Morde verwirklichte und 50 Mitglieder der terroristischen Organisation DRO aufgenommen hatte. Er teilte ferner mit, dass die DRO eine Gefahr für die Staatssicherheit sei, und dass die DRO- Spionage Aktivitäten gegen geheime Information der Streitkräfte führte.

      Diese Initiativen von Ter-Petrosyan waren keine Überraschung. Er führte seit langer Zeit einen Kampf gegen die Daschnaksutyun- Partei. Zum Beispiel verbannte er im Juni 1992 erneut den Führer dieser Partei, den Hrair Marukyan nach Griechenland.

      Der Parlamentssprecher Babken Ararksiyan, bekundete bei seiner Bewertung der politischen Säuberungsaktivitäten von Ter-Petrosyan, dass die Demonstrationen in der Führung der Daschnaksutyun- Partei eine Gefahr für das Land seien.

      Das Verfassungsgericht verbot mit der Begründung, dass eine politische Partei keine Zweigstellen im Ausland öffnen und auch keine ausländischen Mitglieder in der Führung haben kann, verbot die Aktivitäten der Daschnaksutyun- Partei vorläufig. Obwohl die Führer der Partei Armenier sind, haben die meisten von ihnen eine andere Staatsbürgerschaft. Eine doppelte Staatsangehörigkeit ist bis heute in Armenien nicht erlaubt. Die Daschnaksutyun- Partei hat viele armenische Mitglieder, die in verschiedenen Ländern leben und auch Zweigstellen in Ländern, wo Armenier leben. Die Parteizentrale liegt in Athen.

      Die Daschnaksutyun ist nicht die einzige Partei, die nach dem Zerfall der Sowjetunion nach Armenien zurückgekehrt ist. "Ramgavar Azatakan" (Liberale Demokraten) kehrten auch zurück. Diese Partei verfolgt eine mehr mittelmäßige Linie. Die Daschnaksutyun- Partei ist mehr nationalistisch eingestellt und stellt sich gegen viele Meinungen der Regierung.

      Die Daschnaksutyun Partei, deren Aktivitäten verboten wurden, hatte zuvor die Absicht, als ein Teil der linken Parteien bei den Wahlen teilzunehmen. Dieser Block kam aus Gruppen zusammen, unter denen sich auch die Berg- Karabagh- Armenier- Gruppe, die Union der Intellektuellen, die Union der Verfassungsrechtler und die Erbensbewegung befanden. Aber der zentrale Wahlausschuss hat dem linken Block die Teilnahme bei den Wahlen nicht erlaubt. Auch die Monarchie Partei und die Partei der Armenischen Frauen durften bei den Wahlen nicht teilnehmen.

      Ter-Petrosyan nahm an den Wahlen, zusammen mit 5 Partien, des "Republikanischen Blocks" teil. Die Teilnahme der Bevölkerung an den Wahlen lag bei rund 55 Prozent. Der republikanische Block gewann 114 Sitze und damit auch die Mehrzahl im Parlament. Die Schamiran- Frauenbewegung erreichte den zweiten Platz. Die Armenische Kommunistische Partei hat den von ihr erwarteten Erfolg nicht erreicht. Der Stellvertretende Staatspräsident Gagik Harutunyan, teilte bei seiner Erklärung über die Erfolglosigkeit der radikalen nationalen Front mit, dass diese Parteien kein gutes Programm hatten und auch egoistisch gehandelt haben. Aber die Umfragen vor den Wahlen zeigten auf einen mindesten 20 prozentigen Anteil für die Kommunisten an der Regierung.

      Armenien befindet sich zur Zeit in einem der schlechtesten Perioden seiner Geschichte. Das Volk ist in Armut. Der Mindestlohn der Rentner liegt unter einem Dollar. Nach den Zahlen des Staatlichen Institutes für Statistik, beträgt das durchschnittliche Einkommen ca. 2,5 Dollar. Auf der anderen Seite deuten die Zahlen des Zentralen Wahlausschusses für die Jahre 1991-1994 daraufhin, dass die Zahl der Bevölkerung in den letzten 3 Jahren um 30 Prozent gesunken ist. Das heißt, seit 1993 haben ca 1 Millionen Armenier das Land verlassen. Die Armenier in Berg Karabagh fliehen. Die Zahl der nach Russland und in den Westen ausreisenden Armenier nimmt zu. Nach den Worten von Georg Pogosyan, Vorsitzender des Armenischen Institutes für Soziologische Forschungen sind 70 Prozent der Bevölkerung Armeniens potentielle Aussiedler. Diese Tatsache hat seine eigenen sozialen und politischen Gründe. Armenische Zeitungen haben die Resultate einer soziologischen Forschung unter den Aussiedlern zwischen 1993-1994 durchgeführt und veröffentlicht. 45 Prozent der Teilnehmer beschwerten sich über die Handlungsweise der Polizei und der selben Ämter, 24 Prozent wiesen auf soziale-ökonomische Gründe hin und 12 Prozent meinte, dass sie das Land verlassen haben, weil eine Gelegenheit für freien Handel nicht vorhanden war.

      Das von Armenien in Berg Karabagh und teilweise auch in Aserbaidschan geführter Krieg und das Embargo der Türkei und Aserbaidschans wegen des Krieges, hat eine negative Wirkung auf das Leben im Land.

      Armenien versucht seine Beziehungen mit seinen Nachbarn, insbesondere mit Georgien, sowie als auch mit Russland und dem Iran zu verbessern. Die Zusammenarbeit zwischen Russland und Armenien zeigt sich fast auf allen Gebieten.

      Obwohl der Kalte- Krieg vorbei ist, wird der geopolitische Krieg noch fortgeführt. Wegen der Schwächung Russlands, der Arbeiten der westlichen Ölkonzerne im kaspischen Becken und der Zunahme nationalistischer Bewegungen bildet sich im kaspischen Becken ein besonderes internationales System.

      Es ist kein Zufall, dass der russische Verteidigungsminister Grachov, anstatt der Front, Armenien und Georgien besuchte, während die russische Armee einen Angriff auf die strategischen Punkte in Tschetschenien, nämlich Argun, Schali und Gudarmes verübte. Grachov besuchte, sowohl die russischen Truppen in den hiesigen Ländern führte, auch militärische Zusammenarbeitsgespräche mit den Regierungen dieser Länder. Es ist an dieser Stelle in Erinnerung zu bringen, dass Russland während seines Angriffes auf Tschetschenien von seinen Militärstützpunkten in Armenien und Georgien Gebrauch machte. Der Vertrag zu den russischen Militärstützpunkten in Armenien wurde im März 1995 erneut unterschrieben.

      Obwohl in Russland ein gewisser Hass, gegen die Völker der Kaukasus- Region herrscht, sehen einige radikale nationalistische russische Organisationen Armenien als einen wichtigen Verbündeten. Radikale nationalistische Russen betrachten Armenien als ein antitürkisches und anti-islamisches Schutzschild. Armenien ist ein Mittel für Russland um die Türkei aus dem Kaukasus und aus Aserbaidschan zurückzuhalten.

      Armenien muss den ersten Schritt machen, um seine Probleme mit seinen Nachbarn zu lösen, insbesondere, die mit der Türkei und Aserbaidschan. Bewaffnete armenische Banden müssen die besetzten Territorien Aserbaidschans verlassen und das Berg Karabagh- Problem muss im Rahmen der territorialen Integrität Aserbaidschans gelöst werden. Die heutige Situation ist weit entfernt von einem sogenannten "Recht auf Selbstdetermination". Die Armenier bezeichnen Karabagh nicht nur als ihr eigenes Land, sondern bezeichnen es auch als "Drittes Armenien". Der Artikel von Levon Schrinyan, der in der Zeitung Azatamar erschien, ist ein gutes Beispiel hierfür. Schrinyan behauptet, dass in der Umgebung von Armenien 20 Millionen Kurden mir der Idee zur Gründung eines Nationalen Staates leben, und dass es in der Zukunft zu weiteren und schlimmeren Vorfällen kommen wird. Es ist nicht möglich mit solchen Gereden zu einem Ergebnis zu kommen. Die Erfahrungen der Vergangenheit zeigen, dass auf Hass beruhende Politik nichts bringt und auch in der Zukunft nichts bringen wird. Aus diesem Grund muss Armenien mit gesundem Menschenverstand handeln und Beitrag zu der Stabilität leisten.

      Die Türkei liegt im Fokus der Welt und ist ein Stabilitätsfaktor im Gebiet. Die Pravda Zeitung, deutete darauf hin, dass die Länder, die Interesse am Kaukasus und in Zentralasien haben, sowohl den Iran als auch die Türkei berücksichtigen müssen. Nach der Pravda ist die Türkei mit ihren Möglichkeiten für Investitionen, ihrer modernen Technologie, ihrem säkularen System ein Vorbild für die Staaten des Kaukasus und Zentralasiens. Insbesondere nach dem Zerfall der Sowjetunion seien viele westliche Staaten sich nun der neuen geopolitischen Lage und der wichtigen Rolle der Türkei bewusst.

      Nach der Financial Times Zeitung bewerten die westlichen Staaten die Türkei als ein Politischen- und Handelszentrum im Osten des Mittelmeers, als einen Stabilitätsfaktor in Kaukasien und Zentralasien. Alle europäischen Staaten und die USA bewerteten die Türkei als eine "Regionale Macht" und ein "Säkulares Demokratisches Model". Der Financial Times nach ist die Türkei ein Stabilitätselement von der Balkan- Region bis zum Kaukasus, vom Nahen Osten bis Zentralasien.

      QUELLE:
      1. Kirzioglu, M. Fahrettin: Kars Ili ve Cevresinde Ermeni Mezalimi (1918 - 1920) / Armenian Oppressions in the Kars Province and its Environs (1918 - 1920), KÖKSAV Yayinlari / KÖKSAV Publications, Ankara, 1999.

      2. Aslan, Yasin: Ermenistan Tarihi Yol Ayiriminda / Armenian History at the Cross Road., Ankara, 1997.

      3. Ermeni Alimleri ve Feryat Koparan Taslar / Armenian Scholars and the Stones That Create Screams (Rusca - Russian) 1902, p. 80 - 123.

      4. AFP, 6. 5. 1994.

      5. Azerbeycan Sovyet Ansiklopedisi IV / Azerbaijan Soviet Encyclopaedia IV, page 81 - 82, Azerbeycan Gazetesi / Azerbaijan Newspaper, 11. 3. 1994.

      6. Moscow News, 11. 12. 1993, Nr. 46, ITAR - TASS, 31. 8. 1993.

      7. Nezavisimaya Gazeta, 8. 4. 1994, Nezavisimaya Gazeta, 18. 1. 1994.

      8. Moscow News, 15. 1. 1993.

      9. Nas Sovremennik (Muasirimiz) Magazine 1993 / 4 issue.

      10. Segodnaya (Bu Gün / Today) Newspaper, 9. 4. 1994.

      11. Nezavisimaya Gazeta, 8. 4. 1994.

      12. Nezavisimaya Gazeta, 18. 1. 1994.

      13. Azatamart Newspaper, November 2 - 8, 1993.

      14. Snark News Agency, December 7, 1993.

      15. Moskovskaya Pravda, 24. 9. 1992.

      16. Turan Ajansi / Turan Agency, December 4, 1993.

      17. Moskovskiya Novosti Newspaper, 1992 / 13.

      18. Azadlig, 12. 5. 1992.

      19. Azatamart, 2 - 8. 11. 1993.

      20. Soviet Analyst, May 15, 1991 nu. : 10.

      21. Neue Züricher Zeitung, February 9, 1993.

      22. Frankfurter Allgemeine Zeitung, February 15, 1993.

      23. Wall Street Journal, January 25, 1995.

      24. Segodniya, June 28, 1995.

      25. Segodniya, July 13, 1995.

      26. ITAR - TASS, November 27, 1994.

      27. Snark News Agency, December 1, 1993.

      28. New Times, November 1994.

      29. Country Report, 3 rd Quarter / 1994.

      30. Segoniya, June 30, 1995.

      31. Salam (Iran Newspaper), October 7, 1995.

      32. Moscow News, December 8 - 14, 1995.

      33. Komersant - Daily, October 17, 1995.

      34. Nezavisimaya Gazeta, January 4, 1996.

      35. Azatamart Newspaper, September 7 - 13, 1993.

      36. Republik Ermenistan, August 3, 1993.

      37. Pravda, March 3, 1993.

      38. Financial Times, January 21, 1994.

      39. Vremya, May 5, 1993.

      40. Los Angeles Times, October 5, 1980.

      41. Armenian Weekly, May 7, 1994.
      ARMENISCHE AUFSTANDE UND MASSAKER - FORSNET


    Natürlich gibt es Menschen mit einem bestimmten ethnisch-religiösen Hintergrund denen man eine gewisse Neutralität von vornherein absprechen möchte und es gegf. auch tut. Belegt wird dann die Voreingenommenheit (mich eingeschlossen) dadurch, dass sich immer die üblichen Verdächtigen zu diesem Thema als erstes melden (unter anderem Griechen und Russen). Das ihre Ursprungsländer selbst Massaker und evtl. Genozide verübt haben, welche bis Heute nicht anerkannt werden steht auch auf einem anderen Blatt.

    Es wird halt wie andere Türken schon gesagt hatten, schnell polarisiert und politisiert bei einem Thema welches sehr kompliziert ist und wo so etwas überhaupt nicht reingehört. Interessant ist es, dass Großbritannien welches eines der Erzfeinde der Jungtürken und des Osmanischen Reichs war, also einer der IMPERIALISTISCHEN KRÄFTE und die Partei welcher man schlagartig Voreingenommenheit unterstellen möchte bis heute den Völkermord oder den Tatbestand eines Völkermordes nicht anerkennt. Bis heute gibt es keine schrifftlichen Dokumente oder Belege welche die Völkermordbefürworter stützen würde. Die wichtigsten Quellen wurden als gefälscht (Andorian) oder stark manipuliert entlarvt (Lepsius). Es gibt also bis heute keinen Beweis für die Absicht der Vernichtung einer Ethnie im Osmanischen Reich. Was gegen den Genozid spricht ist, dass Armenier in anderen Städten des Osmanischen Reichs bleiben durften, siehe Istanbul.

    Soviel zur internationalen Staatengemeinschaft:
    Bewertung durch die Staatengemeinschaft

    Seit 1965 haben 22 Staaten die durch den osmanischen Staat begangenen Deportationen und Massaker der Jahre 1915–1917 offiziell als Genozid entsprechend der UN-Völkermordkonvention von 1948 anerkannt (u. a. Argentinien, Belgien, Griechenland, Italien, Kanada, Libanon, die Niederlande, Russland, Schweden,[151] die Schweiz, die Slowakei, Uruguay und Zypern).[152][153][154][155] Andere Staaten (so auch Israel,[156] Dänemark, Bulgarien,[157] Georgien und Aserbaidschan) hingegen sprechen offiziell nicht von Völkermord.[158][159][160] Die Regierung des Vereinigten Königreichs verurteilte die Verbrechen, sah aber die Kriterien für eine Einstufung als Völkermord gemäß der UN-Völkermordkonvention als nicht gegeben an.[161] Völkermord an den Armeniern

  3. #243

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  4. #244

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    Zitat Zitat von Katana Beitrag anzeigen
    Blödsinn, ich wurde genau wegen meiner Meinung von Lilith in einem anderen Thread mit gleichem Thema verwarnt (Leugnung) und habe auch meine Meinung mit seriösen Quellen belegt unter anderem Lewy welchen Lilith auch hier in diesem Thread als seriösen Historiker anerkennt (Standardwerk). Es ist nunmal so dass man hier in diesem Forum sowieso keine Lösung finden wird, deswegen lieber internationalen Historikern, Wissenschaftlern-Forschern überlassen. Es tut mir leid Lilith, ich glaube dem offiziellen Standpunkt der türkischen Regierung (Alle Archive offen) eher als dir, aber sei mir deswegen bitte nicht böse.





    @Opadidi, ich empfehle dir die alten Threads irgendwo auszugraben, ansonsten google mal nach Kars, Van, Ardahan, Bitlis, Erzurum, Guba Massaker usw. usw. allesamt Orte/Städte. In irgendeinem Thread hatte ich sogar Zeitzeugenaussagen miteingefügt. Die Russen spielen hier eine entscheidende Rolle, da sie mit der 5ten Kolonne Russlands = seperatistische Armenier, Taschnak - Hindschak Komitees und Armenien (von Russland auf alle erdenkliche Art unterstützt) paktierend gegen die Osmanen und Azerbaycan Krieg führten (KAUKASUSFRONT hier ) . Teilweise waren die Russen mit ihren Verbündeten, allen voran Armenien, auf Osmanisches Territorium (heutige Türkei) eingedrungen und hatten osamnische Städte (Artvin, Ardahan, Kars usw. usw.) erobert. Sie versprachen den Armeniern ein Armenisches Königreich im Gegenzug für ihre Unterstützung. Erst später kam es dann zu den Deportationen an dem unzählige unschuldige Menschen gestorben waren. Die meisten Türken erkennen die Toten an, es geht nur um die Klassifizierung als Völkermord.
    [/QUOTE]



    Natürlich gibt es Menschen mit einem bestimmten ethnisch-religiösen Hintergrund dem man eine gewisse Neutralität von vornherein absprechen möchte und es gegf. auch tut. Belegt wird dann die Voreingenommenheit (mich eingeschlossen) dadurch, dass sich immer die üblichen Verdächtigen zu diesem Thema als erstes melden. Es wird halt wie andere Türken schon gesagt hatten, schnell polarisiert und politisiert bei einem Thema welches sehr kompliziert ist und wo so etwas überhaupt nicht reingehört. Interessant ist es, dass Großbritannien welches eines der Erzfeinde der Jungtürken und des Osmanischen Reichs war, also einer der IMPERIALISTISCHEN KRÄFTE und die Partei welcher man schlagartig Voreingenommenheit unterstellen möchte bis heute den Völkermord oder den Tatbestand eines Völkermordes nicht anerkennt. Bis heute gibt es keine schrifftlichen Dokumente oder Belege welche die Völkermordbefürworter stützen würde. Die wichtigsten Quellen wurden als gefälscht (Andorian) oder stark manipuliert entlarvt (Lepsius). Es gibt also bis heute keinen Beweis für die Absicht der Vernichtung einer Ethnie im Osmanischen Reich. Was gegen den Genozid spricht ist, dass Armenier in anderen Städten des Osmanischen Reichs bleiben durften, siehe Istanbul.

    Soviel zur internationalen Staatengemeinschaft:[/QUOTE]

    Kardeş biz ne dersek diyelim aynı tas aynı hamam. Boşa nefesini tüketme bence yine de sen bilirsin...

  5. #245
    Avatar von ZX 7R

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    Zitat Zitat von Katana Beitrag anzeigen

    @Opadidi, ich empfehle dir die alten Threads irgendwo auszugraben, ansonsten google mal nach Kars, Van, Ardahan, Bitlis, Erzurum, Guba Massaker usw. usw. allesamt Orte/Städte. In irgendeinem Thread hatte ich sogar Zeitzeugenaussagen miteingefügt. Die Russen spielen hier eine entscheidende Rolle, da sie mit der 5ten Kolonne Russlands = seperatistische Armenier, Taschnak - Hindschak Komitees und Armenien (von Russland auf alle erdenkliche Art unterstützt) paktierend gegen die Osmanen und Azerbaycan Krieg führten (KAUKASUSFRONT hier ) . Teilweise waren die Russen mit ihren Verbündeten, allen voran Armenien, auf Osmanisches Territorium (heutige Türkei) eingedrungen und hatten osamnische Städte (Artvin, Ardahan, Kars usw. usw.) erobert. Sie versprachen den Armeniern ein Armenisches Königreich im Gegenzug für ihre Unterstützung. Erst später kam es dann zu den Deportationen an dem unzählige unschuldige Menschen gestorben waren. Die meisten Türken erkennen die Toten an, es geht nur um die Klassifizierung als Völkermord.

    Ok, nehmen wir mal an es gab so seperatistische Armenier. Ich versteh trotzdem nicht was da den Völkermord berechtigt?


    Zitat Zitat von Katana Beitrag anzeigen
    ..... Interessant ist es, dass Großbritannien welches eines der Erzfeinde der Jungtürken und des Osmanischen Reichs war, also einer der IMPERIALISTISCHEN KRÄFTE und die Partei welcher man schlagartig Voreingenommenheit unterstellen möchte bis heute den Völkermord oder den Tatbestand eines Völkermordes nicht anerkennt. .....

    Na gut..ich meine der Feind war ja auch nicht so präsent auf Eurem Boden wie z.B. die Deutschen, die da was anderes berichten.

  6. #246
    Avatar von Exotic

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    Zitat Zitat von ZX 7R Beitrag anzeigen
    Ok, nehmen wir mal an es gab so seperatistische Armenier. Ich versteh trotzdem nicht was da den Völkermord berechtigt?





    Na gut..ich meine der Feind war ja auch nicht so präsent auf Eurem Boden wie z.B. die Deutschen, die da was anderes berichten.
    Die Deutschen berichten viel wenn der Tag lang ist, sieht man heute bei den Politikern.

  7. #247
    Avatar von ZX 7R

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    Zitat Zitat von Gökhan Aydınoğlu Beitrag anzeigen
    Die Deutschen berichten viel wenn der Tag lang ist, sieht man heute bei den Politikern.

    Blöd nur, dass sie damals keinen Grund hatten Euch ans Bein zu pissen.

    Noch blöder ist es natürlich, dass sie sehr Ordnungsliebend und penibel sind/waren was Dokumentation betrifft!

  8. #248
    Avatar von liberitas

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    Zitat Zitat von Gökhan Aydınoğlu Beitrag anzeigen
    Die Deutschen berichten viel wenn der Tag lang ist, sieht man heute bei den Politikern.
    Ist bei den Türken natürlich ganz anders.

  9. #249
    Avatar von papodidi

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    Cool

    @Katana: danke für den ausführlichen Beitrag, ich werds mir durchlesen und dann antworten....

  10. #250
    Avatar von Exotic

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    Zitat Zitat von ZX 7R Beitrag anzeigen
    Blöd nur, dass sie damals keinen Grund hatten Euch ans Bein zu pissen.

    Noch blöder ist es natürlich, dass sie sehr Ordnungsliebend und penibel sind/waren was Dokumentation betrifft!
    Und woher weißt du das? sagen es die Deutschen ? ^^ Ich meine Made In Germany galt nicht immer für eine super Qualität früher war es eher wie "Made In China" wenn du verstehst was ich meine.

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