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Volkszählung 1898 unter Österreich/Ungarn - in Dubrovnik sprach man serbisch

Erstellt von JackShandy, 30.04.2019, 13:16 Uhr · 68 Antworten · 1.956 Aufrufe

  1. #1

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    Volkszählung 1898 unter Österreich/Ungarn - in Dubrovnik sprach man serbisch

    Ich hab hier eine uralte Volkszählung entdeckt. Mir war klar, dass zu jugoslawischen Zeiten immer von serbo-kroatisch oder eben jugoslawisch die Rede war und deshalb ist es auffällig, das hier explizit von "serbisch" gespochen wird. Ist zwar von einer serbischen Seite, aber das Dokument sieht völlig authentisch aus.

    Nach der hier aufgeführten Befragung 1898 unter der KuK Monarchie sollen rund 90% der Einwohner Dubrovniks inklusive Nebenorten angegeben haben, serbisch zu sprechen (9712) , gefolgt von italienisch 716, ungarisch 384, deutsch 285, tschchisch 48, slowenisch 19, polnisch 6.

    https://www.poreklo.rs/wp-content/up...0%B7-1890..pdf

  2. #2

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    Interessante Sache, sofern das Dokument richitg ist.

    - - - Aktualisiert - - -

    Anscheinend wurde die Bürger damals nicht nach Ethnie befragt, zumindest ist im Dokument nichts angegeben , sondern nur welche Sprache man spricht.

    Dubrovnik-srpski-jezik.jpg

  3. #3
    Avatar von berliner

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    Zitat Zitat von JackShandy Beitrag anzeigen
    Ist zwar von einer serbischen Seite, aber das Dokument sieht völlig authentisch aus.
    Es wäre wichtig, dass du das Dokument wirklich als authentisch einstufst. Wenn du das tust kann man wahrscheinlich die Geschichte neu schreiben und ggfl auch Gebietsansprüche stellen.

    Danke.

  4. #4
    Avatar von daro

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    Zu dumm um hier eine Antwort zu geben

  5. #5

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    Zitat Zitat von Coon Beitrag anzeigen
    Interessante Sache, sofern das Dokument richitg ist.

    - - - Aktualisiert - - -

    Anscheinend wurde die Bürger damals nicht nach Ethnie befragt, zumindest ist im Dokument nichts angegeben , sondern nur welche Sprache man spricht.

    Dubrovnik-srpski-jezik.jpg
    Eventuell wurde es auch einfach bei dieser Recherche "srpski" statt "srpsko-hrvatski" verwendet. Der Einfachheit halber oder weil es zu der Zeit eben noch niemanden interessiert hat, wie man es bezeichnet.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von berliner Beitrag anzeigen
    Es wäre wichtig, dass du das Dokument wirklich als authentisch einstufst. Wenn du das tust kann man wahrscheinlich die Geschichte neu schreiben und ggfl auch Gebietsansprüche stellen.

    Danke.

    Bitte.

    Es geht einfach darum, dass es damals eben sowas wie "Gebietsansprüche" offensichtlich nicht gab. Noch nichteinmal einen Anspruch darauf, die Sprache nach Ethnien zu bezeichnen, werter Forumstourist.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von daro Beitrag anzeigen
    Zu dumm um hier eine Antwort zu geben
    Das ist nichts neues.

  6. #6

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    Zitat Zitat von JackShandy Beitrag anzeigen
    Eventuell wurde es auch einfach bei dieser Recherche "srpski" statt "srpsko-hrvatski" verwendet. Der Einfachheit halber oder weil es zu der Zeit eben noch niemanden interessiert hat, wie man es bezeichnet.
    Hmm, also Serben und Kroaten waren damals nicht verfeindet noch hatte man bis dato Krieg untereinander, zählt auch für die restlichen Yugo Völker. Das heutige serbokroatisch hat ja Vuk Karadzic aus Loznica/Serbien formiert mitte des 19. Jahrhunert, vielleicht haben ja die Kroaten dies auch als serbsich akzeptiert/angenommen ähnlich wie die Österreicher deutsch, die beharren ja auch nicht drauf ihre Sprache österreichisch zu nennen, sondern dort ist Amtsspradche deutsch. Heute nach den Kriegen nennt es ja jeder nach seiner ethnie, sprich serbisch, kroatisch, bosnisch, manche sogar bosniakisch, sogar montenegrinisch gibt es seit 10 Jahren, obwohl wir eigentlich ein und die selbe Sprache sprechen.

    Oder aber die zweite Variannte, die Dubrovniker fühlten sich damals als katholische Serben, es gab ja im Raum Dalmatien, Herzegowina, Montenegro nicht gerade wenig katholische Serben schon im Mittelalter, damals hiess nicht gleich katholischer Slawe=Kroate, dies kam erst mit den Kriegen im 20 Jh.

  7. #7
    Avatar von berliner

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    Zitat Zitat von JackShandy Beitrag anzeigen
    Eventuell wurde es auch einfach bei dieser Recherche "srpski" statt "srpsko-hrvatski" verwendet.
    Nein das kann man glaube ich ausschliessen. Es sprach niemand kroatisch, das zeigt die Tabelle ja deutlich.

  8. #8

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    Zitat Zitat von Coon Beitrag anzeigen
    Hmm, also Serben und Kroaten waren damals nicht verfeindet noch hatte man bis dato Krieg untereinander, zählt auch für die restlichen Yugo Völker. Das jetzige serbokroatisch hat ja Vuk Karadzic formiert, vielleicht haben ja die Kroaten dies auch als serbsich akzeptiert/angenommen ähnlich wie die Österreicher, die behaaren ja auch nicht drauf ihre Sprache österreichisch zu nennen, sondern dort ist Amtsspradche deutsch. Heute nach den Kriegen nennt es ja jeder nach seiner ethnie, sprich serbisch, kroatisch bosnisch, bosniakisch, sogar montenegrinisch gibt es seit 10 Jahren.

    Oder abere die zweite Variannte, sie fühlten sich damals als katholische Serben, es gab ja im Raum Dalmatien, Herzegowina, Montenegro nicht gerade wenig katholische Serben schon im Mittelalter, damals hiess nicht gleich katholischer Slawe=Kroate.
    Eben, das wollte ich bei Berliners "Argumentation" eben noch ergänzen. Es überhaupt serbokroatisch zu nennen war ja schon der Beginn einer Sezession, wenn man so will. Die es eben damals nicht gab. Meine Großeltern haben sich auch nicht zwanghaft in "kroatische Serben" oder "orthodoxe Kroaten" kategorisiert. Nichtmal oder erst recht nicht nach dem 2. WK.

  9. #9
    Avatar von berliner

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    Zitat Zitat von Coon Beitrag anzeigen
    Oder abere die zweite Variannte, sie fühlten sich damals als katholische Serben
    Denke auch diese Tabelle drückt vor allem Gefühle aus. Die Menschen wurden bei der Volkszählung sehr einfühlsam befragt (auf einer Couch liegend), ob sie sich serbisch fühlen. So kam es, dass selbst die wenigen echten Kroaten in Dubrovnik (wenn es Juden und Polen und Mulsime gab, gabs sicher auch Kroaten, mindestens einen Bettler), also dass selbst die im Herzen ihren Wunsch nach dem Serbentum gespürt haben. Darum dann 0% kroatisch. Ich glaube wir sind da einer Sensation auf der Spur.

  10. #10

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    Zitat Zitat von berliner Beitrag anzeigen
    Nein das kann man glaube ich ausschliessen. Es sprach niemand kroatisch, das zeigt die Tabelle ja deutlich.
    Das es bis zum Krieg in den 90ern eben so auch nicht gab. Bestenfalls war von "serbokroatisch" die Rede, weil es eben ein und dieselbe Sprache ist, Herr Forumstourist.

    - - - Aktualisiert - - -

    Zitat Zitat von berliner Beitrag anzeigen
    Denke auch diese Tabelle drückt vor allem Gefühle aus. Die Menschen wurden bei der Volkszählung sehr einfühlsam befragt (auf einer Couch liegend), ob sie sich serbisch fühlen. So kam es, dass selbst die wenigen echten Kroaten in Dubrovnik (wenn es Juden und Polen und Mulsime gab, gabs sicher auch Kroaten, mindestens einen Bettler), also dass selbst die im Herzen ihren Wunsch nach dem Serbentum gespürt haben. Darum dann 0% kroatisch. Ich glaube wir sind da einer Sensation auf der Spur.
    Eigentlich müssen wir BlackJack gar nicht freischalten. Du bist ja genauso "lustig".

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