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Vorbild für den Balkan: 50 Jahre Freundschaft

Erstellt von papodidi, 22.01.2013, 15:54 Uhr · 56 Antworten · 2.617 Aufrufe

  1. #21
    Kejo
    Zitat Zitat von Legija Beitrag anzeigen
    ich SERBIEN und albanien.................
    Eher gründen die Türken und Griechen einen turko-hellenischen Megastaat.

  2. #22
    Avatar von Zoran

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  3. #23
    Avatar von Pholiko

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    Zitat Zitat von opadidi Beitrag anzeigen
    Wann kommen endlich auf dem Balkan Politiker mit ähnlichem Mut und solch grosser Weitsicht???
    Sorry, aber dieses ganze Tralalla und dieser Hype um die angebliche "Freundschaft" ist echt für die Katz, dermaßen nervtötend, dass es gar nicht wahr sein kann!!

    Von welcher Freundschaft sprechen wir hier eigentlich? 50 Jahre war alles schuldige der deutsche Staat, und als Deutscher hatte man das zu akzeptieren. Aber peux a peux lässt sich ja nachzeichnen, wie die ganze Situation abdriftet. Beginnen wir aber vom Anfang.

    Naja, wo ist eigentlich der Anfang? Muss man bei Preussen anfangen, oder zählen nur die beiden Weltkriege? Schon tricky. Jedenfalls das gekränkte Ego der Pariser wieder positiv zu stimmen, hat den Deutschen eine Menge gekostet. Meinetwegen, schuldig waren sie (zumindest in den Weltkriegen).

    Versucht hat man, beide Länder auf Augenhöhe zu trimmen (hauptsächlich seitens der USA), damit die Balance in Europa wieder vollkommen ist. Enorme Eingeständnisse der Deutschen war erforderlich, Unsummen an Reparationskosten und etc. Ohne Eingeständnisse wäre dies niemals möglich - schon alleine aus diesem Grund scheitert das in Südosteuropa, Eingeständnis ist ein Fremdwort. Reparationskosten? Pah, wieso, wenn alle nur Frieden wollten und der Gegner immer der Schuldige war?

    Deutschland wurde immer klargemacht, dass man schuldig war, und daraus schlussfolgernd, dass man es immer so sein wird, so konnte man D in die Schranken weisen, schön und gut. Aber Freundschaft war das nie. Nur weil es Kooperationen zwischen den katholischen Kirchen gibt, sind sich beide Völker nicht wieder positiv gesinnt. Man stelle sich vor, man geht als deutscher Michel zum Champs Elysée und fragt Einheimische auf Englisch einige Fragen - was fällt ihm bloß ein! Wenn man in Frankreich ist, hat man Französisch zu sprechen. Behauptet man dasselbe in Deutschland, wird man in eine bestimme Ecke gedrängt...

    Frankreich hat schon immer Machtpolitik betrieben. Sei es während des Zeitalters des Imperialismus', oder auch jetzt. Ohne vorher mit dem "Hauptpartner, Freund und Nachbar" zu reden, wurde in Mali eingegriffen, der Zeitpunkt ist aber lustig: erst, als die strategisch wichtigste Stadt eingenommen wurde. Hat also eher wenig mit Menschenrechten zu tun... Vielleicht will man auch nur von der wirtschaftlichen Schwäche ablenken, das ist wieder ein so großes Oberthema... Naja, ist nicht Gegenstand der Sache, trägt ihr aber in einer gewissen Weise auch bei: Deutschland hat sich in den letzten Jahren aus Kriegen eher fern gehalten, und sich auf die Wirtschaft konzentriert, welches heute als Erfolgsmodell in der EU gilt. Deutschland entpuppt sich immer mehr als der Motor der EU, Frankreich und UK verlieren an Relevanz. Das vorher genannte französische Ego, oh mon dieu, wird erneut gekränkt sein (obwohl man selber schuldig ist)... Wie soll man sie dieses mal besänftigen?

    Mal schauen, wie sich das in ein paar Jahren entwickelt, wenn Frankreich in eine Rezession verfällt... Ob man Deutschland dann immer noch so freundlich gesinnt ist (als Regierung). Die alte Bevölkerung wird immer skeptisch bleiben. Die junge Bevölkerung sollte es nicht groß interessieren, da a.) hoher Ausländeranteil -> nicht von den ehemaligen Kriegen betroffen, und b.) von den Kriegen selber haben sie wenig mitbekommen. Aber dieses Phänomen ist nicht franko-allemande, man sieht das auch heute bei jungen Serben und Bosnier und Kroaten, die sich zusammenschließen.

    Ich bin strikt dagegen von einer vorbildlichen Freundschaft zu sprechen. In meinen Augen ist das einfach nicht der Fall.

  4. #24

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    1.070
    Zitat Zitat von Pholiko Beitrag anzeigen
    Sorry, aber dieses ganze Tralalla und dieser Hype um die angebliche "Freundschaft" ist echt für die Katz, dermaßen nervtötend, dass es gar nicht wahr sein kann!!

    Von welcher Freundschaft sprechen wir hier eigentlich? 50 Jahre war alles schuldige der deutsche Staat, und als Deutscher hatte man das zu akzeptieren. Aber peux a peux lässt sich ja nachzeichnen, wie die ganze Situation abdriftet. Beginnen wir aber vom Anfang.

    Naja, wo ist eigentlich der Anfang? Muss man bei Preussen anfangen, oder zählen nur die beiden Weltkriege? Schon tricky. Jedenfalls das gekränkte Ego der Pariser wieder positiv zu stimmen, hat den Deutschen eine Menge gekostet. Meinetwegen, schuldig waren sie (zumindest in den Weltkriegen).

    Versucht hat man, beide Länder auf Augenhöhe zu trimmen (hauptsächlich seitens der USA), damit die Balance in Europa wieder vollkommen ist. Enorme Eingeständnisse der Deutschen war erforderlich, Unsummen an Reparationskosten und etc. Ohne Eingeständnisse wäre dies niemals möglich - schon alleine aus diesem Grund scheitert das in Südosteuropa, Eingeständnis ist ein Fremdwort. Reparationskosten? Pah, wieso, wenn alle nur Frieden wollten und der Gegner immer der Schuldige war?

    Deutschland wurde immer klargemacht, dass man schuldig war, und daraus schlussfolgernd, dass man es immer so sein wird, so konnte man D in die Schranken weisen, schön und gut. Aber Freundschaft war das nie. Nur weil es Kooperationen zwischen den katholischen Kirchen gibt, sind sich beide Völker nicht wieder positiv gesinnt. Man stelle sich vor, man geht als deutscher Michel zum Champs Elysée und fragt Einheimische auf Englisch einige Fragen - was fällt ihm bloß ein! Wenn man in Frankreich ist, hat man Französisch zu sprechen. Behauptet man dasselbe in Deutschland, wird man in eine bestimme Ecke gedrängt...

    Frankreich hat schon immer Machtpolitik betrieben. Sei es während des Zeitalters des Imperialismus', oder auch jetzt. Ohne vorher mit dem "Hauptpartner, Freund und Nachbar" zu reden, wurde in Mali eingegriffen, der Zeitpunkt ist aber lustig: erst, als die strategisch wichtigste Stadt eingenommen wurde. Hat also eher wenig mit Menschenrechten zu tun... Vielleicht will man auch nur von der wirtschaftlichen Schwäche ablenken, das ist wieder ein so großes Oberthema... Naja, ist nicht Gegenstand der Sache, trägt ihr aber in einer gewissen Weise auch bei: Deutschland hat sich in den letzten Jahren aus Kriegen eher fern gehalten, und sich auf die Wirtschaft konzentriert, welches heute als Erfolgsmodell in der EU gilt. Deutschland entpuppt sich immer mehr als der Motor der EU, Frankreich und UK verlieren an Relevanz. Das vorher genannte französische Ego, oh mon dieu, wird erneut gekränkt sein (obwohl man selber schuldig ist)... Wie soll man sie dieses mal besänftigen?

    Mal schauen, wie sich das in ein paar Jahren entwickelt, wenn Frankreich in eine Rezession verfällt... Ob man Deutschland dann immer noch so freundlich gesinnt ist (als Regierung). Die alte Bevölkerung wird immer skeptisch bleiben. Die junge Bevölkerung sollte es nicht groß interessieren, da a.) hoher Ausländeranteil -> nicht von den ehemaligen Kriegen betroffen, und b.) von den Kriegen selber haben sie wenig mitbekommen. Aber dieses Phänomen ist nicht franko-allemande, man sieht das auch heute bei jungen Serben und Bosnier und Kroaten, die sich zusammenschließen.

    Ich bin strikt dagegen von einer vorbildlichen Freundschaft zu sprechen. In meinen Augen ist das einfach nicht der Fall.

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  5. #25

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    16.600
    Balkanaken sind weder Deutsche noch Franzosen.

  6. #26

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    Zitat Zitat von Kejo Beitrag anzeigen
    Von allen Balkanstaaten traue ich Griechenland und der Türkei noch am ehesten eine solche Entwicklung zu.
    Ja, würde ich auch so schätzen. Man muss auch sagen, dass das Verhältnis der zwei Länder von 90er bis heute schon sich viel verändert hat.

  7. #27
    Avatar von Kampfposter

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    Ich könnte wetten das mehr Kroaten und Serben befreundet sind als Deutsche und Franzosen aber hey "Freundschaft".^^

    Klar, hätten Slowenien, Kroatien, BiH und die Kosovo Albaner zusammen Serbien bis auf die Grundmauern zugebombt, eingenommen und 20 Jahre lang erklärt was daran falsch war Mislosevic nach der Amselfeldrede hochzujubeln wären wir alle politisch auch so weit wie die deutsch/Alliierten "Freundschaft" 1960.

    Nur ist hier nichts von dem passiert weil ein "Unbeteiligter" (Serbien) auch der Auslöser aller Kriege war also kann auch jeder seine Version der Geschichte erzählen und es wird ewig so weitergehen.

  8. #28
    Avatar von Pholiko

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    Zitat Zitat von Flakron Beitrag anzeigen
    Nicht durchgelesen
    Sollte auch an diejenigen sein, die diesen Text threoretisch gesehen auch verstehen könnten.. Nun denn, stuff happens.

  9. #29
    Avatar von Karoliner

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    Zitat Zitat von Climber Beitrag anzeigen
    Ich fühle mich nicht auf den Schlips getreten, ein Verhältnis wie D - Fra würde ich mir auch z.B für Cro - Srb wünschen.

    Aber auf dem Balkan ist es und war eine ganz andere Situation. Die Kroaten haben sich bis 1998 international isoliert, die Serben haben wieder Leute wie Nikolic an der Macht die aus den besten Kriegszeiten stammen und Bosnien ist bis heute ein Staat der sich intern blockiert.

    Desweiterem ist das Kosovo Problem bis heute nicht gelöst, auch weil die EU dort unfähigkeit beweist.

    Aber wie schon erwähnt muss ich die Leistung der Deutschen etwas schmälern in diesem Fall durch die 3 relevanten Besatzungsmächte im Rücken.
    jau wir können euch ja zeigen wie man arbeitet ... au ist das jetzt zu arrogant? aber die fakten sind doch offensichtlich...

    achso weil die deutschen die den amerikanern auf den mond verholfen haben waren gute deutsche ... scheiss auf die zwangsarbeiter für die v2. bestimmt hat er ein paar nachhilfestunden gekriegt in kolonialkrieg führen und napalm abwerfen.

  10. #30
    Avatar von DarkoRatic

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    Wann kommen endlich auf dem Balkan Politiker mit ähnlichem Mut und solch grosser Weitsicht???
    Sollte so ein Politiker in Serbien an die Macht kommen verheimliche ich meine Stattsangehörigkeit...

    Seht es doch so jetzt ist doch alles harmlos auf dem Balkan keiner macht Krieg gegen ein anderen Statt und kümmert sich um seine eigenen intressen

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